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	<title>Titan:Saphir-Laser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:38:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Titan:Saphir-Laser&amp;diff=588678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wolfgang Bor: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0 */</title>
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		<updated>2025-02-11T20:29:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Titanium sapphire oscillator.jpg|mini|Teil eines Titan:Saphir-Lasers. Der Titan:Saphir-Kristall ist das hellrot leuchtende Objekt in der linken Bildhälfte. Das grüne Licht ist vom Pumplaser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Titan:Saphir-Laser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ti&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;:[[Aluminium|Al]]&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;[[Sauerstoff|O]]&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ti:Saphir-Laser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;Ti:Sa-Laser&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Festkörperlaser]], der als optisch aktives Medium die [[Fluoreszenz]] von [[Titan (Element)|Titan]]-Ionen benutzt, die als Dotierung in einem [[Korund]] (Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)-Kristall vorliegen (siehe auch [[Titan:Saphir]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 zum ersten Mal von [[Peter Moulton]] beschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. F. Moulton |Titel=Ti-doped Sapphire: Tunable Solid-state Laser |Sammelwerk=Optics News |Band=Vol. 8 |Nummer=6 |Datum=1982 |Seiten=9-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1986 technologisch eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. F. Moulton |Titel=Spectroscopic and laser characteristics of Ti:Al2O3 |Sammelwerk=J. Opt. Soc. Am. B |Band=Vol. 3 |Nummer=1 |Datum=1986 |Seiten=125 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ersetzte er sehr schnell die [[Farbstofflaser]]. Er dominiert heute die Bereiche für &amp;#039;&amp;#039;durchstimmbare Laser&amp;#039;&amp;#039; und die Generierung [[Ultrakurzpulslaser|ultrakurzer Laserpulse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es auch Titan:Saphir-Laser gibt, die im [[Continuous wave|Dauerstrichbetrieb]] arbeiten, liegt seine Bedeutung in der Bauweise als [[Femtosekundenlaser]]. Durch eine optische Eigenschaft des Saphirkristalls beginnt der Ti:Sa bei leicht zu realisierenden Anforderungen an Fluoreszenzleistung und [[Laserresonator]] selbständig Lichtpulse mit einer Dauer von etwa 100 fs zu generieren. Der relativ einfache Aufbau, leichte Justage und günstige Preis machen den Titan:Saphir-Laser zum mit Abstand verbreitetsten Femtosekundenlaser mit weitem Einsatzgebiet in der Grundlagenforschung und in Anwendungen wie der Lasermedizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Der Ti:Sa-Laser ist ein durchstimmbarer Laser, dabei ist die [[Wellenlänge]] über einen weiten Bereich einstellbar. Dies ist möglich, weil es im Ti:Sa-Kristall mehrere mögliche Laserübergänge gibt, hier handelt es sich um unterschiedliche [[Phase (Schwingung)|Schwingungszustände]] der [[Atom]]e.&lt;br /&gt;
Der Ti:Sa-Kristall zeigt eine sehr breite [[Fluoreszenz]]bande von 670–1070&amp;amp;nbsp;nm bei einem Maximum der [[Intensität (Physik)|Intensität]] um 800&amp;amp;nbsp;nm. Durch ein [[Dispersion (Physik)|dispersives]] Element im Resonator wird davon eine Wellenlänge ausgewählt und verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absorptionsbereich des Kristalls liegt bei etwa 370–670&amp;amp;nbsp;nm, mit einem Maximum bei etwa 500&amp;amp;nbsp;nm. Dazu werden die&lt;br /&gt;
Titan:Saphir-Laser von einem zweiten Laser optisch gepumpt. Meist wird ein grüner Dauerstrichlaser, in der Regel ein frequenzverdoppelter [[Nd:YAG-Laser]] (532&amp;amp;nbsp;nm), seltener ein grüner [[Argon-Ionen-Laser|Ar&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Laser]] (514,5&amp;amp;nbsp;nm) oder ein [[Nd:YVO4-Laser|Nd:YVO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Laser]] (527–532&amp;amp;nbsp;nm) eingesetzt. Bei einer Pumpleistung von 5 bis 10&amp;amp;nbsp;W wird beim Ti:Sa-Laser eine Lichtleistung von 500&amp;amp;nbsp;mW erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Modenkopplung|modengekoppelten]] Ti:Sa-Lasern liegt die typische Pulsdauer zwischen 100 und 200 fs. Mit aufwendigen Resonatoren lassen sich Pulsdauern bis herunter zu 4&amp;amp;nbsp;fs erzielen. Dies entspricht weniger als drei Schwingperioden der Lichtwelle. Typische Pulswiederholraten liegen bei 80–100&amp;amp;nbsp;MHz mit Pulsenergien im Nanojoule-Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Laser &amp;#039;&amp;#039;[[Hercules (Laser)|Hercules]]&amp;#039;&amp;#039; des {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Center for Ultrafast Optical Science&amp;#039;&amp;#039;}} (CUOS) der [[University of Michigan]], einem der leistungsstärksten Laser der Welt, hat der Laserpuls eine Dauer von etwa 30&amp;amp;nbsp;fs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modenkopplung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:TiSa-scheme.png|mini|Prinzip der Kerr-Linsen Modenkopplung mittels fester Blende im Titan:Saphir-Laser.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise wird für den Pulsbetrieb in Titan:Saphir-Lasern das Prinzip der sogenannten [[Modenkopplung]] eingesetzt. Bei einem normalen Laser entsteht zwischen den beiden Endspiegeln des Resonators eine stehende Welle, so dass man einen kontinuierlichen Laserstrahl erhält (cw-Laser). Bei modengekoppelten Lasern hingegen läuft ein Lichtpuls zwischen den Endspiegeln hin und her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Ti:Sa ist die Modenkopplung über den elektrooptischen [[Kerr-Effekt]] realisiert. Bei hohen Intensitäten macht sich die Abhängigkeit des Brechungsindex von der elektrischen Feldstärke bemerkbar, es bildet sich eine [[Kerr-Linse]] aus, was zu einer Selbstfokussierung des Laserstrahls im Laserkristall führt. Gepulstes Licht, das eine hohe Leistung hat (im Bild hellrot), wird stärker fokussiert als cw-Licht (im Bild dunkelrot). Eine einfache Lochblende im Resonator ermöglicht so eine Unterdrückung des kontinuierlichen Betriebes, da der unfokussierte cw-Strahl stärkere Verluste erfahren würde als der durch den Kerr-Effekt fokussierte. Der gepulste Zustand wird also energetisch begünstigt und somit stabilisiert. Beim beschriebenen Verfahren wird auch eine &amp;#039;&amp;#039;hard aperture&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Möchte man im [[Strahlengang]] keine Lochblende platzieren, so lässt sich auch eine &amp;#039;&amp;#039;soft aperture&amp;#039;&amp;#039; realisieren, hierbei wird durch den Strahldurchmesser des Pumplasers bevorzugt der mittlere Bereich des Ti:Sa Strahls und damit der stärker fokussierte Puls gepumpt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Seine enorme Bandbreite macht den Laser sehr interessant für die zeitaufgelöste [[Spektroskopie]], zum Beispiel bei der [[Analyse]] [[Chemische Reaktion|chemischer Reaktionen]] oder biologischer Vorgänge mit Hilfe von &amp;#039;&amp;#039;[[Zwei-Photonen-Absorption|Zwei-Photonen]]-[[Multiphotonenmikroskop|Mikroskopie]]&amp;#039;&amp;#039;. Eine Weiterentwicklung findet seinen Einsatz in der THz-Spektroskopie. Daneben wird er, wie schon beschrieben, als Kurzpulslaser eingesetzt, um selbst als Pumplaser für größere [[Petawatt High Energy Laser for Heavy Ion Experiments|Lasersysteme]] zu dienen. In der [[Halbleiter]]industrie wird er zur [[Qualitätssicherung]] in der [[Schichtdickenmessung]] verwendet. Verstärkte Ti:Sa-Laser werden zunehmend in der Materialbearbeitung angewandt, da durch die schnelle [[Absorption (Physik)|Absorption]] Material abgetragen werden kann, ehe [[Wärme]] in das umliegende [[Werkstück]] eindringt. Auch in der Medizintechnik (z. B. bei Korrekturen von [[Fehlsichtigkeit]]en) finden diese Laser zunehmend Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Frowein |Titel=Titan-Saphir Laser - Grundlagen und Anwendungen des wichtigsten Kurzpulslasersystems |Sammelwerk=Optik &amp;amp; Photonik |Nummer=1 |Datum=2007-03 |Seiten=48-53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{elpt|titanium_sapphire_lasers|Titanium–Sapphire Lasers}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Titan Saphir Laser}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laserstrahlquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wolfgang Bor</name></author>
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