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	<title>Tischkantenprobe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:30:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tischkantenprobe&amp;diff=434205&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KlauRau: Kleinkram</title>
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		<updated>2023-02-04T23:54:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tischkantenprobe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;Placing Reaction&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Neurologie|neurologischer]] Test in der [[Tiermedizin]], der bei kleineren Tieren, vor allem [[Haushund|Hund]]en und [[Hauskatze|Katzen]], angewendet wird. Er gehört zu den sogenannten [[Haltungs- und Stellungsreaktionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür umgreift der Tierarzt das Tier mit einem Arm am Brustkorb, während die freie Hand die Augen des Tieres zuhält (auch die Verwendung einer Augenbinde ist bei schwereren Tieren möglich). Nun wird das Tier langsam mit den Vorderpfoten gegen ein Hindernis (zumeist eine Tischkante) geführt. Mit Berührung der Vorderfußrücken werden im normalen Zustand die Pfoten durch das Tier sofort auf die Tischplatte aufgesetzt. Der Test wird anschließend ohne Augenzuhalten geprüft, hier werden die Pfoten normalerweise bereits vor der Berührung der Tischkante aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einbezogene neuronale Strukturen ==&lt;br /&gt;
Mit dieser Prüfung wird eine recht komplexe [[Reflex|Reflexkette]] untersucht. Sie beginnt mit den [[Mechanorezeptor]]en der [[Haut]] ([[Taktile Wahrnehmung]], sogenannte &amp;#039;&amp;#039;epikritische Sensibilität&amp;#039;&amp;#039;). Deren Impulse werden über den Hinterstrang des [[Rückenmark]]s (&amp;#039;&amp;#039;Fasciculus cuneatus&amp;#039;&amp;#039; (BURDACH), ein Teil des [[Lemniskales System|Lemniskalen Systems]]) über den [[Hirnstamm]] zur [[Somatosensorischer Cortex|sensorischen Großhirnrinde]] (&amp;#039;&amp;#039;Cortex&amp;#039;&amp;#039;) im [[Parietallappen]] geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über eine Verschaltung zur [[Motorcortex|motorischen Cortex]] im [[Frontallappen]] wird die Antwortreaktion ausgelöst. Sie verläuft von dort über die motorischen Bahnen des [[Motoneuron#Oberes Motoneuron (UMN)|oberen Motoneurons]] (genauer über das [[Pyramidales_System|pyramidale System]]) zu den motorischen [[Wurzelzelle]]n im Rückenmark ([[Motoneuron#Unteres Motoneuron (LMN)|unteres Motoneuron]]), welche dann die entsprechenden Muskeln aktivieren. Bei der Prüfung mit offenen Augen werden zusätzlich die [[Sehbahn]] und die Verbindungen zwischen [[Visueller Cortex|visuellem]] und motorischen Cortex getestet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswertung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Prüfung mit verschlossenen Augen positiv, mit offenen Augen negativ, so liegt die Schädigung sicher nicht im [[Efferenz|efferenten]] (ausführenden) Schenkel, sondern im [[Visuelles System|visuellen System]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im umgekehrten Fall sind offensichtlich die sensible [[Afferenz]], also die Nervenbahnen zum Gehirn, oder der Parietallappen selbst betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Reaktion sowohl mit offenen als auch geschlossenen Augen gestört, liegt die Schädigung mit hoher Wahrscheinlichkeit im motorischen System, da eine gleichzeitige Schädigung von sensiblem und visuellem Cortex sehr selten ist. Bei Schädigungen des Vorderhirns (motorischer Cortex) ist die Reaktion auf der entgegengesetzten (kontralateralen) Körperseite gestört, da die [[Pyramidenbahn]] am [[Medulla oblongata|verlängerten Mark]] kreuzt. Einseitige Schädigungen der Rückenmarksbahnen, also hinter der Pyramidenkreuzung, führen zu einem Ausfall auf der gleichen Seite (ipsilateral).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[VETAMIN D]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* André Jaggy: &amp;#039;&amp;#039;Atlas und Lehrbuch der Kleintierneurologie&amp;#039;&amp;#039;. Schlütersche, Hannover 2005, ISBN 3-87706-739-5.&lt;br /&gt;
* Marc Vandevelde u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veterinärmedizinische Neurologie. Ein Leitfaden für Studium und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 2. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Paul Parey Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-8263-3224-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiermedizinische Diagnostik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KlauRau</name></author>
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