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	<title>Tomaso Albinoni - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Driante70 am 7. April 2026 um 13:21 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tomaso Albinoni.jpg|mini|Tomaso Albinoni]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Albinoni, Concerto for Oboe and Strings No. 2 in D minor, Op. 9, I. Allegro e con presto.ogg|mini|Concerto für Oboe und [[Streichinstrument|Streicher]] Nr. 2 in [[d-Moll]], Op. 9, I. Allegro e non presto, 1722]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tomaso Giovanni Albinoni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Juni]]&amp;lt;ref&amp;gt;Der manchmal als Geburtsdatum angegebene 14. Juni ist in Wirklichkeit Albinonis Taufdatum; vgl. das Zitat aus dem Taufregister bei Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Albinoni. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Adliswil 1980, S. 21. Das &amp;#039;&amp;#039;[[Dizionario Biografico degli Italiani]]&amp;#039;&amp;#039; (Bd. 2, 1960) nennt den 6. Juni als Geburtstag.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1671]] in [[Venedig]]; † [[17. Januar]] [[1751]]&amp;lt;ref&amp;gt;Das früher häufig angegebene Todesjahr 1750 bezieht sich auf den bis 1797 in der [[Republik Venedig]] gültigen Kalender, nach dem das neue Jahr erst am 1. März begann ([[More Veneto]]). Vgl. Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Albinoni. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Adliswil 1980, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenda) war ein italienischer [[Komponist]] und [[Violinist]] des [[Barockmusik|Barock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Tomaso Albinoni wurde als zweites Kind und ältester Sohn des Papierwaren- und [[Spielkarte]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;herstellers Antonio Albinoni (um 1634–1709) und seiner Frau Lucrezia geb. Fabris (um 1645–1687) im venezianischen Pfarrbezirk [[San Moisè]] geboren. Antonio Albinoni erbte 1684 nach dem Tod seiner Arbeitgeberin deren gesamtes Unternehmen, wodurch die Familie zu beträchtlichem Wohlstand kam; neben dem Wohnhaus und der benachbarten Geschäftsniederlassung gehörte dazu auch ein Landhaus mit Grundbesitz auf dem Festland in [[Prata di Pordenone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tomaso Albinoni ließ sich zunächst im väterlichen Unternehmen zum Spielkartenhersteller ausbilden und nahm daneben [[Violine|Violin]]-, [[Gesang]]s- und [[Komposition (Musik)|Kompositionsunterricht]]. Seine Lehrer sind unbekannt; eine öfter vermutete Lehrzeit bei [[Giovanni Legrenzi]] konnte bisher nicht nachgewiesen werden. 1694 trat er erstmals als Komponist an die Öffentlichkeit, und zwar sowohl mit einer [[Oper]] &amp;#039;&amp;#039;(Zenobia, regina de Palmireni)&amp;#039;&amp;#039; als auch mit einer Sammlung von [[Instrumentalmusik|Instrumentalwerken]] (12 &amp;#039;&amp;#039;Suonate a tre&amp;#039;&amp;#039; op. 1). Aufgrund seines handwerklichen Hauptberufs war er zunächst nicht darauf angewiesen, mit der Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und bezeichnete sich daher als &amp;#039;&amp;#039;dilettante veneto&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Zenobia&amp;#039;&amp;#039; war der Beginn eines umfangreichen Opernschaffens. Von nun an komponierte Albinoni im Durchschnitt ein bis zwei Opern pro Jahr; zunächst für Venedig, ab 1703 zunehmend auch für andere Städte ([[Florenz]], [[Genua]], [[Bologna]], [[Ferrara]], [[Brescia]], [[Rom]], [[Treviso]]), wo er die Uraufführungen zum Teil selbst leitete. Daneben veröffentlichte er bis 1736 acht weitere Sammlungen von Instrumentalwerken und eine Sammlung von [[Kantate|Solokantaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März 1705 heiratete Albinoni in [[Mailand]] die Sängerin Margherita Raimondi (1683/1684–1721), die bereits im Alter von 15 Jahren in Venedig debütiert hatte, und ließ sich mit ihr im venezianischen Pfarrbezirk [[San Trovaso]] nieder. Aus der Ehe gingen drei Söhne und vier Töchter hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Francesco (* 22. März 1707), Giovanni Antonio (* 11. November 1708), Francesco Donà (* 4. Dezember 1710), Lucrezia Anita (* 29. März 1712), Francesca Maria (* 5. Juli 1713, † 12. Juli 1713), Michela Girolama (* 29. September 1716), Francesca Antonia (* 12. Juni 1718). Vgl. Gastone Vio: &amp;#039;&amp;#039;Per una migliore conoscenza di Tommaso Albinoni: documenti d’archivio.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Recercare.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 1989, {{ISSN|1120-5741}}, S. 111–122, hier S. 118&amp;amp;nbsp;f., Fußnote 26, {{JSTOR|41701554}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Margherita Albinoni trat auch nach ihrer Heirat auf der Opernbühne auf, jedoch bis auf eine Ausnahme (&amp;#039;&amp;#039;I rivali generosi&amp;#039;&amp;#039;, Brescia 1715) offenbar nie in Werken ihres Mannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1709 starb Albinonis Vater. Zu dieser Zeit hatte sich Albinoni bereits entschlossen, den erlernten Beruf nicht weiter auszuüben und sich ganz der Musik zu widmen. Das väterliche Unternehmen ging daher auf seine beiden jüngeren Brüder Domenico (1675–1726) und Giovanni (1679–1718) über; Tomaso sollte jedoch ein Drittel der Einkünfte zustehen. Von nun an bezeichnete er sich auf den Titelblättern seiner gedruckten Werke nur noch als &amp;#039;&amp;#039;Musico di violino&amp;#039;&amp;#039;. 1721 wurde das – inzwischen verschuldete – Familienunternehmen von einem Gläubiger übernommen, sodass Albinoni nun selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen musste und in den weniger vornehmen Pfarrbezirk [[San Barnaba (Venedig)|San Barnaba]] umzog. Nach einer Darstellung des 19. Jahrhunderts&amp;lt;ref&amp;gt;Francesco Caffi: &amp;#039;&amp;#039;Storia della musica teatrale in Venezia.&amp;#039;&amp;#039; Manuskript (um 1850), [[Biblioteca Marciana]], Venedig.&amp;lt;/ref&amp;gt; betrieb er eine florierende Gesangsschule, über die jedoch nichts Näheres bekannt ist. Am 22. August 1721 starb seine Frau an einer Darmentzündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1720er Jahren wurden Albinonis Opern auch außerhalb Italiens häufig aufgeführt; am beliebtesten war das komische [[Intermezzo (Oper)|Intermezzo]] &amp;#039;&amp;#039;(Vespetta e) Pimpinone&amp;#039;&amp;#039; (1708).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Albinoni im Jahre 1722. Nach der Veröffentlichung seiner bis dahin ambitioniertesten Konzertsammlung, der 12 &amp;#039;&amp;#039;Concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 9, die dem Kurfürsten [[Maximilian II. Emanuel (Bayern)|Maximilian II. Emanuel von Bayern]] gewidmet waren, erhielt er zwei Kompositionsaufträge aus [[München]]: Für die Hochzeit von Maximilians Sohn Karl Albrecht, dem späteren [[Karl VII. (HRR)|Kaiser Karl VII.]], mit [[Maria Amalia von Österreich (1701–1756)|Maria Amalie]], der Tochter des verstorbenen Kaisers [[Joseph I. (HRR)|Joseph I.]], schrieb Albinoni die Oper &amp;#039;&amp;#039;I veri amici&amp;#039;&amp;#039; und das kleinere „componimento poetico“ &amp;#039;&amp;#039;II trionfo d’Amore&amp;#039;&amp;#039;. Die sehr erfolgreichen Uraufführungen am 24. Oktober und 4. November in München dirigierte er selbst. In einem Bericht darüber in [[Johann Mattheson]]s &amp;#039;&amp;#039;Critica Musica&amp;#039;&amp;#039; wird besonders betont, dass bei der Veranstaltung „der rechte Albinoni“ mitgewirkt habe, da zu dieser Zeit in Deutschland und Schweden ein Betrüger unterwegs war, der sich „für den Tomaso Albinoni von Venedig“ ausgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Mattheson: &amp;#039;&amp;#039;Critica Musica.&amp;#039;&amp;#039; Pars 4. Selbstverlag, Hamburg 1723, S. 255 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10527427?page=257 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Widmungen seiner Druckwerke belegen, stand Albinoni auch mit anderen prominenten Persönlichkeiten seiner Zeit in Verbindung, darunter Kardinal [[Pietro Ottoboni (Kardinal)|Pietro Ottoboni]] (Widmungsträger von op. 1), Herzog [[Ferdinando Carlo von Gonzaga-Nevers|Carlo IV. Gonzaga]] (op. 2), Erbgroßherzog [[Ferdinando de’ Medici (1663–1713)|Ferdinando von Toskana]] (op. 3), Kardinal [[Francesco Maria de’ Medici]] (op. 4), Marquis Carlos Felipe Spínola y Colonna (op. 5), Graf [[Christian Heinrich von Watzdorf]] (op. 8) und Marquis Don Luca Fernando Patiño (op. 10). Albinoni schrieb ferner die Musik für [[Namenstag]]e von Kaiser [[Karl VI. (HRR)|Karl VI.]] (&amp;#039;&amp;#039;Il nome glorioso in terra, santificato in cielo&amp;#039;&amp;#039;, 1724) und seiner Gemahlin [[Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Il nascimento dell’Aurora]]&amp;#039;&amp;#039;, um 1710). Mit seinen musikalischen Kollegen hatte Albinoni dagegen offensichtlich nur wenig Kontakte; den offiziellen venezianischen Musikervereinigungen (&amp;#039;&amp;#039;Arte de’ Sonadori&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Società Santa Cecilia&amp;#039;&amp;#039;) gehörte er nicht an. Zwar schrieb er mehrere Bühnenwerke gemeinsam mit anderen Komponisten, doch wurden diese Kooperationen wahrscheinlich von den Theaterleitungen vermittelt. Belegt ist ein Zusammentreffen mit [[Johann Georg Pisendel]], dem Albinoni eine Violinsonate widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1730er Jahren ließ Albinonis Schaffenskraft allmählich nach; seine beiden letzten Opern vollendete er 1734 &amp;#039;&amp;#039;(Candalide)&amp;#039;&amp;#039; und 1741 &amp;#039;&amp;#039;(Artamene)&amp;#039;&amp;#039;. 1743 bewarb er sich – als 72-Jähriger – um die gut bezahlte Stelle eines &amp;#039;&amp;#039;maestro di coro&amp;#039;&amp;#039; und Gesangslehrers am [[Venezianische Ospedali#Ospedale Santa Maria dei Derelitti – Ospedaletto|Ospedale dei derelitti]] (&amp;#039;&amp;#039;Ospedaletto&amp;#039;&amp;#039;); die Wahl fiel jedoch auf [[Nicola Antonio Porpora|Nicola Porpora]]. Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte er mit dreien seiner Kinder in eher bescheidenen Verhältnissen, zuletzt durch eine Krankheit (laut Todesanzeige „Diabetes und Katarrh“) zwei Jahre ans Bett gefesselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Liste der Werke Tomaso Albinonis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwerpunkte von Albinonis kompositorischem Schaffen liegen in den Bereichen [[Oper]], [[Kantate]] und [[Instrumentalmusik]]. Auf [[Kirchenmusik|geistlichem Gebiet]] sind nur eine frühe [[Messe (Musik)|Messe]] für drei unbegleitete Männerstimmen (vor 1694) und die Titel zweier [[Oratorium|Oratorien]] überliefert (&amp;#039;&amp;#039;I trionfi di Giosuè&amp;#039;&amp;#039;, 1703, Gemeinschaftsarbeit mit [[Alessandro Scarlatti]], [[Giovanni Bononcini]] u.&amp;amp;nbsp;a.; &amp;#039;&amp;#039;Maria annunziata&amp;#039;&amp;#039;, 1712). Ein unter Albinonis Namen verbreitetes &amp;#039;&amp;#039;[[Magnificat]]&amp;#039;&amp;#039; in g-Moll stammt wohl nicht von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bühnenwerke ===&lt;br /&gt;
Wie viele Bühnenwerke Albinoni komponiert hat, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Vollständig erhalten geblieben sind nur sieben:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zenobia, regina de’ Palmireni&amp;#039;&amp;#039; (1694)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pimpinone&amp;#039;&amp;#039; (1708)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Engelberta&amp;#039;&amp;#039; (1709)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Il nascimento dell’Aurora]]&amp;#039;&amp;#039; (um 1710)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il nome glorioso in terra, santificato in cielo&amp;#039;&amp;#039; (1724)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Statira&amp;#039;&amp;#039; (1726)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Il concilio de’ pianeti]]&amp;#039;&amp;#039; (1729)&lt;br /&gt;
Von 17 Opern sind zumindest einzelne Arien überliefert,&amp;lt;ref&amp;gt;Dank der Sammelleidenschaft des Grafen Rudolf Franz Erwein von [[Schönborn (Adelsgeschlecht)|Schönborn]] zu [[Wiesentheid]] sind beispielsweise fünf Arien aus der Oper &amp;#039;&amp;#039;Ciro&amp;#039;&amp;#039; von 1710 erhalten (&amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. November 2010, S. 52: „Schmerzes Schwester“).&amp;lt;/ref&amp;gt; von 32 weiteren nur das (gedruckte) [[Libretto]], von einer [[Intermezzo (Oper)|Intermezzi]]-Serie sogar nur der Titel (&amp;#039;&amp;#039;Malsazio e Fiammetta&amp;#039;&amp;#039;, 1726). Im Libretto von &amp;#039;&amp;#039;Candalide&amp;#039;&amp;#039; (1734) bezeichnet Albinoni diese Oper als seine achtzigste; wenn diese Angabe keine Übertreibung darstellt, müssen weitere 23 Bühnenwerke als völlig verschollen gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantaten ===&lt;br /&gt;
Albinonis Kantatenschaffen beläuft sich auf 44 bekannte Werke, davon 12 in der gedruckten Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Cantate da camera a voce sola&amp;#039;&amp;#039; op. 4 (Venedig 1702) und 18 in einer handschriftlichen Sammlung in der [[Staatsbibliothek zu Berlin|Staatsbibliothek Berlin]]. Alle Kantaten sind für eine Singstimme und [[Generalbass|Basso continuo]] geschrieben (etwa drei Viertel für [[Sopran]], ein Viertel für [[Alt (Stimmlage)|Alt]]); weitere Instrumente kommen lediglich in der (unvollständig erhaltenen) Kantate &amp;#039;&amp;#039;E dove, Amor, mi guidi&amp;#039;&amp;#039; hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Instrumentalwerke ===&lt;br /&gt;
Von 1694 bis 1736 ließ Albinoni zunächst bei [[Giuseppe Sala (Verleger)|Sala]] in [[Venedig]], ab 1712 bei [[Estienne Roger|Roger]] bzw. [[Michel-Charles Le Cène|Le Cène]] in [[Amsterdam]] neun Sammlungen mit Instrumentalwerken drucken. Vier davon gehören dem [[Kammermusik|kammermusikalischen]] Genre an:&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;[[Triosonate|Sonate a tre]]&amp;#039;&amp;#039; op. 1, Venedig 1694&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Balletti a tre&amp;#039;&amp;#039; op. 3, Venedig 1701&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Trattenimenti armonici per camera&amp;#039;&amp;#039; op. 6, Amsterdam 1712&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Balletti e sonate a tre&amp;#039;&amp;#039; op. 8, Amsterdam 1722&lt;br /&gt;
Die übrigen fünf sind [[Solokonzert|Konzertsammlungen]] in größerer Besetzung:&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Sinfonie e concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 2, Venedig 1700&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 5, Venedig 1707&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 7, Amsterdam 1715&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 9, Amsterdam 1722&lt;br /&gt;
* 12 &amp;#039;&amp;#039;Concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 10, Amsterdam 1736&lt;br /&gt;
Als Soloinstrument tritt in der Regel die [[Violine]] auf; acht Konzerte aus opp. 7 und 9 sind für [[Oboe]], acht weitere für zwei Oboen geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den neun autorisierten Druckwerken erschienen zu Albinonis Lebzeiten drei weitere Sammlungen mit [[Violinsonate]]n, die von den Verlegern selbst zusammengestellt worden waren und zum Teil auch nicht von Albinoni stammende Werke enthielten:&lt;br /&gt;
* 6 &amp;#039;&amp;#039;Sonate da chiesa&amp;#039;&amp;#039; „op. 4“ (auch als Pseudo-op. 4 bezeichnet), Amsterdam 1707/08&lt;br /&gt;
* 5 &amp;#039;&amp;#039;Sonate a violino solo e basso continuo&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 1718&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Six sonates da camera&amp;#039;&amp;#039; „op. post.“, Paris 1742&lt;br /&gt;
Eine Sammlung von sechs oder zwölf &amp;#039;&amp;#039;[[Triosonate|Sonate a tre]]&amp;#039;&amp;#039; op. 11 wurde etwa 1738 von Albinoni bei Le Cène zum Druck eingereicht, ist aber nie erschienen (die Manuskripte sind verschollen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An handschriftlichen Instrumentalwerken sind neun [[Sinfonie]]n, fünf [[Violinkonzert]]e und 41 [[Sonate]]n (davon drei im [[Autograph]]) überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens 26 Instrumentalwerke, die Albinoni in einer oder mehreren Quellen zugeschrieben werden, müssen aufgrund stilistischer Kriterien als zweifelhaft gelten. Dazu gehören u.&amp;amp;nbsp;a. das mehrfach auf Schallplatte aufgenommene Konzert C-Dur für [[Trompete]], drei [[Oboe]]n und zwei [[Fagott]]e, die sechs &amp;#039;&amp;#039;Sinfonie a quattro&amp;#039;&amp;#039; (um 1735) sowie das populärste mit Albinoni in Verbindung gebrachte Werk überhaupt, das &amp;#039;&amp;#039;[[Adagio g-Moll]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Streichinstrument|Streicher]] und [[Orgel]]. Letzteres wurde 1958 von dem italienischen Albinoni-Biografen [[Remo Giazotto]] veröffentlicht und soll auf Fragmenten einer Triosonate Albinonis basieren, deren Echtheit aber bisher nicht nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum virtuosen, romantischen Stil seines Landsmanns [[Antonio Vivaldi|Vivaldi]] zeichnet sich die Musik Albinonis durch klassische Ausgewogenheit im Sinne [[Arcangelo Corelli|Corellis]] aus. Charakteristisch sind eine heitere Grundstimmung, lange [[Melodie]]bögen, pulsierende [[Rhythmus (Musik)|Rhythmen]] und eine Neigung zu Wiederholungen. Die Stimmführung ist oft [[Kontrapunkt|kontrapunktisch]]; viele Schlusssätze von Sonaten und Konzerten sind in [[Fuge (Musik)|Fugenform]] gestaltet. Albinonis Soloparts sind weniger anspruchsvoll als die Vivaldis und daher auch von Amateuren zu bewältigen; Oboensoli werden häufig wie Gesangsstimmen geführt, [[Chromatik]] und unerwartete [[Modulation (Musik)|Modulationen]] nur sparsam eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albinonis Stärken liegen vor allem in seiner formalen und thematischen Klarheit und in seinem melodischen Erfindungsreichtum. Er war kein großer musikalischer Neuerer und ließ sich kaum von den Strömungen seiner Zeit beeinflussen, entwickelte aber gerade dadurch einen ausgeprägten Individualstil, der seine Werke bis heute unverwechselbar macht.&amp;lt;ref&amp;gt;Der führende Albinoni-Forscher Michael Talbot spricht vom „unmistakable imprint of his idiolect, perhaps the most distinctive of any in that period“ (Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Mythology in the Service of Eulogy: The Serenata Andromeda liberata (1726).&amp;#039;&amp;#039; In: Metoda Kokole, Barbara Murovec, Marjeta Šašel Kos, Michael Talbot (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mediterranean Myths from Classical Antiquity to the Eighteenth Century.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Mediteranski miti od antike do 18. stoletja.&amp;#039;&amp;#039; ZRC, Ljubljana 2006, ISBN 961-6568-04-3, S. 131–161, hier S. 140 ([http://web.archive.org/web/20240210014659/https://hs.zrc-sazu.si/Portals/1/sp/mm/10_Talbotweb.pdf Digitalisat; PDF; 326,78 KB])).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
Zu seinen Lebzeiten war Albinoni einer der bekanntesten Komponisten Italiens und wurde mit [[Arcangelo Corelli|Corelli]] und [[Antonio Vivaldi|Vivaldi]] auf eine Stufe gestellt. Seine Opern waren fast 50 Jahre lang auf den venezianischen Bühnen präsent (länger als die seiner meisten Zeitgenossen), seine gedruckten Instrumentalwerke wurden in [[Venedig]], [[Amsterdam]] und [[London]] mehrfach neu aufgelegt und erfreuten sich – besonders bei Amateuren – großer Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albinoni war der erste Komponist, der [[Solokonzert|Konzerte]] konsequent dreisätzig anlegte, und der erste italienische Komponist, der [[Oboe]]nkonzerte veröffentlichte. [[Johann Sebastian Bach]] schrieb vier [[Fuge (Musik)|Fugen]] für [[Cembalo]] über Themen aus Albinonis op. 1 ([[Bach-Werke-Verzeichnis|BWV]] 946, 950, 951 und 951a) und ließ seine Schüler Albinoni’sche [[Generalbass|Generalbässe]] aussetzen; [[Johann Gottfried Walther]] transkribierte zwei der Konzerte aus op. 2 für [[Orgel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod geriet Albinonis Musik zunächst in Vergessenheit. Erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt, wobei der Musikwissenschaftler [[Remo Giazotto]] eine bedeutende Rolle spielte (sowohl durch seine Albinoni-Biografie von 1945 als auch durch sein Albinoni zugeschriebenes [[Adagio g-Moll (Giazotto)|Adagio g-Moll]]). Inzwischen ist der größte Teil von Albinonis überlieferten Werken in modernen Drucken zugänglich (eine &amp;#039;&amp;#039;Gesamtausgabe der Instrumentalmusik&amp;#039;&amp;#039; erscheint seit 1974 in der Edition Kunzelmann). Auf Schallplatte bzw. CD liegen mit Ausnahme von op. 8 alle Instrumentalsammlungen mit Opuszahl, eine Reihe von Instrumentalwerken ohne Opuszahl, die Kantaten op. 4 sowie vier der sieben erhaltenen Bühnenwerke vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Asteroid]] [[(7903) Albinoni]] wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Remo Giazotto]]: &amp;#039;&amp;#039;Tomaso Albinoni. „Musico di violino dilettante veneto“ (1671–1750)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Storia della musica.&amp;#039;&amp;#039; Ser. 2, Bd. 2, {{ZDB|2468704-2}}). Con il catalogo tematico delle musiche per strumenti, 197 esempi musicali e 14 tavole fuori testo. Fratelli Bocca, Mailand 1945.&lt;br /&gt;
* Remo Giazotto: &amp;#039;&amp;#039;Albinoni.&amp;#039;&amp;#039; La Scuola Editrice, Brescia 1953.&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Riccardo Nielsen|ID=tomaso-albinoni_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Albinoni, Tomaso|Band=2|SeiteVon=14|SeiteBis=16|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Talbot (Musikwissenschaftler)|Michael Talbot]]: &amp;#039;&amp;#039;Albinoni. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Edition Kunzelmann u.&amp;amp;nbsp;a., Adliswil (Schweiz) 1980, ISBN 3-85662-006-0.&lt;br /&gt;
* Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Tomaso Albinoni. The Venetian Composer and his World.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 1990, ISBN 0-19-315245-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118644300|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118644300}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Albinoni, Tomaso Giovanni|cname=Albinoni}}&lt;br /&gt;
* [http://www.orfeoweb.com/albinoni.pdf Fabrizio Ammetto: &amp;#039;&amp;#039;Tomaso Albinoni, ‘musico dilettante’&amp;#039;&amp;#039;] (knappe, aber fundierte Einführung in Leben und Werk mit Werkverzeichnis und Diskografie; ital., PDF; 60 kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.goldbergweb.com/en/magazine/composers/2006/12/50712.php |text=Fredéric Delaméa: &amp;#039;&amp;#039;Tomaso Albinoni: The Forgotten Venetian&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080704143532}} (fundierte Einführung in Leben, Werk und Zeit; engl.)&lt;br /&gt;
* [https://www.handelforever.com/compositori/albinoni.htm Rodrigo: &amp;#039;&amp;#039;Tomaso Albinoni&amp;#039;&amp;#039;] (Kurzbiografie mit Werkverzeichnis, Titelseiten einiger Werke und Auswahldiskografie; ital.)&lt;br /&gt;
* [http://www.epdlp.com/compclasico.php?id=935 Musikbeispiele]&lt;br /&gt;
* {{Bach Cantatas|Lib|Albinoni-Tomaso}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118644300|LCCN=n80019663|NDL=00798526|VIAF=2655278}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Albinoni, Tomaso}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Barock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockviolinist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1671]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1751]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Albinoni, Tomaso&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Albinoni, Tomaso Giovanni (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Komponist und Violinist des Barock&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Juni 1671&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Januar 1751&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Driante70</name></author>
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