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	<title>Titel (Recht) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Titel_(Recht)&amp;diff=383194&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GeoEnn: /* Geschichte */ Latein verbessert</title>
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		<updated>2026-04-22T06:52:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Latein verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Titel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Rechtstitel&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|title}}, {{frS|titre}}) werden in der [[Rechtswissenschaft]] besondere [[Urkunde]]n bezeichnet, mit denen bestimmte [[Anspruch (Recht)|Ansprüche]] rechtskräftig festgestellt werden. Dabei kann es sich zum Beispiel um den Nachweis einer [[Forderung]] als Voraussetzung für die [[Zwangsvollstreckung]] handeln; um [[Behörde|behördliche]] oder [[notar]]ielle Urkunden; zum anderen um eine [[Auszeichnung (Ehrung)|Auszeichnung]] für besondere [[Verdienst]]e; um bestimmte [[Aufenthaltserlaubnis (Deutschland)|Aufenthaltserlaubnisse]] für [[Unionsbürgerschaft|Nicht-EU-Bürger]] in der [[Europäische Union|Europäischen Union]]; oder auch um die Anerkennung traditioneller [[Besitz]]- und Nutzungsrechte an Land wie beim australischen [[Native Title]] der [[Aborigines]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Wort Titel stammt aus dem [[römisches Recht|römischen Recht]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039;}}, „Vereinbarung, Vertrag“ oder als [[Metapher]] für „Ehre(nname), Ruhm“ sowie „Auf- oder Inschrift“). Der rechtmäßige Titel ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus iustus&amp;#039;&amp;#039;}}) ist der Inbegriff derjenigen [[Tatsache]]n, welche den darauf gegründeten [[Besitz]] an [[Sache (Recht)|Sachen]] als einen rechtmäßigen charakterisieren. Solche Tatsachen waren dingliche Verträge mit darauf folgender [[Übergabe (Recht)|Übergabe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=rUtmAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=titulus+pro+emptore&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=titulus%20pro%20emptore&amp;amp;f=false Franz Bernhöft, &amp;#039;&amp;#039;Der Besitztitel im Römischen Recht&amp;#039;&amp;#039;, 1875, S. 12]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das römische Recht verstand unter Titel meist einen [[Vertrag]] mit Besitzerwerb wie den [[Kaufvertrag]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro emptore&amp;#039;&amp;#039;}}), die [[Schenkung]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro donato&amp;#039;&amp;#039;}}), [[Ersitzung]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro dote&amp;#039;&amp;#039;}}), die [[Zahlung]] von [[Schulden]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro soluto&amp;#039;&amp;#039;}}), ferner den [[Erbfall]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro herede&amp;#039;&amp;#039;}}), das [[Vermächtnis]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro legato&amp;#039;&amp;#039;}}) sowie [[Dereliktion|Aufgabe]] der Sache durch den bisherigen Besitzer ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;titulus pro derelicto&amp;#039;&amp;#039;}}). Zum Erwerb des [[Eigentum]]s gehörte ein Grund der Möglichkeit (der &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039;) und ein Grund der Wirklichkeit ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;modus acquirendi&amp;#039;&amp;#039;}}). Das späte römische Recht entwickelte die &amp;#039;&amp;#039;titulus-modus&amp;#039;&amp;#039;-Lehre von der Eigentumsübertragung, wonach der Vertrag den Rechtsgrund der Eigentumsübertragung (&amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039;) und der &amp;#039;&amp;#039;modus&amp;#039;&amp;#039; die Besitzübergabe enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter]] befassten sich zwei [[Geistliche]] mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;titulum&amp;#039;&amp;#039;, die es für ihre Zwecke auslegten. Im Jahre 1594 griff der [[Dominikaner]]-[[Mönch]] [[Domingo de Soto]] die römische Lehre vom „titulus“ für göttliche Sachen auf,&amp;lt;ref&amp;gt;Domingo de Soto, &amp;#039;&amp;#039;Justitia et Jure libri X&amp;#039;&amp;#039;, 1594, p. 286/r. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; 1614 erläuterte der [[Jesuit]] [[Luis de Molina]] die vier legitimen Rechtstitel der [[Sklaverei]].&amp;lt;ref&amp;gt;Luis de Molina &amp;#039;&amp;#039;De iustitia et iure&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1614, Disputatio 33, Sp. 157–165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechtstitel tauchte ersichtlich erstmals 1769 in der [[Constitutio Criminalis Theresiana]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=X5hDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP5#v=onepage&amp;amp;q=rechtstitel&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Constitutio Criminalis Theresiana&amp;#039;&amp;#039;, 1769, S. 31]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1783 galt der Titel als [[Causa (Rechtsgrund)|Rechtsgrund]] für den Erwerb eines [[dingliches Recht|dinglichen Rechts]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julius Friedrich Höpfner]], &amp;#039;&amp;#039;Theoretisch-practischer Commentar über die Heineccischen Institutionen&amp;#039;&amp;#039;, 1783, § 392&amp;lt;/ref&amp;gt; und Pedant zum Modus, einer [[Gesetzliche Erwerbungsart|gesetzlichen Erwerbungsart]]. Für das [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Allgemeine Preußische Landrecht]] (PrALR) vom Juni 1794 galt als Titel der „gesetzliche Grund, vermöge dessen eine Handlung oder Begebenheit die Kraft hat, dass dadurch das Recht [auf eine Sache] erworben werden kann“ (I 2, § 132 PrALR). Der Titel eines Rechts auf fremde Sachen ist das persönliche Recht, aus dem durch die hinzukommende Erwerbungsart ein Recht auf die Sache entsteht (I 2, § 133, 134 PrALR). Der römische &amp;#039;&amp;#039;modus&amp;#039;&amp;#039; hieß Erwerbungsart und galt als die Handlung oder Begebenheit, wodurch jemand ein Recht auf eine Sache erlangt (I 2, § 131 PrALR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;titulus-modus&amp;#039;&amp;#039;-Lehre des römischen Rechts findet sich ausdrücklich im französischen [[Code civil]] (CC) vom März 1804 oder im österreichischen [[ABGB]] vom Januar 1812. Ab 1873 verwendete man in Deutschland [[Dingliches Recht (Deutschland)|dingliches Recht]] und Titel als Synonyme.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=kYEMAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA6&amp;amp;dq=titel+titulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=titel%20titulus&amp;amp;f=false Franz Hofmann, &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom titulus und modus adquirendi und von der iusta causa traditionis&amp;#039;&amp;#039;, 1873, S. 42]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Förster, &amp;#039;&amp;#039;Preußisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, Teil I, 1892, S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johann Ludwig Klüber]] stellte 1817 fest, dass das [[Kirchengut]] derjenigen Religion gehört, die es durch einen Rechtstitel erworben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Ludwig Klüber, &amp;#039;&amp;#039;Oeffentliches Recht des teutschen Bundes und der Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039;, 1817, S. 736&amp;lt;/ref&amp;gt; Das deutsche [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] vom Januar 1900 setzte die &amp;#039;&amp;#039;titulus-modus&amp;#039;&amp;#039;-Lehre im [[Trennungsprinzip (Zivilrecht)|Trennungsprinzip]] um und trennte das [[Verpflichtungsgeschäft]] (den „Titel“) vom [[Verfügungsgeschäft]] (dem „Modus“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtstitel ==&lt;br /&gt;
Das Wort Titel kann auch die Abkürzung von Rechtstiteln, insbesondere [[Vollstreckungstitel (Deutschland)|Vollstreckungstiteln]] sein. Allgemein unterscheidet man zwischen &amp;#039;&amp;#039;nicht vollstreckbaren&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;vollstreckbaren Titeln&amp;#039;&amp;#039;, je nachdem, ob aus ihnen eine [[Zwangsvollstreckungsrecht (Deutschland)|Zwangsvollstreckung]] betrieben werden kann oder nicht:&lt;br /&gt;
* Nicht vollstreckbare Titel&lt;br /&gt;
** [[Rechtskraft (Deutschland)|Rechtskräftige]] [[Urteil (Deutschland)|Urteile]] im [[Zivilrecht]], sofern sie keine [[Vollstreckungsklausel]] enthalten ({{§|724|zpo|juris}} [[Zivilprozessordnung (Deutschland)|ZPO]]). Aus ihnen kann zunächst keine Zwangsvollstreckung betrieben werden. Das Gesetz sieht Fälle vor, in denen von einer Vollstreckungsklausel abgesehen werden &amp;#039;&amp;#039;muss&amp;#039;&amp;#039;, und zwar beim [[Vollstreckungsbescheid]] ({{§|796|zpo|juris}} ZPO), [[Arrest (Zivilprozess)|Arrest]] und der [[einstweilige Verfügung|einstweiligen Verfügung]] (§{{§|929|zpo|juris}} Abs. 1,  {{§|936|zpo|juris}} ZPO).&lt;br /&gt;
** Sonstige: Wird die Vollstreckung aus einem nicht vollstreckbaren Titel betrieben, weil irrig eine Vollstreckungsklausel erteilt worden ist, so steht dem Schuldner hiergegen der [[Rechtsbehelf]] des {{§|732|zpo|juris}} ZPO zu, der dazu führt, dass die erteilte Vollstreckungsklausel [[Aufhebung (Verwaltungsakt)|aufgehoben]] wird.&lt;br /&gt;
* Vollstreckbare Titel&lt;br /&gt;
** Rechtskräftige Urteile im Zivilrecht, die eine Vollstreckungsklausel enthalten ({{§|724|zpo|juris}} ZPO). Wichtigster Vollstreckungstitel ist das [[Endurteil]] ({{§|704|zpo|juris}} ZPO). Erfüllt der [[Beklagter|Beklagte]] die von ihm im Urteil geforderten [[Handeln|Handlungen]] nicht ({{§|887|zpo|juris}} ZPO), so kann der [[Kläger]] ermächtigt werden, auf Kosten des Schuldners die Handlung vornehmen zu lassen, oder aus dem Urteil in das [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] des Beklagten vollstrecken lassen. Auch aus [[einstweilige Anordnung|einstweiligen Anordnungen]], aus einem [[Kostenfestsetzungsbeschluss]] ({{§|795a|zpo|juris}} ZPO in Verbindung mit {{§|105|zpo|juris}} ZPO) und aus den für vollstreckbar erklärten [[Schiedsspruch|Schiedssprüchen]] öffentlich-rechtlicher [[Schiedsgerichtsbarkeit|Schiedsgerichte]], sofern die Entscheidung über die Vollstreckbarkeit rechtskräftig oder für vorläufig vollstreckbar erklärt ist, kann vollstreckt werden ({{§|168|vwgo|dejure}} [[Verwaltungsgerichtsordnung|VwGO]]).&lt;br /&gt;
** Vollstreckungstitel im [[Verwaltungsverfahren]] des [[öffentliches Recht|öffentlichen Rechts]], etwa [[Steuerbescheid|Steuer-]] und [[Gebührenbescheid]]e sowie behördliche [[Pfändung]]en. Letztere erfolgen im öffentlichen Recht mittels einer durch die [[Vollstreckungsbehörde]] erlassenen [[Pfändungsverfügung]]. Behörden titulieren ihre Bescheide selbst ([[Dienstsiegel]]) und können diese nach [[Frist]]setzung selbst vollstrecken. Zahlt beispielsweise der [[Steuerpflichtiger|Steuerpflichtige]] die im Steuerbescheid mitgeteilten [[Steuer]]n bis [[Fälligkeit]] nicht, kann die [[Finanzbehörde]] im Verwaltungsweg nach {{§|249|ao_1977|juris}} Abs. 1 [[Abgabenordnung|AO]] eigenständig vollstrecken.&lt;br /&gt;
** [[Vergleich (Recht)|Vergleiche]] im Zivilrecht ({{§|794|zpo|juris}} Abs. 1 Nr. 1 ZPO) beseitigen den [[Rechtsstreit]] oder die [[Ungewissheit]] der Parteien über ein [[Rechtsverhältnis]] im Wege [[Kompromiss|gegenseitigen Nachgebens]].&lt;br /&gt;
Vollstreckbare Titel müssen die mit Dienstsiegel versehene Vollstreckungsklausel, die Bezeichnung von [[Gläubiger]] und [[Schuldner]] ({{§|750|zpo|juris}} Abs. 1 ZPO) sowie die Unterschrift der ausstellenden [[Behörde]] ([[Gericht]]) enthalten und gelten so als [[Anordnung (Recht)|rechtliche Anordnung]]. Um die Zwangsvollstreckung durchführen zu können, ist mindestens ein [[Vorläufige Vollstreckbarkeit|vorläufig vollstreckbares]] Urteil, die Erteilung einer [[Klauselverfahren|Vollstreckungsklausel]] durch das [[Prozessgericht]] und deren [[Zustellung (Deutschland)|Zustellung]] an den Schuldner erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vollstreckungsrecht kennt zudem &amp;#039;&amp;#039;titelergänzende Klauseln&amp;#039;&amp;#039; ({{§|726|zpo|juris}} Abs. 1 ZPO) sowie &amp;#039;&amp;#039;titelumschreibende Klauseln&amp;#039;&amp;#039; ({{§|727|zpo|juris}} ff. ZPO). Bei den ersteren ist die Vollstreckung vom Eintritt einer durch den Gläubiger zu beweisenden Tatsache abhängig, die letztere ermöglicht eine Vollstreckung gegen andere als die im Titel genannten Schuldner (etwa [[Rechtsnachfolge]]r).&amp;lt;ref&amp;gt;Alpmann Brockhaus, &amp;#039;&amp;#039;Fachlexikon Recht&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 1306&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titel als Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
Für besondere Verdienste um die [[Bundesrepublik Deutschland]] kann der [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] nach dem [[Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen]] (OrdenG) vom 26. Juli 1957 Titel, [[Orden und Ehrenzeichen]] verleihen. Die Bezeichnung der Titel und die Voraussetzungen ihrer Verleihung müssen durch Gesetz festgelegt werden ({{§|2|ordeng|juris}} Abs. 1 Satz 2 OrdenG). Da es ein solches Bundesgesetz bislang nicht gibt, gibt es auch keine Bundes&amp;#039;&amp;#039;titel&amp;#039;&amp;#039;, sondern nur Orden und Ehrenzeichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Creifelds]], &amp;#039;&amp;#039;[[Creifelds (Rechtswörterbuch)|Rechtswörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Auflage, 2000, S. 1320&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Bundesländer haben das Recht, Titel, Orden und Ehrenzeichen zu verleihen ({{§|1|ordeng|juris}} Abs. 2 OrdenG). So werden in den meisten Bundesländern [[Nichtakademischer Titel|nichtakademische Titel]] verliehen, außerdem Landesverdienstorden, etwa in [[Bayerischer Verdienstorden|Bayern]], [[Verdienstorden des Landes Berlin|Berlin]] oder [[Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz|Rheinland-Pfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder [[Akademischer Grad|akademische Grade]] wie der [[Doktor]]grad oder [[Nichtakademischer Titel|nichtakademische Titel]] noch [[Amtsbezeichnung|Amts-]] und [[Berufsbezeichnung]]en sind Titel im Sinne des Ordensgesetzes ({{§|2|ordeng|juris}} Abs. 2 OrdenG). Eine Verleihung von [[Adelstitel]]n ist in Deutschland seit August 1919 (Art. 109 Abs. 3 Satz 2 der [[Weimarer Reichsverfassung]]) nicht mehr möglich. Alle Familien des deutschen [[Hochadel]]s haben seitdem ihre Souveränität verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unbefugte Führung in- oder ausländischer Titel oder bestimmter [[Berufsbezeichnung]]en ist nach {{§|132a|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] ein [[Strafbarkeit|strafbarer]] [[Titelmissbrauch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titel als Gesetzesgliederung ==&lt;br /&gt;
Das Wort Titel bedeutet auch die [[Gliederung]] von [[Gesetz]]en oder sonstigen [[Rechtsnorm]]en. So ist beispielsweise das umfangreiche [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] in [[Buch|Bücher]], [[Sinnabschnitt|Abschnitte]], Titel, [[Untertitel]] und Kapitel eingeteilt, die die einzelnen [[Arbeitsgebiet|Sachgebiete]] voneinander trennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufenthaltstitel ==&lt;br /&gt;
Ein Titel im rechtlichen Sinne kann zudem eine europäische [[Aufenthaltserlaubnis (Deutschland)|Aufenthaltserlaubnis]] für [[Unionsbürgerschaft|Nicht-EU-Bürger]] in der [[Europäische Union|Europäischen Union]] betreffen. [[Ausländer]] bedürfen gemäß {{§|4|aufenthg|buzer}} Abs. 1 [[Aufenthaltsgesetz]] für die [[Einreise]] und den [[Aufenthalt]] im [[Deutschland#Staatsgebiet|Bundesgebiet]] eines [[Aufenthaltstitel]]s, sofern nicht durch EU-Recht oder durch Rechtsverordnung etwas anderes bestimmt ist oder ein sonstiges Aufenthaltsrecht besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der [[Rechtsbegriff]] [[Schuldtitel]] ist einerseits ein Synonym für Vollstreckungstitel (z. B. {{§|124|hgb|juris}} Abs. 2 [[Handelsgesetzbuch|HGB]]) und wird andererseits im [[Wertpapierrecht]] für [[Schuldverschreibung]]en aller Art und [[Genussschein]]e verwendet (z. B. {{§|2|wphg|juris}} Abs. 1 Nr. 3 [[WpHG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Wo heute noch Relikte des römischen Rechts vorhanden sind (etwa im Zivilrecht [[Österreich]]s, der [[Schweiz]], [[Frankreich]]s, [[Italien]]s, [[Spanien]]s) ist der Titel im früheren römischen Sinne noch bekannt. In Österreich und der Schweiz ist der Titel ein [[Verpflichtungsgeschäft]], der Modus das [[Verfügungsgeschäft]]. So bestimmt § 380 [[ABGB]], dass ohne Titel und ohne [[gesetzliche Erwerbungsart]] kein Eigentum erlangt werden kann. Daher ist etwa der Kaufvertrag ein „Titelgeschäft“ (§ 1062 ABGB), in welchem Käufer und Verkäufer korrespondierende [[Verpflichtung]]en übernehmen. Die [[Übereignung]] des Kaufgegenstands und des Geldes bilden den Modus. Der Modus als gesetzliche Erwerbungsart ist die [[Übergabe (Recht)|Übergabe]] (§§ 426 ff. ABGB) oder die [[Eintragung]] ins [[Grundbuch]]. In Österreich nennt man auch jede Urkunde Rechtstitel. So verlangt § 799 ABGB, dass der eine [[Erbschaft]] Erwerbende dem Gericht den Rechtstitel ([[Erbvertrag]], [[letztwillige Verfügung]] oder Gesetz) nachweisen muss. Im engeren Sinne sind wie in Deutschland die [[Exekutionstitel]] ein Rechtstitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweiz kennt zwar in Art. 714 ff. [[Zivilgesetzbuch (Schweiz)|ZGB]] die Erwerbungsarten wie im römischen Recht, vermeidet aber die Begriffe „Titel“ oder „Modus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich ist der Rechtstitel ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;titre&amp;#039;&amp;#039;}}) ein gesetzlich anerkannter oder zumindest nicht verbotener Grund, durch den eine Person zum Erwerb eines [[Gegenstand]]es berechtigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HiZHAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA221&amp;amp;dq=Rechtstitel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Rechtstitel&amp;amp;f=false Ludwig Frey, &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des französischen Civilrechts&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1840, S. 219 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rechtstitel gründen sich teilweise auf unmittelbare gesetzliche Vorschriften wie die [[Erbschaft]] (Art. 718 ff. CC), [[Schenkung]] (Art. 893 ff. CC), [[Vertrag]] (Art. 1104 ff. CC) oder [[Verjährung (Deutschland)|Verjährung]] (Art. 2219 ff. CC). Die Rechtstitel des Erwerbs sind allgemeine ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;titres universels&amp;#039;&amp;#039;}}) oder besondere Rechtstitel ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;titres particuliers&amp;#039;&amp;#039;}}), je nachdem, ob das gesamte Vermögen oder lediglich ein einziger Gegenstand erworben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angelsächsischen Bereich stellt der Rechtstitel ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;legal title&amp;#039;&amp;#039;}}) vor allem ein Eigentumsrecht ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;legal title to property&amp;#039;&amp;#039;}}) dar, wobei der ‚title‘ „das in dem Recht Schützende“ bedeutet. Der Eigentümer hat eine dingliche Berechtigung [[erga omnes]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;best title&amp;#039;&amp;#039;}}) mit umfassender Rechtsmacht ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;absolute interest&amp;#039;&amp;#039;}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Titel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4121885-1}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orden und Ehrenzeichen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwangsvollstreckungsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Asyl- und Ausländerrecht der EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetzgebungslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GeoEnn</name></author>
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