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	<title>Todessymbolik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:01:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Todessymbolik&amp;diff=1493935&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Ersetze Standing_Osiris_edit1.svg durch Standing_Osiris.svg (von CommonsDelinker angeordnet: File renamed: Criterion 6 (maintenance or bug fix))</title>
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		<updated>2025-04-30T07:46:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ersetze Standing_Osiris_edit1.svg durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:File:Standing_Osiris.svg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:File:Standing Osiris.svg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Standing_Osiris.svg&lt;/a&gt; (von &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:User:CommonsDelinker&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:User:CommonsDelinker (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; angeordnet: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 6&lt;/a&gt; (maintenance or bug fix))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|LD-Seite [[Wikipedia:Löschkandidaten/12. November 2008#Todessymbolik (bleibt)]]}}&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:SépultureCathelineau.JPG|mini|300px|Die finstere Personifizierung des Todes als Skelett mit Umhang und Sense findet sich auch heute noch vielerorts: Statue auf dem Friedhof &amp;#039;&amp;#039;[[Cimetière de la Chartreuse|de la charteuse]]&amp;#039;&amp;#039; in Bordeaux]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Todessymbolik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein [[System]] oder [[Repertoire]] der [[Symbolik|symbolischen]], häufig [[Allegorie|allegorischen]] Darstellung des [[Tod]]es bezeichnet. Die hierzu verwendeten [[Zeichen]] und [[Abbild|Bilder]] stehen in einem engen Zusammenhang mit ihren jeweiligen Kulturen und Epochen. Ein bekanntes Beispiel für eine symbolische und allegorische Darstellung des Todes ist der [[Sensenmann]]. Im weiteren Sinn gehören zur Todessymbolik auch alle Symbole, deren [[Bedeutung]]en auf den Tod verweisen, zum Beispiel das [[Kreuz (Christentum)|Kreuz]] oder die [[Sanduhr]]. Todessymbolik findet man in fast allen Bereichen der [[Kultur]] und [[Zivilisation]], vor allem in den Bereichen [[Mythologie]], [[Religion]] und [[Mystik]], der [[Bildende Kunst|Bildenden]] und [[Darstellende Kunst|Darstellenden Kunst]], der [[Architektur]], [[Literatur]] und [[Dichtung]], aber auch in der [[Theologie]], [[Psychologie]] und [[Philosophie]]. Die vielfältigen kulturellen Formen, in denen der Mensch unter Verwendung von Todessymbolen die Vorgänge des [[Bestattung|Bestattens]] und [[Trauer]]ns zum Ausdruck bringt, wird als [[Sepulkralkultur]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen der Todessymbolik ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann man Todessymbole nach ihren Bedeutungen in zwei entgegengesetzte [[Klassifikation|Kategorien]] aufteilen, eine Kategorie todesbejahender, hoffnungsvoller, geborgenheitsspendender, befreiender Symbole und eine andere todesverneinender, hoffnungsloser, angsterfüllender und begrenzender Symbole. Im Speziellen verweisen Todessymbole je nach Kultur und Gebrauch auf verschiedene Bedeutungen. Typische Bedeutungen sind etwa der persönliche Tod (Sensenmann), die dauerhafte Präsenz der Vergänglichkeit im Leben (&amp;#039;&amp;#039;[[Memento mori]]&amp;#039;&amp;#039;), der kulturelle Umgang mit Todesfällen (Trauerfarbe &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarz]]&amp;#039;&amp;#039;), Reifephasen im Leben, also «kleine Tode» während des Lebens (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Taufe]] mit dem [[Untertauchen (Religion)|Untertauchen]] ins Wasser als Symbol des Sterbens und dem Auftauchen aus dem Wasser als Symbol der [[Wiederauferstehung]]), die Verbindung zu einer geistigen Welt (z.&amp;amp;nbsp;B. bei den {{lang|mi|[[Māori]]}} der [[Schädel]] als Symbol einer Verbindung zu den [[Ahnenkult|Ahnen]]) oder die Lebensgefahr (z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Piratenflagge]], als Warnung vor giftigen Stoffen oder vor Hochspannung).&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Flag of Edward England.svg|[[Jolly Roger]]: Piratenflagge als – leicht hämische – Warnung vor dem nahenden Tode&lt;br /&gt;
Datei:Hazard T.svg|Der Schädel mit gekreuzten Knochen ist das traditionelle Piktogramm für tödliches Gift.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn gewisse urtümliche Symbole wie Totenschädel der ganzen Menschheit gemeinsam sind, so haben sich doch im Lauf der Zeit verschiedene Interpretationen entwickelt. So ist z.&amp;amp;nbsp;B. [[Weiß]] in Europa die Farbe der Unschuld und des Brautkleides, im asiatischen Raum aber die Farbe der Trauer um einen Toten, während in Europa die Toten in Schwarz betrauert werden. Diese Unterschiede verweisen offenbar darauf, dass der Tod in den Weltgegenden traditionell mit verschiedenen Bedeutungen verbunden wird: In Asien geht man durch den Tod demnach ins Licht, in Europa in die Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todessymbolik in verschiedenen kulturellen Ausprägungen ==&lt;br /&gt;
{{überarbeiten|grund=Vieles riecht hier nach Theoriefindung. [[Benutzer:Hildeoc|Hildeoc]] ([[Benutzer Diskussion:Hildeoc|Diskussion]]) 21:15, 16. Feb. 2019 (CET)}}&lt;br /&gt;
{{lückenhaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altes Ägypten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Standing Osiris.svg|mini|hochkant|Osiris, Herrscher über die Toten. Seine grüne Hautfarbe symbolisiert Wiedergeburt. Die Illustration basiert auf Grabbemalungen aus der Epoche des [[Neues Reich|Neuen Reichs]] im Alten Ägypten, ca. 1550 v. Chr. bis 1070 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Osiris]]&amp;#039;&amp;#039;, der [[Liste ägyptischer Götter|ägyptische Gott]] und Herrscher über die Toten, wurde als Mensch in einem meist weißen langen Anzug mit rotem Gürtel, zumeist mit grüner Hautfarbe, [[Atef-Krone]] aus Pflanzenstängeln und [[Straußenfeder]]n dargestellt. Durch seine spätere Rolle als Herrscher des Jenseits wird er auch mit den Königsinsignien, [[Krummstab]] (Symbol des guten Hirten) und [[Dreschflegel]] (Symbol der Fruchtbarkeit) abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe [[Schwarz]] als Farbe des Todes und der Trauer oder der Schädel beziehungsweise das Skelett gelten in den westlichen Kulturen schon seit jeher als Todessymbole. In der Antike wird der Tod oft positiver, zum Beispiel nur als Zwischenzustand oder als Erlösung angesehen. Im Mittelalter erscheint der Tod als stets im Leben präsent, ähnlich auch im vergänglichkeitsbewussten [[Barock]]. Neues bürgerliches Denken ([[Aufklärung]], [[Weimarer Klassik|Klassik]]) ändert diese Gewichtung zugunsten des Lebens. In der [[Romantik]] kann der Tod die Öffnung ins Unendliche sein. Vom 19. Jahrhundert an bis heute wird er dagegen vorwiegend als absolutes Ende und absurde Sinnzerstörung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Antike ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Column temple Artemis Ephesos BM Sc1206 n3.jpg|mini|hochkant|links|Geflügelter Jüngling mit Schwert, wahrscheinlich Thanatos, als Personifizierung des Todes. Detail einer gemeißelten Marmorsäule der [[Tempel der Artemis in Ephesos|Artemis des Ephesos-Tempels]], ca. 325–300 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Thanatos (Mythologie)|Thanatos]]&amp;#039;&amp;#039;, der Bruder des [[Hypnos]], ist in der griechischen Mythologie der Bruder des Schlafs und die personifizierte Form des Todes. Er wird oft mit schwarzen Flügeln und einem finsteren Blick dargestellt und schneidet den Sterbenden mit einem Opfermesser eine Locke ab. Später erscheint er oft als ewig Schlafender, meist ein schöner, geflügelter Jüngling oder Knabe, der eine noch gesenkte lodernde oder bereits verlöschte Fackel in der Hand hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Lethe (Mythologie)|Lethe]]&amp;#039;&amp;#039; ist einer der Flüsse in der [[Unterwelt der griechischen Mythologie]]. Der Name stammt aus der altgriechischen Sprache und bedeutet wörtlich „Vergesslichkeit“ oder „Verborgenheit“. Das griechische Wort für „Wahrheit“ ist &amp;#039;&amp;#039;[[Aletheia (Philosophie)|aletheia]]&amp;#039;&amp;#039;, was wörtlich übersetzt so viel wie „Unvergesslichkeit“ oder „Unverborgenheit“ bedeutet: Man glaubte, dass derjenige, der Wasser aus dem Lethe trinkt, seine Erinnerungen vergisst. Einige glaubten darüber hinaus auch, dass die Seelen aus dem Fluss trinken mussten, bevor sie wiedergeboren wurden, so dass sie sich an ihre vorherigen Leben nicht erinnern hätten können. Der &amp;#039;&amp;#039;Jüngling im lilienweißen Gewand&amp;#039;&amp;#039; wartet auf den Betroffenen am Wegrand mit dem &amp;#039;&amp;#039;Trank des Vergessens&amp;#039;&amp;#039;, den dieser entgegennimmt, leert und dabei stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Morta]]&amp;#039;&amp;#039; war der personifizierte Tod in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]]. Als Symbol hält sie die Schere, mit der sie den Lebensfaden durchtrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mittelalter und Frühe Neuzeit ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolgemut - 1493 - tanz der gerippe.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Tanz der Gerippe&amp;#039;&amp;#039; von Michael Wolgemuth aus Nürnberg ist eine frühe, aus dem Jahr 1493 datierende, noch erhaltene Abbildung des Totentanz-Themas]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Totentanz]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein Motiv in der [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]], das den Tod allegorisch in Form eines Skelettes zeigte, tanzend mit einem oder mehreren Lebenden. Das Sujet beruht auf dem Volksglauben, wonach die Verstorbenen um Mitternacht aus ihren Gräbern kommen und tanzen. Dabei sollen die Toten gegenüber den Lebenden geäußert haben: „Was ihr seid, das waren wir; was wir sind, das werdet ihr!“ Um 1360 entstand in Würzburg die erste deutschsprachige und 1375 die erste französische Ausgabe des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Danse macabre&amp;#039;&amp;#039;. Besonders bekannt sind die Werke &amp;#039;&amp;#039;La danse macabre&amp;#039;&amp;#039; (Paris 1491/92) von [[Guy Marchant]] und &amp;#039;&amp;#039;Der Totentanz&amp;#039;&amp;#039; [[Hans Holbein der Jüngere|Hans Holbeins des Jüngeren]], eine um 1525 entstandene Sammlung von Holzschnitten, die 1538 in [[Lyon]] in Buchform erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Barockzeit ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mementomori1.JPG|mini|links|Memento Mori an einem Rosenkranz aus dem frühen 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gw11_0001030_20170619_001_Baldung_Der_Tod_und_die_Frau.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Tod und Frau&amp;#039;&amp;#039; von Hans Baldung zeigt das ältere Motiv Totentanz mit einem neuen, für die Renaissance typischen, erotischen Subtext]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Memento mori]]&amp;#039;&amp;#039; ist lateinisch und bedeutet „Gedenke des Todes“. Der Ausdruck bezeichnet Motive der bildenden Kunst, die ähnlich den [[Vanitas-Stillleben|Vanitas-Darstellungen]] an die Vergänglichkeit des Menschen und den leeren Schein alles Irdischen erinnern. Versteckte &amp;#039;&amp;#039;Memento-mori&amp;#039;&amp;#039;-Botschaften sind besonders häufig auf [[Stillleben]] des 17. und 18. Jahrhunderts zu finden. Bekannte Beispiele des &amp;#039;&amp;#039;Memento-mori&amp;#039;&amp;#039;-Konzepts sind die aus Elfenbein geschnitzten, vollplastischen Wendeköpfe: Während eine Seite ein menschliches Antlitz zeigt, ist die andere als [[Totenkopf (Symbol)|Totenschädel]] gestaltet oder die eine Seite als schöne Frau und die andere als Greisin. Weitere Motive sind der Totenkopf, der Sarg sowie der Totentanz. Als &amp;#039;&amp;#039;Memento mori&amp;#039;&amp;#039; gilt weiters die Darstellung eines schlafenden Knaben, dessen Haupt auf einem Totenschädel ruht oder die Figuren kleiner Knaben, die mit einem Röhrchen Seifenblasen (als Vergänglichkeitssymbol) formen, Symbole wie Faulstellen an Früchten, herabgebrannte Kerzen, leere Schneckenhäuser oder Muscheln, aufgeklappte Sonnenuhren und Stundengläser. Bei Landschaftsdarstellungen signalisieren Trauerweiden, Grabhügel mit Kreuzen, Obeliske, umgestürzte Säulen und Ruinen das &amp;#039;&amp;#039;Memento-mori&amp;#039;&amp;#039;-Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MementoMoriNordfriedhofWiesbaden.JPG|mini|hochkant|links|Allegorische Darstellung des Todes als junger Mann mit einem Stundenglas – Grabmal auf dem [[Nordfriedhof (Wiesbaden)|Nordfriedhof]] Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Vanitas]]&amp;#039;&amp;#039; ist lateinisch und bedeutet so viel wie „leerer Schein“ oder „Eitelkeit“. Vanitas-Sinnbilder sind – genau wie &amp;#039;&amp;#039;Memento-mori&amp;#039;&amp;#039;-Motive – symbolhafte Darstellungen der Vergänglichkeit und des Todes als Mahnung vor Sinneslust, Eitelkeit und dem Streben nach vergänglichen irdischen Gütern. Typisch für die Vanitas-Motivik ist die für das Barockzeitalter kennzeichnende Verbindung von vollem, sattem Leben mit dem Tod oder Todesboten. Oft ist die Todessymbolik ganz sublim im Bild eingearbeitet, so dass sie sich nur dem wissenden Betrachter erschließt. In anderen Bildern jedoch ist sie auch ganz plakativ und offenkundlich dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Vanitas-Sinnbilder sind unter anderem die Darstellung dreier Lebender und dreier Toter (vgl. Totentanz) und Doppelfiguren mit einer jungen Frau auf der Vorder- und einer alten Frau oder einem Totengerippe auf der Rückseite. Ein anderes verbreitetes Vanitas-Motiv ist der mit einem Röhrchen Seifenblasen formende kleine Knabe. Über Sinnbildern von Reichtum und Macht schwebende Seifenblasen sollen an die Nichtigkeit und Kurzlebigkeit irdischer Güter erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders häufig finden sich versteckte Vanitas-Botschaften in [[Stillleben]]. Dazu gehören Symbole wie umgestürzte Säulen, Ruinen ehemals prachtvoller Bauten, Urnen, das Baumgerippe, schwangere Frauen mit Totenschädel wie auch Schädel im Allgemeinen, flackernde oder erlöschende Kerzen, Ungeziefer (z. B. Käfer, Würmer) oder auch verfaulendes Essen (z. B. Obst), häufig jeweils eingebettet in verschleierndes, unheilvolles Dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Asien ===&lt;br /&gt;
Die Zahl [[4]] (&amp;#039;&amp;#039;四：Sì&amp;#039;&amp;#039;) steht in Japan und China für den Tod, da die Wörter [[Homophon]]e sind. Deswegen wird sie oft vermieden, das betrifft vierteilige Dinge wie auch Räume in Krankenhäusern oder Hotels. Wegen der häufigen Homophone betrifft dieser Aberglaube auch weitere Zahlenkombinationen (24, 42, 420).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Essstäbchen in den Reis stecken&amp;#039;&amp;#039; ist ein Fauxpas bei Tisch; es erinnert an Beerdigungsbräuche, bei denen Räucherstäbchen in Reis gesteckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe [[Weiß]] spielt grundsätzlich die Rolle, die im Westen der Farbe Schwarz als Trauer- und Todesfarbe zugeordnet wird. Weiße Blumen schenkt man beispielsweise nur an Beerdigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittel- und Südamerika ===&lt;br /&gt;
Schädel, Skelette, &amp;#039;&amp;#039;calaveras de dulce&amp;#039;&amp;#039; („süße Schädel“) und das [[Pan de muerto]] („Totenbrot“) sind mexikanische Todessymbole, die man am &amp;#039;&amp;#039;[[Tag der Toten|Día de los Muertos]]&amp;#039;&amp;#039;, dem Tag der Toten, überall in Mexiko findet, während man zu Ehren der Toten bei Picknicks auf Gräbern feiert. Der Tod ist hier ins Leben integriert und verliert dabei seine beängstigende Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Australien ===&lt;br /&gt;
Bei den australischen Ureinwohnern, den [[Aborigines]], fällt auf, dass oft Todessymbole gleichzeitig mit Geburtssymbolen einhergehen. So zum Beispiel bei der [[Liminalität|liminalen]] Phase des Mukandarituals die Symbole Hütten und Tunnel (Gräber und Bäuche), Mond (wächst und schmilzt), Schlange (häutet sich) und Nacktheit (nackt bei der Geburt und beim Tod). Lebenslange kulturelle Rituale, die die Aborigines auf das Ende des Erdenlebens vorbereiten, lassen den Tod als etwas natürliches und nicht zu fürchtendes erscheinen – als eine Rückführung in die Traumwelt, von der aus der Mensch und alle übrigen Lebensformen der Schöpfung erschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Fledermausmann&amp;#039;&amp;#039; ist ein weiteres Todessymbol der Aborigines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Zeigeknochen&amp;#039;&amp;#039; gehört bei den Aboriginals zu einem Todesritual. Mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;bone pointing&amp;#039;&amp;#039; – frei übersetzt „Totsingen“ – werden einzelne Stammesangehörige bestraft, die ein schweres Vergehen begangen haben. Dabei wird der Knochen auf das Opfer gerichtet oder damit auf den Ort gezeigt, an dem sich das Opfer oft aufhält, während die Männer Lieder singen. Wenn der Knochen nach dem Singen vergraben oder verbrannt wird, soll der Tod unmittelbar eintreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mond spielt bei den Aboriginals eine wichtige Rolle als Todessymbol, da er der Überlieferung nach ein Ahnenwesen ist, das an der Schaffung des Todes mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bralgu&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bralku&amp;#039;&amp;#039; nennen die Aboriginals die Heimat der &amp;#039;&amp;#039;djanggawul&amp;#039;&amp;#039; „Wesen“, das „Land der Toten“. Es stellt eine von zwei möglichen Orten dar, die der Geist eines Verstorbenen aufsuchen kann. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass der Geist den Pfad zurück auf die Erde sucht. Dann kehrt er zu seinem [[Totem]] zurück, einem spirituellen Ort, wie zum Beispiel einem Wasserloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todessymbolik in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Allegorisch wird die Personifizierung des Todes oft auch als Sensenmann, Schnitter, Gevatter Tod, Hein Klapperbein, Schlafes Bruder, Herr des Rades, Meister der Brücke, [[Boandlkramer]] und [[Freund Hein]] bezeichnet. Eine weitere literarische Darstellung findet er unter anderem in dem Volkslied &amp;#039;&amp;#039;[[Es ist ein Schnitter]]&amp;#039;&amp;#039;, in [[Grimms Märchen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Gevatter Tod]]&amp;#039;&amp;#039; oder als „Boandlkramer“ im [[Brandner Kaspar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Dresden-Eliasfriedhof6.jpg|Grab mit Totenschädel und Knochen&lt;br /&gt;
Bild:Dresden-Eliasfriedhof-Thormeyer.jpg|Engel mit [[Palmwedel#Religiöse Symbolik|Palmwedel]] auf einem Grab&lt;br /&gt;
Bild:Grabsteine-in-Mauer.JPG|Kelch, Anker und Kreuz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Memento mori]]&lt;br /&gt;
* [[Et in Arcadia ego]]&lt;br /&gt;
* [[Vanitas]]&lt;br /&gt;
* [[Symbolik]]&lt;br /&gt;
* [[Grab]]&lt;br /&gt;
* [[Totenkult]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Binder: &amp;#039;&amp;#039;Herr des Rades. Das Märchen vom verlorenen Tod.&amp;#039;&amp;#039; Drei-Eichen-Verlag, Ergolding 1991, ISBN 3-7699-0519-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ekritik.de/html/1__ikonographie_und_ikonologie.html Darstellung der Ikonographie und Ikonologie in der Geschichtswissenschaft anhand des Beispiels des Lübeck-Tallinner Totentanzes] (Erstellt an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tod in der Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbolik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CommonsDelinker</name></author>
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