<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tomislavgrad</id>
	<title>Tomislavgrad - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tomislavgrad"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tomislavgrad&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T16:04:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tomislavgrad&amp;diff=215692&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;W. Edlmeier: /* Weblinks */ toten Link entfernt; Memento lohnt sich nicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tomislavgrad&amp;diff=215692&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-21T09:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; toten Link entfernt; Memento lohnt sich nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Bosnien-Herzegowina&lt;br /&gt;
|NameLateinisch = Tomislavgrad&lt;br /&gt;
|NameKyrillisch = Томиславград&lt;br /&gt;
|Wappen = Tomislavgrad.png&lt;br /&gt;
|lat_deg = 43&lt;br /&gt;
|lat_min = 42&lt;br /&gt;
|lat_sec = 48.78&lt;br /&gt;
|lon_deg = 17&lt;br /&gt;
|lon_min = 13&lt;br /&gt;
|lon_sec = 35.63&lt;br /&gt;
|Beschriftung = &lt;br /&gt;
|Höhe = 900&lt;br /&gt;
|Fläche = 967.4&lt;br /&gt;
|Gliederung = 26 Ortsgemeinschaften&lt;br /&gt;
|Einwohner = 33032&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand = 2013&lt;br /&gt;
|Postleitzahl = 80240&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl = 34&lt;br /&gt;
|Bürgermeister = Ivan Buntić&lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand = 2020&lt;br /&gt;
|Partei = HNP&lt;br /&gt;
|AnschriftStraße = Ulica Mijata Tomića 108&lt;br /&gt;
|AnschriftOrt = 80240 Tomislavgrad&lt;br /&gt;
|Webpräsenz = www.tomislavgrad.gov.ba&lt;br /&gt;
|Schutzpatron = Sv. [[Nikola Tavelić]]&lt;br /&gt;
|Stadtfest = 8. Juli&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tomislavgrad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{srS|Томиславград}}; bis 1925 &amp;#039;&amp;#039;Županjac&amp;#039;&amp;#039;/Жупањац, von 1945 bis 1990 &amp;#039;&amp;#039;Duvno&amp;#039;&amp;#039;/Дувно) ist eine Stadt und gleichnamige [[Općina|Verbandsgemeinde]] in [[Bosnien und Herzegowina]] mit rund 33.000 Einwohnern. Die mehrheitlich von [[Kroaten in Bosnien und Herzegowina|Kroaten]] bevölkerte Gemeinde liegt im Nordwesten der [[Herzegowina]] und gehört zum [[Kanton 10]] der [[Föderation Bosnien und Herzegowina]]. [[Hauptort]] der Gemeinde ist die Stadt Tomislavgrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Tomislavgrad Duvanjsko polje.jpg|mini|Das Duvanjsko polje mit Tomislavgrad im Hintergrund]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Panoramatomislavgrada.jpg|mini|ohne|Blick auf Tomislavgrad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an die Gemeinden [[Posušje]] (südlich), [[Livno]] (nordwestlich), [[Kupres]] (nördlich), [[Prozor-Rama|Prozor]] (nordöstlich) und [[Jablanica (Bosnien und Herzegowina)|Jablanica]] (östlich) sowie an die Kleinstadt [[Imotski]] in der Republik [[Kroatien]] (westlich).&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet liegt größtenteils in der Hochebene des &amp;#039;&amp;#039;[[Duvanjsko Polje]]&amp;#039;&amp;#039; und umfasst auch die Hochebenen &amp;#039;&amp;#039;[[Šuičko Polje]]&amp;#039;&amp;#039; im Norden sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Roško Polje]]&amp;#039;&amp;#039; im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt in der Hochebene des Duvanjsko polje in 840 bis {{Höhe|900|BA}} Höhe und ist von Bergen umgeben: der [[Pločno]] ({{Höhe|2228|BA}}), der [[Veliki Vran]] ({{Höhe|2207|BA}}) und weitere Berge wie [[Ljubuša]], [[Tušnica]] und [[Mali Vran]], die mindestens {{Höhe|1700|BA}} hoch sind. In den Wintermonaten kann es in seltenen Fällen bis −25&amp;amp;nbsp;°C kalt werden, im Sommer sind Temperaturen über 40&amp;amp;nbsp;°C möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei nennenswerte Seen: [[Buško jezero]] und [[Blidinjsko jezero]]. &amp;#039;&amp;#039;Buško jezero&amp;#039;&amp;#039; ist ein künstlicher See, der durch eine Talsperre an der Grenze zu Kroatien entstanden ist. In den See fließt die [[Šuica (Fluss)|Šuica]], die zuvor das Duvanjsko polje von Norden nach Südwesten durchquert und auf einer Strecke von etwa 5 Kilometern unterirdisch verläuft. Der zweite See &amp;#039;&amp;#039;Blidinje&amp;#039;&amp;#039; liegt 1250 Meter über den Meeresspiegel und ist ein Gletschersee, der im Winter meist zufriert und im Hochsommer oft austrocknet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tomislavgrad liegt im Norden der ca. 300 Quadratkilometer großen Ebene &amp;#039;&amp;#039;[[Duvanjsko Polje]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Ebene ist [[karst]]ig. Nach starken Regenfällen bleibt das Wasser nicht an der Oberfläche, sondern fließt schnell in [[Kluft (Geologie)|Klüfte]] ab; aus diesem Grund herrscht in den Sommermonaten oft Dürre. Im Frühjahr, wenn die Schneemassen auf den umliegenden Bergen schmelzen und unterirdisch ins Tal fließen, ist regelmäßig die ganze Ebene überflutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortschaften der Gemeinde Tomislavgrad ===&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet von Tomislavgrad umfasst neben der eigentlichen Stadt noch folgende Ortschaften:&lt;br /&gt;
Baljci, Blažuj, Bogdašić, Borčani, Bukova Gora, Bukovica, Cebara, Crvenice, Ćavarov Stan, Dobrići, Donji [[Brišnik]], Eminovo Selo, Galečić, Gornja Prisika, Gornji Brišnik, Grabovica, Jošanica, Kazaginac, Kolo, Kongora, Korita, Kovači, Krnjin, Kuk, Letka, Lipa, Liskovača, Lug, Mandino Selo, Mesihovina, Mijakovo Polje, Miljacka, Mokronoge, Mrkodol, Omerovići, Omolje, [[Oplećani]], Pačari, Pasić, Podgaj, Prisoje, Radoši, Rašćani, Rašeljke, [[Raško Polje|Roško Polje]], Renići, Rošnjače, Sarajlije, Seonica, Srđani, Stepen, Stipanići, [[Šuica (Tomislavgrad)|Šuica]], Tubolja, Vedašić, [[Vinica (Bosnien und Herzegowina)|Vinica]], Vojkovići, Vranjače, Vrilo, Zaljiće, Zaljut und Zidine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Alles nach der römischen Zeit.}}&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Vereinzelte Funde deuten darauf hin, dass das [[Tal#Hochtal|Hochtal]] von Tomislavgrad bereits in [[Urgeschichte|prähistorischer Zeit]] besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter den Illyrern ===&lt;br /&gt;
Die ersten historisch verbürgten Bewohner der Umgebung von Tomislavgrad sind die [[Delmaten]], ein Volksstamm der [[Illyrer]] oder Verbund mehrerer, zwischen den Flüssen [[Neretva]] und [[Krka (Kroatien)|Krka]] siedelnder, illyrischer Stämme.&amp;lt;ref&amp;gt;So: Henri Cons: &amp;#039;&amp;#039;La province romaine de Dalmatie.&amp;#039;&amp;#039; Montpellier 1888.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Delmaten befanden sich, von 158 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis zu ihrer endgültigen Niederwerfung 118 v.&amp;amp;nbsp;Chr. durch den römischen Konsul [[Lucius Caecilius Metellus Delmaticus]], immer wieder im Krieg mit den Römern und deren illyrischen Verbündeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine ausführliche Schilderung der illyrischen/delmatischen Kriege findet sich unter anderem bei M. Zaninovic: &amp;#039;&amp;#039;Der illyrische Stamm der Delmaten.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Das illyrische Delminium}}Der Hauptort der Delmaten wurde von den Römern Delminium oder auch Delminus genannt. Es wird angenommen, dass es sich dabei um eine romanisierte Form der illyrischen Wörter &amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;lmno&amp;#039;&amp;#039; (Weide) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Delma&amp;#039;&amp;#039;, was in [[Albanische Sprache|in albanischer Sprache]] [[Schafe|Schaf]] bedeutet. Auch die im [[Mittelalter]] noch gebräuchliche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Dumno&amp;#039;&amp;#039; (anstatt des späteren &amp;#039;&amp;#039;Duvno&amp;#039;&amp;#039;) für die Stadt und ihre Umgebung legen eine solche Deutung nahe.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Schilderung der Namensgenese siehe: {{Webarchiv |url=http://www.hbzup.com/tomislavgrad/index.htm |text=Homepage der Stadt Tomislavgrad |wayback=20070702064812}}und Henri Cons: &amp;#039;&amp;#039;La province romaine de Dalmatie&amp;#039;&amp;#039;. Montpellier 1888.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut dem griechisch-römischen Geschichtsschreiber [[Appian|Appian von Alexandria]] (zwischen 90 und 95–um 160) wurde der illyrische Stamm bzw. Stammesverband der Delmaten nach ebendieser Stadt zunächst Delmatenses und später Dalmatii genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Appian von Alexandria, Die Illyrischen Kriege, §&amp;amp;nbsp;11 Figulus dalmatischer Feldzug.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vermutung liegt nahe, dass sich aus dieser Bezeichnung der Name der römischen Provinz [[Dalmatia]] bzw. späteren Region [[Dalmatien]] entwickelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Appian als auch der römische Militär und Schriftsteller [[Sextus Julius Frontinus]] (um 35–103) beschreiben Delminium in ihren Schilderungen des „dalmatischen Feldzuges“, als stark befestigt und auf einem Berg liegend, unterhalb dessen eine Straße verläuft. Die heutige Stadt Tomislavgrad befindet sich zu Fuße eines Berges. Nachgewiesen ist, dass sich hier zur Zeit der Römer eine Kreuzung zweier wichtiger Handelswege von der Provinz Dalmatia ins Innere der Provinz [[Pannonia (Provinz)|Pannonia]] befand. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass das heutige Tomislavgrad auf den Ruinen des antiken Delminiums steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Theorie geht davon aus, dass sich Delminium auf dem Berg Libu zwischen den heutigen Dörfern Kongora und Borčani befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hbzup.com/tomislavgrad/povijest/index.html |text=Iz povijesti Tomislavgrada i duvanjskog kraja |wayback=20070328205811}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Theorie sprechen die zentrale Lage dieses Ortes quasi im Zentrum des Hochtales sowie der vermutete Verlauf der römischen Handelsstraße (Appian erwähnt, dass Delminium nicht von „der Straße“ aus angegriffen werden konnte). Henri Cons hingegen verortete Delminium in seinem 1888 veröffentlichten Werk &amp;#039;&amp;#039;La province romaine de dalmatie&amp;#039;&amp;#039; auf dem Berg Gardun in der Nähe der Kleinstadt [[Trilj]]. Auch dies erscheint möglich, nicht zuletzt da Trilj zwar in [[Kroatien]], jedoch unmittelbar an der heutigen Gemeindegrenze von Tomislavgrad liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesichert ist der Standort eines illyrischen Heiligtums zwischen den Dörfern Mandino Selo und Rašćani.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.franjevci.info/tomislavgrad.htm |text=franjevci.info |wayback=20070928073216 |archiv-bot=2019-05-18 22:02:14 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung durch die Römer (156 bis 155 v. Chr.) ===&lt;br /&gt;
Einzig bekannte Quellen des „dalmatischen Feldzuges“ sind die Schilderungen des Appian von Alexandria und des Sextus Julius Frontinus. Appians Schilderung der illyrischen Kriege (ursprünglich nur ein Teilstück seines Werks über die Mazedonischen Kriege) gehört zu den wenigen seiner Werken, welche in großen Teilen erhalten geblieben sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.livius.org/ap-ark/appian/appian_illyrian_3.html livius.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sextus Julius Frontinus berichtet in seinem Werk „Strategemata“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Frontinus/Strategemata/3*.html#6.2 penelope.uchicago.edu]&amp;lt;/ref&amp;gt; über die Belagerung von Delminium durch [[Publius Cornelius Scipio Nasica Corculum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Delmaten immer wieder Überfälle gegen römische Bündnispartner (unter anderem die [[Liburner]]) durchgeführt hatten und Vermittlungsversuche seitens des römischen Senats mehrfach abgewiesen worden waren, beauftragte der Senat den Konsul [[Gaius Marcius Figulus (Konsul 162 v. Chr.)|Gaius Marcius Figulus]] im Jahre 156 v.&amp;amp;nbsp;Chr. mit der Durchführung eines Feldzuges. Figulus landete in der Nähe des antiken [[Narona]]. Trotz anfänglicher Niederlagen gelang es ihm gegen Herbstende, die Delmaten zurückzuschlagen, so dass sich diese in ihrem Hauptort Delminium verschanzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Belagerung schlug fehl, da laut Appian die Stadt aufgrund ihrer mächtigen Befestigungen und ihrer günstigen Lage auf einem Berg weder erstürmt noch durch das mitgeführte Belagerungsgerät geschleift werden konnte (Appian erwähnt, dass Figulus nicht von „der Straße“ aus angreifen konnte).&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schilderung der ersten Belagerung Delminiums im Jahre 156 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bezieht sich auf: Appian von Alexandria, Die Illyrischen Kriege, §&amp;amp;nbsp;11 Figulus dalmatischer Feldzug.&amp;lt;/ref&amp;gt; Figulus ging dazu über, die umliegenden, größtenteils schutzlos zurückgelassenen Ortschaften der Delmaten zu plündern in der Hoffnung, diese dadurch aus Delminium herauslocken zu können. Nachdem dieser Plan gescheitert war, entschloss er sich, Delminium erneut zu belagern. Der Ort wurde mit [[Brandpfeil]]en und [[Balliste]]n beschossen und dadurch größtenteils zerstört. Jedoch gelang es auch diesmal nicht, ihn einzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr später gelang es laut Sextus Julius Frontinus dem Konsul [[Publius Cornelius Scipio Nasica Corculum]] mit derselben Taktik, mit der Figulus ein Jahr zuvor gescheitert war, die Verteidiger aus Delminium herauszulocken und die Stadt endgültig zu erobern.&amp;lt;ref&amp;gt;Sextus Julius Frontinus: Strategemata Buch III Absatz VI&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter den Römern ===&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung Delminiums 155 v. Chr. und der Niederschlagung des illyrischen Aufstands 9 n.&amp;amp;nbsp;Chr. begann eine Phase zunehmender römischer Kolonialisierung und Assimilierung. Es ist soweit bekannt, dass es eine römische Kolonie gleichen Namens in der Nähe des alten Delminium gegeben hat, jedoch ist auch ihre geografische Lage nicht abschließend geklärt. Gesichert ist nur, dass sich auf dem Gebiet der heutigen Stadt Tomislavgrad eine römische Siedlung sowie die römische Wegstation &amp;#039;&amp;#039;Bistue Vetus&amp;#039;&amp;#039; befand. Ihre Überreste wurden beim Bau des Franziskanerklosters Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben dieses Abschnitts beziehen sich auf die Aufzeichnungen des örtlichen Franziskanerordens, {{Webarchiv |url=http://www.franjevci.info/tomislavgrad.htm |text=hier |wayback=20070928073216 |archiv-bot=2019-05-18 22:02:14 InternetArchiveBot}} einsehbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wurden Überreste eines römischen Heiligtums unterhalb des heutigen Stadtfriedhofs Karaula gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtname ==&lt;br /&gt;
Der [[Ortsname]] wurde mehrmals geändert. In der [[Römisches Reich|Römerzeit]] wurde die Stadt Delminium genannt. Zur Zeit der kroatischen und bosnischen Herrscher Županjac, aufgrund des Sitzes der Pfarrei Duvno (&amp;#039;&amp;#039;župa&amp;#039;&amp;#039;: hier im Sinn von [[Pfarrei]]). Während der [[Osmanisches Reich|osmanischen Herrschaft]] hieß die Stadt Županj-potok (&amp;#039;&amp;#039;potok&amp;#039;&amp;#039; = [[Bach]]). Unter [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer Herrschaft]] erneut Županjac. Im [[Königreich Jugoslawien]] erhielt die Stadt im Jahr 1925 den Namen Tomislavgrad, da fälschlich angenommen wurde, dass mit [[Tomislav]] der erste König der Kroaten, hier 1000 Jahre zuvor gekrönt worden sei. Im [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|sozialistischen Jugoslawien]] trug die Stadt seit 1945 den Namen Duvno. Unmittelbar vor dem [[Jugoslawienkriege|Zerfall Jugoslawiens]] nahm die Stadt 1990 erneut den Namen Tomislavgrad an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hatte zur letzten Volkszählung 2013 ungefähr 31.500 Einwohner, von denen die überwiegende Mehrheit Kroaten waren (91,8 %). Der Anteil der Bosniaken betrug ungefähr acht Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Bevölkerungsstruktur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bbs.bund.de/tomislavgrad/bevoelkerung.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Bericht für die Flüchtlingsrückkehr&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070612201018}} Beauftragter der Bundesregierung für Flüchtlingsrückkehr, Wiedereingliederung und rückkehrbegleitenden Wiederaufbau in Bosnien und Herzegowina. Die Zahlen für das Jahr 1991 beziehen sich auf die Ergebnisse der Volkszählung des Jahres 1991, gemäß UNHCR Population Figures 1997. Die Daten für das Jahr 1997 basieren auf Angaben der Gemeinde Tomislavgrad, Dezember 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Prozent&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! !! 1997 !! 1991 !! 1997  !! 1991&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Kroaten&lt;br /&gt;
| 24.165&lt;br /&gt;
| 25.976&lt;br /&gt;
| 87,88&lt;br /&gt;
| 86,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Bosniaken&lt;br /&gt;
| 2.500&lt;br /&gt;
| 3.148&lt;br /&gt;
| 9,09&lt;br /&gt;
| 10,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Serben&lt;br /&gt;
| 0&lt;br /&gt;
| 576&lt;br /&gt;
| 0,00&lt;br /&gt;
| 1,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Sonstige&lt;br /&gt;
| 833&lt;br /&gt;
| 309&lt;br /&gt;
| 3,03&lt;br /&gt;
| 1,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Gesamt&lt;br /&gt;
| 27.498&lt;br /&gt;
| 30.009&lt;br /&gt;
| 100&lt;br /&gt;
| 100&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierwelt ==&lt;br /&gt;
In den Bergen rund um die Stadt leben unter anderem [[Wolf|Wölfe]], [[Schlangen]], [[Bären]], [[Hirsche]] und [[Wildschwein]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Stjepan Čuić]] (* 1945), Präsident des kroatischen Schriftstellerverbandes&lt;br /&gt;
* [[Dževad Karahasan]] (1953–2023), Schriftsteller und Dramaturg&lt;br /&gt;
* [[Jozo Radoš]] (* 1956), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Ivić Pašalić]] (* 1960), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Dražen Kutleša]] (* 1968), katholischer Geistlicher, Erzbischof von Zagreb&lt;br /&gt;
* [[Vlado Šola]] (* 1968), Handballtorwart&lt;br /&gt;
* [[Pavlica Steko]] (* 1974), Kickbox-Weltmeister&lt;br /&gt;
* [[Matej Mamić]] (* 1975), Basketballtrainer&lt;br /&gt;
* [[Mladen Steko]] (* 1976), Kickbox-Weltmeister&lt;br /&gt;
* [[Ivan Krstanović]] (* 1983), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Emir Dilaver]] (* 1991), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.tomislavgrad.gov.ba/ Gemeinde Tomislavgrad] (kroatisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.tomislavgrad.gov.ba/ba/filedownload.php?did=119 &amp;#039;&amp;#039;Das Profil der Gemeinde Tomislavgrad&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB) Gemeinde Tomislavgrad (deutsch)&lt;br /&gt;
* [http://www.tomislavcity.com/ Tomislavcity] (kroatisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden von Bosnien und Herzegowina}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4585353-8|VIAF=123121180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton 10]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde in Bosnien und Herzegowina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike illyrische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tomislavgrad| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;W. Edlmeier</name></author>
	</entry>
</feed>