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	<title>Tiryns - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Taxtman: /* Mythologie */ Attribut hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-10-22T12:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mythologie: &lt;/span&gt; Attribut hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
|Name          = Archäologische Stätten von&amp;lt;br /&amp;gt;Mykene und Tiryns&lt;br /&gt;
|Bild          = [[Datei:Tiryns Tafel I.jpg|290px|Plan der Burg von Tiryns]]&lt;br /&gt;
|Beschriftung  = Plan der Burg von Tiryns&lt;br /&gt;
|Staats-Gebiet = {{Griechenland}}&lt;br /&gt;
|Typ           = Kultur&lt;br /&gt;
|Kriterien     = i, ii, iii, iv, vi&lt;br /&gt;
|Referenz-Nr   = 941&lt;br /&gt;
|Link          = https://whc.unesco.org/en/list/941&lt;br /&gt;
|Region        = Europa und Nordamerika&lt;br /&gt;
|Jahr          = 1999&lt;br /&gt;
|Sitzung       = &lt;br /&gt;
|Erweiterung   = &lt;br /&gt;
|Gefährdung    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tiryns&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Τίρυνς|variant=alt}}, {{elS|Τίρυνθα|Tíryntha|prefix=1}} {{F.Sg.}}) ist eine [[Stadt#Die Antike|antike Stadt]] auf der [[Peloponnes]], etwa 7&amp;amp;nbsp;km südöstlich von [[Argos (Stadt)|Argos]], am [[Argolischer Golf|Argolischen Golf]]. Die Stadt erstreckte sich auf einem bis zu 30&amp;amp;nbsp;Meter hohen Kalkfelsen, der rund 300&amp;amp;nbsp;Meter lang und 40–100&amp;amp;nbsp;Meter breit ist. Ursprünglich verlief die Küste näher an der Siedlung und war während der [[Frühe Bronzezeit|Frühbronzezeit]] zeitweise nur etwa 300 Meter vom Siedlungshügel entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Zangger]]: &amp;#039;&amp;#039;Landscape Changes around Tiryns during the Bronze Age.&amp;#039;&amp;#039; [[American Journal of Archaeology|AJA]] 98, 1994, S. 189–212, besonders S. 194–196. - [https://www.academia.edu/23835287/Landscape_Changes_around_Tiryns_during_the_Bronze_Age online] bei [[Academia.edu]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort war ab dem [[Neolithikum]] (Jungsteinzeit) besiedelt. Vom [[3. Jahrtausend v. Chr.]] an gehörte Tiryns zu den wichtigsten Zentren des [[Bronzezeit#Südliches Europa und Naher Osten|bronzezeitlichen Europas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Tiryns wurde der Sage nach von [[Proitos (Sohn des Abas)|Proitos]] als fester Stützpunkt gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Strabon]], &amp;#039;&amp;#039;Geographie&amp;#039;&amp;#039; 8,6,11: τῇ μὲν οὖν Τίρυνθι ὁρμητηρίῳ χρήσασθαι δοκεῖ Προῖτος; in der &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliotheke des Apollodor]]&amp;#039;&amp;#039; 2,2,1,3 nimmt er die Stadt ein: καταλαμβάνει.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser ließ von [[Kyklopen]] aus [[Lykien]] die Befestigungsmauer von Tiryns bauen. Proitos war der Bruder des [[Akrisios]], dessen Enkel [[Perseus (Mythologie)|Perseus]] während seiner Herrschaft in Tiryns [[Mykene]] gegründet haben soll. Zwei Generationen später diente [[Herakles]] zwölf Jahre lang dem König [[Eurystheus]], Enkel des Perseus, um sich von der Tötung seiner eigenen Kinder zu entsühnen. In dieser Zeit vollbrachte er seine berühmten [[Herakles#Die Arbeiten (ἔργα / πόνοι)|zwölf Arbeiten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheke des Apollodor&amp;#039;&amp;#039; 2,5,1,1. Die römischen Dichter nannten ihn auch „victor Tirynthius“ ([[Vergil]], &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039; 7,661–662) bzw. „Tirynthius heros“ ([[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ars amatoria]]&amp;#039;&amp;#039; 2,221; &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; 7,410 und &amp;#039;&amp;#039;[[Fasti]]&amp;#039;&amp;#039; 2,349).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Teil der Sage um den Helden [[Bellerophon]] ist in Tiryns angesiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Frau des Königs Proitos beschuldigte Bellerophon, er habe sie sexuell belästigt: [[Homer]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 6,157–170; &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheke des Apollodor&amp;#039;&amp;#039; 2,3,2; [[Maurus Servius Honoratus|Servius]], &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zu [[Vergil|Vergils]] [[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039; 5,118; [[Hyginus Mythographus|Hyginus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogiae|Fabulae]]&amp;#039;&amp;#039; 57; Hyginus, &amp;#039;&amp;#039;[[De astronomia]]&amp;#039;&amp;#039; 2, 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Schiffskatalog]] der &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; wird Tiryns zusammen mit [[Argos (Stadt)|Argos]] aufgelistet und dort „wohlummauert“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; 2,559: τειχιόεσσαν&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Könige von Tiryns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die mächtige mykenische Befestigungsmauer war in der Antike und auch bis zu den ersten Grabungen im 19. Jahrhundert immer sichtbar. Daher war eine Identifizierung des Orts mit Tiryns nie strittig, weshalb viele Reisende und Archäologen dem Ort Beachtung schenkten. So wurde Tiryns im 2. Jahrhundert n. Chr. von [[Pausanias]] besucht, den die Wehrmauern so beeindruckten, dass er sie in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung Griechenlands&amp;#039;&amp;#039; mit den Pyramiden des [[Altes Ägypten|Alten Ägyptens]] verglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der griechische Literaturwissenschaftler [[Alexandros Rhizos Rhankaves]] und der deutsche [[Philologie|Philologe]] [[Friedrich Thiersch]] 1831 eine nur einen Tag dauernde Grabung an der Oberburg unternommen hatten, führte der deutschen Archäologe [[Heinrich Schliemann]] zwischen 1876 und 1885 die ersten systematischen Ausgrabungen durch. Dabei konnte er auf dem höchsten Teil des Felsens die sogenannte Oberburg, einen [[Mykenische Kultur|mykenischen]] Palast, freilegen. Die späteren Grabungen unter der Leitung von [[Wilhelm Dörpfeld]], [[Kurt Müller (Archäologe)|Kurt Müller]] und [[Georg Karo]], die in den Jahren zwischen 1905 und 1929 durchgeführt wurden, gaben weitere Rückschlüsse auf die einstmals hervorragende Bedeutung der Stadt in prähistorischer Zeit. Seit 1976 wird Tiryns wieder systematisch von deutschen [[Archäologe]]n erforscht, bis 1986 unter der Leitung von [[Klaus Kilian]], später unter der Leitung anderer Forscher der Universität Heidelberg und des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]]. Seit 1994 leitet [[Joseph Maran]] die weiter andauernden (Stand 2020) Forschungsprojekte in Tiryns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=37/35/58/N |EW=22/48/00/E |type=city |region=GR-J|article=/|map=left}}&lt;br /&gt;
Der langgestreckte Siedlungshügel ist durch Gefälle und natürliche Gegebenheiten in drei Abschnitte unterteilt: die sogenannte Oberburg, Mittelburg und Unterburg. Die frühesten menschlichen Spuren stammen aus dem mittleren [[Neolithikum]] (ca. 5900–5400 v. Chr.). Dass sich dort bereits im Frühhelladikum&amp;amp;nbsp;II, ca. 2500–2200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. eine bedeutende Siedlung befunden hat, beweisen die Reste eines imposanten Rundbaus auf der Oberburg, um den herum weitere Bebauung aus jener Zeit festgestellt wurde. Auch im Frühhelladikum&amp;amp;nbsp;III (FH&amp;amp;nbsp;III) und dem folgenden [[Mittelhelladikum]] scheint Tiryns besiedelt gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiryns - Cyclopean masonry.jpg|mini|[[Zyklopenmauer]] bei Tiryns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiryns galerie.png|mini|Galerie der Burg von Tiryns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiryns Tafel XIII.jpg|mini|Wandmalerei im Palast von Tiryns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Späthelladikum|späthelladischen]] (mykenischen) Periode (ca. 1600–1050 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) zählte Tiryns wie [[Mykene]], [[Theben (Böotien)|Theben]], [[Pylos]] und [[Knossós]] zu den wichtigsten Zentren der kretisch-mykenischen Kultur. Damals gab es auch eine ausgedehnte Unterstadt, die den Siedlungshügel umgab. Vom ehemaligen Glanz der Stadt zeugen die sehr gut erhaltene Ruine einer königlichen Residenz auf der Oberburg, deren Wände mit kostbaren [[Fresko|Fresken]] verziert waren, und die Überbleibsel der in zyklopischer Bauweise ([[Zyklopenmauerwerk]]) errichteten Befestigungsmauern. Die Steine der Mauer waren bis zu drei Meter lang und einen Meter dick und ohne Mörtel aneinandergefügt. Die Mauer besitzt mehrere Bauphasen: Zunächst (spätestens ab dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) war nur die Oberburg geschützt. Gegen Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die gesamte Mittel- und Unterburg mit einbezogen. Schließlich –&amp;amp;nbsp;gegen 1200 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;amp;nbsp;– wurden auch [[Zisterne]]n integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser unüberwindlich scheinenden Befestigungsanlagen wurde die Oberstadt von Tiryns Anfang des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. (am Übergang von [[Späthelladisch|SH]]&amp;amp;nbsp;III&amp;amp;nbsp;B zu SH III C, ca. 1190/80 v. Chr.) zerstört. Statt Feindeinwirkung als Ursache nahm vor allem der Ausgräber Klaus Kilian, aufgrund der Lage von Trümmern eingestürzter Mauern und Einzelfunden, ein schweres [[Erdbeben]] an,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Kilian]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen in Tiryns 1977.&amp;#039;&amp;#039; [[Archäologischer Anzeiger|AA]] 1979, S. 404.&amp;lt;br /&amp;gt;Später äußerte Kilian die Vermutung, dass das Erdbeben auch Mykene in Mitleidenschaft zog:&amp;lt;br /&amp;gt;Klaus Kilian: &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen in Tiryns 1978, 1979.&amp;#039;&amp;#039; AA 1981, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt; das wahrscheinlich auch die ungefähr gleichzeitige Zerstörung von [[Midea]] verursacht habe. Kilians Interpretation fand breite, wenn auch nicht ungeteilte Unterstützung. Ab 2012 wurde die Theorie durch [[geophysik]]alische und archäo[[Seismologie|seismische]] Untersuchungen überprüft, die im Rahmen des &amp;#039;&amp;#039;HERAKLES-Projekts&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.seismo.uni-koeln.de/projects/heracles/index.htm Informationen zum Herakles-Projekt] auf der Internetseite der [[Universität zu Köln]]&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[Erdbebenstation Bensberg]] in Zusammenarbeit mit dem Ausgrabungsteam der Universität Heidelberg durchgeführt wurden. Die Ergebnisse machen ein Erdbeben als Ursache für die Zerstörungen wenig wahrscheinlich;&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Günter Hinzen: &amp;#039;&amp;#039;Archäoseismologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://publications.dainst.org/journals/efb/1628/4523 |wayback=20201201021153 |text=e-Forschungsberichte des DAI 2015 – Faszikel 3. |archiv-bot=2023-01-22 21:57:29 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; (Auszug zu Tiryns als PDF), S. 49 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein großes Erdbeben, das Tiryns und Midea zerstört hat, kommt demnach „kaum in Frage“ und auch für lokal begrenzte Erdbeben als Ursache für die Zerstörungen in Tiryns gibt es „bisher keine Nachweise“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.portal.uni-koeln.de/9015.html?&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=4871&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;cHash=4ec8fe1cf3d8b095a07f3559ce486982 |wayback=20180714193158 |text=Mykenische Paläste: Kein Untergang durch Erdbeben. |archiv-bot=2023-01-22 21:57:29 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; Pressemitteilung der Universität zu Köln.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schäden – Brandspuren fanden sich fast nur in der Oberburg – wurden bald beseitigt und die Oberstadt teilweise wieder aufgebaut. Sogar der Palast auf der Oberburg wurde teilweise weitergenutzt. Ein neues Gebäude wurde in die Ruinen des alten Palastes hineingebaut und von führenden Adligen bewohnt. Die Unterstadt scheint nach der Katastrophe sogar noch systematisch ausgebaut worden zu sein. Dieser Befund steht in Widerspruch zu dem der teilweisen Entvölkerung in anderen mykenischen Palastzentren im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. Die Stadt außerhalb der Mauern wurde auf der Schlammschicht wieder errichtet. Um weitere Katastrophen zu verhindern, errichtete man 4&amp;amp;nbsp;km östlich der Burg den [[Damm von Tiryns]] und leitete den Bach nach Süden um.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Zangger: &amp;#039;&amp;#039;Landscape Changes around Tiryns during the Bronze Age.&amp;#039;&amp;#039; AJA 98, 1994, S. 204–207, 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem wurde nach Errichtung des Damms, nach Plänen, die offenbar schon während der Palastzeit entstanden waren, ein neues Stadtviertel nordwestlich der Oberstadt errichtet, das 2013–2015 durch Maran und Papadimitriou entdeckt und erforscht wurde. Ans Licht kamen in den ältesten beiden Schichten u. a. auch viele Artefakte, die ihre engsten Parallelen in Italien haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Maran, Alkestis Papadimitriou: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Strom. Die nördliche Unterstadt von Tiryns. Ein gescheitertes Urbanisierungsprojekt der mykenischen Nachpalastzeit.&amp;#039;&amp;#039; [[Archäologischer Anzeiger|AA]] 2016/2, 2017, S. 19–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Submykenische Keramik|submykenische]] und [[protogeometrische Periode]] (ca. 1050–900 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) ist nur noch vereinzelte Besiedlung auf der Unterburg und in der Unterstadt nachweisbar. Dieses Bild setzt sich auch in der [[Geometrische Periode|geometrischen Periode]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand früh[[Archaik|archaischer]] Inschriften und aufgefundener Weihgaben kann für die archaische und [[Antikes Griechenland#Klassische Zeit|klassische Zeit]] die Verehrung der Götter [[Zeus]] und [[Athene|Athena]] nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelte Besiedlung von Tiryns lässt sich auch noch weiter im [[Hellenismus]], zur [[Römisches Reich|römischen Zeit]] bis hin zur [[Byzantinisches Reich|byzantinischen Zeit]] (10.–14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.) nachweisen. Etwa 1&amp;amp;nbsp;km östlich am westlichen Fuß des Profitis-Ilias-Hügels hat man ein [[Tholosgrab von Tiryns|Tholosgrab]] ausgegraben. Am östlichen Abhang des Hügels lag eine [[Nekropole]] mit mykenischen [[Schachtgrab|Schachtgräbern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glasverarbeitung ==&lt;br /&gt;
Bereits Schliemann berichtete vom Fund einer [[Kobaltglas|kobaltblauen]] [[Glasperle]] und anderer kleiner Fundstücke aus Glas in Tiryns. In neueren Ausgrabungen wurde durch Funde von Gussformen und Abfallprodukten der Glasverarbeitung die Existenz einer Glaswerkstätte nachgewiesen. Diese wird auf etwa 1300–1200&amp;amp;#8239;v.&amp;amp;#8239;Chr. datiert und ist somit eine der ältesten &amp;lt;!--wahrscheinlich neben Knossos DIE älteste, aber hab keine explizite Quelle dafür.--&amp;gt;nachgewiesenen Werkstätten für Glasverarbeitung in Europa. Das verarbeitete Rohglas wurde vermutlich importiert, die gefundenen dunkelblauen und türkisen Gläser gleichen in Farbe und Zusammensetzung den im [[Schiff von Uluburun]] gefundenen Rohglaszylindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Panagiotaki, L. Papazoglou-Manioudaki, G. Chatzi-Spiliopoulou, E. Andreopoulou-Mangou, Y. Maniatis, M. S. Tite, A. Shortland |Hrsg=Association Internationale pour l’Histoire du Verre |Titel=A glass workshop at the Mycenaean citadel of Tiryns in Greece |Sammelwerk=Annales du 16e Congrès |Datum=2004 |Seiten=14–16 |Sprache=en |Online=[https://www.aihv.org/en/pdf/16-4.pdf online] auf www.aihv.org |Format=PDF |KBytes=1470}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Pausanias Periegetes|Pausanias]], &amp;#039;&amp;#039;Reisen in Griechenland&amp;#039;&amp;#039; 2,25,8–25,9.&lt;br /&gt;
* [[Strabon]], &amp;#039;&amp;#039;Geographie&amp;#039;&amp;#039; 8,6,11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Tiryns.&amp;#039;&amp;#039; F.A. Brockhaus, Leipzig 1886.&lt;br /&gt;
* Kaiserlich Deutsches Archaeologisches Institut in Athen: &amp;#039;&amp;#039;Tiryns. Die Ergebnisse der Ausgrabungen des Instituts.&amp;#039;&amp;#039; 2&amp;amp;nbsp;Bände, Athen 1912.&lt;br /&gt;
* Joseph Maran: &amp;#039;&amp;#039;Tiryns. Mauern und Paläste für namenlose Herrscher.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Entdeckungen. Die Forschungen des deutschen Archäologischen Instituts im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2000, S.&amp;amp;nbsp;118&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Joseph Maran: &amp;#039;&amp;#039;Das Megaron im Megaron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; 2000, Heft&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Alkestis Papadimitriou: &amp;#039;&amp;#039;Tiryns. Historischer und archäologischer Führer.&amp;#039;&amp;#039; Esperos, Athen 2001, ISBN 960-8103-01-0.&lt;br /&gt;
* Joseph Maran: &amp;#039;&amp;#039;Tiryns.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Eric H. Cline]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Handbook of the Bronze Age Aegean (ca 3000–1000 BC).&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 2010, S. 722–734.&lt;br /&gt;
* Joseph Maran, Alkestis Papadimitriou: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Strom der Geschichte. Die nördliche Unterstadt von Tiryns: ein gescheitertes Urbanisierungsprojekt der mykenischen Nachpalastzeit.&amp;#039;&amp;#039; [[Archäologischer Anzeiger|AA]], 2. Halbband, 2016, S. 19–118. [https://www.academia.edu/36854026/Maran_and_Papadimitriou_2016_Gegen_den_Strom_der_Geschichte_Die_nordlich_Understadt_von_Tiryns_ein_gescheitertes_Urbanisierungsprojekt_der_mykenischen_Nachpalastzeit_ Online als PDF] bei [[Academia.edu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tiryns|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* Universität Heidelberg: [https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zaw/ufg/forschung/forschungen_tiryns.html Archäologische Forschungen in Tiryns]&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=941}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=KZKUWSoPsOQ Video] des [[Deutsches Archäologisches Institut|DAI]] zu Tiryns mit Aussagen von Joseph Maran bei [[YouTube]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Griechenland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf dem Peloponnes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mykenische Siedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühhelladikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf dem Peloponnes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Nafplio, Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiryns| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Taxtman</name></author>
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