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	<title>Titania-Palast - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Titania-Palast&amp;diff=761999&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: /* Programm und Bedeutung */ typo</title>
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		<updated>2026-02-11T08:09:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Programm und Bedeutung: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|Behandelt den Titania-Palast in Berlin. Für das gleichnamige ehemalige Kino in [[Frankfurt-Bockenheim]] siehe [[Liste der Kulturdenkmäler in Frankfurt-Bockenheim#Basaltstraße]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:120929-Steglitz-Titania-Palast.JPG|mini|hochkant=1.5|Titania-Palast – Ansicht von der [[Schloßstraße (Berlin-Steglitz)|Schloßstraße]], 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Titania-Palast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein traditionsreiches [[Kino]] im [[Berlin]]er Bezirk [[Bezirk Steglitz-Zehlendorf|Steglitz-Zehlendorf]], das vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und bis in die 1960er Jahre weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt war. Seit Ende der 1990er Jahre befindet sich in dem Gebäude neben mehreren Geschäften ein modernes Kino mit sieben Sälen unterschiedlicher Größe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsfeier ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Schloßstr 4 (Stegl) Titania Palast.jpg|mini|[[Berliner Gedenktafel]] am Haus Schloßstraße 4 in [[Berlin-Steglitz]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung des Titania-Palastes erfolgte am 26. Januar 1928&amp;lt;ref name=&amp;quot;19280128DKJ&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|dkj|28|01|1928|5|Ein neues Großkino in Berlin|HERVORHEBUNG=Ein&amp;amp;#32;neues&amp;amp;#32;G&amp;amp;#32;ro&amp;amp;#32;ßk&amp;amp;#32;ino&amp;amp;#32;in&amp;amp;#32;Berlin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; um 20:30&amp;amp;nbsp;Uhr mit einer großen Festvorstellung. Als Luxuskino sollte der Titania-Palast Bedeutung für ganz Berlin haben. Die Eröffnungsfeier hatte selbst für Steglitz, das vormals größte Dorf [[Königreich Preußen|Preußens]], das 1920 Berliner Bezirk wurde, den Charakter einer Großveranstaltung. Von zahlreichen Schaulustigen umringt betraten die Stars des Eröffnungsfilms &amp;#039;&amp;#039;Der Sprung ins Glück&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|fil|04|02|1928|40|Berliner Filmbrief|AUTOR=[[Martin Beheim-Schwarzbach]]|HERVORHEBUNG=Titania-Palast}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Italienerin [[Carmen Boni]] und [[Hans Junkermann (Schauspieler)|Hans Junkermann]] (ein beliebter Schauspieler der [[Stummfilm]]zeit und Einwohner von Steglitz) sowie [[Magda Sonja]], [[Otto Gebühr]] und [[Hans Brausewetter]] das Gebäude über breite rote Teppiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
Das im Stil der [[Neue Sachlichkeit (Architektur)|Neuen Sachlichkeit]] von den Architekten Schöffler, Schlönbach &amp;amp; Jacobi erbaute und an amerikanischen Vorbildern orientierte [[Würfel (Geometrie)|kubische]], fast klotzige Gebäude auf dem 2700&amp;amp;nbsp;m² großen Grundstück stellte mit seiner nahezu völlig schmucklosen Fassade zum Zeitpunkt der Erbauung eine Sensation dar, die auch vom damaligen Publikum und der Presse positiv aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 18. März 1928, &amp;#039;&amp;#039;[[Film-Kurier]]&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Juli 1928&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kino war zugleich als Konzertsaal sowie Theaterbühne eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1928BUEH&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|bue|73|01|1928|512|Berlins neuestes Großkino (Bildunterschrift)|anno-plus=ja}} (Mit Nachtaufnahme des Gebäudes.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Ecke der beiden 16&amp;amp;nbsp;Meter hohen Gebäudeflügel befand sich ein nach hinten versetzter, klotzartiger Turm von 24&amp;amp;nbsp;Metern Höhe. Besonders auffällig war daneben der schlanke, 30&amp;amp;nbsp;Meter&amp;lt;ref name=&amp;quot;1928BUEH&amp;quot; /&amp;gt; hohe Beleuchtungsturm, auf dem sich noch eine sieben Meter hohe Fahnenstange befand. Mit seinen 27 Leuchtringen&amp;lt;ref name=&amp;quot;1928BUEH&amp;quot; /&amp;gt; war er weithin sichtbar. Der Turm selbst erhob sich aus langen Lichtstreifen, die den Sockel quer umgaben. Diese [[Lichtarchitektur]] wurde mit dem Lichtingenieur Ernst Hölscher entwickelt, einem Assistenten des Elektro- und Lichttechnikers [[Joachim Teichmüller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als repräsentatives Großkino mit Bühne besaß es einen großen Saal von 1920 Plätzen. Zum Zeitpunkt der Eröffnung betrugen die Preise für Kinokarten 1–3&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;19280128DKJ&amp;quot; /&amp;gt; (entspricht heute etwa {{Inflation|DE|1|1928|r=0}}–{{Inflation|DE|3|1928|r=0}}&amp;amp;nbsp;[[Euro]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Inflation-1&amp;quot;&amp;gt;Diese Zahlen wurden mit der [[Vorlage:Inflation]] ermittelt, sind auf volle EUR gerundet und beziehen sich auf Januar {{JETZIGES_JAHR}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der repräsentative Eingang des Kinos befand sich damals unmittelbar an der Ecke [[Schloßstraße (Berlin-Steglitz)|Schloß-]]/[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz#Gutsmuthsstraße*|Gutsmuthsstraße]]. Der Eingang führte zu einem großen – im Stil des [[Art déco]] ausgestalteten – [[Foyer]], in dem es auch ein [[Café]] gab und das auch die Garderobe für 1700 Personen enthielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Programm und Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Mit seiner großzügigen, modernen [[Architektur]] und seinem vielfältigen Programmangebot zog der Titania-Palast in der Zeit vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] viele Besucher an. Anfänglich wurden Stummfilme gezeigt, die von einem bis zu 60 Musikern starken Orchester begleitet und von einem Beiprogramm im Stil des [[Vaudeville]]-Theaters eingerahmt wurden. Bereits eineinhalb Jahre nach Eröffnung des Hauses waren es dann die aufkommenden [[Tonfilm]]e, die die Besucher in ihren Bann zogen. Als erster Tonfilm wurde am 29. Oktober 1929 &amp;#039;&amp;#039;The Singing Fool&amp;#039;&amp;#039; gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Filmprogramm des Titania-Palastes wurde bestimmt von [[Uraufführung]]en sowie vorwiegend leichten [[Unterhaltungsfilm]]en und [[Filmkomödie|Komödien]] aus dem Verleih der National-Film Gesellschaft. Da der Titania-Palast auch das Uraufführungskino der National-Film war, fanden hier auch die Interessentenvorführungen für die Kinobesitzer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie beabsichtigt wurde das Haus auch als Bühne genutzt. Der große Saal wurde für verschiedene Kulturveranstaltungen genutzt. Neben den Sinfonie-Konzerten des [[Berliner Philharmoniker|Philharmonischen Orchesters]], waren dies beispielsweise Kunstabende des [[Bezirksamt (Berlin)|Bezirksamts]] Steglitz oder eine [[Richard Wagner|Richard-Wagner]]-Gedächtnisfeier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mischung verschiedener Film- und Kulturangebote nach dem Vorbild [[Vereinigte Staaten|amerikanischer]] Kinos in dem modernen Filmtheater kamen beim Publikum gut an, sodass die Kino-Ecke des Titania-Palastes von der Presse in Zirkulation, Verkehr und Zulauf mit dem Kinoleben des Berliner Innenstadtbereichs verglichen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Größe von 60 Musikern konnte das Hausorchester im Spitzenbereich der [[Orchester#Filmorchester|Kinoorchester]] angesiedelt werden. In der Besetzung und Leitung des Orchesters gab es jedoch anfangs Probleme, sodass die Qualität des Orchesters zunächst bemängelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; So schrieb beispielsweise der Musik- und Theaterkritiker [[Franz Wallner-Basté]] am 7. Juni 1927 in der &amp;#039;&amp;#039;Filmmusik-Rundschau&amp;#039;&amp;#039; über die Leistungen des damaligen Hausdirigenten [[Hansheinrich Dransmann]]  wenig schmeichelhaft: „Die Bearbeitungen Hansheinrich Dransmanns […] haben auch ihr Gutes: sie sind Musterbeispiele dafür, wie es nicht gemacht werden darf. Das ist keine Filmmusik, sondern nur Musik während des Films, physiognomielos, dabei meist von ausgesuchter Minderwertigkeit und nicht einmal zeitlich gehörig auskalkuliert (Fibelaufgabe des Jllustrators !), so daß der Dirigent zu Füllseln von Fermaten und Pausen seine Zuflucht nehmen muß. Die Beziehung zur Handlung manifestiert sich, wenn es hoch kommt, im Läuten einer Sturmglocke. Aber dann läutet sie auch gleich minutenlang.“ (zit. nach: Birett, Stummfilmmusik. Materialsammlung, Anhang S. 162; zu Dransmann im Titania-Palast Steglitz vgl. S. 127–128.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Ziel der [[Nationalsozialistische Filmpolitik|nationalsozialistischen Kulturpolitik]] war eine möglichst umfassende Einbindung aller Kulturbereiche in ihre [[Propaganda]]aktivitäten. Die damalige Leitung des Titania-Palastes schwenkte schon früh auf die neue, [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische Linie]] ein, sei es aus vorauseilendem Gehorsam, aus innerer Überzeugung oder schlicht aus wirtschaftlichen Gründen. Noch bevor [[Joseph Goebbels]] am 13. März 1933 [[Reichsminister]] für Volksaufklärung und Propaganda wurde, lief im Titania-Palast ab 9. März 1933 der „große nationale Film“ &amp;#039;&amp;#039;[[Morgenrot (Film)|Morgenrot]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Universum Film AG|Ufa]]. Am 10. Oktober 1933 kam der Propaganda-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Hitlerjunge Quex]]&amp;#039;&amp;#039; auf das Programm. Am 31. Oktober 1933 folgte &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkrieg wie er wirklich war!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Filmprogramm des Titania-Palastes war daher eine Mischung aus heiter-harmloser und scheinbar unpolitischer Unterhaltung, dumpfem [[Nationalismus]] und handfesten Propagandastreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1942 wurde der Titania-Palast zusammen mit einer Reihe anderer Kinos [[Enteignung|enteignet]]. Gemeinsam mit der Ufa, die bereits 1937 unter staatliche Kontrolle kam, wurde der gesamte Filmbereich vollständig zu einem Propaganda-Werkzeug der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Da das Haus den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt überstand, konnten bis zum Kriegsende Filme gezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Einzug der [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|westlichen Alliierten]] im Juli 1945 gehörte Berlin-Steglitz zum [[Viersektorenstadt#Aufteilung Berlins|amerikanischen Sektor]]. Berlin war zu 40&amp;amp;nbsp;Prozent zerstört. Der Titania-Palast hatte jedoch nur geringfügige Bombenschäden davongetragen. Der Mangel an großen Sälen einerseits und die technische Ausstattung des Hauses auch als Bühne andererseits verhalfen dem Titania-Palast daher in den [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegsjahren]] zu einem Aufstieg als kulturelles Zentrum von Berlin. Für drei Jahre beschlagnahmten dann die Amerikaner das Haus, gestatteten jedoch die Nutzung für ausgewählte Veranstaltungen. Danach wurde es wieder dauerhaft zur deutschen Nutzung freigegeben und eine Mischung aus Kinofilmen, [[Operette]]n, [[Konzert (Musikveranstaltung)|Konzerten]] und weiteren Sonderveranstaltungen bildete das Programm. [[Musical]]s, [[Kabarett]], Filme, Hausfrauennachmittage und Unterhaltung für Kinder wechselten sich ab. Mit einer Show, die unter anderem von [[Großillusion]]en geprägt war, trat der bekannte [[Zauberkünstler]] [[Kalanag]] mit seiner Ehefrau und Assistentin Gloria de Vos&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zauber-pedia.de/index.php?title=Gloria_de_Vos Zauber-Pedia Info zu Gloria de Vos]&amp;lt;/ref&amp;gt; auch im Titania-Palast auf. Viele Weltstars der 1950er Jahre waren im Titania-Palast zu Gast. [[Hank Williams]], [[Louis Armstrong]], [[Marlene Dietrich]], [[Zarah Leander]], [[Josephine Baker]], Yehudi Menuhin und [[Maurice Chevalier]] waren die bekanntesten unter den zahlreichen Berühmtheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Mai 1945 konnten die [[Berliner Philharmoniker]] hier ihr erstes Konzert nach Kriegsende geben. Da die [[Alte Philharmonie Berlin]] zerstört war, bot das Luxuskino eine willkommene Ausweichstätte und wurde für lange Zeit ständiger Spielort des Berliner Philharmonischen Orchesters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Sing-Akademie zu Berlin]], der weltweit ältesten gemischten Chorvereinigung, 1791 gegründet, wurde der Titania-Palast nach der starken Beschädigung ihres Stammhauses am Festungsgraben in [[Berlin-Mitte]] 1943 vorübergehend zur Heimstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre nach Kriegsende, am 28. September 1947, gab der [[Vereinigte Staaten|US]]-Geigenvirtuose [[Yehudi Menuhin]] im Titania-Palast ein Konzert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berlin-Kalender 1997&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Luisenstädtischer Bildungsverein]], 1997, ISBN 3-89542-089-1, S. 177: 28. September.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühzeitig veranstaltete auch der [[RIAS]] im Titania-Palast Unterhaltungsabende, die im Radio übertragen wurden, so auch viele Auftritte der berühmten Kabarettgruppe [[Die Insulaner]]. Am 4. Dezember 1948 wurde im Titania-Palast die [[Freie Universität Berlin]] offiziell in einer feierlichen Veranstaltung eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1950 sprach [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Konrad Adenauer]] im Titania-Palast auf einer Kundgebung. Er forderte seine Zuhörer danach auf, die dritte Strophe des [[Lied der Deutschen|Deutschlandliedes]] zu singen, was als unerwünschte Einflussnahme auf die Entscheidung für die künftige deutsche Nationalhymne angesehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.konrad-adenauer.de/seite/08-mai-1950/ &amp;#039;&amp;#039;Konrad Adenauer, 8. Mai 1950.&amp;#039;&amp;#039;] www.konrad-adenauer.de, Primärquelle: BArch, VS-B 122/15 Bd. A I, Bl. 212f. Abgerufen am 4. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Escher: [https://www.tagesspiegel.de/wissen/neue-hymnen-fur-das-land-3824089.html &amp;#039;&amp;#039;Deutschlandlied: Neue Hymnen für das Land.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;, 18. April 2017, abgerufen am 5. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 26. Juni 1950 gründete sich hier der [[Kongress für kulturelle Freiheit]] (CCF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein herausragendes – im vom Krieg zerstörten Berlin sinnstiftendes – Ereignis waren 1951 die ersten [[Internationale Filmfestspiele Berlin 1951|Internationalen Filmfestspiele in Berlin]] (Berlinale) unter der Leitung von [[Alfred Bauer]]. Sechs Jahre nach Kriegsende und zwei Jahre nach dem Start des [[Internationale Filmfestspiele von Cannes|Filmfestivals von Cannes]] ging die Berlinale auf eine kulturpolitische Initiative der amerikanischen Alliierten zurück. Sie sollte einen Impuls zum Wiederaufbau der technisch und kulturell destruierten deutschen Filmindustrie geben. Diese Berlinale feierte am 6. Juni 1951 im Titania-Palast die Premiere. Als Eröffnungsfilm wurde [[Alfred Hitchcock]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Rebecca (1940)|Rebecca]]&amp;#039;&amp;#039; präsentiert, Stargast war die amerikanische Schauspielerin [[Joan Fontaine]]. Eine deutsche [[Preisgericht|Jury]] verlieh den ersten [[Goldener Bär|Goldenen Bären]] an vier Filme. Nach 1951 fanden erst im Rahmen der [[Internationale Filmfestspiele Berlin 2022|Berlinale 2022]] fanden wieder einzelne Vorführungen im Titania statt, so auch die Abschlussveranstaltung am 20. Februar 2022.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Conrad: [https://www.tagesspiegel.de/berlin/ruckkehr-zum-titania-palast-in-berlin-das-kino-in-dem-mit-hitchcock-die-erste-berlinale-eroffnet-wurde-393463.html &amp;#039;&amp;#039;Rückkehr zum Titania-Palast: Das Kino, in dem mit Hitchcock die erste Berlinale eröffnet wurde.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;, 16. Februar 2022, abgerufen am 5. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus wurde 1953 mit [[Anamorphotisches Verfahren|Cinemascope]] ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser beispiellosen Blüte folgte mit fortschreitendem Wiederaufbau Berlins, der Fertigstellung der [[Deutsche Oper Berlin|Deutschen Oper]], der [[Berliner Philharmonie|Philharmonie]], der [[Freie Volksbühne Berlin|Freien Volksbühne]] und vieler neuer Kinos ein ebenso rasanter wirtschaftlicher Niedergang. Aufgrund des [[Berliner Mauer|Mauerbaus]] und der Entwicklung des [[Fernsehen]]s im Laufe der 1960er Jahre waren die Besucherzahlen wie in anderen Kinos auch zunehmend rückläufig. Im Dezember 1965 wurde der letzte Film gezeigt und einen Monat später die letzte Operette gespielt. 1966 entging der Titania-Palast nur knapp dem [[Abbruch (Bauwesen)|Abriss]]. Dies verhinderte der Berliner Energieversorger [[Bewag (Berlin)|Bewag]], indem er einen Teil des Gebäudes pachtete. Der große Saal des Titania-Palastes wurde an [[Einzelhandel]]sgeschäfte vermietet. Weitere Gebäudeteile wurden von 1972 bis 1994 als [[Bühne (Theater)|Probebühne]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Renaissance des Kinos entstand Mitte der 1990er Jahre ein neues Nutzungskonzept. Das Gebäude wurde hierzu vollständig entkernt und umgebaut. Mit der Schließung der Probebühne begann der Bau der neuen Kinosäle, und am 24. Mai 1995 wurden nach knapp drei Jahrzehnten erstmals im Gebäude wieder Filme gezeigt. Besonders der für die zukünftige wirtschaftliche Nutzung erforderliche Einbau mehrerer Zwischendecken veränderte jedoch unwiederbringlich den Charakter des Hauses mit seinem beeindruckenden großen Kinosaal. Die alte Pracht war für immer verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung seit 1995 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Titania-Palast bei Nacht 2.jpg|mini|Titania-Palast bei Nacht, mit 1995 rekonstruierter Lichtarchitektur von Ernst Hölscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titania-Palast diente nun nicht mehr nur als Geschäftshaus, sondern auch als Kino, wenn auch in komplett neuen Räumen auf einer der neuen Zwischendecken. Der Name lebt weiter, und auch die Fassade erinnert noch an die Vergangenheit des einst berühmten Hauses an der Schloßstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eingang des Kinos &amp;#039;&amp;#039;[[Cineplex]] Titania&amp;#039;&amp;#039; liegt nicht mehr direkt an der Schloßstraße, sondern an der Seite des Gebäudes in der Gutsmuthsstraße 27/28, gegenüber dem Einkaufszentrum &amp;#039;&amp;#039;[[Forum Steglitz]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Kinoschrift an der Hauswand und ein großer Pfeil weisen den Weg. Der heutige Titania-Palast hat mit dem historischen Lichtspieltheater nur noch den Namen und den Ort gemein. Äußerlich blieben allerdings viele architektonische Merkmale des ursprünglichen Gebäudes erhalten. Das Haus besitzt sieben Vorführsäle mit insgesamt etwa 1200&amp;amp;nbsp;Plätzen und steht unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cineplex.de/berlin-steglitz/cineplex-titania/infos-und-preise/dein-kino/unsere-saele-titania |titel=Unsere Säle |abruf=2026-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09065610}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Birett]]: &amp;#039;&amp;#039;Stummfilmmusik&amp;#039;&amp;#039;. Materialsammlung. Deutsche Kinemathek Berlin 1970.&lt;br /&gt;
* Rolf Grünewald: &amp;#039;&amp;#039;Der Titania-Palast – Berliner Kino- und Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 1992, ISBN 3-89468-039-3.&lt;br /&gt;
* Brigitte Hausmann (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Neu, groß, grün – 100 Jahre Architekturmoderne im Berliner Südwesten. Groß-Berlin und die Folgen für Steglitz und Zehlendorf&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Gebrüder Mann 2020, ISBN 978-3-7861-2844-1, S. 54–59.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Titania-Palast (Berlin)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.cineplex.de/berlin-titania/ Kinoprogramm des Titania-Palastes]&lt;br /&gt;
* [https://www.flickr.com/photos/62494175@N02/6462512659 Zauberkünstler Kalanag und Gloria im Titania-Palast]&lt;br /&gt;
* [https://www.kinokompendium.de/titania_palast_kino_berlin.htm Titania-Palast] auf www.kinokompendium.de&lt;br /&gt;
* Rolf Grünewald: [http://www.gruenewald.gmxhome.de/frames.htm Geschichte des Titania-Palastes] (Online-Version seines Buches)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/27/50/N |EW=13/19/36/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4304311-2|VIAF=237390661}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kino in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinogebäude in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Neuen Sachlichkeit in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Steglitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloßstraße (Berlin-Steglitz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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