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	<title>Toleranzpatent - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Reinhardhauke: HC: Entferne Kategorie:1782</title>
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		<updated>2025-10-01T17:18:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:1782&quot; title=&quot;Kategorie:1782&quot;&gt;Kategorie:1782&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Toleranzpatent p1.jpg|miniatur|Seite 1 des Patents von 1781]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Toleranzpatent p5.jpg|miniatur|Seite 5 des Patents von 1781]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rutzenmoos - evangelisches Museum.JPG|mini|Evangelisches Museum [[Evangelisches Museum Oberösterreich|Oberösterreich]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Toleranzpatente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen [[Toleranzedikt]]e Kaiser [[Joseph II.|Josephs&amp;amp;nbsp;II.]] im Rahmen seiner Reformen (&amp;#039;&amp;#039;siehe:&amp;#039;&amp;#039; [[Josephinismus]]), die den in den [[Habsburgermonarchie#Erblande|österreichischen Erblanden]] zuvor diskriminierten Minderheiten eine freiere Ausübung ihrer Religion ermöglichten. Der Vorrang der [[Römisch-katholische Kirche|Katholischen Kirche]] blieb aber weiterhin bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Toleranzpatente können als das Ende der [[Gegenreformation]] angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toleranzpatente Josephs&amp;amp;nbsp;II. ==&lt;br /&gt;
=== Patent von 1781 ===&lt;br /&gt;
Das Patent vom 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 1781&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Johann Thomas Edler von Trattner]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Sammlung der k.k. landesfürstlichen Verordnung in Publico-Ecclesiasticis&lt;br /&gt;
 | Verlag=Kaiserl. Königl. Hofbuchdruckern und Buchhändlern&lt;br /&gt;
 | Ort=Wien&lt;br /&gt;
 | Jahr=1782&lt;br /&gt;
 | Online= [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=vpe&amp;amp;datum=17670004&amp;amp;seite=00000137&amp;amp;zoom=2 Online-Version]&lt;br /&gt;
 | Kommentar=Patent Nr. 133 vom 13. Oktober 1781&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ermöglichte den durch den [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] anerkannten [[Protestantismus|protestantischen]] Kirchen ([[Lutheraner]]n und [[Reformierte Kirche|Reformierten]]) und den [[Orthodoxe Kirchen|Orthodoxen]] in den [[Habsburger]] Kronländern erstmals seit der Gegenreformation wieder die Religionsausübung (&amp;#039;&amp;#039;siehe:&amp;#039;&amp;#039; [[Evangelische Kirche&amp;amp;nbsp;H.B. in Österreich]] für das Helvetische Bekenntnis und  [[Evangelische Kirche&amp;amp;nbsp;A.B. in Österreich|Evangelische Kirche&amp;amp;nbsp;A.B.]] für das Augsburger Bekenntnis). Die [[Böhmische Brüder|Böhmischen Brüder]] blieben weiterhin illegal. Diese Religionsausübung war jedoch weiterhin mit Auflagen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rechtliche Einschränkungen ====&lt;br /&gt;
Die [[Eheschließung]] musste als offizieller Akt weiterhin in der Hand der staatsnahen [[Katholische Kirche|katholischen Kirche]] bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Toleranzbethäuser ====&lt;br /&gt;
Durch das Patent konnten in den Kronländern der Habsburgermonarchie ab 1781 evangelische Bethäuser errichtet werden, die später als Toleranzbethäuser oder [[Toleranzkirche]]n bezeichnet wurden. Diese protestantischen Bethäuser unterlagen, ähnlich den 100 Jahre zuvor zugelassenen [[Artikularkirche]]n im nördlichen Teil von Ungarn, diskriminierenden baulichen Beschränkungen. Sie durften nicht die Bezeichnung „Kirche“ tragen, äußerlich nicht wie [[Kirchengebäude|Kirchen]] aussehen, sondern wie Bürgerhäuser. So waren zum Beispiel Rundfenster nicht gestattet. Außerdem mussten sie zumindest 50 m von einer Hauptstraße entfernt liegen und einen von der Hauptstraße abgewandten Eingang haben. Sie durften insbesondere keinen Turm besitzen und auch keine Kirchenglocken gießen lassen oder benützen. Außerdem durfte ein Bethaus nur dann errichtet werden, wenn sich in einem gewissen Gebiet zumindest 100 Familien oder 500 Einzelpersonen zum evangelischen Glauben bekannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Patent wurde am 13.&amp;amp;nbsp;und 27.&amp;amp;nbsp;Oktober 1781 für die deutschen und böhmischen Provinzen verkündet, am 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 1781 oder 21.&amp;amp;nbsp;Dezember 1781 für Ungarn, am 10.&amp;amp;nbsp;November 1781 für Galizien, am 12.&amp;amp;nbsp;November 1781 für die belgischen Provinzen, am 30.&amp;amp;nbsp;Mai 1782 für die Lombardei. Zwischen 6.&amp;amp;nbsp;November und 9. Dezember 1781 wurde es in Tirol verkündet.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ein rheinischer Rechtsgelehrter“: &amp;#039;&amp;#039;Für die Glaubenseinheit Tirols: Ein offenes deutsches Wort an das Tiroler Volk&amp;#039;&amp;#039;, Vereins-Buchdruckerei, 1861, S. V, 30, 88, 89, 92 ([http://books.google.at/books?id=1ZoAAAAAcAAJ Online-Version])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Engelander: &amp;#039;&amp;#039;Der Katholizismus und Protestantismus in Oesterreich.&amp;#039;&amp;#039; 1846, S. 88 ([http://books.google.at/books?id=g7QAAAAAcAAJ Online-Version]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Kuzmány (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch zum österreichisch-evangelischen Kirchenrecht&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Praktische Theologie der evangelischen Kirche augsb. und helvet. Confession. Erster Band: Lehrbuch des Kirchenrechtes. Zweite Abtheilung: Urkundenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Braumüller, Wien 1856, S. 140 ([http://books.google.at/books?id=HdUCAAAAQAAJ Online-Version]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albert Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Joseph II. und Leopold II. Reform und Gegenreform 1780–1792&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Oesterreichische Geschichte für das Volk.&amp;#039;&amp;#039; Band XIV). Prandel &amp;amp; Ewald, 1867, S. 99 ([http://books.google.at/books?id=q5wAAAAAcAAJ Online-Version]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge zeigte sich, dass in einigen Gebieten Österreichs durch einen [[Geheimprotestantismus]] die Traditionen über rund eineinhalb Jahrhunderte bewahrt werden konnten. So bekannte sich zum Beispiel in [[Gosau]] im [[Salzkammergut]] beinahe die gesamte Bevölkerung als „akatholisch“, wie man die Protestanten – auch amtlich – abfällig nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patent von 1782 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Villach Denkmal Kaser Joseph II 31052012 922.jpg|miniatur|hochkant|Denkmal von Kaiser Joseph II. mit dem Toleranzpatent in der rechten Hand (Villacher Kaiser-Joseph-Platz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Patent vom 2. Jänner 1782 wurden auch [[Juden in Österreich|Juden]] größere Freiheiten in der Religionsausübung zugestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Jüdische Emanzipation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patent von 1785 ===&lt;br /&gt;
Durch das Patent vom 11. Dezember 1785 wurde die [[Freimaurerei]] legalisiert, die Zahl der zugelassenen Logen aber zugleich beschränkt, was in Wien zu zwei Sammellogen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Freimaurerei}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Kriminalpatent vom 2. Jänner 1795&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=jgs&amp;amp;datum=10090003&amp;amp;seite=00000177&amp;amp;zoom=2 Nr. 209, Patent vom 2ten Januar 1795, „Das Verbrechen des Hochverrathes begehet derjenige …“], in: &amp;#039;&amp;#039;Seiner Majestät des Kaisers Franz Gesetze und Verfassungen im Justitz-Fache für die Deutschen Staaten der Oesterreichischen Monarchie.&amp;#039;&amp;#039; Kaiserlich-königliche Staats-Druckerey, Wien 1817, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Franz II. (HRR)|Franz&amp;amp;nbsp;II.]] wurde das Freimaurertum, wie andere „geheime Gesellschaften“, wieder unterdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erschwernis des Übertritts ===&lt;br /&gt;
Ab 1787 wurde der Übertritt von der katholischen zur evangelischen Kirche dadurch wieder erschwert, dass man sich einem sechswöchigen Glaubensunterricht unterziehen musste. Hintergrund dieser Maßnahme war zum einen, dass sich in einigen Gebieten Österreichs – nordöstlich von [[Wels (Stadt)|Wels]] in Oberösterreich, [[Inneres Salzkammergut]], rund um [[Schladming]] in der Steiermark und in [[Oberkärnten]] – teilweise mehr als die Hälfte der Bevölkerung zum evangelischen Glauben bekannten, was besonders bei den regionalen katholischen Kirchenstellen Besorgnis erregte. Zum anderen nutzten aber auch manche Evangelische das verbreitete Unwissen mancher Katholiken in Glaubensfragen dazu aus, um möglichst rasch die für ein Bethaus erforderliche Personenanzahl zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Infolge der politischen Umwälzungen von [[Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich|1848/49]] wurden auch zahlreiche Beschränkungen für die Protestanten aufgehoben. Den abfälligen und amtlich verwendeten Begriff „akatholisch“ ersetzte man durch „Evangelische der Augsburger oder Helvetischen Konfession“. Die baulichen Beschränkungen für Kirchengebäude wurden aufgehoben. Schon am 23.&amp;amp;nbsp;Mai 1849 erfolgte in Wels die Grundsteinlegung für die erste protestantische Kirche in Österreich mit Turm. Fast alle Bethäuser erfuhren einen Umbau, um dem äußerlichen Erscheinungsbild einer Kirche zu entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1861 erhielten die Protestanten im [[Protestantenpatent]] weitgehende Freiheit ihrer Religionsausübung, der Staat zog sich auf Aufsichtspflichten zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Protestantengesetz von 1961 schließlich regelte das Verhältnis zwischen den evangelischen Kirchen und dem Staat neu im Sinne voller innerer Freiheit der Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toleranzgemeinden ==&lt;br /&gt;
=== Definition ===&lt;br /&gt;
Die Kirchengemeinden, die sich auf Grund des Toleranzpatentes bei den bisher [[Geheimprotestantismus|Geheimprotestanten]] jetzt in der Legalität bilden konnten, wurden als &amp;#039;&amp;#039;Toleranzgemeinden&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gegenden, in denen wenigstens 100 evangelische Familien (in Entfernung von einer Gehstunde von einem Ort) lebten, durfte ein Bethaus errichtet werden. Dieses durfte aber von außen nicht als Kirche erkennbar sein und keinen öffentlichen Zugang von der Straße und keine Glocken haben. Auch Schulen durften gebaut werden. Es konnten auch Pfarrer und Lehrer berufen werden. Und was für den einzelnen Evangelischen wichtig war: Er konnte Meister werden, Bürgerrechte erhalten und studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Toleranzgemeinden im heutigen Österreich ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1781 und 1795 entstanden in den Grenzen des heutigen Österreichs 48 Toleranzgemeinden:&lt;br /&gt;
* In [[Niederösterreich]] eine: [[Mitterbach am Erlaufsee]] (1785).&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinden&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter F. Barton |Titel=Evangelisch in Österreich |Auflage=1 |Verlag=Böhlau |Ort=Wien/Köln/Graz |Jahr=1987 |ISBN=3-205-05096-7 |Seiten=129}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Wien]] zwei: Wien A.B. [[Lutherische Stadtkirche Wien|Lutherische Stadtkirche]] (1782), Wien H.B. [[Reformierte Stadtkirche (Wien)|Reformierte Stadtkirche]] (1782).&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In der [[Steiermark]] drei: [[Ramsau am Dachstein]] (1782), [[Schladming]] (1782), [[Wald am Schoberpaß]] (1795).&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Oberösterreich]] neun: [[Bad Goisern|Goisern]] (1782), [[Eferding]] (1783), [[Gosau]] (1784), [[Neukematen]] (1783), [[Rutzenmoos]] (1781), [[Scharten]] (1784), [[Thening]] (1783), [[Wallern an der Trattnach]] (1782), [[Wels (Stadt)|Wels]] (1782).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Leopold Temmel]] |Titel=Evangelisch in Oberösterreich. Werdegang und Bestand der Evangelischen Kirche |Auflage=1 |Verlag=[[Oberösterreichischer Landesverlag]] |Ort=Linz |Jahr=1982 |ISBN=3-85214-334-9 |Seiten=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Kärnten]] vierzehn: [[Arriach]] (1782), [[Bad Bleiberg|(Bad) Bleiberg]] (1783), [[Eisentratten]] (1784), [[Paternion|Feffernitz bei Paternion]] (1784), [[Feld am See]] (1782), [[Fresach]] (1782), [[Gnesau]] (1783), [[Landskron (Villach)|St. Ruprecht bei Villach]] (1782), [[Trebesing]] (1782), [[Treßdorf]] (1783), [[Hermagor-Pressegger See|Watschig-Hermagor]] (1782), [[Weißbriach (Gemeinde Gitschtal)|Weißbriach bei Gitschtal]] (1782), [[Zlan]] (1782), [[Malta (Kärnten)|Dornbach im Maltatal]] (1791).&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Burgenland]] achtzehn: [[Eltendorf]] (1783), [[Gols]] (1783), [[Kobersdorf]] (1783), [[Kukmirn]] (1783), [[Lutzmannsburg]] (1783), [[Markt Allhau]] (1783), [[Mörbisch]] (1785), [[Rotenturm an der Pinka|Siget an der Wart (Rotenturm an der Pinka)]] (1785), [[Oberschützen]] (1783), [[Pinkafeld]] (1783), [[Pöttelsdorf]] (1783), [[Rechnitz]] (1783), [[Rust (Burgenland)|Rust]] (1781), [[Stadtschlaining]] (1782), [[Stoob]] (1783), [[Zurndorf]] (1783), [[Bernstein (Burgenland)|Bernstein im Burgenland]] (1783), [[Neuhaus am Klausenbach]] (1792), [[Oberwart]] ([[Artikularkirche]] H.B. seit 1681 gemäß ungarischem Recht, Toleranzgemeinde H.B. ab 1781).&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinden&amp;quot;  /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 48 Toleranzgemeinden im heutigen Österreich sind die Toleranzbethäuser zu unterscheiden. Da viele Toleranzgemeinden auch Tochtergemeinden und Predigtstationen umfassten, war die Anzahl der Toleranzbethäuser um einiges höher. In der gesamten österreichischen Monarchie entstanden über 1.100 Kirchengemeinden, ein Großteil jenseits der Leitha im ungarischen Teil (Transleitanien).&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinde 2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter F. Barton |Titel=Evangelisch in Österreich |Auflage=1 |Verlag=Böhlau |Ort=Wien/Köln/Graz |Jahr=1987 |ISBN=3-205-05096-7 |Seiten=130, 143, 203}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1795 wurden zwar weiterhin evangelische Gemeinden genehmigt, jedoch deutlich restriktiver als in den Jahren davor. Dieser Kurswechsel erfolgte nach dem Ableben von Josef&amp;amp;nbsp;II. und Leopold&amp;amp;nbsp;II. durch den 1792 gekrönten letzten Kaiser des Heiligen Römischen Reichs [[Franz II. (HRR)|Franz&amp;amp;nbsp;II.]] Einige Beispiele von Gründungen zwischen 1795 und 1861 sind: [[Graz]] (1821), [[Gröbming]] (1812), [[Attersee am Attersee]] (1812),&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinde 2&amp;quot; /&amp;gt; [[Hallstatt]] (1785 Toleranzbethaus als Filiale von Goisern, Gemeindeerhebung 1836) und [[Linz]] (1844). Eine deutliche Zunahme der Gründung von evangelischen Pfarrgemeinden geschah erst nach Inkrafttreten des Protestantenpatents von 1861, da durch dieses Gesetz etliche Beschränkungen aufgehoben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Leopold Temmel]] |Titel=Evangelisch in Oberösterreich. Werdegang und Bestand der Evangelischen Kirche |Auflage=1 |Verlag=[[Oberösterreichischer Landesverlag]] |Ort=Linz |Jahr=1982 |ISBN=3-85214-334-9 |Seiten=162, 174}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cisleithanien waren per Oktober 1782 bereits 73.722 Evangelische registriert, bis Ende 1785 erhöhte sich die der Hofkammer bekannte Zahl auf 107.454 evangelische Christen.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Toleranzgemeinde 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statistik zu den Toleranzgemeinden in Österreich ===&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fresach Diözesanmuseum ehem evangelisches Toleranzbethaus 12052008 02.jpg|mini|[[Evangelisches Diözesanmuseum Fresach|Toleranzbethaus in Fresach]] (heute Diözesanmuseum)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SanktJohannGlaubenskirche4.png|mini|[[Glaubenskirche (Sankt Johann am Tauern)|Toleranzbethaus in Sankt Johann am Tauern]] (heute Glaubenskirche)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 70.000 und 80.000 Menschen meldeten sich im Gebiet des heutigen Österreich und bekannten, evangelisch zu sein. Zentren für die unter diesem kaiserlichen Patent möglichen Toleranzgemeinden war das oberösterreichische [[Salzkammergut]]. Im Einzelnen lässt sich die Bildung evangelischer Gemeinden, sogenannter Toleranzgemeinden, aus geheimprotestantischen Gruppierungen unmittelbar nach dem Toleranzpatent in Österreich wie folgt quantifizieren (außerhalb von Wien, Graz und unter Weglassung des Burgenlandes; Personenzahlen für ca. 1800 geschätzt, außer wenn anders angegeben):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Oberösterreich]] – 1786: 7644 Personen:&lt;br /&gt;
* Gebiet im Dreieck [[Wels (Stadt)|Wels]]-[[Eferding]]-[[Leonding]] (Evang. Gemeinden Eferding (1786: 1208 Pers.), [[Scharten]] (1786: 2015 Pers.), [[Kirchberg-Thening|Thening]] (1786: 2449 Pers.), [[Wallern an der Trattnach|Wallern]] (1786: 970 Pers.), Wels (1786: 1002 Pers.))&lt;br /&gt;
* Neukematen (nordöstlich von [[Bad Hall]]) – 1786: 738 Personen&lt;br /&gt;
* [[Rutzenmoos]] (zwischen [[Gmunden]] und [[Vöcklabruck]]) – 1786: 875 Personen&lt;br /&gt;
* [[Attersee (Ort)|Attersee]] (Evang. Gemeinde erst ab 1813, zuvor bei Rutzenmoos) – ca. 500 Personen&lt;br /&gt;
* [[Inneres Salzkammergut]] (Evang. Gemeinden [[Bad Goisern|Goisern]] (1786: ca. 3000 Pers.), [[Gosau]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.volny.cz/mathesius/052n.shtml Johannes-Mathesius-Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; (1786: 1071 Pers.), [[Hallstatt]]) – ca. 5000 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Niederösterreich]]:&lt;br /&gt;
* Gebiet nördlich von [[Mariazell]] (Evang. Gemeinden [[Mitterbach am Erlaufsee|Mitterbach]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://religionv1.orf.at/projekt02/tvradio/ra_motive/ra_mot030824.htm &amp;#039;&amp;#039;„Mitterbach“ – Die einzige Toleranzgemeinde Niederösterreichs&amp;#039;&amp;#039;] auf ORF vom 24. August 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[St. Aegyd am Neuwalde]] und [[Schwarzau im Gebirge|Naßwald]]; ursprünglich von Holzfällern aus Gosau hier „eingeschleppt“) – ca. 1500 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Steiermark]]:&lt;br /&gt;
* Gebiet um [[Schladming]] (Evang. Gemeinden [[Ramsau am Dachstein|Ramsau]], Schladming) – ca. 3500 Personen&lt;br /&gt;
* [[St. Johann am Tauern]] (Filiale von Unterwald) – ca. 500 Personen&lt;br /&gt;
* Unterwald ([[Wald am Schoberpaß]]) – ca. 500 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kärnten]]:&lt;br /&gt;
* Gebiet um [[Spittal an der Drau|Spittal]] und den [[Ossiacher See]] (Evang. Gemeinden [[Arriach]], [[Bad Bleiberg|Bleiberg]], [[Paternion|Feffernitz]], [[Feld am See]], [[Fresach]], [[Gnesau]], [[St. Ruprecht (Villach)|St. Ruprecht bei Villach]], [[Steindorf am Ossiacher See|Tschöran]], [[Seeboden am Millstätter See|Unterhaus]], [[Stockenboi|Zlan]]) – ca. 9000 Personen&lt;br /&gt;
* [[Liesertal|Lieser-]] und [[Maltatal]] (Evang. Gemeinden [[Gmünd in Kärnten|Dornbach]], [[Krems in Kärnten|Eisentratten]], [[Trebesing]]) – ca. 3500 Personen&lt;br /&gt;
* [[Weißensee (See in Kärnten)|Weißenseegebiet]] (Evang. Gemeinde [[Gitschtal|Weißbriach]]) – ca. 1000 Personen&lt;br /&gt;
* Oberes [[Gailtal]] (Evang. Gemeinden [[Hermagor-Pressegger See|Hermagor]], [[Kirchbach (Kärnten)|Treßdorf]]) – ca. 2000 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gemeinden:&lt;br /&gt;
* [[Burgenland]]: [[Pinkafeld]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pinkafeld-evang.at/unsere-pfarrgemeinde/ Geschichte der Evangelischen Pfarrgemeinde Pinkafeld]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaubenskirche (Sankt Johann am Tauern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhaltene Toleranzbethäuser ===&lt;br /&gt;
[[Datei: Rožnov-Valašská-dědina--rekonstrukce-tolerančního-kostela-z-Huslenek2013b.jpg|mini|Rekonstruiertes Toleranzbethaus im Walachischen Freilichtmuseum (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei: Rožnov-Valašská-dědina--rekonstrukce-tolerančního-kostela-z-Huslenek2013c.jpg|mini|Rekonstruiertes Toleranzbethaus im Walachischen Freilichtmuseum von innen]]&lt;br /&gt;
Mit den zunehmenden Freiheiten wurden manche der genannten Häuser, ihrer Nutzung entsprechend, äußerlich während der vergangenen zweihundert Jahre mehr oder weniger Kirchen angepasst und sind manchmal, wie etwa in Wien und Graz, nicht mehr als Toleranzbethäuser erkennbar. Sehr ursprünglich geblieben und in dieser Form immer noch genützt ist das [[Watschiger Toleranzbethaus]].&lt;br /&gt;
* [[Eferding]] (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
* [[Toleranzbethaus Einöde]] (Gemeinde [[Treffen am Ossiacher See]]/Kärnten)&lt;br /&gt;
* [[Toleranzbethaus (Fresach)]] (Kärnten)&lt;br /&gt;
* [[Heilandskirche (Graz)]] (Kaiser-Joseph-Platz)&lt;br /&gt;
* [[Linz]] (Landstraße)&lt;br /&gt;
* [[Mitterbach am Erlaufsee]]&lt;br /&gt;
* [[Evangelische Pfarrkirche Neuhaus am Klausenbach]] (Burgenland)&lt;br /&gt;
* Neukematen (Gemeinde [[Piberbach]]/Oberösterreich)&lt;br /&gt;
* [[Glaubenskirche (Sankt Johann am Tauern)]] (Steiermark)&lt;br /&gt;
* [[Toleranzbethaus (Thening)]] (Gemeinde Kirchberg-Thening/Oberösterreich)&lt;br /&gt;
* Tschöran (Gemeinde [[Steindorf am Ossiacher See]]/Kärnten)&lt;br /&gt;
* Unterscharten (Gemeinde [[Scharten]]/Oberösterreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* Waldniel (Gemeinde [[Schwalmtal (Niederrhein)|Schwalmtal am Niederrhein]])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Watschiger Toleranzbethaus]] (Gemeinde [[Hermagor-Pressegger See]]/Kärnten)&lt;br /&gt;
* [[Reformierte Stadtkirche (Wien)|Reformierte Stadtkirche]] (Wien)&lt;br /&gt;
* [[Zurndorf]] (Burgenland)&lt;br /&gt;
* Rekonstruiertes Toleranzbethaus im [[Valašské muzeum v přírodě| Walachischen Freilichtmuseum]] (heute Tschechien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namhafte Pfarrer der Toleranzgemeinden ===&lt;br /&gt;
* [[Wehrenfennig (Theologengeschlecht)]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Overbeck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Christentums in Österreich]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Juden in Österreich]]&lt;br /&gt;
* [[Religionsfreiheit in Österreich]]&lt;br /&gt;
* [[Schuilkerk]]&lt;br /&gt;
* [[Holzkirchen in der Maramureș]]&lt;br /&gt;
* [[Evangelisches Museum Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günter Stemberger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;2000 Jahre Christentum. Illustrierte Kirchengeschichte in Farbe.&amp;#039;&amp;#039; Pawlak, Herrsching 1983, ISBN 3-88199-122-0, bes. Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Theologie, Aufklärung und Idealismus&amp;#039;&amp;#039;, S. 539 ff.&lt;br /&gt;
* [[Karl R. Popper]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Thema Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Alles Leben ist Problemlösen. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik.&amp;#039;&amp;#039; 8.&amp;amp;nbsp;Auflage. Piper, München 2004, ISBN 3-492-22300-1, S. 155–172.&lt;br /&gt;
* Louise Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Toleranzpatente.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dan Diner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (EJGK). Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Ta–Z.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart/Weimar 2015, ISBN 978-3-476-02506-7, S. 137–141.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Das Toleranzpatent Kaiser Joseph II.}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Toleranzbethäuser}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Protestantengesetz_-patent|Protestantengesetz/-patent}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Toleranzpatent}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.evang-spittal.at/dok_TolPat.htm |wayback=20110402172625 |text=Toleranzpatent vom 13. Oktober 1781 im Wortlaut}}&lt;br /&gt;
* [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=hvb&amp;amp;datum=1784&amp;amp;page=1090&amp;amp;size=45 Toleranzpatente und Hofdekrete] bezüglich Akatholiken im Wortlaut&lt;br /&gt;
*[https://evang.at/kirche/kurzgeschichte/?highlight=kurzgeschichte Evangelische Kirche] Kurzgeschichte&lt;br /&gt;
* [https://evang.at/glaube-leben/toleranzpatent/ Toleranzpatent für die Nichtkatholiken in Österreich ob der Enns (Oberösterreich)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4185628-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle der Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Rechtsquelle (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Religion (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Habsburgermonarchie vor 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protestantismus in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1781]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Freimaurerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toleranzgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatskirchenrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph II.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toleranzbethaus|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (18. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhardhauke</name></author>
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