<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tmesis</id>
	<title>Tmesis - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tmesis"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tmesis&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T09:43:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tmesis&amp;diff=507871&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Scholless: /* Literatur */ Halbgeviertstrich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tmesis&amp;diff=507871&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-21T21:24:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tmesis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gr. τμῆσις &amp;#039;&amp;#039;Abtrennung&amp;#039;&amp;#039;) versteht man die „Aufspaltung eines Wortes“.&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Overbeck: &amp;#039;&amp;#039;Italienisch im Opernlibretto. Quantitative und qualitative Studien zu Lexik, Syntax und Stil.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-025832-5, S. 263. (= Habilitationsschrift, Göttingen 2010.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies geschieht dadurch, dass zwischen den Bestandteilen eines Wortes ein anderes Wort oder eine Wortgruppe eingeschoben wird. Der Begriff Tmesis wird dabei uneinheitlich verwendet; als [[Rhetorische Figur|Stilmittel]] wird damit lediglich die grammatikalisch eigentlich fehlerhafte Trennung bezeichnet, im weiteren Sinne wird damit aber auch die grammatikalisch richtige Trennung von Wortteilen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Tmesis in der Antike ==&lt;br /&gt;
Die Tmesis war im vorhomerischen Griechisch ursprünglich wahrscheinlich [[grammatik]]alisch möglich, entwickelte sich jedoch später, zu Zeiten [[Homer]]s, zum [[Rhetorische Figur|Stilmittel]]. Eine Tmesis wird in der Regel aus [[Verslehre|metrischen]] Gründen verwendet.&lt;br /&gt;
Man spricht von einer ererbten Trennung von Präverb und Verb.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aus Homer:&amp;#039;&amp;#039; ἐκ τοι ἐρέω &amp;#039;&amp;#039;ek toi ereō&amp;#039;&amp;#039; (heraus werd’ ich’s dir sagen) → ἐξερῶ &amp;#039;&amp;#039;exerō&amp;#039;&amp;#039; (ich werde aussagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewagte Tmesis im Lateinischen, [[Quintus Ennius|Ennius]] zugeschrieben: &amp;#039;&amp;#039;saxo cere- comminuit -brum&amp;#039;&amp;#039; „Zerbrach mit dem Stein das Gehirn ihm“.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Beispiel findet sich in [[Noam Chomsky|Noam Chomskys]] Lectures on Government and Binding: The Pisa Lectures 1981 (zit. nach 7. Auflage Berlin de Gruyter 1993, S. 195), dort nicht als gewagt taxiert; Beleg via [[Otto Skutsch]]: Studia Enniana. London 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Tmesis im Deutschen ==&lt;br /&gt;
Die Tmesis ist auch in der gesprochenen deutschen Sprache als Stilmittel verbreitet: &amp;#039;&amp;#039;Wo willst du hin?&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Wohin willst du?&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Da hat er kein Recht zu!&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Dazu hat er kein Recht!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig findet sich die Tmesis in Scherzversen, einige davon sind anonym in der Zeitschrift [[Fliegende Blätter]] überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Gerhard Grümmer]] | Titel=Spielformen der Poesie | Auflage= | Verlag=Verlag Werner Dausien | Ort=Hanau | Jahr=1985 | ISBN=3-7684-4521-6 | Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel aus der Literatur:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„die Schlacht, die uns bevor beim Strahl des Morgens steht“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::([[Heinrich von Kleist|Kleist]], &amp;#039;&amp;#039;[[Prinz Friedrich von Homburg]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die reguläre Trennung von abtrennbaren Präfixen (so genannten [[Präverb|Verbzusätzen]]) bei Zweitstellung des [[Finite Verbform|finiten Verbs]] wird als Tmesis bezeichnet: &amp;#039;&amp;#039;jemanden anlügen&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Jemand lügt jemanden an.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Glück]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Friederike Schmöe]]: &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3., neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-02056-8, Stichwort: „Tmesis“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ivo Hajnal]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Tmesis bei Homer und auf den mykenischen Linear B-Tafeln – ein chronologisches Paradox?&amp;#039;&amp;#039; - [http://www.uibk.ac.at/sprachen-literaturen/sprawi/pdf/Hajnal/b48_tmesis.pdf Onlineversion] (PDF: 324&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Grammatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Scholless</name></author>
	</entry>
</feed>