<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Todesmarsch</id>
	<title>Todesmarsch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Todesmarsch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Todesmarsch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T07:32:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Todesmarsch&amp;diff=84991&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Bindestrich mitverlinkt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Todesmarsch&amp;diff=84991&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-22T20:42:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bindestrich mitverlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt eine Zwangsmaßnahme. Weitere Bedeutungen finden sich unter [[Todesmarsch (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Todesmarsch (Meyenburg).JPG|mini|Gedenkstein in [[Meyenburg]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Todesmarsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Konfliktforschung|Konflikt-]] und [[Gewaltforschung]] erzwungene Märsche von Personengruppen bezeichnet, bei denen der Tod der Marschierenden billigend in Kauf genommen wird oder sogar das Ziel ist. Dabei kann eine hohe Todesrate durch Gleichgültigkeit der Aufseher gegenüber Überanstrengung und mangelnder Versorgung der Marschierenden mit Verpflegung, Kleidung und Unterkunft oder auch durch gezielte Gewalt gegen die Teilnehmer verursacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Todesmarsch […] bezeichnet den Prozess, durch den ein [[Regime]], üblicherweise eine Regierung oder eine Besatzungsmacht, beginnt, Angehörige einer bestimmten Nationalität, Gruppe oder Subgruppe – auf Basis ihrer [[Ethnizität]], Religion, Sprache oder Kultur – mit der Absicht ihrer Vernichtung zu versammeln. Der Begriff Todesmarsch bezeichnet die physische Aktion, durch die die versammelten Personen dann aufgestellt und in den sicheren, massenhaften Tod geschickt werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Death march […] signifies the process by which a regime, usually a government or an occupying power, begins to summon members of a particular nation, group, or subgroup – on the basis of their ethnicity, religion, language, or culture – with a view to their elimination. The term death march signifies the physical action by which the gathered persons are then lined up and marched to certain mass death.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Encyclopedia of Genocide and Crimes Against Humanity&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Genocide and Crimes Against Humanity&amp;#039;&amp;#039;. Dinah Shelton, Macmillan Reference, 2005, ISBN 0-02-865848-5, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Definition des [[Soziologie|Soziologen]] [[Wolfgang Sofsky]] sind Todesmärsche „eine langsame Form der kollektiven Vernichtung“ und unterscheiden sich durch ihre zeitliche Ausdehnung von anderen Formen sozialer Verfolgung und [[Unterdrückung|Repression]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Sofsky: &amp;#039;&amp;#039;Gewaltzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie.&amp;#039;&amp;#039; Sonderheft 37, 49. Jg., 1997, S. 102–121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stellen eine Sonderform der [[Deportation]] dar, bei der das Ziel nicht primär die Ankunft der Deportierten am Bestimmungsort, sondern deren Ableben ist. In der Reinform ist der Todesmarsch nach Sofsky sogar völlig ziellos.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Sofsky: &amp;#039;&amp;#039;Zeiten des Schreckens: Amok, Terror, Krieg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag S. Fischer, 2002, ISBN 3-10-072707-X, S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die direkt gegen die Marschierenden gerichteten Gewalthandlungen werden auf Gewaltexzesse, ausgelöst durch die absolute Macht der Aufseher über die Marschierenden, zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Trutz von Trotha: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der Gewalt.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, 1997, ISBN 3-531-13137-0, S. 115 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Todesmärsche werden in der Geschichts- und Konfliktforschung allgemein als [[Kriegsverbrechen]] und Mittel [[Ethnische Säuberung|ethnischer Säuberungen]] oder des [[Völkermord]]es eingeordnet,&amp;lt;ref&amp;gt;gemäß Artikel II c) der [[Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes]] über die „vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei die Kriterien zur Einordnung eines speziellen Ereignisses als Todesmarsch umstritten sein können und der Begriff nicht stets eindeutig gebraucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Wolfgang Benz|Wolfgang Benz’]] [[Enzyklopädie des Nationalsozialismus]] werden Todesmärsche definiert als ein „Phänomen im [[Drittes Reich|Dritten Reich]], v.&amp;amp;nbsp;a. gegen Ende des Krieges, als die Häftlinge etlicher KZ evakuiert, d.&amp;amp;nbsp;h. in großer Zahl gezwungen wurden, unter unerträglichen Bedingungen und brutalen Misshandlungen über weite Entfernungen zu marschieren, wobei ein großer Teil von ihnen von den Begleitmannschaften ermordet wurde“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Shmuel Krakowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Todesmärsche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Hg.&amp;amp;nbsp;v. Wolfgang Benz, Hermann Graml und Hermann Weiß. dtv, München 1997, S.&amp;amp;nbsp;759.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Definition greift insofern zu kurz, als die [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmärsche aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern]] die wohl am besten dokumentierten Todesmärsche sind, das Phänomen als solches jedoch nicht auf Märsche aus den [[Konzentrationslager]]n beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch darüber hinaus Ereignisse, die durchgängig in der neutralen historischen Literatur mit der Bezeichnung Todesmarsch charakterisiert werden, so zum Beispiel der [[Todesmarsch von Bataan]] oder der [[Brünner Todesmarsch]]. Für Vertreibungen durch deutsche Truppen in [[Jugoslawien]] ist diese Bezeichnung in den Protokollen der [[Nürnberger Prozesse]] ebenfalls belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://avalon.law.yale.edu/imt/02-18-46.asp Protokolle vom 18. Februar 1946]. Nuremberg Trial Proceedings Vol. 7, S. 552.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Deportationen im Verlauf des [[Völkermord an Armeniern|Völkermordes an den Armeniern]] werden häufig als Todesmärsche bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tessa Hofmann]]: [http://www.aga-online.org/news/attachments/TokyoFullVersion.pdf &amp;#039;&amp;#039;Annihilation, Impunity, Denial: The Case Study of the Armenian Genocide in the Ottoman Empire (1915/16) and Genocide Research in Comparison&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 270 kB). CGS Symposium, Tokyo, 27. März 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisch belegte Todesmärsche ==&lt;br /&gt;
=== Indigenenstämme (1838) ===&lt;br /&gt;
Die US-Regierung ließ im Herbst und Winter 1838/1839 unter Präsident [[Martin Van Buren]] diverse Indigenenstämme, unter anderem die [[Cherokee]], in Reservate umsiedeln, wobei aufgrund mangelhafter Planung, Verpflegung und Ausstattung ungefähr 4.000 der etwa 10.000 Indigenen starben; die Umsiedlungsaktion ist daher auch unter der Bezeichnung „[[Pfad der Tränen]]“ (Englisch: &amp;#039;&amp;#039;Trail of Tears&amp;#039;&amp;#039;) bekannt. Da ein großer Teil nicht bereit war, sich freiwillig dem [[Indian Removal Act]] zu unterwerfen, wurden sie vom Militär zusammengetrieben und in [[Treck]]s aus [[Tennessee]], [[Kentucky]], [[Missouri]] und [[Arkansas]] nach Westen in das [[Indianerterritorium]] in [[Oklahoma]] deportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Armenier (1915) ===&lt;br /&gt;
Beim [[Völkermord an den Armeniern]] im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] wurden auch auf Todesmärschen 300.000 bis zu über 1,5 Millionen Menschen getötet. Nachdem im Juli 1915 die meisten Armenier zunächst in ihren Hauptsiedlungsgebieten konzentriert worden waren, wurden sie entweder gleich dort ermordet oder auf Befehl [[Talat Pascha|Talats]] auf Todesmärsche über unwegsames Gebirge Richtung [[Aleppo]] geschickt. Dabei ging es nicht um eine Umsiedlung der Armenier, sondern um die „gänzliche Ausrottung derselben in der Türkei“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Gust]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Völkermord an den Armeniern 1915/16&amp;#039;&amp;#039;. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amtes, Springe, zu Klampen-Verlag 2005, S. 219 oder: [http://www.armenocide.de/armenocide/armgende.nsf/e6b76f959bbba2fec1256d060042df1c/6ab9a19135ff7f2dc12568f30059b1d2?OpenDocument auf armenocide.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Libyer (1929/30) ===&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Italienisch-Libyscher Krieg|Zweiten Italienisch-Libyschen Krieges]] verübte das [[Italienischer Faschismus|faschistische]] [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]] den [[Völkermord in der Cyrenaika]], der 1929/30 mit der Deportation von 100.000 arabischen Stammesangehörigen in die ersten faschistischen Konzentrationslager der Geschichte begann. Einige dieser Menschen wurden auch mit Schiffen deportiert, die meisten jedoch zu Fuß auf manchmal über 20 Wochen dauernde Märsche über hunderte von Kilometern geschickt. Etwa 10.000–15.000 Menschen kamen dabei um. Die libyschen Überlebenden bezeichnen den Todesmarsch als &amp;#039;&amp;#039;al-Rihlan&amp;#039;&amp;#039; („Pfad der Tränen“).&amp;lt;ref&amp;gt;Ali Abdullatif Ahmida: &amp;#039;&amp;#039;Genocide in Libya: Shar, a Hidden Colonial History.&amp;#039;&amp;#039; London / New York 2020, ISBN 978-0-367-46889-7, S. 77; Giulia Brogini Künzi: &amp;#039;&amp;#039;Italien und der Abessinienkrieg 1935/36. Kolonialkrieg oder Totaler Krieg?&amp;#039;&amp;#039; Paderborn u. a. 2006, S. 146 f. u. 149 f; [[Aram Mattioli]]: &amp;#039;&amp;#039;Experimentierfeld der Gewalt. Der Abessinienkrieg und seine internationale Bedeutung 1935–1941.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 2005, S. 10, 35 u. 51; [[Hans Woller]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, S. 132 u. 134 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Insassen der Lager des NKWD (1941) ===&lt;br /&gt;
Bei Beginn des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Russland-Feldzugs]] des [[NS-Staat|nationalsozialistischen Deutschen Reiches]] auf diejenigen Gebiete Polens, der baltischen Staaten und der Ukraine, die der [[Sowjetunion]]  im [[Hitler-Stalin-Pakt]] zuvor zugesprochen und vor ihr besetzt worden waren, räumte der [[NKWD]] überstürzt seine eingerichteten Lager. Von Juli bis Dezember 1941 wurden mehr als 700.000 Häftlinge nach Osten verlegt. Wegen der mangelnden Verfügbarkeit von Eisenbahnen, die zur militärischen Verteidigung gebunden waren, mussten diese Hunderte von Kilometern zu Fuß zurücklegen. Stand nicht genügend Zeit zur Verfügung, um die Verlegungen vorzubereiten, wurden die Häftlinge auch kurzerhand erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.arte.tv/de/videos/080114-002-A/gulag-die-sowjetische-hauptverwaltung-der-lager-2-3/ Gulag – Die sowjetische &amp;quot;Hauptverwaltung der Lager&amp;quot; (2/3) – Wucherungen 1934–1945], Dokumentation auf &amp;#039;&amp;#039;arte.tv&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 24. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amerikanische und philippinische Soldaten (1942) ===&lt;br /&gt;
Beim [[Todesmarsch von Bataan]] wurden 70.000 [[United States Army|US-amerikanische]] und philippinische [[Kriegsgefangene]] durch japanische Truppen zu einem 6 Tage dauernden und über 100&amp;amp;nbsp;km langen Marsch gezwungen. Dabei starben 16.000 Gefangene durch Krankheiten wie [[Malaria]] und [[Dysenterie|Ruhr]] sowie [[Dehydratation (Medizin)|Dehydratation]], Hunger und Erschöpfung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungarische Juden (1944) ===&lt;br /&gt;
Nach der Machtübernahme der [[Pfeilkreuzler]] mit deutscher Unterstützung im Oktober 1944 unter einer Regierung von [[Ferenc Szálasi]] gingen die [[Geschichte der Juden in Ungarn#Vorbereitung für den Holocaust|Deportationen ungarischer Juden]] in [[Vernichtungslager]] und KZs weiter.&lt;br /&gt;
Mangels Transportmitteln – die Deutschen waren an vielen Fronten auf dem Rückzug; [[Deutsche Westfront 1944/1945|im Westen]] standen die Alliierten [[Schlacht um Aachen|bei Aachen]] an der Reichsgrenze – trieben ungarische Gendarmen ungarische Juden in Fußtrecks Richtung österreichische Grenze. Zehntausende Menschen starben dabei. Eine Sondereinsatzgruppe des [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]] von [[Adolf Eichmann]] bewachte die Todesmärsche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www1.yadvashem.org/yv/en/education/languages/german/initiatives/broschuere_mobiles_erinnern.pdf www1.yadvashem.org]; [[Margit Szöllösi-Janze]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfeilkreuzlerbewegung in Ungarn&amp;#039;&amp;#039;: [http://books.google.de/books?id=GBDEwLArLDoC&amp;amp;pg=PA427 Seite 427]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KZ-Häftlinge (1944/45) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Denkmal für Todesmärsche in Fürstenfeldbruck.jpg|mini|Denkmal für Todesmärsche im April 1945 aus dem KZ Dachau, aufgestellt in [[Fürstenfeldbruck]] und 21 anderen Stationen der Märsche, Plastik von [[Hubertus von Pilgrim]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Todesmärsche von KZ-Häftlingen}}&lt;br /&gt;
Mit den später so genannten Todesmärschen von KZ-Häftlingen verfolgten die [[SS-Totenkopfverbände|SS-Wachmannschaften]] in der Endphase des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zwei Ziele: Sie entzogen die Beweise ihrer Verbrechen in den [[Konzentrationslager|Konzentrations-]] und [[Vernichtungslager]]n den heranrückenden alliierten Truppen durch die Beseitigung der Opfer und versuchten zumindest zum Teil die Arbeitskraft der Häftlinge für andere Lager zu erhalten. Durch diese [[Endphaseverbrechen]] kamen von den 1944 registrierten 714.000 KZ-Häftlingen wahrscheinlich mindestens ein Drittel&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Kolb]]: &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Kriegsphase … .&amp;#039;&amp;#039; S. 1135 in: Ulrich Herbert, [[Karin Orth]], Christoph Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Fischer TB, Frankfurt, ISBN 3-596-15516-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; ums Leben. Häufig wurden nicht marschfähige Häftlinge in großer Zahl erschossen. Lagerteile der KZ wurden von der SS vor dem Abmarsch in Brand gesetzt. Manche Todesmärsche endeten mit einer Katastrophe wie der Versenkung der &amp;#039;&amp;#039;[[Cap Arcona (Schiff, 1927)|Cap Arcona]]&amp;#039;&amp;#039; oder in einem [[Massaker]] wie bei der [[Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen|Isenschnibber Feldscheune]] in [[Gardelegen]] oder in [[Jantarny#Massaker von Palmnicken 1945|Palmnicken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem [[Schuhläufer-Kommando]] im [[KZ Sachsenhausen]] handelte es sich um eine Strafkompanie, die Läufe zum Zwecke von Materialprüfungen abhielt, bei denen Todesfälle täglich die Regel waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche aus den Ostgebieten (1945) ===&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende 1945 begann die [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945-1950|Vertreibung]] von über 15 Millionen Deutschen aus dem Osten ([[Provinz Westpreußen|Westpreußen]], [[Ostpreußen]], [[Schlesien]], [[Pommern]], [[Neumark (Landschaft)|Neumark]]) und Südosten ([[Sudetenland]], [[Donauschwaben]], [[Bessarabiendeutsche|Bessarabien]]). In zahlreichen Todesmärschen wurden die Deutschen aus ihren Heimatorten und -städten verjagt. Der bekannteste ist der [[Brünner Todesmarsch]] mit 27.000 Beteiligten und 5.200 Toten, ferner etwa der [[Chomutov#Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart|Todesmarsch der Komotauer]] (Sudetenland) nach [[Sachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Soldaten, kroatische und slowenische Wehrmachtsverbündete (1945) ===&lt;br /&gt;
Zu den [[Massaker von Bleiburg|Massakern von Bleiburg]] kam es im Anschluss an ihre bedingungslose Kapitulation in [[Bleiburg]] ([[Kärnten]]), als deutsche Wehrmachtssoldaten, kroatische, slowenische und weitere Truppen, die auf der Seite der [[Wehrmacht]] gekämpft hatten, nach Ende des Zweiten Weltkriegs von britischen Armeestellen an die [[Tito-Partisanen]] ausgeliefert wurden. In der Folgezeit kam es auf dem Transport dieser entwaffneten Truppen in Lager in Slowenien und Nordkroatien zu den Massakern von Bleiburg. Aus diesen Lagern wurden die Kriegsgefangenen, in Märschen in Lager in der [[Vojvodina]] getrieben, teils über hunderte von Kilometern. Bei diesen Todesmärschen kam es zu einer großen Zahl von Opfern, darunter waren Tausende von deutschen Kriegsgefangenen. Viele der Marschierenden sind an Entkräftung, Krankheiten oder Folgen von Misshandlungen gestorben oder aus Willkür oder, weil sie das Marschtempo nicht mehr mithalten konnten, erschossen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palästinakrieg (1948) ===&lt;br /&gt;
Während des [[Palästinakrieg|arabisch-israelischen Krieges]] im Jahre 1948 wurden rund 70.000 Palästinenser aus den Städten [[Ramla|Al-Ramla]] und [[Lod]] gewaltsam durch die [[Israelische Streitkräfte|israelischen Streitkräfte]] [[Palästinensischer Exodus aus Lydda und Ramle 1948|vertrieben]]. Schätzungsweise 350 Menschen starben während dieses als „[[Palästinensischer Exodus aus Lydda und Ramle 1948#Der Marsch|Todesmarsch von Lydda]]“ bekannt gewordenen Verbrechens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holmesp64&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=The Oxford companion to military history |Autor=Richard Holmes, Hew Strachan, Chris Bellamy &amp;amp; Hugh Bicheno |Auflage=Illustrated |Verlag=Oxford University Press |Datum=2001 |ISBN=0-19-866209-2 |Zitat=On 12 July, the Arab inhabitants of the Lydda-Ramie area, amounting to some 70.000, were expelled in what became known as the ‚Lydda Death March‘.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung im Laufschritt: Todesmärsche 1944/45&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm von Virginie Linhart, [[Arte]], Frankreich 2019 (90 Min.).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.arte.tv/de/videos/095173-000-A/vernichtung-im-laufschritt-todesmaersche-1944-45/ &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung im Laufschritt: Todesmärsche 1944/45.&amp;#039;&amp;#039;] Arte.tv, abgerufen am 31. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Als das Grauen vor die Haustür kam: über den Todesmarsch&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm über den Todesmarsch von KZ-Häftlingen am Ende des 2. Weltkrieges vom KZ Dachau in Richtung Alpen von Max Kronawitter, Deutschland 2021 (45 Min.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesmarsch| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>