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	<title>Ton-Humus-Komplex - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T15:05:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ton-Humus-Komplex&amp;diff=562803&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiMax312: Bild und Bildunterschrift hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-03-07T07:34:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild und Bildunterschrift hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Miñoca066eue.jpg|mini|Regenwurm]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ton-Humus-Komplex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Bodenkunde]] die Aggregatbildung von organischen Fragmenten wie [[Huminstoffe]]n mit anorganischen Partikeln wie [[Tonminerale]]n durch [[Wasserstoffbrücke]]n oder Einlagerung von metallischen [[Kationen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Gisi, Rudolf Schenker, Rainer Schulin, Franz X. Stadelmann, Hans Sticher |Titel=Bodenökologie |Auflage=2 |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=1997 |ISBN=3-13-747202-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl Tonminerale als auch Huminstoffe sind [[Bodenkolloide]].&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Kuntze, Günter Roeschmann, Georg Schwerdtfeger: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Eugen Ulmer, 1994, ISBN 3-8001-2651-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Huminstoffe sind in der Lage, einzelne [[Bodenpartikel]] zu einer Krümelstruktur zu verbinden und damit das [[Bodengefüge]] zu stabilisieren. Solche [[Aggregatgefüge]] werden aus Tonkolloiden durch die Verbindung von [[Calcium]]brücken mit Huminstoffen in humosen Oberböden gebildet. Während die [[Tonmineral]]e und die Huminsäurereste (organische Dipole) der Humusteilchen negativ geladen sind, bildet das Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ion oder andere mehrwertige Kationen, zum Beispiel Mg&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; – eine neutralisierende Brücke. Die entstehenden &amp;#039;&amp;#039;organo-mineralischen&amp;#039;&amp;#039; Verbindungen werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ton-Humus-Komplex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (THK) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalk-Ton-Humus-Komplex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders intensive Vermischung von organischen und mineralischen Substanzen findet im Darm des Regenwurms statt, wo die Aggregate durch Schleimstoffe stabilisiert werden. Die entstehenden THK werden durch Bakterien und Pilze weiter zu Bodenkrümeln verbaut. Diese &amp;#039;&amp;#039;Lebendverbauung&amp;#039;&amp;#039; erfolgt nur bei starker Aktivität des [[Edaphon|Bodenlebens]] in humus- und nährstoffreichen Oberböden, in denen sich ein optimales Krümelgefüge und die Humusform „[[Mull (Humusform)|Mull]]“ bilden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. Scheffer, P. Schachtschabel |Titel=Lehrbuch der Bodenkunde |Auflage=13 |Verlag=Ferdinand Enke Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1992 |ISBN=3-432-84773-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Heistinger, A. Grand |Titel=Biodünger selber machen. Regenwurmhumus - Gründüngung - Kompost |Auflage=1 |Verlag=Löwenzahn |Ort=Innsbruck |Datum=2014 |ISBN=978-3-7066-2519-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Der gebildete Komplex stabilisiert den Boden gegenüber Erosion und Verschlämmung, schafft im [[Porenvolumen]] des Bodens günstige Voraussetzungen für den Luft- und Wasserhaushalt und bewirkt damit eine höhere [[Bodenfruchtbarkeit]]. Durch die Bindung der positiv geladenen Nährsalz-Ionen können diese für die Pflanze wichtigen Stoffe nicht durch Regen in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden. Sie werden später von der Pflanze durch einen Ionenaustausch von den THK gelöst und verwertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Elastizität (Physik)|Elastizität]] der gebildeten Krümelstruktur ist günstig für die Stabilität des Bodens und die langfristige Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen, da sie ein besseres Luft- und Wasserdurchlässigkeitsvermögen des Bodens gewährleistet. Die [[Bodengare]] wird durch das Bodenleben mit der Bildung von Ton-Humus-Komplexen nachhaltiger gefördert, als es zum Beispiel bei einer [[Frostgare]] möglich ist. Die physikalisch bedingten Strukturen der [[Segregatgefüge]] sind nur kurzzeitig günstig für den Pflanzenbau, weil sie durch [[Schrumpfung (Boden)|Rissbildung]] und weiteren Zerfall schnell ihre Funktion verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine übermäßige Bodenbearbeitung führt allerdings zum Zerfall jeder Krümelstruktur – im Gartenbau wird dieser Kulturfehler als „Totfräsen“ eines Bodens bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Chemische Bodeneigenschaften]]&lt;br /&gt;
* [[Humus]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkung]]&lt;br /&gt;
* [[Turbation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkunde in Stichworten.&amp;#039;&amp;#039; Unterägeri 1984, ISBN 3-266-00192-3, S. 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenfruchtbarkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiMax312</name></author>
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