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	<title>Tobel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tobel&amp;diff=131503&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-02-15T17:20:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Welschtobel3.jpg|mini|Das sieben Kilometer lange Welschtobel bei [[Arosa]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GroßesWalsertal 01.JPG|mini|[[Großwalsertal]] mit [[Seewaldsee (Fontanella)|Seewaldsee]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;das&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039;) ist in den [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen Dialekten]] ein enges [[Tal]] bis hin zu einer [[Schlucht]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band XII, Spalten 116–122, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/230561 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;jutz&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Vorarlbergisches Wörterbuch]] mit Einschluß des Fürstentums Liechtenstein.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Leo Jutz. 2 Bände. Wien 1960, 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://search.ortsnamen.ch/ ortsnamen.ch, Eingabe &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Fachsprache der [[Geomorphologie]] ein trichterförmiges Tal mit engem Ausgang. Regional wird auch die alternative Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dobel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort Tobel ist [[Romanische Sprachen|romanischen Ursprungs]] und kommt im südöstlichen [[Alemannische Dialekte|alemannischen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;jutz&amp;quot; /&amp;gt; sowie im südwestlichen [[Bairische Dialekte|bairisch-österreichischen]] Sprachraum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schweizer Flurnamenforscher [[Paul Zinsli]] leitet in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Ortsnamen&amp;#039;&amp;#039; das Wort von [[Vulgärlatein|vulgärlateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;tubale&amp;#039;&amp;#039; aus lateinisch &amp;#039;&amp;#039;tubus&amp;#039;&amp;#039; ‚Röhre‘ ab. Die alemannischen Einwanderer haben das Gattungswort damit von der ansässigen romanischen Bevölkerung als Lehnwort übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zinsli 1975&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Zinsli |Titel=Ortsnamen |TitelErg=Siedlungs- und Flurnamen der deutschen Schweiz |Verlag=Huber |Ort=Frauenfeld |Datum=1971 |Kommentar=2. Auflage 1975}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Übernahme aus einer vorgängig dort gesprochenen Sprache zeigt sich auch darin, dass der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; in so unterschiedlichen Mundarten wie dem östlichen [[Hochalemannisch]], dem [[Mittelalemannisch]]en, dem östlichen [[Höchstalemannisch]] und den westlichsten [[südbairisch]]en Dialekten bekannt ist. Auf [[Rätoromanische Sprachen|Rätoromanisch]] wird der Tobel auch als &amp;#039;&amp;#039;Tavon&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, woher sich der Name [[Montafon]] für eine große Talschaft in Vorarlberg ableitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Gattungsname|Gattungswort]] &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dobel&amp;#039;&amp;#039; wird häufig im westlichen [[Alpenvorland]] verwendet, insbesondere in der östlichen und inneren Schweiz (östlicher Kanton [[Kanton Aargau|Aargau]], Kanton [[Kanton Zürich|Zürich]], [[Ostschweiz]] und [[Zentralschweiz]]),&amp;lt;ref name=&amp;quot;id&amp;quot; /&amp;gt; im südlichen [[Schwarzwald]], im nördlichen Vorland der Schwäbischen Alb,&amp;lt;ref&amp;gt;nachweisbar in der Wanderkarte des Schwäbischen Albvereins e. V. Kirchheim/Teck, Maßstab 1:25.000, Ausgabe 2017, Kartografie LGL Baden-Württemberg&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Oberschwaben]], im [[Allgäu]], in [[Vorarlberg]], im westlichen [[Tirol]] und vereinzelt in [[Südtirol]]. Sehr zahlreich kommt das Wort auch in Orts- und Flurnamen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Für die Schweiz siehe im &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Idiotikon&amp;#039;&amp;#039; die Anmerkung zum Artikel &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; (Band XII, Spalten 120–122) sowie in [https://search.ortsnamen.ch/de?query=Tobel ortsnamen.ch, Eingabe &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und geomorphologische Phänomene ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hölltobel b.JPG|mini|hochkant|Der &amp;#039;&amp;#039;Hölltobel&amp;#039;&amp;#039; am Ausgang des [[Dietersbachtal]]s (Allgäu)]]&lt;br /&gt;
Als [[Geomorphologie|geomorphologischer]] Fachbegriff wurde das Wort um 1850 von [[Adolf Schaubach]] eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaubach 1866&amp;quot;&amp;gt;{{&amp;quot; |Tobel, ein alemannischer Name, in der Schweiz ganz gewöhnlich und daher auch in diesem Gebiete [Paznaun, Anm.] zu Hause, bezeichnet ein trichterförmiges Thal mit engem Ausgang.}}&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Adolph Schaubach |Titel=Handbuch für Reisende durch Nordtirol, Vorarlberg, Oberbaiern |Sammelwerk=Die deutschen Alpen: ein Handbuch für Reisende durch Tyrol, Österreich, Steyermark, Illyrien, Oberbayern und anstossenden Gebiete |Band=Band II |Auflage=2. |Verlag=F. Frommann |Ort=Jena |Datum=1866 |Kapitel=&amp;#039;&amp;#039;Das Thal der Sanna&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=70, Anm. 1) |Online={{Google Buch |BuchID=4mM7AAAAcAAJ |Seite=70 |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hiernach ist das/der Tobel die [[Landform]] eines mehr oder minder sanften [[Hochtal]]s im Gebirge, mit einem [[Durchbruchstal|Durchbruchstälchen]] eines [[Sturzbach]]es. Durch das größere Einzugsgebiet und das starke Gefälle des Gewässers, und den damit verbundenen Gerölltransport, unterscheidet sich ein Tobel von anderen [[Schlucht]]formen, etwa der [[Klus (Tal)|Klus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tobelbildung ist typisch für Einschaltungen von weicheren, weniger [[Erosion (Geologie)|erosions]]&amp;amp;shy;resistenten (meist tonreicheren) Gesteinsschichten oder -intervallen in mehr oder weniger steilgestellten [[Sedimente und Sedimentgesteine|sedimentären]] Abfolgen. In dem weicheren Material entstehen zunächst [[Runse]]n, die ein [[Gebirgsbach]] als Wegsamkeit nutzt, der die Runse zu einem scharfen Einschnitt vertieft. Tobel finden sich daher beispielsweise in den Nordalpen vornehmlich in der [[Subalpine Molasse|Molassezone]] und [[Rhenodanubische Flyschzone|Flyschzone zwischen Hochrhein und Donau]]. Manche Tobel gehen auch auf plötzliche [[Schmelzwasser]]bäche aus [[Kaltzeit|eiszeitlichen]] [[Gletscher]]n zurück. Dabei stellt der Tobel selbst keine primär [[glazialmorphologisch]]e Form dar, ist also meist nicht eiszeitlich überprägt, sondern postglazial – oder periglazial eisfrei gewesen. In kompakterem Material bildet sich stattdessen als Gletschererosion das [[Kar (Talform)|Kar]] aus, ebenfalls ein trichterförmiges Tal, das sich aber entweder abflusslos ([[endorheisch]]) mit [[Kar (Talform)|Karsee]] darstellt oder in [[Wasserfall|Wasserfällen]] überläuft. Im [[Kalkgestein]] bilden sich stattdessen [[Doline]]n und ähnliche Talformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchbruch des Tobels ist typischerweise V-förmig ausgebildet, wobei die gegenüberliegenden Flanken je nach [[Gesteinshärte]] unterschiedliche [[Hangneigung|Neigungen]] haben können, kann sich aber auch bis zur [[Klamm]] eintiefen. Erodiert der Tobelbach den Tobel [[Rückschreitende Erosion|rückschreitend]] durch, entstehen [[Canyon]]s mit darüberliegenden sanften [[Hangschulter]]n. Umgekehrt kann ein durchbrechendes Kar oder [[Trogtal]] ebenfalls tobelartige Talformen ausbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele größerer Tobel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav Seelos Tobel Eggental G-0910a.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Tobel auf der Eggenthaler Straße&amp;#039;&amp;#039;, Bozener [[Neujahrsentschuldigungskarte]] von 1863 (Gustav Seelos), [[Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Railjet passiert Radonatobelbrücke.jpg|mini|Blick vom Ganahlskopf (2314 m) in das äußerst wilde Radonatobel, dessen Ausgang an der Brücke der [[Arlbergbahn]] auf etwa 1000 m Meereshöhe liegt]]&lt;br /&gt;
Deutschland:&lt;br /&gt;
* [[Eistobel]] an der Oberen Argen, [[Westallgäu]]&lt;br /&gt;
* [[Faltenbachtobel]] bei [[Oberstdorf]], Allgäu&lt;br /&gt;
* [[Hödinger Tobel]] und [[Spetzgarter Tobel]] bei Überlingen am Bodensee&lt;br /&gt;
* [[Lengatzer-Tobel]] bei [[Hergatz]], Westallgäu&lt;br /&gt;
* [[Schmalegger Tobel]] und Schussentobel bei Ravensburg &amp;lt;!-- (kleiner:) Hölltobel --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich:&lt;br /&gt;
* [[Großes Walsertal]], Vorarlberg&lt;br /&gt;
* [[Grubser Tobel]] und Galgentobel in [[Bludenz]] (Vorarlberg)&lt;br /&gt;
* Radona-, Schmied-, Glong-, Stelzis- und Hölltobel bei [[Dalaas]] (Vorarlberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schweiz:&lt;br /&gt;
* [[Gallenkirch]]er Tobel im Aargau, Schweizer Jura&lt;br /&gt;
* [[Welschtobel]] bei Arosa, Graubünden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italien (Südtirol):&lt;br /&gt;
* [[Eggental]]-Tobel bei [[Bozen]], [[Südtirol]]&lt;br /&gt;
* [[Reinbach (Ahr)|Reinbach]]-Tobel bei [[Sand in Taufers]], Südtirol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Datei:Im Radonatobel. Typisch ist die ständige Erosion.jpg|mini|Im Radonatobel. Frische Felsstürze sind hier normal.]]Den Familiennamen [[Tobler]], der ein zu &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; gebildeter Herkunftsname ist.&lt;br /&gt;
* [[Gletschermühle]], mancherorts auch als &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&lt;br /&gt;
* [[Klamm]]&lt;br /&gt;
* [[Schlucht]]&lt;br /&gt;
* [[Canyon]]&lt;br /&gt;
* [[Klus (Tal)|Klus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band XII, Spalten 116–122, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/230561 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Vorarlbergisches Wörterbuch|Vorarlbergisches Wörterbuch mit Einschluß des Fürstentums Liechtenstein]]&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Leo Jutz. 2&amp;amp;nbsp;Bände, Wien 1960, 1965.&lt;br /&gt;
* [[Paul Zinsli]]: &amp;#039;&amp;#039;Grund und Grat. Die Bergwelt im Spiegel der schweizerdeutschen Alpenmundarten.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1946, S.&amp;amp;nbsp;85&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Paul Zinsli: &amp;#039;&amp;#039;Ortsnamen. Siedlungs- und Flurnamen der deutschen Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Frauenfeld 1971 (2.&amp;amp;nbsp;Auflage 1975).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ortsnamen.ch/ ortsnamen.ch], Eingabe &amp;#039;&amp;#039;Tobel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [https://www.allgaeu-ausfluege.de/index_tobel_bach_klam.html Tobel und Wasserfälle im Allgäu und in Tirol]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlucht|!Tobel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydronym]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[es:Rambla (Geomorfología)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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