<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tokenisierung</id>
	<title>Tokenisierung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tokenisierung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tokenisierung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T06:41:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tokenisierung&amp;diff=653001&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frühling2026 am 29. April 2026 um 10:40 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tokenisierung&amp;diff=653001&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-29T10:40:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tokenisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet allgemein den Vorgang, bei dem etwas Kontinuierliches oder Komplexes in diskrete, eindeutig adressierbare Einheiten („[[Token]]s“) zerlegt oder durch solche ersetzt wird, damit es verarbeitet, übertragen, kontrolliert oder gehandelt werden kann. Der Begriff wird verwendet im Kontext der [[Computerlinguistik]], im Zusammenhang mit [[Informationssicherheit|Datensicherheit]] im [[Zahlungsverkehr]] und mit der [[Blockchain|digitalen Repräsentation]] von [[Vermögensgegenstand|Vermögenswerten]] oder [[Zugriffsrecht|Rechten]] in der [[Finanzwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Computerlinguistik ==&lt;br /&gt;
In der [[Computerlinguistik|Sprach-/Textverarbeitung]] bezeichnet Tokenisierung die Segmentierung eines Textes in Einheiten der [[Wort]]ebene (manchmal auch [[Satz (Grammatik)|Sätze]], Absätze o.&amp;amp;nbsp;Ä.). Die Tokenisierung des Textes ist Voraussetzung für dessen Weiterverarbeitung, beispielsweise zur [[Syntaktik|syntaktischen]] Analyse durch [[Parser]], im [[Textmining]] oder [[Information Retrieval]]. In der [[Informatik]] bezeichnet der Begriff analog die Zerlegung eines in einer [[Programmiersprache]] verfassten [[Computerprogramm]]es in kleinste Einheiten, siehe [[Token (Übersetzerbau)]] und [[Tokenbasierte Kompression]]. Außerdem wird mit Tokenisierung im [[Finanzwesen]] auch der [[Trend (Statistik)|Trend]] zur Abschaffung des [[Trägermedium]]s Papier-Urkunde durch [[digitale Daten]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise wird ein Text bei der Tokenisierung in seine [[Wort|Wörter]] zerlegt. Die White-Space-Tokenisierung ist die einfachste Form einer solchen Zerlegung. Der Text wird bei diesem Verfahren an den [[Leerzeichen|Leer-]] und [[Interpunktionszeichen]] aufgetrennt. Bei nicht-segmentisierenden [[Schrift]]en wie der [[Chinesische Schrift|chinesischen]] oder [[Japanische Schrift|japanischen]] kann es nicht angewandt werden, da in diesen keine Leerzeichen vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem alternativen Tokenisierungsverfahren bilden Folgen von Buchstaben einen Token, ebenso alle Folgen von Ziffern. Alle anderen Zeichen bilden für sich genommen einen Token.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Verfahren sind jedoch problematisch im Fall von Mehrwortlexemen, speziell Eigennamen, Währungsangaben usw.&lt;br /&gt;
Für den Satz „Klaus-Rüdiger kauft in New York für $2,50 Fish’n’Chips.“ wäre aus linguistischer Sicht eine Segmentierung in folgende Tokenfolge adäquater:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Klaus-Rüdiger&lt;br /&gt;
  kauft&lt;br /&gt;
  in&lt;br /&gt;
  New York&lt;br /&gt;
  für&lt;br /&gt;
  $2,50&lt;br /&gt;
  Fish’n’Chips&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahlungsverkehr/Datensicherheit ==&lt;br /&gt;
Tokenisierung bezeichnet in den Bereichen Zahlungsverkehr und Datensicherheit die Ersetzung sensibler Daten (z.&amp;amp;nbsp;B. Kreditkartennummern) durch nicht-sensible Platzhalter-Tokens, die nur innerhalb eines Systems wieder aufgelöst werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Worthington |url=https://www.emvco.com/knowledge-hub/the-what-why-and-how-of-emv-payment-tokenisation/ |titel=Payment Tokenization: What, Why and How |werk=emvco.com |datum=2022-03-31 |abruf=2026-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzwirtschaft/Vermögensanlage ==&lt;br /&gt;
Tokenisierung ist in der [[Finanzwirtschaft]] und im [[Wertpapierrecht]] der [[Trend (Statistik)|Trend]], [[Finanzprodukt]]e als [[Kryptowert]]e zu [[Digitalisierung|digitalisieren]] und auf einer [[Blockchain]] als [[Dezentrales Netzwerk|dezentral]] gespeicherte [[Vermögenswert]]e abzubilden.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin vom 16. August 2019, &amp;#039;&amp;#039;Zweites Hinweisschreiben zu Prospekt- und Erlaubnispflichten im Zusammenhang mit der Ausgabe sogenannter Krypto-Token&amp;#039;&amp;#039;, Az.: GZ: WA 51-Wp 7100-2019/0011 und IF 1-AZB 1505-2019/0003, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Trend führt weg von der [[Verbriefung|klassischen Papierform]] eines [[Trägermedium]]s hin zu [[digitale Daten|digitalen Daten]]. Beispiele sind die Verwendung von [[Buchgeld]] anstatt [[Bargeld]], die Einführung von [[Kryptowährung]]en oder die Einführung von [[elektronisches Wertpapier|elektronischen Wertpapieren]] anstelle von [[effektive Stücke|Wertpapierurkunden]]. Bei allen wird die Papierform als Trägermedium für [[Finanzinstrument]]e abgelöst (tokenisiert) durch digitale Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Au%C3%9Fenwirtschaft/RpkYCgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Dematerialisierung+lexikon&amp;amp;pg=PA99&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1627901523824 Adam Reining, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Außenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 99]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Gesetz über elektronische Wertpapiere]] (eWpG) vom Juni 2021 ermöglicht den [[Wertpapierhandel]] mit völlig urkundenlosen Finanzinstrumenten, indem es deren [[Übergabe (Sachenrecht)|Übergabe]] durch [[Eintragung]] im [[Wertpapierregister]] nach {{§|4|ewpg|juris}} Abs. 4 eWpG ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|19|26925}} vom 24. Februar 2021, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Einführung von elektronischen Wertpapieren&amp;#039;&amp;#039;, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Hyun Song Shin, der für die [[Bank für Internationalen Zahlungsausgleich]] (BIZ) tätig ist, wurde 2022 eine Integration „tokenisierter Vermögenswerte“ (etwa Immobilienansprüche) innerhalb einer „Multi-[[Digitales Zentralbankgeld|CBDC]]-Platform“ (&amp;#039;&amp;#039;mCBDCs&amp;#039;&amp;#039;) präsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hyun Song Shin (2022) [https://economics.ucsd.edu/events/economics-roundtable/Shin-UCSD_07_12_2022.pdf &amp;#039;&amp;#039;Central bank digital currencies and the future monetary system&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB), S. 18–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Präsentation von Hyun Song Shin, 19. Dezember 2022 (als Video auf [https://www.youtube.com/watch?v=41NEmW9DLi0 youtube; 56 min]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Tokenisierung von Vermögenswerten befassen sich die BIZ und die [[Schweizerische Nationalbank|Schweizer Nationalbank]] seit 2020 (Projekt Helvetia); mit der Tokenisierung von „grünen Wertpapieren“ („green bonds“, „carbon credits“), dem Projekt Genesis (2.0)&amp;lt;ref&amp;gt;Bank for International Settlements (2022): [https://www.bis.org/publ/othp58.htm &amp;#039;&amp;#039;Genesis 2.0: smart contract-based carbon credits attached to green bonds&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;, befassen sich die BIZ sowie die Sonderverwaltungszone Hongkong.&amp;lt;ref&amp;gt;Bank for International Settlements, BIS Annual Report 2023: [https://www.bis.org/publ/arpdf/ar2023e3.pdf &amp;#039;&amp;#039;III. Blueprint for the future monetary system&amp;#039;&amp;#039;], S. 88–91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studien gehen davon aus, dass bis 2030 Vermögenswerte im Wert von bis zu 16 Billionen US‑Dollar tokenisiert sein werden. Ein großer Teil davon entfällt auf sogenannte „Real World Assets“ wie Gold&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.blackrock.com/corporate/literature/article-reprint/larry-fink-rob-goldstein-economist-op-ed-tokenization.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dem ZukunftsForum Edelmetalle 2026 beschrieb Dr. Philipp Reisert die Tokenisierung als einen digitalen Zwilling eines physischen Goldbestands. Mithilfe von Blockchain-Technologie, Smart Contracts und regulierten Stablecoin-Strukturen können Grundlagen geschaffen werden, die eine transparente und nahezu in Echtzeit erfolgende Übertragung von Eigentum an Gold gewährleisten. Langfristig würde die Tokenisierung von Gold die Digitalisierung des Goldhandels maßgeblich vorantreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://zukunftsforum-edelmetalle.de/aktuelles/ |titel=Aktuelles – ZukunftsForum Edelmetalle |sprache=de-DE |abruf=2026-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kai-Uwe Carstensen, Christian Ebert, Cornelia Ebert, Susanne Jekat, Ralf Klabunde, Hagen Langer: &amp;#039;&amp;#039;Computerlinguistik und Sprachtechnologie. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. [[Spektrum Akademischer Verlag]], Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-2023-7, S. 264–271&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computerlinguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indexierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertpapierrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frühling2026</name></author>
	</entry>
</feed>