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	<title>Tonic sol-fa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T00:08:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tonic_sol-fa&amp;diff=244144&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;INM am 26. September 2024 um 21:50 Uhr</title>
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		<updated>2024-09-26T21:50:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Solfege Ireland.jpg|mini|200px|right|Solmisations-Tafel in einem irischen Klassenzimmer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonic sol-fa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name einer Lehrmethode für den [[Gesangspädagogik|Gesangsunterricht]] an Schulen, die ab 1842 von Reverend [[John Curwen]] propagiert wurde. Die auf dem &amp;#039;&amp;#039;Norwich sol-fa&amp;#039;&amp;#039; der Erzieherin [[Sarah Glover]] basierende Lehrmethode verwendet die Tonsilben der [[Solmisation]], spezielle Handzeichen und eine [[Rhythmussprache]].&lt;br /&gt;
[[File:Curwen Hand Signs MT.jpg|mini|200px|right|Handzeichen nach Curwen]]&lt;br /&gt;
Um das Tonic-sol-fa-System bekannt zu machen, gründete Curwen um 1850 die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonic Sol-Fa Association&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Schreibweise von &amp;#039;&amp;#039;Tonic sol-fa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tonic Sol-Fa Association&amp;#039;&amp;#039; vgl. z. B. folgende [http://copac.ac.uk/search?rn=1&amp;amp;isn=+0863141188 Buchbeschreibung] auf copak.ac.uk und {{Britannica 1911 |Lemma=Curwen, John |Band=7 |Seite=664}}&amp;lt;/ref&amp;gt; („Tonic-sol-fa-Gesellschaft“ oder „Gesellschaft der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Solfeggisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“). Sie war bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine in [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] sehr aktive Vereinigung, welche sich den pädagogischen Methoden des Musikunterrichts mit dem Schwerpunkt des [[a cappella|A-cappella]]-Gesangs widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 lernte Reverend John Curwen in [[Norwich]] das auf der [[Solmisation]] basierende &amp;#039;&amp;#039;Norwich sol-fa&amp;#039;&amp;#039; der Musikpädagogin [[Sarah Glover]] kennen. Begeistert von diesem System, arbeitete Curwen zeit seines Lebens an der Verbesserung und Weiterentwicklung dieses Lernsystems. Schon früh mit dem Lebenswerk seines Vaters vertraut, führte [[John Spencer Curwen]] nach dem Tod seines Vaters dessen Arbeit fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1025 hatte [[Guido von Arezzo]] ein Silben-System entwickelt, mit dem Melodien leichter gelernt werden konnten. Für seine Musizierpraxis mit Knaben übertrug er dies zusätzlich gedanklich auf die Glieder und Fingerspitzen seiner Hand ([[Guidonische Hand]]). Darauf aufbauend begann Sarah Glover ungefähr 800 Jahre später, ihr eigenes System der Solmisation zu entwickeln. Durch die Bemühungen Curwens konnte sich dieses Lernsystem durchsetzen, und bis ungefähr in die Jahre 1930/35 wurde an englischen Schulen nach dem Tonic-sol-fa-System gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tonic sol-fa&amp;#039;&amp;#039; fand viele Anhänger, war aber dadurch vielen Veränderungen ausgesetzt. [[Agnes Hundoegger]] übernahm die wesentlichen Ideen Curwens in ihre Tonika-Do-Lehre, und auch [[Zoltán Kodály]] entwickelte mit seiner [[Kodály-Methode]] das Tonic-sol-fa-System weiter. In Deutschland schlugen sich viele Ideen von &amp;#039;&amp;#039;Tonic sol-fa&amp;#039;&amp;#039; in den Lehren von [[Theodor Warner]] und [[Kurt Sydow]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachrohr der &amp;#039;&amp;#039;Tonic Sol-Fa Association&amp;#039;&amp;#039; wurde ab 1851 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;The Tonic Sol-Fa Reporter&amp;#039;&amp;#039;, die ebenfalls durch Reverend Curven gegründet worden war. Seit 1974 bemüht sich das &amp;#039;&amp;#039;Curwen Institute&amp;#039;&amp;#039; in London sehr erfolgreich um eine Weiterentwicklung in Form der &amp;#039;&amp;#039;New Curwen Method&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bericht von Hermann von Helmholtz, 1864 ==&lt;br /&gt;
[[Hermann von Helmholtz|Helmholtz]], ein glühender Verfechter der [[reine Stimmung|reinen Intonation]], berichtete in seiner &amp;#039;&amp;#039;Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik&amp;#039;&amp;#039; auch über die „Gesellschaft der Solfeggisten“, die 1862 bereits 150&amp;amp;nbsp;000 Mitglieder hatte. Diese Gesellschaft verwendete die Tonic-sol-fa-Methode und folglich statt Notenschrift eine Silbenschrift (Do Re Mi Fa So La Ti Do), wobei Do immer die Tonika bezeichnete. Wenn durch Modulation die Tonika wechselte, änderte sich auch die Silbenbezeichnung; die Note, auf der die Veränderung stattfand, erhielt zwei Silben, die der ersten und die der zweiten Tonart. Die Intonation erfolgte immer in Beziehung zur Tonika. Beim Wechsel von C-Dur nach G-Dur etwa wurde das A von G-Dur [[Reine Stimmung|rein]] zur Tonika G intoniert, im Vergleich zu C-Dur also um ein [[syntonisches Komma]] höher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmholtz hörte in einer Londoner Volksschule den Gesang von 40 Kindern zwischen acht und zwölf Jahren, deren Intonationsreinheit ihn in Erstaunen versetzte. Er wies darauf hin, dass die Londoner Schulen und Solfeggisten alljährlich ein Konzert von 2000 bis 3000 Kinderstimmen im Kristallpalast zu Sydenham geben, das durch Wohlklang und Genauigkeit der Ausführung den besten Eindruck auf die Hörer macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Monografien&lt;br /&gt;
* John Curwen: &amp;#039;&amp;#039;Grammar of Vocal Music on the Tonic Sol-Fa Method.&amp;#039;&amp;#039; Boethius Press, 1985, ISBN 0-86314-043-2&lt;br /&gt;
* John Curwen: &amp;#039;&amp;#039; Tonic Sol-Fa&amp;#039;&amp;#039;. Novello, London, 1878&lt;br /&gt;
* John S. Curwen: &amp;#039;&amp;#039;School Music Abroad&amp;#039;&amp;#039;. Boethius Pr., Kilkenny 1985, ISBN 0-86314-046-7 (Classic texts in music education, Band 15)&lt;br /&gt;
* Hermann von Helmholtz: &amp;#039;&amp;#039;[http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/references?id=lit3483 Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik]&amp;#039;&amp;#039;. Vieweg, Braunschweig 1863, Nachdruck: Minerva-Verlag, Frankfurt/Main 1981, ISBN 3-8102-0715-2 [http://kilchb.de/rein_helmholtz.html Exzerpt]&lt;br /&gt;
* Sarah A. Glover: &amp;#039;&amp;#039;Scheme for Rendering Psalmody Congregational&amp;#039;&amp;#039;. Boethius Press, Kilkenny 1982, ISBN 0-86314-032-7 (&amp;#039;&amp;#039;Classic texts in music education&amp;#039;&amp;#039;, Band 5)&lt;br /&gt;
* Bettina Gratzki: &amp;#039;&amp;#039;Die reine Intonation im Chorgesang&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn 1993 ([http://kilchb.de/rein_gratzki.html Exzerpt])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitschriften&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Tonic Sol-Fa Reporter and Magazine of Vocal Music for the People&amp;#039;&amp;#039;, Ward, London, 1851 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tonic sol-fa notation|Tonic sol-fa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Vokalmusik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagogik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;INM</name></author>
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