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	<title>Titanismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:05:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Titanismus&amp;diff=563500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Altsprachenfreund: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2026-03-27T11:26:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Titanismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Literaturgeschichte|literatur-]] und [[Geistesgeschichte|geistesgeschichtlicher]] Begriff, der den trotzigen Widerstand des Individuums gegenüber einer unüberwindlichen Macht bezeichnet. Abgeleitet ist der Begriff von den [[Titan (Mythologie)|Titanen]], dem urzeitlichen Göttergeschlecht der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wird der Begriff zur Kennzeichnung von Haltung und Äußerungen einiger Vertreter des [[Sturm und Drang]] verwendet, und da vor allem für den jungen [[Johann Wolfgang Goethe|Goethe]]. Am bekanntesten der einschlägigen Werke Goethes ist das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;[[Prometheus (Hymne)|Prometheus]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem der rebellische Titan [[Prometheus]] sich gleich eingangs in herausfordernder Rede an den weltbeherrschenden [[Zeus]] wendet:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Bedecke deinen Himmel, Zeus,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Mit Wolkendunst,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Und übe, dem Knaben gleich,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Der Disteln köpft,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;An Eichen dich und Bergeshöhn …&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Goethe &amp;#039;&amp;#039;Berliner Ausgabe&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, S. 327f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den beiden ebenfalls sehr bekannten Gedichten &amp;#039;&amp;#039;An Schwager Kronos&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wandrers Sturmlied&amp;#039;&amp;#039; äußert sich eine ähnliche Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptfeld des Titanismus im Sturm und Drang war aber das [[Drama]]. An erster Stelle Werke wie Goethes [[Goethes Faust|Faust]]:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Wo fass’ ich dich, unendliche Natur?&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;An denen Himmel und Erde hängt,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Dahin die welke Brust sich drängt –&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht&amp;#039; ich so vergebens?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Faust. Der Tragödie erster Teil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Ausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch die Dramen von [[Friedrich Maximilian Klinger]] (der Verfasser des für die Epoche namengebenden Dramas &amp;#039;&amp;#039;Sturm und Drang&amp;#039;&amp;#039;), [[Johann Anton Leisewitz]] und [[Jakob Michael Reinhold Lenz]] üben sich darin, dem Goetheschen [[William Shakespeare|Shakespeare]] nachzueifern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Religion in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl., Tübingen 1956–1965, Bd. 6, S. 442&amp;lt;/ref&amp;gt; Goethe schreibt über Shakespeare: „Er wetteiferte mit dem Prometheus, bildete ihm Zug vor Zug seine Menschen nach, nur in &amp;#039;&amp;#039;kolossalischer Größe&amp;#039;&amp;#039;; darin liegt&amp;#039;s, daß wir unsre Brüder verkennen; und dann belebte er sie alle mit dem Hauch &amp;#039;&amp;#039;seines&amp;#039;&amp;#039; Geistes, &amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039; redet aus allen, und man erkennt ihre Verwandtschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Goethe: &amp;#039;&amp;#039;Zum Schäkespears Tag.&amp;#039;&amp;#039; In: Berliner Ausgabe, Bd. 17, S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Überwindung des Titanismus beim älteren Goethe schreibt der Philosoph [[Hans-Georg Gadamer]]:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Der Titanismus des jungen Goethe, dessen Bezwingung in den Augen seiner Verteidiger und Verehrer die große sittliche Leistung seines Lebens ist, scheint insofern noch immer sein letztes Wort. Denn Titanismus ist das trotzige Auf-sich-selbst-Bestehen des Menschen gegenüber dem Göttlichen, wie es in Goethes Vorliebe für die Gestalt des Prometheus in seiner Jugend revolutionären Ausdruck fand. Titanismus scheint aber nicht minder die dichterische Selbsthilfe, der sich Goethe beständig und bis zuletzt vertraut.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gadamer: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9, Tübingen 1993, ISBN 3-16-146065-0, S. 78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob philosophische Haltungen späterer Zeit, insbesondere [[Friedrich Nietzsche|Nietzsche]]s Entwurf des [[Übermensch]]en mit dem Begriff des „Titanismus“ zu verbinden sind, scheint fraglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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