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	<title>Tjalk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:46:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tjalk&amp;diff=46494&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2024-05-30T05:39:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:TjalkIhlow.JPG|mini|Die Stahl-Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Wappen von Ihlow&amp;#039;&amp;#039; (Baujahr ca. 1900) auf dem [[Ems-Jade-Kanal]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Le tjalk de Frise De Dicke Door (14).JPG|mini|[[Backbord und Steuerbord|Backbord]]-Seitenschwert der friesischen Tjalk &amp;#039;&amp;#039;De Dicke Door,&amp;#039;&amp;#039; Baujahr 1898]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ENI 03270163 EBENHAEZER (13).JPG|mini|Tjalken haben typischerweise ein von außen an das Heck angesetztes [[Ruder]] aus Holz. Im Bild ein Detail der niederländischen &amp;#039;&amp;#039;Ebenhaezer,&amp;#039;&amp;#039; Baujahr 1893]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pallieter tijdens Tjalkenrace.jpg|mini|Die Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Pallieter&amp;#039;&amp;#039; (Bj.&amp;amp;nbsp;1899) unter voller Besegelung – Klüver, Fock und Gaffelsegel. Foto von der Segelregatta &amp;#039;&amp;#039;Tjalkenrace&amp;#039;&amp;#039; 2008]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tjalk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein historischer niederländischer, einmastiger [[Segelschiff]]typ für den Gütertransport im und am [[Wattenmeer]], also ein Wattensegler für flache Küsten- und Binnengewässer. Neben dem Einsatz in der Küstenschifffahrt wurden Tjalken bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert häufig auch als reine [[Binnenschiff|Binnen-Frachtschiffe]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein prominentes Beispiel für den Einsatz der Tjalk als Binnenfrachter ist die Geschichte der 1906 vom Stapel gelaufenen {{Webarchiv|url=http://www.museumshafen-oevelgoenne.de/index.php/helene.html |wayback=20180110054857 |text=&amp;#039;&amp;#039;Helene&amp;#039;&amp;#039; im Museumshafen Oevelgönne |archiv-bot=2023-01-22 23:47:38 InternetArchiveBot }} (abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Januar 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Vorgänger haben Tjalken im ebenfalls niederländischen Schiffstyp &amp;#039;&amp;#039;[[Bojer]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Bezeichnung „tjalk“ tauchte erstmals 1673 in einem friesischen Dokument auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
Tjalken haben einen im Verhältnis zur Länge breiten, füllig wirkenden [[Schiffsrumpf]]. Optisch wird diese Wirkung unterstützt durch ihren im Vergleich zu anderen Kleinseglern stumpfen [[Bug (Schiffbau)|Bug]] (siehe nebenstehendes Foto).&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die spitzer zulaufenden Bugpartien anderer Plattbodenschiffe wie zum Beispiel [[Ewer]] und [[Zeesenboot]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Tjalken zählen zu den [[Plattbodenschiff]]en: Um den [[Tiefgang]] des Schiffstyps auch im beladenen Zustand so gering wie möglich zu halten, hat auch dieser Typ einen gänzlich flachen Boden ohne [[Kiel (Schiffbau)|Balkenkiel]]. Deshalb ist er besonders gut zum Befahren seichter Kanäle und [[Priel]]e sowie für Küstenfahrten bei niedrigen [[Wasserstand|Wasserständen]] geeignet. Ein Nebeneffekt des flachen Bodens ist, dass Tjalken wie auch andere Plattbodenschiffe während der [[Gezeiten]] bei [[Ebbe|Tiefebbe]] aufrecht [[Trockenfallen von Wasserfahrzeugen|trockenfallen]] – das heißt, dass sie mit dem ganzen Rumpf auf Grund aufsetzen können, ohne (wie es Schiffe mit festem Kiel konstruktionsbedingt tun) in größere Schieflage zu geraten. Bei auflaufendem Wasser schwimmen Plattbodenschiffe auf der steigenden [[Flut]] selbsttätig wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachteil von Schiffsrümpfen mit flachem Boden ohne Kiel ist deren geringere Stabilität gegenüber [[Seitenwind]]; Schiffe dieser Bauart sind anfällig für das &amp;#039;&amp;#039;[[Rollen (Längsachse)|Rollen]]&amp;#039;&amp;#039; um die Längsachse des Rumpfes sowie für Abdrift vom Kurs. Um dies vermindern zu können, haben Tjalken die für Plattbodenschiffe typischen [[Schwertboot|Seitenschwerter]]. An beiden Seiten des Schiffsrumpfes (→ [[Backbord und Steuerbord]]) ist mittschiffs ein großformatiger, [[Paddel|paddel-]] bis tropfenförmiger und um eine horizontale Achse schwenkbarer Stabilisator in Brettform angebracht. Bei Seitenwind wird jeweils das auf der dem Wind abgewandten Seite (→ [[Luv und Lee|Lee]]; daher die [[Englische Sprache|englische]] Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Leeboards&amp;#039;&amp;#039; für Seitenschwerter) befindliche Schwert herunter gelassen („zu Wasser gelassen“), um das Schiff zu stabilisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.museumsweg.de/immanuel.htm Die Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Immanuel&amp;#039;&amp;#039; auf der Website des Deutschen Sielhafen-Museums in Carolinensiel] (abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;Januar 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Takelage|Takelung]] einer Tjalk besteht aus einem großen [[Gaffelsegel]] (Hauptsegel) mit kurzer [[Gaffeltakelung|Gaffel]] und langem [[Baum (Segeln)|Großbaum]] sowie einem [[Stagsegel]] ([[Fock (Segel)|Focksegel]] und optional ein [[Klüver (Segel)|Klüver]]; das Fahren von Letzterem ist Tjalken nur mit einem zusätzlichen, beweglich aufgesetzten [[Klüverbaum]] möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Neben dem [[Ewer]] gehörte die Tjalk im 19. Jahrhundert zu den in Norddeutschland verbreitetsten Schiffstypen in der regionalen Küsten- und Binnenschifffahrt. So wird der Anteil dieser beiden Typen am Gesamtbestand der Handelsflotte [[Schleswig-Holstein]]s im Jahr 1850 auf 70&amp;amp;nbsp;% geschätzt – bei einem Anteil von 35&amp;amp;nbsp;% der Ladekapazität der Flotte. Nach H.&amp;amp;nbsp;Szymanski gab es um 1900 in Norddeutschland etwa 160 hölzerne und 28 eiserne See- und Binnentjalken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.geschichte-s-h.de/kuestenschiffahrt/ |hrsg=Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte |titel=Küstenschiffahrt |werk=geschichte-s-h.de |abruf=2020-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders gut bewährten sich die ausschließlich auf niederländischen Werften gebauten eisernen Tjalken. So gehörten 1928 noch 128 eiserne Tjalken mit einer durchschnittlichen Tragkraft von jeweils 140&amp;amp;nbsp;t zur deutschen Binnenflotte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Tjalken werden heute touristisch genutzt. Beispielsweise in den Häfen rund um das [[IJsselmeer]] werden diese Schiffe häufig verchartert. Üblicherweise sind ein Kapitän und ein [[Maat (Dienstgrad)|Maat]] an Bord. Die Gäste helfen unter Anleitung des Maates bei den Segelmanövern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis einschließlich 2013 fand auf dem IJsselmeer vor der [[Provinz Noord-Holland|nordholländischen]] Kleinstadt [[Medemblik]] eine jährlich ausgerichtete [[Regattasegeln|Segelregatta]] nur für diesen Schiffstyp statt, das &amp;#039;&amp;#039;Tjalkenrace Medemblik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.medemblikactueel.nl/2013/09/17/10e-tjalkenrace-medemblik/ |titel=10e Tjalkenrace Medemblik |werk=medemblikactueel.nl |datum=2013-09-17 |sprache=nl |abruf=2020-09-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180812022623/https://www.medemblikactueel.nl/2013/09/17/10e-tjalkenrace-medemblik/ |archiv-datum=2018-08-12 |offline=ja |archiv-bot=2024-05-30 05:39:18 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.naupar.de/arrangements/begleiten-sie-uns-als-wettkampfcrew-wahrend-des-tjalken-rennens/ |titel=Begleiten Sie uns als Wettkampfcrew während des Tjalkenrennens |werk=naupar.de |abruf=2020-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch heute noch zum größten Teil im Original erhaltene Tjalken unter deutscher und unter niederländischer Flagge, die als [[Traditionsschiff]]e mit entsprechender Abnahme (in Deutschland ist das nach {{§|6|SchSV_1998|juris|text=§&amp;amp;nbsp;6 Abs&amp;amp;nbsp;1}} der [[Schiffssicherheitsverordnung]] (SchSV) das [[Sicherheitszeugnis für Traditionsschiffe]] der Berufsgenossenschaft Verkehr – zuvor SeeBG)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.schiffshistorisches-archiv.de/schiffe_zum_mitfahren.html |hrsg=Schiffshistorisches Archiv Flensburg |titel=Schiffe zum &amp;quot;Mitfahren/Mitsegeln&amp;quot; |werk=schiffshistorisches-archiv.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180415012334/http://www.schiffshistorisches-archiv.de/schiffe_zum_mitfahren.html |archiv-datum=2018-04-15 |offline=1 |abruf=2020-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als fahrende Monumente einer vergangenen Epoche zum Mitsegeln im Wattenmeer und auf angrenzenden Gewässern einladen. Eine solcher Tjalken, die „Ebenhaezer“, befindet sich als Traditionsschiff im Besitz der ostfriesischen Gemeinde [[Rhauderfehn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.rhauderfehn.de/index.php3?hid=00614&amp;amp;wid=2236 | wayback=20070929061829 | text=Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Hoffnung&amp;#039;&amp;#039; in Obhut der Schiffergilde}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den im Einsatz befindlichen Exemplaren liegen einige Tjalken als schwimmende oder trockengelegte [[Museumsschiff]]e in Museen zu den Themen Schifffahrt und Industriekultur. Beispiele sind die im Hamburger [[Museumshafen Oevelgönne]] festgemachte Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Helene&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1906&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.museumshafen-oevelgoenne.de/index.php/helene.html |wayback=20180110054857 |text=Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Helene&amp;#039;&amp;#039; auf der Website des Museumshafens Oevelgönne |archiv-bot=2023-01-22 23:47:38 InternetArchiveBot }} (abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Januar 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die im Jahr 1913 vom Stapel gelaufene &amp;#039;&amp;#039;Goede Verwachting,&amp;#039;&amp;#039; die aufgetakelt und dauerhaft in einer Halle des Duisburger [[Museum der Deutschen Binnenschifffahrt|Museums der Deutschen Binnenschifffahrt]] ausgestellt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.metropoleruhr.de/pl/freizeit-sport/ausflugsziele/duisburg/binnenschifffahrtsmuseum.html Tjalk &amp;#039;&amp;#039;Goede Verwachting&amp;#039;&amp;#039; im Deutschen Binnenschifffahrtsmuseum]. Artikel mit Foto des Schiffs auf &amp;#039;&amp;#039;metropoleruhr.de&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Januar 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Schiffstypen ==&lt;br /&gt;
Der Tjalk in Konstruktionsweise und Verwendungszweck verwandte Flachboden-Schwertboote sind neben anderen der friesische &amp;#039;&amp;#039;[[Ewer]]&amp;#039;&amp;#039; und das pommersche &amp;#039;&amp;#039;[[Zeesenboot]];&amp;#039;&amp;#039; diese beiden historischen Segelschiffstypen sind ebenfalls für den Einsatz in flachen Küstengewässern konstruiert. In der niederländischen [[Provinz Friesland]] entstand außerdem das &amp;#039;&amp;#039;Skûtsje&amp;#039;&amp;#039; ([[Westfriesische Sprache|westerlauwers]]) beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Schuitje&amp;#039;&amp;#039; ([[Niederländische Sprache|niederländisch]]; beides niederländische [[Diminutiv]]e der Schiffsbezeichnung [[Schute (Schiffstyp)|Schute]]) als Sonderform für die Binnenfrachtfahrt. Ein weiterer Verwandter der Tjalk ist der Segelschiffstyp &amp;#039;&amp;#039;Pogge,&amp;#039;&amp;#039; entwickelt für den Transport von [[Torf]] für die Fehnkultur Hollands (Fehn, von ndl. &amp;#039;&amp;#039;Veen,&amp;#039;&amp;#039; Moor → [[Moorkultivierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tjalken}}&lt;br /&gt;
*[http://www.museumsweg.de/immanuel.htm Foto und schematische Darstellung einer Tjalk] auf &amp;#039;&amp;#039;museumsweg.de&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Januar 2018)&lt;br /&gt;
*[http://www.geschichte-s-h.de/kuestenschiffahrt/ &amp;#039;&amp;#039;Zwei Spezialisten: Ewer und Tjalk&amp;#039;&amp;#039;] – Abschnitt im Artikel &amp;#039;&amp;#039;Küstenschiffahrt&amp;#039;&amp;#039; auf der Website der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (abgerufen am 9.&amp;amp;nbsp;Januar 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Segelschiffstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
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