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	<title>Tongemisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:12:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tongemisch&amp;diff=253270&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Musicous: + Verlinkung M. Dickreiter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tongemisch&amp;diff=253270&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-12-29T11:17:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Verlinkung M. Dickreiter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tongemisch 400 430 470 520 580.ogg|mini|Beispiel für ein Tongemisch aus den Frequenzen 400&amp;amp;nbsp;Hz, 430&amp;amp;nbsp;Hz, 470&amp;amp;nbsp;Hz, 520&amp;amp;nbsp;Hz und 580&amp;amp;nbsp;Hz. Die Amplituden der einzelnen Teiltöne sind jeweils gleich.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tongemisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[physik]]alische [[Akustik]] gemäß [[DIN-Norm|DIN]] 1320 einen [[Schall]], der sich aus Tönen beliebiger Frequenz zusammensetzt. Mit &amp;#039;&amp;#039;Ton&amp;#039;&amp;#039; sind dabei die akustischen Repräsentationen reiner Sinusschwingungen, sogenannte [[Sinuston|Sinustöne]] gemeint.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michael_Dickreiter&amp;quot; /&amp;gt;  [[Rauschen (Physik)|Rauschen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauschen&amp;quot; /&amp;gt; oder das [[Geräusch]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;stochastisch&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Physik im Bauwesen&amp;quot; /&amp;gt; sind komplexe Sonderformen eines Tongemisches&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knall&amp;quot; /&amp;gt;. Stehen Teiltöne in einem [[harmonische]]n Verhältnis zueinander, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;[[Klang]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michael_Dickreiter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das reine Tongemisch, verstanden als theoretisch-physikalisches Konzept, dient als Beschreibungskategorie für die [[Analyse]] von [[Schallereignis]]sen. So lässt sich in der [[Musikalische Akustik|musikalischen Akustik]] beispielsweise sagen, dass dreidimensional schwingende [[Idiophon|Körper]] wie [[Klang (Glocke)|Glocken]], [[Plattenglocken|Platten]] und [[Stabspiel|Stäbe]] eher &amp;#039;&amp;#039;Tongemische&amp;#039;&amp;#039; abstrahlen, während bei schwingenden [[Saite]]n und [[Pfeife (Tonerzeuger)|Pfeifen]] eher &amp;#039;&amp;#039;Klänge&amp;#039;&amp;#039; entstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ulrich_Michels&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Elektronische Musik|elektronischen Musik]] ist das Tongemisch als elektronisch [[Klangsynthese|synthetisiertes]] [[Audiosignal]] von Bedeutung. Durch technische Mittel ist es möglich, &amp;#039;&amp;#039;statische&amp;#039;&amp;#039; Tongemische herzustellen, die nicht an einen natürlichen Zeitverlauf gebunden sind – was bei klassischen natürlichen [[Musikinstrument]]en nicht vorkommt. Gleichzeitig lassen sich die Signale technisch mit einer [[ADSR|künstlichen Hüllkurve]] versehen, um z.&amp;amp;nbsp;B. den Zeitverlauf natürlicher Instrumente zu imitieren oder bewusst ungewöhnliche Zeitverläufe herzustellen. Außerdem können auch andere Parameter des Tongemischs kontinuierlich geändert werden, z.&amp;amp;nbsp;B. das Lautstärkeverhältnis der Teiltöne zueinander oder deren Frequenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komponist [[Herbert Eimert]], der sich in den 1950er Jahren im [[Studio für elektronische Musik (Köln)|Kölner Studio für elektronische Musik]] intensiv mit den Möglichkeiten auseinandersetzte, wie sich [[Klangfarbe]]n „komponieren“ ließen (siehe [[Klangkomposition]]), beschrieb Tongemische als {{&amp;quot; |Text=eine völlig neue Dimension des Kompositorischen. In ihm scheinen sich übrigens die vielen und nie bewältigten Widersprüche der sogenannten Atonalität endlich zu lösen. |Autor=Herbert Eimert |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Elektronische Musik&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;Herbert Eimert&amp;quot; /--&amp;gt;}} Die [[Komposition (Musik)|Kompositionspraxis]] grenzt daher Tongemische in erster Linie von [[Akkord]]en ab. Verglichen mit Akkorden hätten Tongemische einen höheren &amp;#039;&amp;#039;Verschmelzungsgrad,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herbert_Eimert&amp;quot; /&amp;gt; würden also nicht als [[Ton (Musik)|Einzeltöne]], sondern als einheitlicher Klang, als „globales Phänomen“ wahrgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kilianschwoon.de/works_details.php?id=9&amp;amp;lang=de Kilian Schwoon über seine Komposition &amp;#039;&amp;#039;Broken Consort&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Klängen und Akkorden auf der einen Seite (also Schallereignissen, die auf harmonischen Frequenzverhältnissen beruhen) und den unharmonischen Tongemischen andererseits besteht ein fließender Übergang. Je nachdem, wie stark die Teiltöne eines Tongemisches von dessen idealen harmonischen Frequenzwerten abweichen, spricht man von „angenähert harmonischen“ oder „geringharmonischen“ Schallsignalen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terhardt&amp;quot; /&amp;gt; Herbert Eimert sah gerade in diesem Spannungsfeld kompositorisches Potential.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eimert&amp;quot; /&amp;gt; Mit solchen Tongemischen arbeitet z.&amp;amp;nbsp;B. auch der Komponist [[Karlheinz Stockhausen]] in seiner [[Studie II (Stockhausen)|Studie II]]. Stockhausen war Eimerts Nachfolger als künstlerischer Leiter des Kölner Studios für elektronische Musik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Kontexten (z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Medizin]]) wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tongemisch&amp;#039;&amp;#039; auch in einem allgemeineren Sinne für komplexe Schallereignisse verwendet. (Vergleiche z.&amp;amp;nbsp;B.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedizinA&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedizinB&amp;quot; /&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michael_Dickreiter&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Michael Dickreiter]], Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr&lt;br /&gt;
 |Titel=Handbuch der Tonstudiotechnik&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-598-44135-5&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=srApJp3nP4wC |Seite=43}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauschen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Text=Rauschen ist [gemäß DIN 1320] ein Schallsignal statistischer Natur, bei dem nur ein kontinuierliches Frequenzspektrum angegeben werden kann, […]}}.&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Michael Dickreiter, Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr&lt;br /&gt;
 |Titel=Handbuch der Tonstudiotechnik&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-598-44135-5&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=srApJp3nP4wC |Seite=43}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;stochastisch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Dieter Maute&lt;br /&gt;
 |Titel=Technische Akustik und Lärmschutz&lt;br /&gt;
 |Verlag=Hanser&lt;br /&gt;
 |Datum=2006&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-446-40222-5&lt;br /&gt;
 |Seiten=24&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=KplsQVHrWdYC |Hervorhebung=Geräusch |Seite=24}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Physik im Bauwesen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Text=Ein reiner Ton wird durch eine einzelne Sinusfunktion […] dargestellt, […] Ein Klang ist ein Gemisch reiner Töne, entsteht durch deren ungestörte Überlagerung […] während ein Geräusch ein Tongemisch mit großem Frequenzspektrum […] darstellt […].}}&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Rhena Krawietz, Wilfried Heimke&lt;br /&gt;
 |Titel=Physik im Bauwesen&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-446-40276-4&lt;br /&gt;
 |Seiten=142, 143&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=RDdPbGc3734C |Seite=142}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knall&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Text=Schallarten – Ton, Klang, Knall, Geräusch. Der Ton […] Der Klang ist ein Tongemisch, dessen Frequenzen ganzzahlige Vielfachen der tiefsten vorkommenden Frequenz sind. […] Durch diese Frequenzüberlagerung ergibt sich ein periodisches, aber [[Anharmonischer Oszillator|anharmonisches]] Schwingungsbild […]. Der Knall Ein plötzlich einsetzende mechanische Schwingung großer Amplitude und kurzer Dauer. […] er nimmt einen Frequenzbereich ein. Das Geräusch:  Nichtperiodische Vorgänge erzeugen Geräusche. […] keine Periodizität […] bei den meisten uns umgebenden Schallereignissen handelt es sich um Geräusche, z. B. Lärm des Verkehrs, das rascheln des Schlüsselbundes, die menschliche Stimme oder das zusammenknüllen von Papier.}} {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Patrik Vogt&lt;br /&gt;
 |Titel=Computergestütztes Lernen im Physikunterricht, dargestellt am Beispiel einer Lernsequenz aus dem Themenbereich „Schwingungen und Wellen“ (9. Klasse)&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-8309-2263-9&lt;br /&gt;
 |Seiten=30&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=XthbtiZfeCQC |Seite=14}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ulrich_Michels&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Ulrich Michels&lt;br /&gt;
 |Titel=dtv-Atlas zur Musik. Tafeln und Texte&lt;br /&gt;
 |Band=1&lt;br /&gt;
 |Auflage=15&lt;br /&gt;
 |Verlag=dtv/Bärenreiter&lt;br /&gt;
 |Ort=München&lt;br /&gt;
 |Datum=1994&lt;br /&gt;
 |Seiten=17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herbert_Eimert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herbert Eimert: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die elektronische Musik.&amp;#039;&amp;#039; Doppel-LP, Wergo 1963.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terhardt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Ernst Terhardt&lt;br /&gt;
 |Titel=Akustische Kommunikation. Grundlagen mit Hörbeispielen&lt;br /&gt;
 |Datum=1998&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-540-63408-8&lt;br /&gt;
 |Seiten=217&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=UI2INugaKwIC |Seite=217}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eimert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Text=Besonders interessant sind Tongemische, deren unharmonische Teiltöne in der Nähe von Harmonischen eines Klangs liegen. |Autor=Herbert Eimert |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Einführung in die elektronische Musik.&amp;#039;&amp;#039; Doppel-LP, Wergo 1963}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedizinA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=A. Lange&lt;br /&gt;
 |Titel=Anamnese und Klinische Untersuchung&lt;br /&gt;
 |Datum=1998&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-642-58806-9&lt;br /&gt;
 |Seiten=254&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=gvnvzly1mTMC |Seite=254}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedizinB&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Thomas Köhler&lt;br /&gt;
 |Titel=Medizin für Psychologen und Psychotherapeuten. Orientiert an der Approbationsordnung für Psychologische Psychotherapeuten&lt;br /&gt;
 |Verlag=Schattauer&lt;br /&gt;
 |Datum=2003&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-7945-2238-9&lt;br /&gt;
 |Seiten=48&lt;br /&gt;
 |Online={{Google Buch |BuchID=IubOhL-H9-IC |Seite=48}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.elektropolis.de/ssb_story_eimert.htm# Musiktheoretische Grundbegriffe der Elektronischen Musik nach Herbert Eimert]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Akustik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektronische Musik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Musicous</name></author>
	</entry>
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