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	<title>Todeszeichen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T03:50:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Todeszeichen&amp;diff=17361&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Hirntod */ Andere Länder, andere Gesetzgeber - vielleicht auch andere Anerkennungen?</title>
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		<updated>2025-09-19T13:58:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hirntod: &lt;/span&gt; Andere Länder, andere Gesetzgeber - vielleicht auch andere Anerkennungen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Todeszeichen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Signum mortis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch) dient der Feststellung des [[Tod]]es beziehungsweise der Eingrenzung des [[Tod#Todeszeitpunkt|Todeszeitpunktes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit der Antike wurden verschiedene, im Allgemeinen optisch sichtbare, Todeszeichen (signa mortis) beschrieben. Bis ins 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verstand man unter „Todeszeichen“ meist nicht die (diagnostischen) Anzeichen für einen eingetretenen, sondern&amp;amp;nbsp;– wie schon in der [[Altgriechische Medizin#Hippokrates und die hippokratische Medizin|Hippokratischen Medizin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Helene Schadel: &amp;#039;&amp;#039;ΘANATOΣ. Studien zu den Todesvorstellungen der antiken Philosophie und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; (Medizinische Dissertation Würzburg 1974) Wellm, Pattensen, jetzt bei Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1975 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2), ISBN 3-921456-01-0, S. 94–114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– vor allem (prognostische) Hinweise auf einen bevorstehenden Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Schäfer (Medizinhistoriker)|Daniel Schäfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Signa mortis. Antike Vorgaben und spätmittelalterliche Ausprägungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, 1997, S. 5–13, insbesondere S. 5–6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[gerichtsmedizin]]ischen Untersuchung einer Leiche ist unter anderem die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bestimmung des Todeszeitpunktes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für die weiteren polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen von Bedeutung. Dabei bedient man sich früher und später Todeszeichen, nämlich der Temperatur der Leiche und supravitaler Reaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist die Kenntnis über [[supravital]]e Reaktionen von entscheidender Bedeutung, da einzelne Zellen und Gewebe während des so genannten [[intermediäres Leben|intermediären Lebens]] noch viele Stunden nach eingetretenem Hirntod auf äußere Einflüsse reagieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hirntod ==&lt;br /&gt;
Die Feststellung des [[Hirntod]]s als von einem Gesetzgeber anerkanntes Zeichen des Todeseintritts eines menschlichen Individuums ist vor allem vor [[Explantation|Organentnahmen]] zum Zweck der [[Organtransplantation]] von besonderer Bedeutung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/tpg/__3.html|titel=§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Transplantationsgesetz (TPG) |hrsg=Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) der Bundesrepublik Deutschland |sprache=de |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Als [[intermediäres Leben]] wird danach der Zeitraum zwischen Hirntod und Absterben der letzten Körperzelle bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen für den eingetretenen Hirntod sind (gemäß der [[Hirntod#Geschichte|Harvard-Kriterien]] bei einem gleichbleibenden Befund über mindestens 24 Stunden und Nichtvorliegen von Arzneimittelvergiftung oder [[Hypothermie|Untertemperatur]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Prokop]]: &amp;#039;&amp;#039;Scheintod zwischen Glauben und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Lebendig begraben. Geschichte und Geschichten vom Scheintod.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1990, ISBN 3-361-00299-0; Neudruck (Lizenzausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Scheintod. Lebendig begraben&amp;#039;&amp;#039;) Tosa Verlag, Wien 2002, S. 10–30, hier: S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
# beidseitig weite, lichtstarre [[Pupille]]n&lt;br /&gt;
# eine [[Gehirn|zerebrale]] [[Areflexie]] (Fehlen von Zephalreflexen bzw. Schädelreflexen: das Ausbleiben gehirngesteuerter [[Reflex]]e), wobei [[Rückenmark|spinale]] Reflexe (Rückenmarksreflexe: vom Rückenmark ausgehende Reflexe) oft noch erhalten sind&lt;br /&gt;
# eine Null-Linie im [[Elektroenzephalographie|EEG]] (isoelektrisches Elektroenzephalogramm)&lt;br /&gt;
# ein mittels [[Angiografie]] oder [[Sonographie#Doppler-Verfahren|Doppler-Sonografie]] feststellbarer Kreislaufstopp in den Hirnschlagadern ([[Arteria vertebralis|Vertebralarterien]] und [[Arteria carotis interna|Karotiden]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sichere Todeszeichen ==&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen reichen die &amp;#039;&amp;#039;sicheren Todeszeichen&amp;#039;&amp;#039; zur Feststellung des eingetretenen Todes aus. Diese können in frühe und späte Zeichen unterteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Veränderungen ===&lt;br /&gt;
* [[Totenflecke]] (Livor mortis) mit Auftreten etwa 20–60 Minuten p.&amp;amp;nbsp;m. (&amp;#039;&amp;#039;[[post mortem]]&amp;#039;&amp;#039;, das heißt nach Eintritt des Todes)&lt;br /&gt;
* [[Totenstarre]] (Rigor mortis, Leichenstarre), beginnend mit der Kaumuskulatur und in der weiteren Folge zu den unteren Gliedmaßen absteigend. Wichtig ist die chronologische Reihenfolge, da gleichzeitiges Erstarren der Muskulatur bspw. auch bei Unterkühlungen auftreten kann.&lt;br /&gt;
* die so genannten &amp;#039;&amp;#039;mit dem Leben nicht zu vereinbarenden Verletzungen&amp;#039;&amp;#039; wie die Trennung von Kopf und Rumpf, die komplette Durchtrennung des Rumpfes durch einen schweren Unfall oder durch Verletzung durch Waffen, Verkohlung des Körpers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Veränderungen ===&lt;br /&gt;
* [[Putrefaktion]] und [[Verwesung]], meist zusammen mit&lt;br /&gt;
** [[Zersetzung (Chemie)|chemischer Zersetzung]]&lt;br /&gt;
** [[Bakterien|bakterieller]] [[Fäulnis]] und&lt;br /&gt;
** [[Autolyse]] durch körpereigene [[Enzym]]e der [[Leiche]].&lt;br /&gt;
* Besiedelung des größten Teils des Körpers durch [[Made|Fliegen- und Käfermaden]], [[Ameisen]] oder [[Leichenfraß]] durch [[Ratten]], [[Raubtiere]] oder [[Fische]]. Dies kann zusammen mit der Zersetzung bis zur [[Skelettierung (Rechtsmedizin)|Skelettierung]] führen.&lt;br /&gt;
* [[Adipocire]], die Leichen- oder Fettwachsbildung unter Luftausschluss, die den Zerfall des Körpers durch Luftabschluss aufhalten kann oder&lt;br /&gt;
* [[Mumifizierung]] des Körpers oder einzelner Glieder durch Wassermangel, in trockener Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unsichere Todeszeichen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Unsichere Todeszeichen&amp;#039;&amp;#039; sind all diejenigen Erscheinungen, die auch bei lebenden Individuen angetroffen werden können, andererseits zwangsläufig post mortem auftreten.&lt;br /&gt;
* fehlende [[Atmung]] (Atemstillstand, fachsprachlich auch Apnoe)&lt;br /&gt;
* fehlender [[Puls]]&lt;br /&gt;
* [[Bewusstseinsstörung|Bewusstlosigkeit]] (tiefes Koma bzw. Koma ohne Reaktionszeichen)&lt;br /&gt;
* [[Hypothermie|Untertemperatur]] (Hypothermie) des Körpers (bei entsprechender Umgebungstemperatur), siehe auch [[Algor mortis]]&lt;br /&gt;
* [[Hautblässe]]&lt;br /&gt;
* komplette [[Lähmung]] aller Muskeln mit fehlenden Pupillenreflexen und sonstiger [[Areflexie]], also ggfs. auch&lt;br /&gt;
* Öffnen der [[Schließmuskel]]n (Urin, Kot)&lt;br /&gt;
* [[Hornhaut]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;trübung&lt;br /&gt;
* [[Leichenblässe]] (Pallor mortis)&lt;br /&gt;
* [[Totenkälte]] (Algor mortis)&lt;br /&gt;
* Nulllinien-EEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit der Rettungsmedizin ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Bei derart lebenswichtigen Äußerungen sollte mit möglichst aktuellen Einzelnachweisen belegt werden}}&lt;br /&gt;
Eine Sonderstellung zwischen &amp;#039;&amp;#039;sicheren&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;unsicheren&amp;#039;&amp;#039; Todeszeichen nimmt in der [[Rettungsmedizin]] das sogenannte Null-Linien-Elektrokardiogramm (-EKG) ein. Stellt ein [[Notarzt]] bei Abbrechen eines erfolglosen Wiederbelebungsversuches noch keine &amp;#039;&amp;#039;sicheren Todeszeichen&amp;#039;&amp;#039; im engeren Sinne fest, müsste er mit der [[Herz-Lungen-Wiederbelebung|Wiederbelebung]] (bis zu 60 Minuten) fortfahren und das Eintreten der &amp;#039;&amp;#039;sicheren Todeszeichen&amp;#039;&amp;#039; abwarten. Der Notarzt muss jedoch kurzfristig weitere Notfälle beaufsichtigen, deshalb wird in einigen deutschen [[Land (Deutschland)| Ländern]] die Aufzeichnung eines zehnminütigen [[Elektrokardiogramm#Nulllinie|Null-Linien-EKG]] als ausreichend gefordert. Begründen lässt sich dies mit der gesicherten Annahme, dass nach zehn Minuten ohne „aufgezeichnete Herzaktion“ keine spontane Reaktivierung des Herzens mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Leichenschau]]&lt;br /&gt;
* [[Scheintod]]&lt;br /&gt;
* [[Thanatologie]]: Wissenschaft der psychologischen und soziologischen Aspekte des Todes und des Sterbens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhold A. Frowein u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Todes Feststellung – Todeszeitpunkt.&amp;#039;&amp;#039; In: Johann-Christoph Student (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sterben, Tod und Trauer – Handbuch für Begleitende.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Herder, Freiburg 2006, S.&amp;amp;nbsp;227&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[Otto Prokop]]: &amp;#039;&amp;#039;Scheintod zwischen Glauben und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Lebendig begraben. Geschichte und Geschichten vom Scheintod.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1990, ISBN 3-361-00299-0; Neudruck (Lizenzausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Scheintod. Lebendig begraben&amp;#039;&amp;#039;) Tosa Verlag, Wien 2002, S. 10–30, hier: S. 26 und (gemäß Molinari) 29–30 (zu den Harvard-Kriterien, Minnesota-Kriterien, Japanischen Kriterien, Schwedischen Kriterien und Zerebralen Überlebenskriterien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. G. Jancke (Übersetzer): &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung von der Ungewißheit der Kennzeichen des Todes und dem Mißbrauch, der mit übereilter Beerdigung und Einbalsamierung vorgeht.&amp;#039;&amp;#039; Nach J. J. Bruhier [&amp;#039;&amp;#039;Sur l’incertitude des signes de la mort et l’abus des enterrements précipité&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1749]. Leipzig/Kopenhagen 1754.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Instruction über die Kennzeichen des wirklich erfolgten Todes, damit kein lebender Mensch begraben werde […].&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1794; ergänzter Neudruck, hrsg. von Uwe Otto, Berliner Handpresse, Berlin 1982 (= &amp;#039;&amp;#039;Satyren und Launen.&amp;#039;&amp;#039; Band 18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todeszeichen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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