<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tolvaptan</id>
	<title>Tolvaptan - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tolvaptan"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tolvaptan&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T01:47:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tolvaptan&amp;diff=2378887&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tolvaptan&amp;diff=2378887&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-24T09:33:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = [[Datei:(RS)-Tolvaptan Structural Formula V1.svg|280px|Strukturformel von Tolvaptan]]&lt;br /&gt;
| Strukturhinweis = Vereinfachte Strukturformel ohne [[Stereochemie]]&lt;br /&gt;
| Andere Namen    = &lt;br /&gt;
* (&amp;#039;&amp;#039;RS&amp;#039;&amp;#039;)-&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-[4-(7-Chlor-5-hydroxy-2,3,4,5-tetrahydrobenzo[&amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039;]azepin-1-carbonyl)-3-methylphenyl]-2-methylbenzamid ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
* OPC-41061 (Entwicklungscode)&lt;br /&gt;
| Summenformel    = C&amp;lt;sub&amp;gt;26&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;25&amp;lt;/sub&amp;gt;ClN&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|150683-30-0}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = 691-537-5&lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = 100.219.212&lt;br /&gt;
| PubChem         = 216237&lt;br /&gt;
| ChemSpider      = 187438&lt;br /&gt;
| DrugBank        = DB06212&lt;br /&gt;
| ATC-Code        = {{ATC|C03|XA01}}&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = &lt;br /&gt;
| Molare Masse    = 448,94 g·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat        = fest&lt;br /&gt;
| Dichte          = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = 220–221 °C&amp;lt;ref&amp;gt;A. Cordero-Vargas: Bioorganic &amp;amp; Medicinal Chemistry, Band 14, Nr. 18, 2006, S. 6165–6173. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt      = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = &lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = &amp;lt;ref name=&amp;quot;sigma&amp;quot;&amp;gt;{{Sigma-Aldrich|SIGMA|T7455|Name=Tolvaptan|Abruf=2017-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme|-}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = &lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;sigma&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tolvaptan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der [[internationaler Freiname|internationale Freiname]] für einen Arzneistoff aus der Gruppe der [[Vasopressin-Antagonisten]]. Er erhöht die Wasserausscheidung aus dem Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugelassen ist Tolvaptan &lt;br /&gt;
* als &amp;#039;&amp;#039;Samsca&amp;#039;&amp;#039; zur [[Therapie|Behandlung]] eines krankhaft erniedrigten [[Natrium]]spiegels im Blut ([[Hyponatriämie]]) beim Erwachsenen, bedingt durch das [[Schwartz-Bartter-Syndrom]] (SIADH), sowie &lt;br /&gt;
* als &amp;#039;&amp;#039;Jinarc&amp;#039;&amp;#039; zur Behandlung von Erwachsenen mit [[Autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung|autosomal-dominanter polyzystischer Nierenerkrankung]] (PKD). Dies ist eine Erbkrankheit, bei der sich in der Niere zahlreiche flüssigkeitsgefüllte Zysten bilden (sogenannte [[Zystenniere]]), die schließlich die [[Nierenfunktion]] reduzieren und zu Nierenversagen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermarktet werden die Präparate durch die japanische Arzneimittelfirma [[Ōtsuka Pharmaceutical Co.|Ōtsuka]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkprinzip ==&lt;br /&gt;
Tolvaptan soll selektiv die durch das [[Antidiuretisches Hormon|antidiuretische Hormon]] (ADH, auch Vasopressin) ausgelöste Rück[[resorption]] von freiem Wasser über [[Aquaporine]] (Wasserkanäle in den [[Zellmembran|Membranen]] der [[Zelle (Biologie)|Zellen]]) im [[Sammelrohr]] der [[Niere]] unterdrücken (|Vasopressin-Antagonist). Tolvaptan bindet im Vergleich zu Vasopressin mit einer um den Faktor 1,8 höheren [[Affinität (Biochemie)|Affinität]] an den Arginin-Vasopressin-Rezeptor 2, wodurch dieser gehemmt wird und die Ausscheidung von Wasser ([[Diurese]]) erhöht wird. Dabei wird die Ausscheidung von den im Wasser gelösten Elektrolyten nicht beeinflusst. Das Wirkprinzip von Tolvaptan unterscheidet sich in diesem Punkt entscheidend von dem der konventionellen [[Diuretikum|Diuretika]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;pz2009&amp;quot;&amp;gt;K. A. Gräfe, S. Siebenand: [http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=31081 &amp;#039;&amp;#039;Neu auf dem Markt – Laropiprant, Plerixafor und Tolvaptan.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pharmazeutische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 40, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakokinetik ==&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme wird Tolvaptan schnell resorbiert. Die Maximalkonzentration im [[Blutplasma]] wird nach etwa zwei Stunden erreicht, wobei circa 56 % der eingenommenen Dosis [[Bioverfügbarkeit|bioverfügbar]] sind. Die [[Plasmahalbwertszeit]] liegt bei etwa acht Stunden. Die Ausscheidung erfolgt im Wesentlichen über das Leber-Galle-Darm-System. Weniger als 1 % wird über den Nieren-[[Harnblase|Blasen]]-Weg mit dem [[Urin|Harn]] eliminiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pz2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung der SIADH ==&lt;br /&gt;
Tolvaptan ist seit 2. August 2009 in der [[Europäische Union|Europäischen Union]] zur Behandlung von Erwachsenen mit [[Hyponatriämie]], als sekundäre Folge des Syndroms der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH), unter dem Markennamen &amp;#039;&amp;#039;Samsca&amp;#039;&amp;#039; zugelassen. Es ist der erste [[peroral|oral]] verfügbare selektive V2-Vasopressin-Rezeptor-Antagonist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pz2009&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung mit Tolvaptan muss mit einer Dosis von 15&amp;amp;nbsp;mg einmal täglich eingeleitet werden. Die&lt;br /&gt;
Dosis kann je nach Verträglichkeit auf maximal 60&amp;amp;nbsp;mg einmal täglich erhöht werden, um den&lt;br /&gt;
gewünschten Natriumspiegel im Serum zu erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;samsca-smpc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebenwirkungen ===&lt;br /&gt;
In klinischen Studien mit Tolvaptan traten bei den Patienten sehr häufig – das bedeutet bei mehr als einem von zehn Behandelten – ein [[Durstgefühl]] oder Übelkeit auf.&lt;br /&gt;
Häufig, das heißt bei 1 bis 10 von 100 Behandelten, waren [[Mundtrockenheit]], übermäßiger Wasserkonsum, verstärkter Harndrang oder häufigeres Wasserlassen, Wasserverlust, Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Appetitmangel, Verstopfung, Schwindel, niedriger Blutdruck beim Aufstehen, Ohnmacht, fleckige Hautblutungen, Juckreiz, Fieber, ein Anstieg der Natrium-, Kalium-, Kreatinin-, Harnsäure- und Blutzuckerwerte sowie eine Abnahme des Blutzuckerspiegels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;samsca-smpc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2012 wies der Hersteller Ōtsuka in einem [[Rote-Hand-Brief]] auf Risiken von zu raschen Serumnatriumanstiegen bei Anwendung von Tolvaptan hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2012/20120326.pdf &amp;#039;&amp;#039;Rote-Hand-Brief über die Risiken von zu raschen Serumnatriumanstiegen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 583&amp;amp;nbsp;kB) abgerufen von der Website der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Arzneimittel-Agentur|EMA]] hat im Mai 2013 einen Warnhinweis ausgegeben, dass die Überdosierung von Tolvaptan zu Leberschädigungen führen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2013/20130520.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mittelung EMA zu Samsca.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 165&amp;amp;nbsp;kB) Abgerufen am 17. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenanzeigen ===&lt;br /&gt;
Auf die Einnahme von Tolvaptan sollte bei einer [[Anurie]] (stark verminderte Harnproduktion), bei einer [[Hyponatriämie|Hyponatriämie bei extrazellulärem Volumenmangel]] (hypovolämische Hyponatriämie), bei einer echten Volumendepletion (beispielsweise durch [[Diarrhoe]], Blutung oder Erbrechen), bei einer [[Hypernatriämie]], bei Patienten ohne Durstgefühl, während der [[Schwangerschaft]] und [[Stillzeit]] sowie bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen einen der Bestandteile seiner [[Formulierung]] verzichtet werden ([[Kontraindikation]]en).&amp;lt;ref name=&amp;quot;samsca-smpc&amp;quot;&amp;gt;[https://ec.europa.eu/health/documents/community-register/2023/20230505159259/anx_159259_de.pdf &amp;#039;&amp;#039;Samsca: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels.&amp;#039;&amp;#039;], ec.europa.eu, 5. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung der ADPKD ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Jinarc&amp;#039;&amp;#039; ist das erste in Europa zugelassene Medikament für Erwachsene mit [[Autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung|autosomal-dominanter polyzystischer Nierenerkrankung]] (ADPKD) mit Niereninsuffizienzstadien 1 bis 3 zu Behandlungsbeginn mit Anzeichen für eine rasche Krankheitsprogression.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jinarc2016-9&amp;quot;&amp;gt;[https://ec.europa.eu/health/documents/community-register/2015/20150527131681/anx_131681_de.pdf &amp;#039;&amp;#039;Jinarc: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels.&amp;#039;&amp;#039;], ec.europa.eu, 27. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tolvaptan ist ein selektiver Vasopressin-2-(V&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)-Rezeptor-Antagonist, der den Nierenfunktionsverlust mindert und das renale Zystenwachstum reduziert. Die EU-Zulassung erfolgte im Mai 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirksamkeit und die Sicherheit von Tolvaptan wurden anhand eines klinischen Studienprogramms – einschließlich der internationalen dreijährigen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-3-Studie TEMPO 3/4 mit über 1.400 erwachsenen ADPKD-Patienten – nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=V.E. Torres et al. |Hrsg= |Titel=Tolvaptan in patients with autosomal dominant polycystic kidney disease |Sammelwerk=[[NEJM]] |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2012 |DOI=10.1056/NEJMoa1205511 |Seiten=2407–2418}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selektiver Wirkmechanismus ===&lt;br /&gt;
Tolvaptan blockiert spezifisch die Bindung von Vasopressin an den Vasopressin-2-Rezeptor (V&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor) in den Tubulusepithelzellen der distalen Abschnitte des Nephrons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jinarc2016-9&amp;quot; /&amp;gt; Die Bindungsaffinität von Tolvaptan an diesen Rezeptor ist 1,8-mal höher als die des körpereigenen Vasopressins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Y. Yamaura et al. |Sammelwerk=The Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics |Titel=OPC-41061, a highly potent human vasopressin V2-receptor antagonist: pharmacological profile and aquaretic effect by single and multiple oral dosing in rats |Band=287 |Verlag= |Ort= |Datum=1998 |PMID=9864265|Seiten=860-867}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vasopressin (auch antidiuretisches Hormon, ADH) reguliert die Wasserretention im Körper – und damit die Urinkonzentration –, indem es die Wasserrückresorption in den Sammelrohren der Niere aktiviert (Antidiurese).&amp;lt;ref name=&amp;quot;boone2008&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Boone, P. Deen |Sammelwerk=Pflugers Archiv| Titel=Physiology and pathophysiology of the vasopressin-regulated renal water reabsorption |Band=456|Nummer=6 |Ort= |Datum=2008 |DOI=10.1007/s00424-008-0498-1|Seiten=1005–1024}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Bindung von Vasopressin an den V2-Rezeptor werden die vom zyklischen Adenosinmonophosphat (cAMP) gesteuerten Signalwege in Gang setzt, die dann zur Antidiurese führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=V.H. Gattone 2nd et al. |Sammelwerk=Developmental Genetics |Titel=Developmental expression of urine concentration-associated genes and their altered expression in murine infantile-type polycystic kidney disease |Datum=1999 |DOI=10.1002/(SICI)1520-6408(1999)24:3/4&amp;lt;309::AID-DVG14&amp;gt;3.0.CO;2-5 |Seiten=309-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franck A. Belibi et al. |Sammelwerk=Kidney International |Titel=Cyclic AMP promotes growth and secretion in human polycystic kidney epithelial cells |Band=66 |Nummer=3 |Ort= |Datum=2004 |DOI=10.1111/j.1523-1755.2004.00843.x |Seiten=964-73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boone2008&amp;quot; /&amp;gt; Vasopressin ist der Hauptstimulus für die cAMP-Produktion in Sammelrohr und distalem Nephron.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meijer E et al.|Titel=Potential Deleterious Effects of Vasopressin in Chronic Kidney Disease and Particularly Autosomal Dominant Polycystic Kidney Disease |Sammelwerk=Kidney Blood Press Res |Band=34 |Nummer=4 |Datum=2011 |DOI=10.1159/000326902 |Seiten=235–244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jared J. Grantham et al.|Titel=Why kidneys fail in autosomal dominant polycystic kidney disease |Sammelwerk= |Band=7 | Nummer=10 |Datum=2011 |DOI=10.1038/nrneph.2011.109|Seiten=556-66}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ADPKD kommt es durch Mutation der Gene PKD1 oder PKD2 unter anderem zu einer Hochregulation des V2-Rezeptors und damit zu einer überaktiven Vasopressin-Signalisierung. Die dadurch ansteigende cAMP-Konzentration fördert über den Signalweg der Proteinkinase A (PKA) die Bildung und das Wachstum von Zysten in den Nieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vinita Takiar , Michael J. Caplan |Titel=Polycystic kidney disease: pathogenesis and potential therapies |Sammelwerk=Biochimica et Biophysica Acta |Band=1812 | Nummer=10 |Datum=2011 |Seiten=1337-1343 |DOI=10.1016/j.bbadis.2010.11.014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. M. Dell |Titel=The spectrum of polycystic kidney disease in children |Sammelwerk=Advances in Chronic Kidney Disease. |Band=18 | Nummer=5 |Datum=2011 |Seiten=339-347 |DOI=10.1053/j.ackd.2011.05.001 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=V.E. Torres, P.C. Harris, Y. Pirson |Titel=Autosomal dominant polycystic kidney disease |Sammelwerk=Lancet |Band=369 | Nummer=9569 |Datum=2007 |Seiten=1287-1301 |DOI=10.1016/S0140-6736(07)60601-1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem Tolvaptan Vasopressin am V&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptor verdrängt, wird die cAMP-Produktion reduziert, sodass es in der Folge zu einer Verminderung der Zellproliferation, der Zystenbildung und des Zystenwachstums sowie zu einer vermehrten Wasserausscheidung (Aquarese) kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg= |Titel=Ibraghimov-Beskrovnaya O, Natoli TA. Trends Mol Med 2011;17(11):625–633. |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebenwirkungen und Gegenanzeigen ===&lt;br /&gt;
Aufgrund des Wirkmechanismus von Tolvaptan, der zu einer gesteigerten [[Diurese]] führt, sind die häufigsten auftretenden Nebenwirkungen Durst, [[Polyurie]], [[Nykturie]] und [[Pollakisurie]]. Kopfschmerzen, [[Schwindel]], Müdigkeit und Erschöpfung sind weitere häufige unerwünschte Nebenwirkungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jinarc2016-9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studie TEMPO 3/4 hat ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Leberschädigungen bei den ADPKD-Patienten gezeigt, die Tolvaptan einnehmen. Bei Patienten, die Tolvaptan erhielten, trat häufiger (4,9 %) eine klinisch bedeutsame Erhöhung des Leberenzyms [[Alanin-Aminotransferase]] auf als bei Patienten, die ein [[Placebo]] erhielten (1,2 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jinarc2016-9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung mit Tolvaptan muss unter der Aufsicht von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung der ADPKD und mit vollständiger Kenntnis der Risiken der Tolvaptan-Therapie, einschließlich der [[Hepatotoxizität]] und der [[Pharmakovigilanz|Überwachungsanforderungen]], eingeleitet und überwacht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jinarc2016-9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kontraindikation|Nicht angewendet]] werden darf Tolvaptan bei erhöhten [[Leberenzyme|Leberenzymwerten]] und bei vorbestehenden Lebererkrankungen, bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, bei [[Anurie]], bei [[Hypernatriämie]], [[Hypovolämie]] und bei Personen ohne Durstempfinden sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jinarc2016-9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Tolvaptan lässt sich über mehrere Stufen, beispielsweise aus 3-Chlor-2-nitrobenzoesäure, synthetisieren. Hierzu werden unter anderem [[para-Toluolsulfonsäurechlorid|&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-Toluolsulfonsäurechlorid]] (TsCl) und [[Kalium-tert-butanolat|Kalium-&amp;#039;&amp;#039;tert&amp;#039;&amp;#039;-butanolat]] (&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039;-BuOK) verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID10482466&amp;quot;&amp;gt;K. Kondo, H. Ogawa u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;7-Chloro-5-hydroxy-1-[2-methyl-4-(2-methylbenzoyl-amino)benzoyl ]-2,3,4,5-tetrahydro-1H-1-benzazepine (OPC-41061): a potent, orally active nonpeptide arginine vasopressin V2 receptor antagonist.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bioorganic &amp;amp; Medicinal Chemistry]]&amp;#039;&amp;#039; Band 7, Nummer 8, August 1999, S.&amp;amp;nbsp;1743–1754, PMID 10482466.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tolvaptan Synthese V1.svg|rahmenlos|600px|zentriert|Synthese of Tolvaptan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stereochemie ==&lt;br /&gt;
Tolvaptan enthält ein Stereozentrum und besteht aus zwei Enantiomeren. Hierbei handelt es sich um ein [[Racemat]], also ein 1:1-Gemisch von (&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)- und der (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-Form.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Enantiomere von Tolvaptan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:(R)-Tolvaptan Structural Formula V1.svg|250 px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;)-Form&amp;lt;br /&amp;gt;CAS-Nummer: {{CASRN|331947-66-1|Q82096700|KeinCASLink=1}}&amp;lt;br /&amp;gt;Wikidata: [[d:Q82096700|Q82096700]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:(S)-Tolvaptan Structural Formula V1.svg|250 px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;)-Form&amp;lt;br /&amp;gt;CAS-Nummer: {{CASRN|331947-44-5|Q27236420|KeinCASLink=1}}&amp;lt;br /&amp;gt;Wikidata:[[d:Q27236420|Q27236420]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. A. Reif, T. Yamaguchi, E. Nivens, H. Fujiki, C.S. Pinto, D.P. Wallace: &amp;#039;&amp;#039;Tolvaptan inhibits ERK-dependent cell proliferation, Cl- secretion and in vitro cyst growth of human ADPKD cells stimulated by vasopressin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Physiology-Renal Physiology]]&amp;#039;&amp;#039;. 2011;301:F1005-F1013. {{DOI|10.1152/ajprenal.00243.2011}}. PMID 21816754. &lt;br /&gt;
* H. D. Zmily, S. Daifallah, J. K. Ghali: &amp;#039;&amp;#039;Tolvaptan, hyponatremia, and heart failure.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International journal of nephrology and renovascular disease&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 2011, S.&amp;amp;nbsp;57–71, {{DOI|10.2147/IJNRD.S7032}}. PMID 21694950. {{PMC|310879}}. &lt;br /&gt;
* A. Ambrosy, S. R. Goldsmith, M. Gheorghiade: &amp;#039;&amp;#039;Tolvaptan for the treatment of heart failure: a review of the literature.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Expert Opinion on Pharmacotherapy]]&amp;#039;&amp;#039; Band 12, Nummer 6, April 2011, S.&amp;amp;nbsp;961–976, {{DOI|10.1517/14656566.2011.567267}}, PMID 21401442.&lt;br /&gt;
* E. Ferrer: &amp;#039;&amp;#039;Tolvaptan for the treatment of hyponatremia and congestive heart failure.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Drugs of Today]]&amp;#039;&amp;#039; Band 46, Nummer 3, März 2010, S.&amp;amp;nbsp;163–171, {{DOI|10.1358/dot.2010.46.3.1464842}}, PMID 20467590.&lt;br /&gt;
* G. L. Plosker: &amp;#039;&amp;#039;Tolvaptan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Drugs (Zeitschrift)|Drugs]]&amp;#039;&amp;#039;. 2010;70:S.&amp;amp;nbsp;443–454, {{DOI|10.2165/11204630-000000000-00000}}, PMID 20205486.&lt;br /&gt;
* M. Gheorghiade, W. A. Gattis u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Effects of tolvaptan, a vasopressin antagonist, in patients hospitalized with worsening heart failure: a randomized controlled trial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of the American Medical Association]]&amp;#039;&amp;#039;. 2004;291:S.&amp;amp;nbsp;1963–1971, {{DOI|10.1001/jama.291.16.1963}}, PMID 15113814.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ema.europa.eu/en/medicines/ema_group_types/ema_medicine/search_api_aggregation_ema_active_substance_and_inn_common_name/tolvaptan Tolvaptan-Arzneimittel] auf der Website der Europäischen Arzneimittelagentur ([[European Public Assessment Report|Europäischer Öffentlicher Beurteilungsbericht]], EPAR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chloranilid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkohol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tetrahydroazepin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benzamid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toluidin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toluol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antagonist (Pharmakologie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
	</entry>
</feed>