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	<title>Tobias Feilner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T16:04:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tobias_Feilner&amp;diff=356964&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form, gr</title>
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		<updated>2024-03-15T16:49:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form, gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wichmann-Tobias Feilner1840-Mutter Erde fec.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Tobias Feilner&amp;#039;&amp;#039;, 1840, Büste von [[Ludwig Wilhelm Wichmann]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Bauakademie Terrakotten Setzen des Grundsteins.jpg|mini|265px|&amp;#039;&amp;#039;Das Setzen des Grundsteins&amp;#039;&amp;#039;, Terrakottaplatte nach dem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel von der [[Berliner Bauakademie]] aus der Manufaktur von Cornelius Gormann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tobias (Christoph) Feilner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Mai]] [[1773]] in [[Weiden in der Oberpfalz]]; † [[7. April]] [[1839]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Töpferei|Töpfermeister]] und Fabrikant von Tonwaren ([[Backstein]]e, [[Terrakotta|Terrakotten]], [[Formstein]]e) sowie keramischen [[Ofen|Öfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Tobias Christoph Feilner wurde am 19. Mai 1773 als drittes von zehn Kindern des [[Töpferei|Hafnermeisters]] und Ratsherren Philipp Heinrich Feilner und dessen Ehefrau Susanne, geb. Igl, in [[Weiden in der Oberpfalz]] geboren. Er erlernte beim Vater das Töpferhandwerk und begab sich 1791 auf die Wanderschaft, die ihn zunächst nach [[Mannheim]] führte. Dort trat er in Kontakt zu seinem Großonkel [[Simon Feilner]], der seit 1775 der pfälzischen Porzellanmanufaktur [[Frankenthal (Pfalz)|Frankenthal]] als Direktor vorstand. Dieser vermittelte ihm grundsätzliches Wissen über den Betrieb einer Keramikmanufaktur. Nach Stationen in den [[Fayence]]fabriken von [[Alzey]] in [[Rheinhessen]] und von Flörsheim im [[Kurmainz|Erzstift Mainz]] fand er vorübergehend Arbeit in den Fayencemanufakturen in Wiesbaden und Kassel. Von Dezember 1792 bis zum Sommer 1793 war er beim Töpfermeister Christian Leberecht Thomas in Dresden tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unterstützung des [[Liste der preußischen Gesandten in Sachsen|preußischen Gesandten in Dresden]] wurde er von Gottfried Höhler in Berlin abgeworben. Höhler betrieb eine Zuckerformen- und Ofenwerkstatt in der Hasenhegerstraße in Berlin, die später, am 10. Februar 1848, auf Initiative König [[Friedrich Wilhelm IV.|Friedrich Wilhelms&amp;amp;nbsp;IV.]] in [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Kreuzberg#Feilnerstraße*|Feilnerstraße]] umbenannt wurde. Der Töpfereiinhaber setzte Feilner zunächst nur als Modelleur ein, ab 1797 auch als technischer Werkmeister. Tobias Feilner erhielt 1804 ein königliches Patent auf die [[Enkaustik|enkaustische Malerei]], eine keramische [[Inkrustation (Baukunst)|Inkrustationstechnik]] zur Erzeugung formgenauer Dekorationen auf Töpferwaren und Kacheln. Höhler räumte ihm daraufhin die Teilhaberschaft ein und zog sich 1809 schließlich ganz aus der [[Operatives Geschäft|operativen Firmenleitung]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ableben Höhlers übernahm Feilner 1812 das Unternehmen auf eigene Rechnung. 1817 erweiterte er das Betriebsgelände durch Grundstückszukäufe und den Neubau eines großen Fabrikhauses. Die Belegschaft erhöhte sich dabei auf durchschnittlich 120 Mitarbeiter. Die Erzeugnisse seiner Tonwarenfabrik waren eine wesentliche Voraussetzung für die Wiederbelebung der preußischen Backsteinbaukunst durch [[Karl Friedrich Schinkel]]. Erste Bauterrakotten wurden 1819 gefertigt. So belieferte Feilner die [[Friedrichswerdersche Kirche]] in Berlin und das [[Altes Palais (Berlin)|Kaiser-Wilhelm-Palais]] am Boulevard [[Unter den Linden]]. Schinkel und Feilner entwickelten gemeinsam um 1810 die strenge Form des Berliner [[Kachelofen]]s, der sich bis Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in weiten Teilen Deutschlands durchsetzte. Lieferungen derartiger Kachelöfen gingen vor allem an fürstliche und adlige Bauvorhaben, aber auch an das wohlhabende Bürgertum. Kachelöfen von Feilner stehen noch heute im [[Schloss Tegel]] sowie in den Residenzschlössern von [[Schloss Altenburg (Thüringen)|Altenburg]], [[Fuldaer Stadtschloss|Fulda]], [[Schloss Friedenstein|Gotha]] und [[Weimar]] und vielen anderen. Lieferungen gingen auch in die [[Münchner Residenz|Residenz München]], nach [[London]], [[Sankt Petersburg|Petersburg]] und [[Rom]]. Bis nach 1850 galt dieses Unternehmen als der größte deutsche Hersteller von Ofenkacheln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feilner war Lehrmeister von [[Ernst March]]. Als Mitglied des preußischen Gewerbevereins, der Berliner kaufmännischen Korporation und der [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Zum Widder&amp;#039;&amp;#039; engagierte er sich für gewerbliche und soziale Belange. Seinem ausgedehnten Freundeskreis gehörten vor allem Architekten, Künstler und Beamte an, so [[Christian Peter Wilhelm Beuth|Peter Wilhelm Beuth]] und [[Gottfried Schadow]]. Einer seiner Schwiegersöhne war der Bildhauer [[Ludwig Wichmann]], der neben der bekannten Feilnerbüste auch zahlreiche Modelle für Terrakottaarbeiten fertigte. Feilner erlangte durch seine gewerbliche Tätigkeit und seine fachlichen Kenntnisse große Anerkennung. 1822 und 1827 beteiligte er sich erfolgreich an den preußischen Gewerbeausstellungen in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tobias Feilner hatte am 11. Juli 1800 Charlotte Sophie Pausewang geheiratet. Aus der Ehe gingen zwischen 1801 und 1809 fünf Kinder hervor. Doch erreichten nur die beiden Töchter Charlotte Feilner (*&amp;amp;nbsp;1804, verh. mit dem Arzt Theodor Kunde) und Amalie Feilner (1806–1876, verh. mit Ludwig Wichmann) das Erwachsenenalter. Ein von Feilner errichtetes Mietshaus ([[Feilnersches Wohnhaus]]) wurde von Schinkel entworfen; Teile dieser Entwürfe nahm Schinkel in seine &amp;#039;&amp;#039;[[Sammlung architektonischer Entwürfe]]&amp;#039;&amp;#039; als Blätter 113 und 114 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Digitalisate bei der [[Universitätsbibliothek Heidelberg]], [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/schinkel1858tafeln3/0031 Blatt 113], [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/schinkel1858tafeln3/0032 Blatt 114]; Abbildungen des Hauses sind beim &amp;#039;&amp;#039;Architekturmuseum&amp;#039;&amp;#039; der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität Berlin]] digitalisiert, siehe [https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&amp;amp;p=61&amp;amp;D1=Schinkel&amp;amp;D2=Karl+Friedrich&amp;amp;D3=Haus+Feilner%2C+Berlin-Kreuzberg Projektseite &amp;#039;&amp;#039;Karl Friedrich Schinkel: Haus Feilner, Berlin-Kreuzberg&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 16. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tobias Feilner starb am 7. April 1839 im Alter von 65&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin und wurde auf dem [[Luisenstädtischer Friedhof|Luisenstädtischen Friedhof]] beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten geblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Mende: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Grabstätten&amp;#039;&amp;#039;. Haude &amp;amp; Spener, Berlin 2006. S.&amp;amp;nbsp;78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1839 führte Friedrich Ferdinand Friese das Unternehmen für die Erben Feilners fort; 1860 kaufte er die Fabrik. Nachdem er 1868 verstorben war, löste seine Witwe das Unternehmen im Frühjahr 1870 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 1824/1830 Backsteine, Terrakotten und Formsteine [[Friedrichswerdersche Kirche]]&lt;br /&gt;
* 1828/1829 Backsteine, Terrakotten und Formsteine [[Feilnersches Wohnhaus]]&lt;br /&gt;
* 1834/1835 Terrakottanachbildung des [[Friedenskirche (Potsdam)#Arkadengang, Kreuzgang und Heilsbronner Portal|Heilsbronner Portals]], dem Zugang zum von [[Peter Joseph Lenné]] gestalteten [[Marlygarten]] an der [[Friedenskirche (Potsdam)|Friedenskirche]], Potsdam&lt;br /&gt;
* 1850/1851 Terrakotten für das [[Triumphtor (Potsdam)|Triumphtor]] am Fuße des Mühlenbergs in [[Potsdam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|59||Feilner, Tobias Christoph|Oskar Gromodka|12848439X}}&lt;br /&gt;
* Jan Mende: &amp;#039;&amp;#039;Feilner nach Feilner. Die Tonwarenfabrik unter den Nachfolgern Tobias Feilners.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Stiftung Stadtmuseum Berlin.&amp;#039;&amp;#039; 9, Berlin 2003, S.&amp;amp;nbsp;167–184.&lt;br /&gt;
* Jan Mende: &amp;#039;&amp;#039;Eisen und Terrakotta. Technische und künstlerische Parallelen.&amp;#039;&amp;#039; In: Charlotte Schreiter, Albrecht Pyritz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berliner Eisen. Die Königliche Eisengießerei Berlin. Zur Geschichte eines preußischen Unternehmens.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2007, ISBN 978-3-86525-039-1, S.&amp;amp;nbsp;171–186.&lt;br /&gt;
* Jan Mende: &amp;#039;&amp;#039;Die Tonwarenfabrik Tobias Chr. Feilner in Berlin. Kunst und Industrie im Zeitalter Schinkels.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/München 2013, ISBN 978-3-422-07207-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12848439X|LCCN=nb2018024769|VIAF=35509654}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feilner, Tobias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ofenbauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1773]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feilner, Tobias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Feilner, Tobias Christoph&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Tonwarenfabrikant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1773&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weiden in der Oberpfalz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. April 1839&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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