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	<title>Todeszug aus Buchenwald - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T08:36:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;M Huhn: entbehrlicher Einbezug des Lesers in den Artikel („uns“); einen allzu vagen Halbsatz entfernt; Schreibfehler behoben</title>
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		<updated>2025-12-16T17:18:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;entbehrlicher Einbezug des Lesers in den Artikel („uns“); einen allzu vagen Halbsatz entfernt; Schreibfehler behoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dachau Death Train.jpeg|mini|hochkant=1.2|Leichen im Zug beim KZ Dachau, fotografiert von [[Éric Schwab]] ([[Agence France-Presse|AFP]]) in der Zeit vom 29.&amp;amp;nbsp;April bis zum 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der später so bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Todeszug von Buchenwald &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Endphaseverbrechen]] der Nationalsozialisten. Vom 7. bis zum 28.&amp;amp;nbsp;April 1945 fand dieser Eisenbahntransport mit KZ-Häftlingen aus dem [[KZ Buchenwald]] zum [[KZ Dachau]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zug wurde vor allem deshalb bekannt, weil er von Soldaten der [[Seventh United States Army|7. US-Armee]] fotografisch dokumentiert und die verstörenden Bilder auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Die auf München vorrückenden Truppen der [[United States Army|US-Armee]] fanden die Güterwagen mit unzähligen Sterbenden und Toten am Tag ihrer Ankunft im KZ Dachau noch vor Betreten des Lagergeländes am 29.&amp;amp;nbsp;April 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Begriff ==&lt;br /&gt;
Dieses Endphaseverbrechen wurde unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Todeszug von Buchenwald&amp;#039;&amp;#039; und auch als &amp;#039;&amp;#039;„Evakuierungszug aus Buchenwald“&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Das Hauptziel der SS war in dieser Kriegsphase, dass Häftlinge der [[Konzentrationslager]] nicht in die Hände der vorrückenden Truppen der Alliierten geraten sollten. Der Begriff „Evakuierung“ ist in dem Zusammenhang mit KZ-Häftlingstransporten in der Endphase des NS-Regimes jedoch umstritten. In [[Nammering]] kam es zu Massenerschießungen von Gefangenen dieses Transportes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrstrecke und Ablauf ==&lt;br /&gt;
=== Zusammenstellung des Transports, Abfahrt ===&lt;br /&gt;
Am 7.&amp;amp;nbsp;April 1945 fuhr im KZ Buchenwald ein sogenannter Evakuierungstransport mit 4.480&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot;&amp;gt;Aus: Stanislav Zámečník (Hrsg. Comité International de Dachau): &amp;#039;&amp;#039;Das war Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Luxemburg 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;4480 Häftlinge lt. Stanislav Zámečník/Hrsg. Comité International de Dachau. „bis zu 4.800 Häftlinge“ lt. Jürgen Zarusky: &amp;#039;&amp;#039;That is not the American Way of Fighting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte 13 – Gericht und Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häftlingen verschiedener Nationalitäten ab. Ein Teil der Häftlinge war davor zu Fuß aus dem 90&amp;amp;nbsp;km entfernten [[Zwangsarbeitslager Ohrdruf|Nebenlager Ohrdruf]] in erschöpftem Zustand im KZ Buchenwald angekommen. Schon während des Fußmarsches zum [[Bahnhof]] von [[Weimar]] waren viele entkräftet zusammengebrochen und von den [[Schutzstaffel|SS]]-Wachen teils erschossen worden. Der Zug bestand aus etwa 39 bis 45&amp;lt;ref&amp;gt;„39 Waggons“ lt. Verheye, „ca. 40“ lt. Bergmann&amp;lt;/ref&amp;gt; offenen und gedeckten Güterwagen. Jeder Wagen war mit 90 bis 100&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt; Häftlingen und einigen SS-Wachen besetzt. Ursprüngliches Ziel des Transports war&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt; das [[KZ Flossenbürg]]. Eine Schicht Kohlenruß am Boden wies darauf hin, dass in den Wagen zuvor Kohle transportiert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Fahrtstrecke und -dauer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Merbach.jpg|mini|hochkant=0.7|Transportleiter [[Hans Merbach]] im April 1947]]&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war der [[Bahnstrecke Weimar–Buchenwald|Bahnhof Buchenwald]]. Der Eisenbahntransport führte über [[Weimar]], [[Weißenfels]], [[Leipzig]], [[Dresden]], [[Prostřední Žleb|Mittelgrund]], [[Chomutov|Komotau]], [[Pilsen]], [[Zwiesel]], [[Deggendorf]], [[Nammering]], [[Passau]], [[Schönburg (Pocking)|Schönburg]], [[Mühldorf am Inn]] und [[München]] zum [[KZ Dachau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transportführer war [[Hans Merbach]] (SS-Obersturmführer), ehemals Zweiter [[Schutzhaftlagerführer]] von Buchenwald. Die Fahrdauer war angeblich mit 24 Stunden veranschlagt worden, die Nahrungsportionen für die Häftlinge waren ebenfalls angeblich für einen Tag bemessen, wie SS-Obersturmführer Merbach später aussagte:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Endstation Dachau – der Todeszug aus Buchenwald |Hrsg=Zum Beispiel Dachau – Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Dachauer Zeitgeschichte, Hans-Günter Richardi |Sammelwerk=Dachauer Dokumente |Band=5 |Ort=Dachau |Datum=2003 |Umfang=95 |OCLC=180900163 |Seiten=27 |Zitat=Ich bekam für diesen Transport pro Häftling folgende Ration mit: (…)&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; eine Handvoll gekochter Kartoffeln, 500 Gramm Brot, 50 Gramm Wurst und 25 Gramm Margarine. Ich bekam kein Wasser als Ration für diesen Transport mit. |Kommentar=Leicht gekürztes Zitat aus der eidesstattlichen Erklärung Merbachs}} aus dem Gerichtsprotokoll vom 24.&amp;amp;nbsp;Februar 1947. Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich bekam für diesen Transport pro Häftling folgende Ration mit: (…) eine Handvoll gekochter Kartoffeln, 500 Gramm Brot, 50 Gramm Wurst und 25 Gramm Margarine“. Der Zug brauchte dann jedoch fast 21 Tage ins Lager Dachau. Während der Fahrt verhungerten viele der Häftlinge oder wurden erschossen. Tote wurden in der Nähe der Gleise begraben oder in die letzten Wagen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Aufenthalt in Nammering ===&lt;br /&gt;
Merbach sagte aus, dass er am zwölften Reisetag vom Wehrmachtsverpflegungsamt Pilsen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt; 3000 [[Wehrmacht]]s-Brote und 3000 Portionen Käse beschaffen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;IfZ-Archiv, Nürnberger Dokumente, NO 2192, Aussage Hans Merbach&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Bahnhof in Pilsen warfen einige Zivilisten Lebensmittel in die Waggons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.&amp;amp;nbsp;April&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt; hatte der Zug einen Aufenthalt im Bahnhof [[Nammering]] bei [[Passau]] an der [[Vorwaldbahn]]. [[Johann Bergmann (Priester)|Johann Bergmann]], der Geistliche von [[Aicha vorm Wald]], ging morgens zum Halteplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhielten die Häftlinge am 22.&amp;amp;nbsp;April Verpflegung.&amp;lt;ref&amp;gt;Lt. Jürgen Zarusky: &amp;#039;&amp;#039;That is not the American Way of Fighting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte 13 – Gericht und Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bergmann hatte eine Lebensmittelsammlung initiiert. Diesen Aufenthalt erwähnte SS-Obersturmführer Merbach bei seiner Zeugenaussage nicht. Beim Aufenthalt in Nammering wurden fast 800&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Todeszug von Buchenwald. Augenzeugenbericht von Johann Bergmann, ehemaliger Pfarrer von Aicha vorm Wald.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Passauer Neue Presse.&amp;#039;&amp;#039; 19.&amp;amp;nbsp;April 1955, abgedruckt in: &amp;#039;&amp;#039;Buchenwald. Mahnung und Verpflichtung. Dokumente und Berichte.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Berlin 1983, S. 503–505.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf dem Transport verstorbene Häftlinge im Renholdinger Steinbruch eingeäschert. Einige hundert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt; davon waren in einem Steinbruch erschossen worden. Pfarrer Bergmann fragte, warum die Häftlinge erschossen worden seien; der Transportleiter gab zur Antwort, dass sie vor Hunger wahnsinnig geworden seien und SS-Wachen angefallen hätten und sich auch gegen Zivilbevölkerung hätten wenden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt; Bergmann berichtete, der Zug habe Nammering mit etwa 3.100 Häftlingen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ankunft in Dachau ===&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 27.&amp;amp;nbsp;April auf den 28.&amp;amp;nbsp;April traf der Transport im [[KZ Dachau]] ein und wurde auf dem Anschlussgleis abgestellt. Er hatte sich in einen Zug voller Toter und Sterbender verwandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zamecnik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem unveröffentlichten Manuskript von Pierre C. T. Verheye wurden am 28.&amp;amp;nbsp;April vermutlich etwa 800 Häftlinge ins Lager gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;C. T. Verheye: &amp;#039;&amp;#039; The Train Ride into Hell.&amp;#039;&amp;#039; Unveröffentlichtes Manuskript. Der Verfasser dankt Mr. Verheye, Tucson, Arizona, für wichtige Hinweise zu dem Zugtransport aus Buchenwald. – Quellenangabe entnommen aus: Jürgen Zarusky: &amp;#039;&amp;#039;That is not the American Way of Fighting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte 13 – Gericht und Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgehend von der Aussage Bergmanns, dass der Zug in Nammering mit 3.100 Personen abgefahren sei, würde sich durch die Angabe von Verheye auf 2.300 im Zug gelassene Personen schließen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Zámečník hingegen wurde „eine nicht mehr feststellbare Anzahl“ Häftlinge am 28.&amp;amp;nbsp;April in das Bad und dann in einen Isolierblock des Lagers Dachau gebracht. Am Vormittag des 29.&amp;amp;nbsp;April wurden 17 bewusstlose Personen von Häftlingen des Dachauer „Arbeitskommandos Moorexpress“ ins Lager getragen. Eine ungefähre Anzahl der Überlebenden des Transports bei der Ankunft im Lager Dachau liegt aus der einzigen Quelle Verheye vor. Die Zahl 800 muss zunächst als Anhaltspunkt gesehen werden. Der Rückschluss auf die endgültige Zahl 2.300 Verstorbene kann nicht als historisch völlig gesichert betrachtet werden. Auch in den darauffolgenden Tagen kam zu weiteren Todesfällen. Im Lager selbst hatte man seit acht Tagen Sterbefälle nicht amtlich registriert. Auch an den beiden Tagen 29. und 30.&amp;amp;nbsp;April, nach Befreiung durch die Amerikaner, wurden Sterbefälle nicht amtlich dokumentiert. Erst am 1.&amp;amp;nbsp;Mai wurde damit wieder begonnen. Spätere Angaben, wie viele Personen jenen Transport überlebt haben, liegen hier nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation im Konzentrationslager ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dead corpses in train dachau.jpg|mini|Ein offener Wagen des Zuges in Dachau]]&lt;br /&gt;
Einem Bericht [[Marguerite Higgins]]’ zufolge weigerten sich die Häftlinge, dem SS-Befehl Folge zu leisten und die Verstorbenen ins Lager zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Dachau und die internationale Öffentlichkeit. Reaktionen auf die Befreiung des Lagers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1985, S. 12–38, hier: S. 27. Quellenangabe entnommen aus: Jürgen Zarusky: &amp;#039;&amp;#039;That is not the American Way of Fighting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte 13 – Gericht und Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies lag im Bereich des Möglichen,&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Zarusky: &amp;#039;&amp;#039;That is not the American Way of Fighting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte 13 – Gericht und Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; denn seit Tagen war die Lager-SS-Truppe im Begriff, sich aufzulösen bzw. sich abzusetzen. Seit Februar war das [[Krematorium]] außer Betrieb. Die Fleck-[[Typhus]]epidemie grassierte im Lager, seit dem 20.&amp;amp;nbsp;April wurden Sterbefälle amtlich nicht mehr dokumentiert. Am 23.&amp;amp;nbsp;April hatten die Arbeitskommandos zum ersten Mal das Hauptlager nicht zum Arbeitseinsatz verlassen. In den darauffolgenden Tagen hatten sich eine Reihe führender SS-[[Offizier]]e abgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;IfZ-Archiv, Nürnberger Dokumente, NO 1253, Erklärung Visintainer.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[KZ-Kommandant|Lagerkommandant]] [[Eduard Weiter]] hatte am 26.&amp;amp;nbsp;April das Lager verlassen. Das Lager selbst war völlig überfüllt, statt 208 teilten sich den letzten Kriegsjahren bis zu 1.600&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Barbara Distel]], [[Wolfgang Benz]] |Hrsg=Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit |Titel=Das Konzentrationslager Dachau 1933–1945. Geschichte und Bedeutung |Ort=München |Datum=1994 |Online={{Webarchiv |url=http://www.km.bayern.de/blz/web/300017/lageplan.asp |text=Lageplan des Hauptlagers in Dachau |wayback=20051204084802}} |Abruf=2009-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefangene einen Wohnblock. Die Bereiche bei der Totenkammer, dem Krankenrevier, dem Krematorium und dem Invalidenblock waren überhäuft mit Toten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Eintreffen der US-Truppen}} Eintreffen der US-Truppen in Dachau ==&lt;br /&gt;
=== Vergeltungsaktion ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erschießung von SS-Männern bei der Befreiung des KZ Dachau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29.&amp;amp;nbsp;April marschierte die US-Armee ein, um das KZ Dachau zu befreien. Die US-Truppen trafen – noch bevor sie den Häftlingsbereich befreien konnten – unvermittelt auf den Todeszug mit seinen unzähligen verhungerten oder erschossenen Häftlingen. Nach diesem schockierenden Eindruck kam es bei der [[Befreiung des Konzentrationslagers Dachau]] zu einer spontanen Vergeltungsaktion durch US-Soldaten, die dabei bereits gefangene SS-Männer erschossen. Diese völkerrechtswidrigen Taten wurden von den kommandierenden US-Offizieren nach kürzester Zeit unterbunden. Die genaue Zahl der getöteten SS-Männer ist nicht bekannt, es wird von etwa 50 Toten ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestattung auf dem Leitenberg ===&lt;br /&gt;
Um die Verbreitung von [[Typhus]] und [[Fleckfieber]] einzudämmen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Harold Marcuse]] |Titel=Zwischen Befreiung und Verdrängung |Sammelwerk=Dachauer Hefte |Band=19 |Ort=Dachau |Datum=2003 |ISBN=978-3-9808587-3-1 |Seiten=2–23 |Kapitel=Die vernachlässigten Massengräber – Der Skandal um den Leitenberg, 1949-1950}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden die Toten aus dem Zug&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walther, bearb. von Oliver Braun |Titel=5.1.1950 – 18.12.1950 |Sammelwerk=Bayern. Bayerische Staatsregierung: Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945–1954 – Teil: Das Kabinett Ehard / 2., 20. September 1947 bis 18. Dezember 1950 |Band=3 |Verlag=Oldenbourg |Ort=München |Datum=2010 |ISBN=978-3-486-58859-0 |Online=[https://www.bayerischer-ministerrat.de/?vol=ehr23&amp;amp;doc=ehr23p096#ehr23p096l01 bayerischer-ministerrat.de] |Abruf=2022-08-21 |Kapitel=Protokoll Nr. 96, Ministerratssitzung, 1. Februar 1950, Anlage – Bericht über das Ergebnis der Untersuchung wegen der Verzögerung der Ausgestaltung der Begräbnisstätten auf dem Leitenberg bei Dachau – I. |Zitat=Auf diesem nach Norden allmählich abfallenden Hügel befinden sich zwei Massengräber, die auf dem Lageplan (vor Bl. 1 der Akten) mit Gräberfeld I und Gräberfeld II bezeichnet sind. […] 2. Das Massengrab II wurde im Mai 1945 nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen auf Anordnung des amerikanischen Lagerkommandanten angelegt. Die Anlage war notwendig, weil bei der Besetzung des Lagers, insbesondere vor dem Krematorium, zahlreiche Tote vorgefunden wurden und außerdem außerhalb des Lagers ein Güterzug voll toter Häftlinge stand, die auf dem Transport von Buchenwald nach Dachau an Erschöpfung und Hunger gestorben sind. […] Nach den in den Akten der Stadt Dachau befindlichen Unterlagen beträgt die Zahl der in dem Massengrab II liegenden Toten etwa 2100, höchstens 2500; alle davon abweichenden Angaben entbehren jeder tatsächlichen Grundlage. […] Die später im Lager noch verstorbenen Häftlinge – rund 1300 – wurden im Waldfriedhof in Dachau beigesetzt.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch die „40“ bei Kämpfen um Dachau gefallenen „Wehrmachtsoldaten“ umgehend am Ort des späteren [[KZ-Friedhof Dachau-Leitenberg#Bestattungen nach der Befreiung 1945|KZ-Friedhofs Dachau-Leitenberg]] in einer zweiten Massengrab-Anlage beerdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Iris Pamela Anna Hofer-Englmaier |Titel=„Kein Zeugnis abzulegen, wäre Verrat“ – Holocaustausstellungen an Stätten des Gedenkens  im internationalen Vergleich – Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Israel |TitelErg=Dissertation |Hrsg=Universität Augsburg |Ort=Augsburg |Datum=2013 |Umfang=920 |OCLC=930006528 |Seiten=231 |Online=[https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/files/2911/Dissertation_Hofer_Englmaier.pdf bibliothek.uni-augsburg.de] |URN=nbn:de:bvb:384-opus4-29116 |Format=PDF |KBytes=42337 |Abruf=2022-08-20 |Kapitel=8.5.3. der KZ-Ehrenfriedhof, die Mahnmale und die italienische Kapelle auf der Etzenhausener Leiten}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der US-Armee zum KZ Dachau und dem Todeszug ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bericht der 7. US-Armee zum KZ Dachau}}&lt;br /&gt;
Angesichts der bisher ungekannten, im und um das KZ Dachau vorgefundenen Verbrechen fertigte die US-Armee einen [[Bericht der 7. US-Armee zum KZ Dachau|umfangreichen Untersuchungsbericht]] an. Dieser gilt als die erste Untersuchung eines deutschen Konzentrationslagers und behandelt auch den Todeszug aus Buchenwald. Der Bericht hatte eine umfangreiche Presseberichterstattung in den USA zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfrontation der Bevölkerung durch Alliierte ===&lt;br /&gt;
Ähnlich wie beim KZ Buchenwald konfrontierten die US-Truppen auch beim KZ Dachau die Bevölkerung der umliegenden Orte mit den Taten des NS-Regimes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
German civilians view victims of Holocaust death march.jpg|Deutsche Zivilisten gehen an den Toten der Evakuierungstransporte bei Nammering vorbei – April 1945&lt;br /&gt;
German woman reacts to exhumed victims of a death march in Nammering.jpg|Deutsche Frau in [[Nammering]] beim Anblick von [[Exhumierung|exhumierten]] Opfern des Evakuierungszuges&lt;br /&gt;
Hitler Youth view Victims of Death Train at Dachau.jpg|Die Hitlerjugend vor dem Todeszug in Dachau (30. April 1945)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleis der Erinnerung 2015-04-18.jpg|mini|[[Mahnmal KZ-Transport 1945|Mahnmal an den Todeszug in Nammering]]]]&lt;br /&gt;
In Nammering, Landkreis Passau, wurde ein [[Mahnmal KZ-Transport 1945|Mahnmal an den Todeszug]] errichtet. Mehrere hundert in Nammering umgekommene Häftlinge des Todeszuges sind seit 1958 auf dem Ehrenfriedhof der [[KZ Flossenbürg|KZ-Gedenkstätte Flossenbürg]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptgebäude des KZ Dachau wurde später zur [[KZ-Gedenkstätte Dachau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hessentaler Todesmarsch]] (z.&amp;amp;thinsp;T. auch Zugtransporte zum KZ Dachau)&lt;br /&gt;
* [[Verlorener Zug]] (vom KZ Bergen-Belsen)&lt;br /&gt;
* [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Zarusky]]: &amp;#039;&amp;#039;That is not the American Way of Fighting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Hefte 13 – Gericht und Gerechtigkeit.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 27–55.&lt;br /&gt;
* [[Stanislav Zámečník]]: (Hrsg. [[Comité International de Dachau]]): &amp;#039;&amp;#039;Das war Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch 17228, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-17228-3 (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;To bylo Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Peter Heumos und Gitta Grossmann, Die Zeit des Nationalsozialismus, eine Publikation der Fondation Internationale de Dachau (F.I.D.), Bruxelles). Luxemburg, 2002, S. 387–390.&lt;br /&gt;
* Hans Hübl: &amp;#039;&amp;#039;Letzte Tage in Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Günter Richardi]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Endstation Dachau, der Todeszug aus Buchenwald&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Dachauer Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Band 5), Zum Beispiel Dachau – Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Dachauer Zeitgeschichte, Dachau 2003, {{DNB|978177045}}.&lt;br /&gt;
* Hans Hübl: &amp;#039;&amp;#039;Nie werde ich vergessen … Dokumentation über den KZ-Transport Buchenwald-Nammering-Dachau vom 7.&amp;amp;nbsp;April bis 28.&amp;amp;nbsp;April 1945.&amp;#039;&amp;#039; Tittling 1994. [http://www.nsaller.de/html/buch_nie_werde_ich_vergessen.html Onlineausgabe des Buches]&lt;br /&gt;
* [[Gleb Rahr]]: &amp;#039;&amp;#039;I budet nasche pokolenje dawat’ istorii ottschet. Vospominanija&amp;#039;&amp;#039; (Und unsere Generation wird vor der Geschichte Rechenschaft ablegen. Erinnerungen), Russkij Put&amp;#039;, Moskau 2011 [http://www.russkije.lv/ru/journalism/read/g-rahr/ Kapitel über die Haftzeit im KZ und die Erlebnisse im Evakuierungszug aus Buchenwald] (russisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/nammering_friedhof.htm Denkmal &amp;quot;KZ-Transport 1945&amp;quot; auf &amp;#039;&amp;#039;www.alemannia-judaica.de&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 11. Mai 2019)&lt;br /&gt;
* [http://www.nsaller.de/ Arbeitsgemeinschaft &amp;quot;KZ-Transport 1945&amp;quot;] (abgerufen am 11. Mai 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endphaseverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Reichsbahn (1920–1945)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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