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	<title>Toggenburger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--nicht schweizbezogen, das Gebiet der Toggenburger umfasste auch Vorarlberg --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Adelsgeschlecht der Toggenburger. Weitere Bedeutungen siehe [[Toggenburg (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Name= Grafschaft Toggenburg (1209–1436)&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:Wappen Toggenburger2.svg|150px|Das Wappen der Grafen von Toggenburg nach 1308]]&lt;br /&gt;
|Karte = [[Datei:Grafschaft Toggenburg.png|350px|zentriert]]&lt;br /&gt;
|Bildtext = Die Landeshoheit der Toggenburger bis 1436&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = &lt;br /&gt;
|Vorläufer = Freiherrschaft Toggenburg (bis 1209)&lt;br /&gt;
|Regierungsform = [[Grafschaft]]&lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = Graf von Toggenburg&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[Ostschweiz|CH-SG und CH-TG]], [[Graubünden|CH-GR]], [[Vorarlberg|AT-8]], [[Kanton Zürich|CH-ZH]], [[Kanton Schwyz|CH-SZ]]&lt;br /&gt;
|Reichskreis = kreisfrei&lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = [[Lichtensteig]], [[Feldkirch]]&lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = [[römisch-katholisch]]&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|Nachfolger = Auflösung&amp;amp;nbsp;1436,&amp;amp;nbsp;Aufteilung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Toggenburger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren ein Ostschweizer [[Adel]]sgeschlecht, das dem [[reichsunmittelbar]]en [[Hochadel]] zuzurechnen ist. Der Schwerpunkt der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Toggenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lag in der Landschaft, die heute als «[[Toggenburg]]» ihren Namen trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Graf]]entitel der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Toggenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ab 1209 urkundlich nachgewiesen. Stammsitz der Familie war die [[Burg Alt-Toggenburg|Alt-Toggenburg]], heute eine Ruine in der Gemeinde [[Kirchberg SG|Kirchberg]], [[Kanton St. Gallen]]. Kurz vor ihrem Erlöschen im Mannesstamm 1436 konnte die Familie durch Erbschaften und Pfandbesitze noch eine der größten Territorialherrschaften zwischen Eidgenossenschaft und Habsburgern errichten. Die strittige Aufteilung des Erbes der Toggenburger war einer der Gründe für den Ausbruch des sogenannten [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkriegs]] zwischen den eidgenössischen Orten Zürich, Schwyz und Glarus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 11. bis 13. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Iddaburg von Berlig.jpg|mini|links|hochkant=0.6|St. Iddaburg an der Stelle der früheren [[Alt-Toggenburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luetisburg 1700.jpg|mini|links|hochkant=0.6|Die [[Lütisburg]] auf einem Kupferstich um 1700]]&lt;br /&gt;
Die ab ca. 1200 fassbaren [[Freiherr]]en und ab 1209 zu [[Graf]]en aufgestiegenen von Toggenburg&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind seit 1044 urkundlich nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt-Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Quellen tritt die Familie erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Toccanburg&amp;#039;&amp;#039;, dann als &amp;#039;&amp;#039;Tochimburc&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anlage ihrer Stammfeste, die [[Alt-Toggenburg]], lag auf einer Anhöhe in der Nähe von [[Fischingen TG|Fischingen]]. Heute befindet sich dort die Wallfahrtskirche der Heiligen [[Idda von Toggenburg]] (St. Iddaburg).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt-Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Burg lag im Zentrum des toggenburgischen Grundbesitzes im heutigen [[Alttoggenburg]] und [[Zürcher Oberland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Burg der Toggenburger aus dieser Zeit ist die [[Lütisburg]], 1214 als &amp;#039;&amp;#039;Liutinsburch&amp;#039;&amp;#039; erwähnt und vermutlich durch einen Liuto von Toggenburg gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|1390|Lütisburg|Autor=[[Hans Büchler (Heimatforscher)|Hans Büchler]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Städte [[Lichtensteig]], [[Uznach]] und [[Wil SG|Wil]] sind Gründungen der Toggenburger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|1384|Lichtensteig|Autor=Hans Büchler}}&amp;lt;br&amp;gt;{{HLS|1403|Wil (SG)|Autor=Magdalen Bless-Grabher}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Toggenburg ZW.png|mini|x220px|Das jüngere Wappen der Toggenburger in der [[Zürcher Wappenrolle]], ca. 1340]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;tright&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none;&amp;gt;[[Datei:Wappen Toggenburger Stumpf.jpg|mini|ohne|x220px|Das ältere Wappen der Toggenburger in der Stumpfschen Chronik von 1548]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Rüti - Kloster - Kirche - Toggenburgergruft 2011-01-17 14-42-04.JPG|mini|links|Zugang zur einstigen Toggen&amp;amp;shy;burgergruft unterhalb der Vorhalle der [[Reformierte Kirche Rüti|reformierten Kirche]] in Rüti]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kraft von Toggenburg.jpg|mini|x220px|Kraft I. in der Manes&amp;amp;shy;si&amp;amp;shy;schen Lieder&amp;amp;shy;hand&amp;amp;shy;schrift. Rechts oben das jüngere Wappen der Toggenburger]]&lt;br /&gt;
Der genealogische Zusammenhang mit den im 11. und 12. Jahrhundert in teils zweifelhaften Quellen nach den Toggenburg benannten Herren, deren Wirkungsbereich und Verwandtschaftsnetz vom Raum [[St. Gallen]] über die Gegend von [[Wil SG|Wil]], das [[Toggenburg#Subregionen|untere Toggenburg]], den [[Zürichgau]] und [[Schaffhausen]] bis weit in den süddeutschen Raum reichte, ist unklar. Eine Herkunft der Familie aus dem Zürichgau oder dem süddeutschen Raum ist denkbar. Die genealogischen Zusammenhänge zwischen Diethelm (erwähnt 1176?–1205/07) und Diethelm (erwähnt 1210?–ca. 1230), der mit Guta (von [[Rapperswiler|Rapperswil]]?), möglicherweise identisch mit [[Ida von Toggenburg|Idda]], verheiratet gewesen sein soll, bleiben ebenfalls ungeklärt. Die beiden waren um 1200 am Erbe mehrerer Adelsgeschlechter, unter anderem der von Alt-Rapperswil, beteiligt und standen unter [[landesherr]]lichem Druck des [[Kloster St. Gallen|Klosters St. Gallen]], des [[Hochstift Konstanz|Bischofs von Konstanz]] und der Grafen von [[Kyburg (Adelsgeschlecht)|Kyburg]]. Die Erbkonflikte führten unter anderem zur Stiftung von religiösen Gemeinschaften, der [[Ritterhaus Bubikon|Johanniterkommende Bubikon]] und der [[Kloster Rüti|Klöster Rüti]], [[Kapelle St. Meinrad (Bollingen)|Oberbollingen]] und [[Kloster Wurmsbach|Wurmsbach]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Auseinandersetzungen mit St. Gallen – in diesem Zusammenhang geschah 1226 der legendäre Brudermord Diethelms (erwähnt 1209–1236/47) an Friedrich (erwähnt 1214–1226) –, verloren die Toggenburger die Stadt Wil und die Festen Alt-Toggenburg,&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Luterberg,&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Bodmer: [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002:1962:29::286 &amp;#039;&amp;#039;Luterberg, eine vergessene Dynastenburg, und ihre Besitzer.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Schweizer Familienforscher = Le généalogiste suisse.&amp;#039;&amp;#039; Band 29 (1962), Heft 10–12 (archiviert in E-Periodica.ch der [[ETH-Bibliothek]], PDF; 2,9 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lütisburg und [[Ruine Uznaberg|Uznaberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen 1226 und 1228 gründeten die Toggenburger Grafen Diethelm II. und Diethelm III. die am [[Schwabenweg|Jakobsweg]] gelegene und mit Gütern reichlich dotierte [[Johanniterkommende Tobel|Johanniterkomturei Tobel]], die als Bollwerk gegen das politisch expandierende [[Kloster St. Gallen]] entstand. Die Komturei wurde zur neuen Begräbnisstätte der Toggenburger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|1969|Tobel TG|Autor=Verena Rothenbühler}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen 1228 und 1292/99 gingen die [[Vogtei (HRR)|Vogteien]] über [[Kloster St. Johann (Alt St. Johann)|St. Johann]] im Thurtal, [[Fischingen TG|Fischingen]] und [[Embrach]] verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im späten 12. Jahrhundert errichtete [[Neu-Toggenburg]] wurde nach 1226 zum Herrschaftszentrum. Unter dem letztgenannten Diethelm und dessen Erben konnte das Geschlecht seine Position im unteren Toggenburg dank der Verschwägerung mit gräflichen Geschlechtern wie von [[Montfort (Adelsgeschlecht)|Montfort]], von [[Werdenberg (Adelsgeschlecht)|Werdenberg]] und von [[Frohburg-Homberg]] konsolidieren. Die Familie demonstrierte eine autonome, nicht von Landesherren hergeleitete Fähigkeit zur Gewaltausübung, etwa mit [[Kraft I. von Toggenburg|Kraft I.]], dem Sohn des letztgenannten Diethelm, und seinem Sohn Friedrich (erwähnt 1260–1303/05).&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er zeichnete sich als [[Minnesänger]] aus und wurde in der [[Codex Manesse|Manessischen Liederhandschrift]] verewigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kraft&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- Die ältere Literatur vermutet Kraft II. als Minnesänge. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einzelne Familienmitglieder betrieben eine geschickte Versorgungspolitik, so Diethelms Söhne Berchtold und Rudolf. Ersterer wurde [[Kanoniker]] in Embrach, letzterer erfolgloser Abt in St. Johann. Heinrich, Friedrichs (erwähnt 1214–1226) Sohn, war unter anderem in Bubikon Johannitermeister.&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Kraft II.}}Kraft II. ist in zwei Urkunden von 1260 und 1261 belegt und starb spätestens 1266 als Jüngling. Kraft III. wird 1286, noch unmündig, erstmals erwähnt, war 1298 Konstanzer Kanoniker, ab 1301 Chorherr und von 1309 bis 1339 [[Propst]] am Zürcher [[Großmünster]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kraft&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der 1286 erstmals erwähnte Kraft III. amtierte ebenfalls als Propst am Großmünster. Unehelich geborene Söhne wurden [[Pfründe|verpfründet]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;145&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wasserfluh Neu-Toggenburg.tif|Blick auf die Ruine [[Neu-Toggenburg]] über Wasserfluh&lt;br /&gt;
Burg Uznaberg - Belagerung von 1268 - Stich aus dem Neujahrsblatt der Bürgerbibliotek Zürich.jpg|[[Ruine Uznaberg|Burg Uznaberg]] (Nachzeichnung von 1718)&lt;br /&gt;
Zentralbibliothek Zürich - Yberg Schloss in der Landschaft des Abts von St. Gallen - 991121607619705501.jpg|[[Burg Iberg]] (1755)&lt;br /&gt;
Burg Iberg Wattwil.jpg|Burg Iberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansion nach Rätien ===&lt;br /&gt;
Die Toggenburger profitierten von der für [[Herzogtum Österreich|Österreich]] peripheren Lage ihrer wichtigsten Herrschaftsrechte zu jener Zeit. Ab dem späten 13. Jahrhundert intensivierten sie ihre Herrschaft durch Stadtgründungen in Lichtensteig und Uznach, die Einführung dynamischer Abgaben (Vogtsteuer) und durch den Aufbau einer kleinen, schlagkräftigen [[Dienstadel|Dienstmannschaft]]. Mit Friedrich (erwähnt 1260–1303/05) und Friedrich (erwähnt 1286–1315) wurden die Toggenburger spätestens ab 1292 zu den wichtigsten Militärunternehmern der Region. In ihre Fußstapfen traten später die Söhne des Letztgenannten, Diethelm (erwähnt 1319–1337), der mit Adelheid von [[Griesenberg (Adelsgeschlecht)|Griesenberg]] verheiratet war, und Friedrich (erwähnt 1315–1364).&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Friederich, der Chor- und Domherr zu Zürich geworden war, ehelichte Kunigunde von [[Freiherren von Vaz|Vaz]], die ihm die Vazschen Besitzungen im [[Prättigau]], im [[Schanfigg]] und im Raum [[Maienfeld]], [[Davos]], [[Burg Belfort|Belfort]] und [[Churwalden]] in die Ehe brachte. Der Toggenburger wurde damit zu einem der mächtigsten [[Feudalherr]]en der Ostschweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kapital, Militärkompetenz und regionales Prestige verschafften Friedrich entscheidende Vorteile in der Auseinandersetzung um das Vazer Erbe. Gleichzeitig hatten die Toggenburger eine hohe Kompetenz in der Friedenswahrung. Sie wirkten unter anderem für Zürich, Österreich und die Herren von Werdenberg als Schiedsrichter. Die Familie verfügte über liquide Mittel und profitierte entsprechend als Kapitalgeber. Sie erwarb [[Pfand (Recht)#Grundschuld|pfandweise Herrschaftsrechte]] und pflegte Beziehungen nach Zürich und Rom.&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelstellung zwischen Habsburg und Eidgenossenschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Der letzte Toggenburger.jpg|mini|Graf Friedrich VII. von Toggenburg auf dem Todbett, 1436. Auf der [[Schattenburg]] bei Feldkirch erteilen Geistliche in Anwesenheit der Verwandten dem Grafen die Sterbesakramente. Amtliche Berner Chronik, [[Diebold Schilling der Ältere|Diebold Schilling]], 1484]]&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert vergrößerten sich die Herrschaftsrechte der Familie durch den Erwerb von Eigentum und Pfändern markant. Im Südosten erwarben sie das [[Toggenburg#Subregionen|obere Toggenburg]], Besitzungen am Zürichsee die [[Vogtei (HRR)|Vogtei]] in [[Erlenbach ZH|Erlenbach]], die Burg [[Grynau]], [[Tuggen]] und [[Wangen SZ|Wangen]], als österreichische Pfänder [[Rapperswiler|Alt- und Neu-Rapperswil]], ferner die Vogtei [[Einsiedeln]] samt [[Wägital]] und [[Bezirk March|March]], im Norden die Herrschaften [[Ruine Spiegelberg (Wetzikon TG)|Spiegelberg]] und [[Tannegg (Herrschaft)|Tannegg]] sowie die Vogtei [[Fischingen TG|Fischingen]]. Ab dem späten 14. Jahrhundert gelangten große [[habsburg]]ische Schuldpfänder durch Kauf in den Besitz der Toggenburger, so 1384 [[Grafschaft Kyburg|Kyburg]] bei Winterthur, 1406 [[Sargans]], [[Gaster (Landschaft)|Windegg]], [[Burg Freudenberg (Bad Ragaz)|Freudenberg]] und Nidberg, nach 1415 [[Feldkirch]], 1424 [[Altstätten]], [[Rheineck SG|Rheineck]] und [[Bregenzerwald]]. 1394 wurde die Herrschaft zwischen Donat (erwähnt 1353–1400), dem Sohn des letztgenannten Friedrich, und [[Friedrich VII. (Toggenburg)|Friedrich VII.]], dem Sohn von Donats Bruder Diethelm (erwähnt 1353–1385), geteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Donats Tod drohte die Zersplitterung des Erbes. Friedrich VII. kaufte jedoch 1401 das gesamte Erbe mit Ausnahme von Tannegg, [[Lommis]] und Kyburg von Donats Tochter Kunigunde (erwähnt 1387–1425). Die damit einsetzende Verlagerung der Familienpolitik aus dem zürcherischen Raum hinaus nach Osten verstärkte sich 1436, als Friedrich VII. als letzter Graf von Toggenburg kinderlos starb, nachdem er weitere Rechte im Schanfigg aus dem Erbe der [[Matsch (Adelsgeschlecht)|Matsch]] erworben hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Friedrich VII. (Toggenburg)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrichs Gattin [[Elisabeth von Matsch]] sah sich vorerst als Alleinerbin, begab sich dann angesichts der komplexen Erbsituation – Pfandansprüche Österreichs neben oberlehensherrlichen Forderungen des Reiches und diversen Erbansprüchen entfernter Verwandter – unter Zürcher Schutz. Österreich löste verschiedene Pfänder zurück, das Reich verzichtete 1439 auf seine Ansprüche. Die Stammlande der Herren von Toggenburg gelangten an die Herren von [[Rhäzüns]] und von [[Raron (Adelsgeschlecht)|Raron]], weitere [[Allod]]e an die Herren von [[Montfort-Tettnang]], von [[Freiherren von Sax|Sax-Misox]], von [[Brandis (schweizerisches Adelsgeschlecht)|Brandis]] und von [[Aarburg (Adelsgeschlecht)|Aarburg]]. Die genauen Umstände dieser Erbprozesse sind nicht genügend geklärt. Strittige Fragen um einige Pfänder des Letzten der Grafen von Toggenburg trugen zur Entstehung des [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkriegs]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die Toggenburger führten zwei verschiedene Wappen. Bis 1308 wird ein Wappen verwendet, das links einen in Gold stehenden roten Löwen, rechts einen blauen halben Adler aufweist, die sich an den Schnittlinien berühren, beide bekrönt von der Adelskrone. Dieses Wappen ist unter anderem auf dem Grabstein von Diethelm V. von Toggenburg und im Stiftungsgemälde in der ehemaligen Johanniterkommende [[Ritterhaus Bubikon|Bubikon]] zu sehen. Ab 1228 erscheint das bekanntere Wappen, die in Gold stehende rotbewehrte schwarze Dogge mit roter Zunge und später auch mit gelbem Stachelhalsband. Dieses Wappen ging nach 1436 auf die eigentliche Grafschaft [[Toggenburg]] über.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Toggenburger1.svg|Ältere Variante des Wappens der Toggenburger&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Toggenburger2.svg|Jüngere Variante des Wappens der Toggenburger&lt;br /&gt;
Datei:Rüti - Kloster - Kirche - Toggenburgergruft 2011-01-17 14-40-00.JPG|Wappendarstellung 1 in der Toggenburgergruft im [[Kloster Rüti]]&lt;br /&gt;
Datei:Rüti - Kloster - Kirche - Toggenburgergruft 2011-01-17 14-41-34 ShiftN.jpg|Wappendarstellung 2 in der Toggenburgergruft im Kloster Rüti&lt;br /&gt;
Datei:Friedrich VII. Toggenburg Totenfahne.png|Totenfahne des Grafen Friedrich VII. († 1436)&lt;br /&gt;
Datei:Wappenbuch Rösch csg-1084 231.jpg|Wappen „graff von dockenburg“ im Wappenbuch des St. Galler Abtes Ulrich Rösch, 15. Jh.&lt;br /&gt;
Datei:Wappen toggenburg.png|Wappen der Grafen von Toggenburg (Darstellung um 1900)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen ab 1209 ==&lt;br /&gt;
* Diethelm I. († nach 1229)&lt;br /&gt;
* Diethelm II. († nach 1236)&lt;br /&gt;
* [[Kraft I. von Toggenburg|Kraft I.]] († 1253)&lt;br /&gt;
* Kraft II. († 1261)&lt;br /&gt;
* Friedrich II. (1249–1283)&lt;br /&gt;
* Diethelm IV. (1260–1282)&lt;br /&gt;
* Friedrich III. († 1303 oder 1305)&lt;br /&gt;
* Friedrich IV. († 1315)&lt;br /&gt;
* Kraft III. († 1339)&lt;br /&gt;
* Diethelm V. († 1337)&lt;br /&gt;
* Friedrich V. († 1364)&lt;br /&gt;
* Friedrich VI. († 1375)&lt;br /&gt;
* Diethelm VI. († 1385)&lt;br /&gt;
* Donat († 1400)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich VII. (Toggenburg)|Friedrich VII.]] († 1436)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bündnerisch-österreichische Familie «von Toggenburg» ==&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert taucht in [[Ruschein]] in Graubünden eine Familie «von Toggenburg» auf. Diethelm Ulrich war 1519 aus dem [[Thurgau]] dort hingezogen und wurde am 5. März 1520 als Nachbar angenommen. Die Rückführbarkeit auf die ursprünglichen Grafen von Toggenburg wird – trotz anderslautender Familientradition – von Historikern bestritten; schon der österreichische Biograph [[Constantin von Wurzbach|Wurzbach]] im 19. Jahrhundert und aktuell das &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels|Genealogische Handbuch des Adels]]&amp;#039;&amp;#039; halten einen Zusammenhang mit den 1436 erloschenen rätischen Edelfreien von Toggenburg für „nicht nachweisbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels]], Adelslexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band XIV, Band 131 der Gesamtreihe. Limburg an der Lahn 2003, S. 476: „Ein Zusammenhang mit den 1436 † rätischen edelfreien v. Toggenburg ist nicht nachweisbar.“ Auch [[Constantin von Wurzbach]], der die Stammreihe der aus Graubünden stammenden Familie Toggenburg sogar bis in das 15. Jahrhundert zurückführen will (&amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich&amp;#039;&amp;#039;, Band 46, Wien 1882, [https://archive.org/stream/biographischesl123wurzgoog#page/n22/mode/2up S. 2–4]), erklärt auf Seite 4, dass ein gemeinsamer Ursprung „nach dem heutigen Stande der Forschung nicht festzusetzen“ sei. Auch ist dem &amp;#039;&amp;#039;Institut Deutsche Adelsforschung&amp;#039;&amp;#039; über die Familie von Toggenburg eine „Korrekturproklamation der Abkunft“ bekannt, die aber vielmehr in Zusammenhang mit Ahnen jüdischen Glaubens zusammenhing, die außerhalb der direkten [[Stammreihe]] stehen. (Institut Deutsche Adelsforschung, &amp;#039;&amp;#039; Deutschvölkische Geschlechtshypothesen zum Adelstum 1889-1939. [https://www.adelsquellen.de/adelsforschung2/semigotha.htm Pertinenzverzeichnis] verschiedener Listen zu 1603 angeblichen Verbindungen zwischen Juden und Adel&amp;#039;&amp;#039;. Online. Abgerufen am 3. Juni 2014). Josef Braunwalder, Wattwil, hingegen versucht 1996 in seiner Denkschrift an &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Graf Toggenburg&amp;#039;&amp;#039; anlässlich dessen 90. Geburtstags den Anschluss an die alten Toggenburger Grafen. ({{Webarchiv|url=http://palaistalks.eu/upload/editor/Friedrich%20Toggenburg%20in%20Heimat%20Jahrbuch%20klein3.pdf |wayback=20161123200954 |text=Digitalisat}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diethelm Ulrich soll angeblich ein Sohn des Wundarztes Hans von Toggenburg gewesen sein. Dieser war schwyzerischer Hauptmann und betätigte sich als chirurgischer und augenärztlicher [[Wundarzt]]. Er soll eine Pfeilschussverletzung an [[Matthias Corvinus]] erfolgreich behandelt haben, verhandelte 1475 als eidgenössischer Gesandter mit dem Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich III.]], wurde im selben Jahr zum Ritter geschlagen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Johann (Hans) von Toggenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 4, Sp. 783 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, erwarb 1476 die [[Burg Liebenfels (Thurgau)|Burg Liebenfels]] im Thurgau von den &amp;#039;&amp;#039;Zehn (eidgenössischen) Alten Orten&amp;#039;&amp;#039; und bot 1477 auf der [[Leipziger Messe|Leipziger Oktobermesse]] mittels eines umfangreichen Werbezettels seine ärztlichen Dienste an.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;„blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 8/9, 2012/2013, S. 7–175, hier: S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ahmed Malak: &amp;#039;&amp;#039;Drei wundärztliche Niederlassungsankündigungen des 15. Jahrhunderts. Untersuchungen zur Frühgeschichte des medizinischen Werbeformulars in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Würzburg 1986, S. 39–50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeklärt ist aber auch die Abkunft dieses Hans (oder Johann) von Toggenburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Johann (Hans) von Toggenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 4, 1984, Sp. 783–784.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Johann von Toggenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 700.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gelegentlich zu hörende Annahme, er sei ein unehelicher Sohn des letzten Grafen von Toggenburg, [[Friedrich VII. (Toggenburg)|Friedrich VII.]] (ca. 1370–1436), gewesen, geht zeitlich nicht recht auf. Nach anderer Ansicht könnte Hans der Sohn eines Rudolf von Toggenburg alias von Tierstein gewesen sein, der urkundlich seit 1444 erscheint. Rudolf wiederum könnte ein [[Spurius (Recht)|Spurius]] des Grafen Walraf [[Thierstein (Adelsgeschlecht)|von Tierstein]] gewesen sein, eines Sohnes der Ita von Toggenburg, Schwester des letzten Toggenburger Grafen Friedrich VII., und ihres Gemahls Bernhard von Thierstein (um 1385–1437). Walraf, auf dem Toggenburgerhof in [[Feldkirch]] aufgewachsen, war ursprünglich als Erbe seines Onkels Friedrich VII. vorgesehen, der dort 1436 auf der [[Schattenburg]] verstarb, aber schon vor diesem 1427 beim Löschen eines Feuers umgekommen. Ab 1444 urkundet jener Rudolf von Toggenburg im Gefolge des [[Petermann von Raron]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|21426|Petermann von Raron|Autor=Werner Bellwald, Hans Kalbermatten|Datum=2010-07-28|Zugriff=2019-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der von Friedrich VII. über seine Mutter dann die Grafschaft Toggenburg geerbt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Braunwalder&amp;quot;&amp;gt;Josef Braunwalder: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Graf Toggenburg. Anlässlich dessen 90. Geburtstags.&amp;#039;&amp;#039; Wattwil 1996, S. 105 ff. ({{Webarchiv|url=http://palaistalks.eu/upload/editor/Friedrich%20Toggenburg%20in%20Heimat%20Jahrbuch%20klein3.pdf |wayback=20161123200954 |text=Digitalisat}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stammreihe]] der bündnerisch-österreichischen Familie beginnt 1588 mit &amp;#039;&amp;#039;Christianus [[Verwandtschaftsbeziehung#Kinder|filius]] [[Herr|domini]] Udalrici de Tochenburg&amp;#039;&amp;#039; in Ruschein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GHdALexXIV&amp;quot;&amp;gt;Genealogisches Handbuch des Adels, &amp;#039;&amp;#039;Adelslexikon&amp;#039;&amp;#039; Band XIV, Band 131 der Gesamtreihe, Limburg an der Lahn 2003, S. 476&amp;lt;/ref&amp;gt; Ulrich soll seit 1580 das [[Adelsprädikat]] geführt haben. Christian von Toggenburg († 1668), Sohn des Ulrich, ließ sich als Hauptmann in französischen Diensten dann von König [[Ludwig XIII.]] den Adel bestätigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Braunwalder&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Johannesstift zizers.jpg|mini|Unteres Schloss (Johannesstift) in [[Zizers]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Sargans.jpg|mini|[[Schloss Sargans]], bis 1436 Pfandbesitz der alten Toggenburger, 1834 von Graf Johann Georg von Toggenburg erworben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder der Familie spielten eine wichtige Rolle in der Geschichte der [[Drei Bünde]] und bekleideten wiederholt wichtige Ämter. Zum Beispiel war [[Paul Anton von Toggenburg]] (1770–1824) Landrichter und Besitzer des Unteren Schlosses in [[Zizers]] (Graubünden).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kantonsbibliothek Graubünden|Staatsarchiv Graubünden]], &amp;#039;&amp;#039;Familienarchiv v.Salis-Zizers (unteres Schloss), Dauerdepositum des Familienverbandes der [[Salis (Adelsgeschlecht)|von Salis]]&amp;#039;&amp;#039;, ([http://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ekud/afk/sag/dienstleistungen/bestaende/nichtstaatlichearchive/Documents/CB_II_1360_e09_STAR.pdf Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Bruder&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon istoric retic, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.e-lir.ch/e-LIR___Lexicon.3064.450.0.html Toggenburg, Johann Georg de]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johann Georg von Toggenburg]] (1765–1847) wurde 1796 von Papst [[Pius VI.]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Orden vom Goldenen Sporn|Ritter und]] [[Hofpfalzgraf#Päpstliche Hofpfalzgrafen|Grafen von Lateran]]&amp;#039;&amp;#039; ernannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Josef Braunwalder&amp;quot; /&amp;gt; und wurde 1832 in [[Paris]] als Landrichter des [[Drei Bünde#Oberer oder Grauer Bund|oberen Bundes]] in den französischen Grafenstand erhoben (in [[Primogenitur]] vererbbar). Im zugehörigen Diplom ist sein [[Stammwappen]] dargestellt, das dem der alten Toggenburger gleicht, nur dass die Dogge statt auf [[Gold|goldenem]] auf [[Silber|silbernem]] Grund dargestellt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GHdALexXIV&amp;quot; /&amp;gt; Er kaufte 1834 vom Kanton Sankt Gallen das zuvor als Schule genutzte [[Schloss Sargans]], ohne es zu bewohnen. Seither nannte er sich «Graf von Toggenburg-Sargans». Der Zusatz Sargans bezeichnete also nur seinen privatrechtlichen Besitz und nicht ein Herrschaftsverhältnis. Allerdings hatten die alten Toggenburger Grafen einst, bis zu ihrem Erlöschen 1436, Pfandrechte an der [[Grafschaft Sargans]] besessen, daher ist die Plakativität des Erwerbs gerade des Schlosses Sargans, um die tradierte Abstammung von den alten Toggenburger Grafen zu unterstreichen, offensichtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsche Biographie |GND=143972324 |Name=Friedrich VII.}}, Graf von Toggenburg, † am 30. April 1436 (laut ADB); vgl. auch [[Benedikte Naubert]], &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth, Erbin von Toggenburg: Oder Geschichte der Frauen von Sargans in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, Weygandsche Buchhandlung, 1789 ([http://books.google.de/books/about/Elisabeth_Erbin_von_Toggenburg.html?id=YdY6AAAAcAAJ Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1899 wurde das von der Familie nie bewohnte und mittlerweile recht verfallene Schloss Sargans an die Ortsgemeinde verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruhestätte der gräflichen Familie Sarnthein Toggenburg am Städtischen Friedhof in Bozen - Grab der Annette von Menz.JPG|mini|Sarnthein-Toggen&amp;amp;shy;burg’sche Familiengruft auf dem Bozener Friedhof]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Generationen nahmen wichtige Ämter in der österreichisch-ungarischen Staatsverwaltung ein. [[Georg von Toggenburg|Georg Otto Ritter von Toggenburg]] war Statthalter von Tirol und Vorarlberg und 1855–1859 k.u.k. Handelsminister und damit Autor der österreichischen Gewerbeordnung. Anschließend war er bis 1866 der letzte Statthalter von Österreichisch-Venezien. Sein Sohn Graf [[Friedrich von Toggenburg]] war ebenfalls jahrelang Statthalter von Tirol und Vorarlberg. Der Grafenstand wurde in Österreich ihm (und seiner Mutter Virginie, geb. Gräfin [[Sarnthein (Adelsgeschlecht)|Sarnthein]], sowie den Geschwistern) durch „Allerhöchste Entschließung“ vom 9. Juli, [[Adelsbrief|Diplom]] zu [[Wien]] vom 10. September 1892, als eines ausländischen unbeschränkt [[Prävalierung|prävaliert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GHdALexXIV&amp;quot; /&amp;gt; 1917/1918 wurde er k.u.k. Innenminister. Nach dem Krieg war er noch in der Südtirolpolitik tätig. Georg Otto Ritter von Toggenburg sowie Friedrich Graf von Toggenburg sind in der Sarnthein-Toggenburg’schen Familiengruft auf dem [[Friedhof Oberau (Bozen)|Bozener Friedhof]] bestattet. Die Nachkommen leben bis heute in [[Südtirol]] (in Bozen – [[Palais Toggenburg]]) sowie am Ritten in Maria Himmelfahrt ([[Großes Toggenburghaus|Grosses]] und [[Kleines Toggenburghaus]] sowie das dem barrierefreien Urlaub gewidmete [[Haus Himmelfahrt]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Glauert |url=https://himmelfahrt.it/wp-content/uploads/2024/02/Himmelfahrt-ohne-Hindernisse-FAZ-vom-08.02.2024.pdf |titel=Himmelfahrt ohne Hindernisse |werk=Frankfurter Allgemein |datum=2024-02-24 |sprache=de |abruf=2024-06-21 | format=PDF }} (abgerufen von himmelfahrt.it)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Weiters leben Familienangehörige in der Schweiz und in Österreich. Das Weingut Poggio Rozzi liegt in der Toskana und widmet einige der Weine den Familienvorfahren [[Friedrich von Toggenburg|Friedrich Toggenburg]], [[Georg von Toggenburg|Georg Otto Toggenburg]] als auch der Volksheiligen [[Ida von Toggenburg|Idda von Toggenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Diebolder: &amp;#039;&amp;#039;Graf Friedrich V. von Toggenburg. Eine Charaktergestalt des 14. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung&amp;#039;&amp;#039;, 67. Jg. 1940, S. 155–196 ([http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1940-t-A155 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|House of Toggenburg|Toggenburg (Adelsgeschlecht)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Toggenburg-Sargans|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Kraft von Toggenburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;von Toggenburg&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|19545|von Toggenburg (SG)|Autor=Erwin Eugster}}&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäß den [https://hls-dhs-dss.ch/de/about/usage Nutzungshinweisen] des HLS unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International] (CC BY-SA 4.0) steht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt-Toggenburg&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|15961|Alt-Toggenburg|Autor=Regula Anna Steinhauser-Zimmermann}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kraft&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|12043|Kraft I. von Toggenburg|Autor=Max Schiendorfer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller&amp;quot;&amp;gt;Heinz Müller: [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=apk-002:1968:247::184 &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Toggenburg: ein bedeutendes ostschweizerisches Dynastengeschlecht.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Appenzeller Kalender.&amp;#039;&amp;#039; Band 247 (1968) (archiviert in E-Periodica.ch der [[ETH-Bibliothek]], PDF; 11,5&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120633957|VIAF=47597276}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geschichte (Kanton Zürich)|Toggenburg, Grafschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Schwyz)|Toggenburg, Grafschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Graubünden)|Toggenburg, Grafschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Thurgau)|Toggenburg, Grafschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Vorarlbergs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Alpenrheintals]]&lt;/div&gt;</summary>
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