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	<title>Titus Maria Horten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T14:42:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Titus_Maria_Horten&amp;diff=145603&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Leerzeichen korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-21T09:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Titus Maria Horten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Dominikaner|OP]] (* [[9. August]] [[1882]] in [[Elberfeld]], heute Stadtteil von [[Wuppertal]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Aloysius Laurenz Friedrich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; † [[25. Januar]] [[1936]] in [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Dominikaner]] und [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Priester (Katholizismus)|Priester]] aus der Unternehmerfamilie [[Horten (Unternehmerfamilie)|Horten]]. Der [[Seligsprechung]]sprozess ist eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Füchtel KST Titus.JPG|mini|Gedenksäule für P. Titus M. Horten auf dem Gelände des Kollegs St. Thomas in Vechta]]&lt;br /&gt;
Franz Horten entstammte einer tiefreligiösen Familie. Er wurde als Sohn des seinerzeitigen Staatsanwalts und späteren Reichsgerichtsrats [[Anton Hubert Horten]] (1838–1903) und dessen Ehefrau Sidonie Sophie Eugenie, geb. Kreuser, geboren. Nach dem Tod des Vaters trat seine Mutter in den Orden von der Heimsuchung Mariens ([[Salesianerinnen]]) ein. Einer seiner fünf Brüder wurde Priester, der ältere Paul Anton Carl Peter (1875–1925) trat den Dominikanern bei und nahm dort den [[Ordensname]]n Timotheus Maria an. Seine zwei Schwestern wurden ebenfalls [[Ordensschwester]]n. Ein weiterer Bruder von Titus war der Orientalist [[Max Horten]]. Zu seinen Neffen zählt der Kaufhausgründer [[Helmut Horten]] (sein Patenkind).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernt Engelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht am Rhein. Meine Freunde, die Geldgiganten. Der alte Reichtum.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, W. Goldmann, München 1983, ISBN 3-442-06649-2, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werdegang ===&lt;br /&gt;
Getauft wurde er auf den Namen [[Franz]]. Er besuchte eine Volksschule in [[Frankfurt am Main]] und [[Leipzig]], wo sein Vater am [[Reichsgericht]] arbeitete. Als Gymnasiast lernte er ab 1893 am Collegium Albertinum der deutschen Dominikaner in Venlo. Dort verbrachten bereits seine Brüder ihre Schulzeit. Aus gesundheitlichen Gründen legte er sein Abitur 1902 an der humanistischen [[Thomasschule zu Leipzig]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Sachse, Karl Ramshorn, Reinhart Herz: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehrer der Thomasschule zu Leipzig 1832–1912. Die Abiturienten der Thomasschule zu Leipzig 1845–1912.&amp;#039;&amp;#039; B. G. Teubner Verlag, Leipzig 1912, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er galt als durchschnittlicher Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Mutter wünschte sich ein [[Theologie]]studium des Sohnes. Er entschied sich jedoch für [[Englische Sprache|Englisch]] und [[Französische Sprache|Französisch]] und schrieb sich dafür an der Philosophischen Fakultät der [[Universität Leipzig]] ein. Weitere Studienaufenthalte hatte er an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster]], der [[Universität Grenoble]], der [[Universität London]] und der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]. 1909 promovierte er zum [[Dr. phil.]] mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache [[Daniel Defoe|Defoes]]&amp;#039;&amp;#039; an der Universität Bonn. An seinem Promotionsort gründete er vermutlich die katholische Lateinvereinigung Vinzenzverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ausgiebigen Überlegungen entschied er sich für den Ordensberuf. 1909 trat er bei den Dominikanern in [[Vechta]] ein und erhielt den Ordensnamen &amp;#039;&amp;#039;Titus Maria&amp;#039;&amp;#039;. Sein beträchtliches Erbe spendete er einem karitativen Zweck. 1910 begann er ein [[Philosophie|philosophisch]]-theologisches Studium am [[Ehemaliges Dominikanerkloster (Düsseldorf)|Dominikanerkloster]] in Düsseldorf. 1913 legte er die feierliche [[Ordensgelübde|Profess]] ab. Im gleichen Jahr ging er nach [[Rom]] und empfing dort 1915 die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Danach kehrte er nach Düsseldorf zurück und arbeitete im mittlerweile für Kriegsverletzte zum [[Lazarett]] umfunktionierten Kloster. 1917 legte er das Beichtexamen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wurde er als [[Lehrer]] an die Ordens- und Missionsschule der Dominikaner in Vechta, das heutige [[Kolleg St. Thomas der Dominikaner|Kolleg St. Thomas]], in Füchtel versetzt. Seine pädagogische Arbeit begann er unter der Leitung seines Ordensbruders [[Laurentius Siemer]]. Er unterrichtete moderne Fremdsprachen und fungierte als [[Spiritual]] und [[Beichtvater]]. 1919/1920 und von 1921 bis 1927 war er [[Prokurator]] der Missionsschule. Von 1927 bis 1933 war er [[Prior]] des Klosters. Von 1923 bis zu seinem Tode war er Direktor des neu gegründeten Albertus-Magnus-Verlags. Dieser gab eine Ordenszeitschrift, Traktate, Bücher und Kalender heraus. Zugleich war er ab 1927 [[Generalprokurator]] für die [[Chinamission]] des Ordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] 1933 verschlechterte sich die Lage für den Orden erheblich. 1935 durchsuchte die [[Gestapo]] die Büroräume des Verlages. Nachdem Pater Laurentius Siemer in Köln und [[Thomas Stuhlweissenburg]] in Düsseldorf bereits inhaftiert worden waren, wurde auch P. Titus verhaftet. Wegen angeblicher Devisenvergehen internierten sie ihn zunächst im Vechtaer Männergefängnis und später im Oldenburger Gerichtsgefängnis. Nach seiner dortigen Verurteilung am 4. November 1935 in einem Schauprozess (bei den sogenannten [[Devisenprozesse]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paulus Engelhardt]], Willehad Paul Eckert: {{Webarchiv |url= http://www.dominikaner.de/fileadmin/documents/themen/dominikaner_im_nationalsozialismus/Engelhardt-Eckert-Die_deutschen_Dominikaner_im_Dritten_Reich.pdf |wayback=20140308014632 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Dominikaner im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 207&amp;amp;nbsp;kB), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;) zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 70.000 Reichsmark konnte Horten zwar in einer [[Berufung (Recht)|Berufungsverhandlung]] einen der höchst seltenen Freisprüche während dieser Prozessreihe gegen Priester erzielen, starb aber noch vor seiner Freilassung im [[Peter Friedrich Ludwigs Hospital]] unter ungeklärten Umständen, wahrscheinlich an den Folgen von [[Isolationshaft]] und [[Mangelernährung]]. Der Gefängnisseelsorger [[Heinrich Grafenhorst]] hatte ihm noch die [[ Krankensalbung#Versehgang und Sterbesakramente|Sterbesakramente]] spenden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gedenkbuch-wuppertal.de/de/person/horten Titus Maria Horten] im &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch für die NS-Opfer aus Wuppertal&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 7. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seiner Beisetzung in Vechta nahmen mehr als 6000 Gläubige teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Beatrix Herlemann]], Karl-Ludwig Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand, Alltagsopposition und Verfolgung unter dem Nationalsozialismus in Niedersachsen. Ein Literatur- und Forschungsüberblick&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 60 (1988), S. 229–298, hier S. 245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche ehrt ihn am 25. Januar, dem Tag der Bekehrung des Apostels [[Paulus von Tarsus|Paulus]]. Im Jahr 1948 eröffnete der damalige Bischof von Münster [[Michael Keller (Bischof)|Michael Keller]] das diözesane [[Seligsprechung]]sverfahren. 2004 wurde Pater Titus der [[Heroischer Tugendgrad|heroische Tugendgrad]] attestiert. Damit darf er fortan [[ehrwürdiger Diener Gottes]] genannt werden. 1954 wurden seine sterblichen Überreste vom städtischen Friedhof in die Dominikanerkirche in Füchtel umgebettet. Dieser Feierlichkeit wohnten rund 50.000 Menschen bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/Orthographie Studien über die Sprache Defoe&amp;#039;s. I. Orthographie].&amp;#039;&amp;#039; Hanstein Verlag, Bonn 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/Defoes Studien über die Sprache Defoe&amp;#039;s].&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Hanstein Verlag, Bonn 1914.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://d-nb.info/580969762/04 Inhaltsverzeichnis der Studien über die Sprache Defoe&amp;#039;s] (PDF; 251&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/Horten Auszüge aus Briefen des Dr. Titus M. Horten O. P.]&amp;#039;&amp;#039; Albertus Magnus Verlag, Vechta 1937.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL |band=2|autor=Friedrich Wilhelm Bautz|spalten=1068–1069}}, {{Webarchiv |url=http://www.bautz.de/bbkl/h/horten_f.shtml |wayback=20070629223646 |text=bautz.de}}&lt;br /&gt;
* Hans Schlömer: &amp;#039;&amp;#039;Horten, Franz (Pater Titus Maria O.P.).&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Friedl und andere (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg]].&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft. Isensee, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5, S. 325 f. ([https://digital.lb-oldenburg.de/ihd/content/pageview/909739 Landesbibliothek Oldenburg digital]).&lt;br /&gt;
* Rainer Maria Groothuis: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste einer überstaatlichen Macht – Die deutschen Dominikaner unter der NS-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; Regensberg, Münster 2002, ISBN 3-7923-0754-5, S. 287–298 sowie 301–312.&lt;br /&gt;
* Michael Hirschfeld, [[Maria Anna Zumholz]]: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgs Priester unter NS-Terror 1932–1945. Herrschaftsalltag in Milieu und Diaspora.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-02492-6, S. 286–299.&lt;br /&gt;
* Ulrich Schulte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;P. Titus Horten OP. Ein Ordensmann im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; (= Dominikanische Quellen und Zeugnisse, Band 12). St. Benno Verlag, Leipzig 2008, ISBN 3-7462-2419-5.&lt;br /&gt;
* Ludger Fortmann: &amp;#039;&amp;#039;Pater Titus Horten (1882-1936).&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg 2015, ISBN 978-3-451-33749-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126433585}}&lt;br /&gt;
* {{Hl-Lex|b|Titus_Maria_Horten.html|Titus Maria Horten}}&lt;br /&gt;
* [https://dominikaner-vechta.de/pater-titus/biografie/ Pater Titus Horten] auf der Homepage der Dominikaner in Vechta&lt;br /&gt;
* Thomas Mollen: [https://web.archive.org/web/20090906014142/http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=144621 Spiritual, Prior und Verlagsdirektor] beim katholischen Online-Magazin &amp;#039;&amp;#039;kirchensite.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126433585|LCCN=no/2009/68657|VIAF=25595824}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Horten, Titus Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerbruder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prior]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrwürdiger Diener Gottes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Vechta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Horten (Unternehmerfamilie)|Titus Maria]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des römischen Katholizismus (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Horten, Titus Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Horten, Franz Aloysius Laurenz Friedrich (ursprünglicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dominikaner und katholischer Priester&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]], heute Stadtteil von [[Wuppertal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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