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	<title>Tiroler Landesmuseum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-39401-75 am 18. Dezember 2025 um 01:34 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-18T01:34:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Museum&lt;br /&gt;
|Name             = Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum&lt;br /&gt;
|Bild             = [[Datei:Tiroler Landesmuseum (IMG 1475).jpg|280px]]&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Frontansicht des Ferdinandeums (2019)&lt;br /&gt;
|Ort              = [[Innsbruck]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad      = 47.2673275&lt;br /&gt;
|Längengrad       = 11.3977336&lt;br /&gt;
|ISO-Region       = AT-7&lt;br /&gt;
|Art              = Universalmuseum&lt;br /&gt;
|Architekt        = [[Anton Mutschlechner]],&amp;lt;br /&amp;gt; [[Natale Tommasi]]&lt;br /&gt;
|Eröffnung        = [[15. Mai]] [[1845]]&lt;br /&gt;
|Besucheranzahl   = 61.821 (2014)&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinandeum und Zeughaus.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;jb2014&amp;quot;&amp;gt;Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht 2014.&amp;#039;&amp;#039; S. 7 und 18 ({{Webarchiv |url=https://www.ferdinandeum.at/data/berichte_pdf/8/Jahresbericht_2014.pdf |text=PDF; 3,6&amp;amp;nbsp;MB |wayback=20160430135855}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Betreiber        = Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.&lt;br /&gt;
|Leitung          = [[Andreas Rudigier]]&lt;br /&gt;
|ISIL             = AT-FERD&lt;br /&gt;
|Website          = [https://www.tiroler-landesmuseen.at/haeuser/ferdinandeum/ tiroler-landesmuseen.at]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Innsbruck]], nach dem damaligen [[Ferdinand I. (Österreich)|Kronprinzen Ferdinand]] (seit 1835 Kaiser Ferdinand&amp;amp;nbsp;I.), der das Protektorat übernahm, auch einfach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ferdinandeum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wurde 1823 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Tirolisches Nationalmuseum&amp;#039;&amp;#039; als Verein gegründet. Einer der Initiatoren war [[Johann von Österreich|Erzherzog Johann]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ferdinandeum.at/info/ueber-uns/ueber-uns |wayback=20161223063913 |text=Website des Museumsvereins Ferdinandeum}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erste, ursprüngliche Museumsgebäude schuf 1842 bis 1846 der Innsbrucker Stadtbaumeister [[Anton Mutschlechner]] (1785–1846). Dieses wurde 1884–1886 erweitert und umgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sammellust.ferdinandeum.at/page/objekte/1843b |titel=Das Museum zwischen Alt- und Neubau |werk=sammellust.ferdinandeum.at |datum= |abruf=2023-01-23 |kommentar=Webseite zum Bauentwurf Mutschlechners |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230123214953/https://sammellust.ferdinandeum.at/page/objekte/1843b |archiv-datum=2023-01-23 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist eines der fünf Häuser der [[Tiroler Landesmuseen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Das Tiroler Landesmuseum wurde 1823 als Verein mit dem Zweck der „Förderung und nachhaltigen Entwicklung der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung“ in [[Tirol]] gegründet. 2007 übernahm die neu gegründete Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H. das operative Geschäft, das neben Ferdinandeum und [[Zeughaus (Innsbruck)|Zeughaus]]&amp;amp;nbsp;das [[Tiroler Volkskunstmuseum|Volkskunstmuseum]], die [[Hofkirche (Innsbruck)|Hofkirche]], [[Das Tirol Panorama]] mit [[Tiroler Kaiserjägermuseum|Kaiserjägermuseum]] sowie das Tiroler Volksliedarchiv umfasst. Seither ist der Verein, der rund 2700 Mitglieder zählt (2014)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jb2014&amp;quot; /&amp;gt;, zusammen mit dem Land Tirol Gesellschafter und Besitzer der sieben Sammlungen des Ferdinandeums und des Museumsgebäudes. Die Gesellschaft wird seit Dezember 2023 von [[Andreas Rudigier]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutschlechner Ferdinandeum 1.jpg|mini|Entwurf für das ursprüngliche Museumsgebäude von [[Anton Mutschlechner]], 1842]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiroler Landesmuseum um 1898.jpg|mini|Das Landesmuseum um 1888]]&lt;br /&gt;
Die Idee zur Errichtung eines „vaterländischen Museums für Tirol“ geht auf [[Erzherzog Johann]] zurück, der seine privaten Sammlungen der [[Universität Innsbruck]]&amp;amp;nbsp;zu Lehrzwecken überlassen wollte, was durch die Abtrennung Tirols im [[Frieden von Pressburg]] 1805 vereitelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Werner Telesko]] |Titel=Kulturraum Österreich. Die Identität der Regionen in der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Wien |Datum=2008 |ISBN=978-3-205-77720-5 |Seiten=290–294 |DOI=10.26530/oapen_437146 |Kommentar=mit PDF zum Download}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1821 verfolgte Landesgouverneur [[Karl Chotek von Chotkow|Karl Graf Chotek]] die Museumspläne. Am 2. März 1823 stimmte Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz I.]] der Gründung eines Nationalmuseums zu, am 13. Mai fand die provisorische konstituierende Generalversammlung des Museumsvereins statt. Erzherzog [[Ferdinand I. (Österreich)|Ferdinand]] übernahm das [[Schirmherr|Protektorat]] und stimmte dem Namen „Ferdinandeum“ zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlungen wurden zunächst in angemieteten Räumen im [[Stift Wilten]] und im Universitätsgebäude untergebracht. 1833 umfassten die Bestände des Museums bereits unter anderem eine Bibliothek mit 2331 Werken und 600 Urkunden, 280 Ölgemälde, 660 Graveur- und plastische Werke, 1300 Kupferstiche und 2200 Handzeichnungen vorwiegend von Tiroler Künstlern. Die zunehmende Platznot führte 1838 zu ersten Plänen für einen Museumsneubau. Als Standort wurde zunächst der Gouverneursgarten (Kleiner Hofgarten) überlegt. 1842 beschloss die Generalversammlung, das Museum nach einem Entwurf von Anton Mutschlechner im bislang unbebauten sogenannten Angerzell zu errichten. Es war damit eines der ersten Gebäude im neu angelegten Straßenzug, der heutigen Museumstraße. Am 15. Mai 1845 eröffnete Erzherzog Johann den Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 gab es erste Überlegungen zur Vergrößerung, die schließlich mit Hilfe von Spenden und Subventionen der [[Tiroler Sparkasse|Innsbrucker Sparkasse]], der Stadt Innsbruck, des Landtags und Kaiser [[Franz Joseph I.|Franz Josephs]] ab 1882 verwirklicht wurde. Die Pläne für die Aufstockung um ein Geschoß stammten vom städtischen Ingenieur [[Natale Tommasi]]. 1883 wurde die [[Firstfeier]] begangen, 1884 war der Umbau weitgehend abgeschlossen. 1886/88 wurde die Vorhalle errichtet. Die zunächst unverputzte Fassade wurde erst 1900 vollendet. 1909/10 wurde der Ostflügel nach Plänen von [[Eduard Klingler]], 1927/28 der dreistöckige Westflügel angefügt, der 1957/58 nochmals erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Geschichte Südtirols|Abtrennung Südtirols 1919]] erhob Italien Anspruch auf Teile der Sammlungen. Da das Ferdinandeum als privater Verein organisiert war, wurde das aber durch den [[Vertrag von Saint Germain]] unterbunden. Es mussten nur einige Leihgaben aus [[Südtirol]] und dem [[Trentino]] abgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 entging das Museum der Verstaatlichung. Es bestand weiter als Vereinsmuseum, nun aber unter Aufsicht und Verwaltung des [[Gauleiter]]s. 1940 wurden dennoch Verwaltung und Gebäude vom Gau [[Tirol-Vorarlberg]] übernommen, die Sammlungen verblieben wegen möglicher Ansprüche Italiens beim Museumsverein. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieben die Sammlungen zunächst im Museum, nach den ersten Bombardierungen deutscher Städte wurde ab 1942 die Auslagerung geplant. Die wertvollsten Stücke kamen zunächst ins [[Schloss Ambras]] und 1944 in das aufgelassene [[Stift Stams]]. Andere Sammlungen wurden in [[Schloss Tratzberg]], [[Schloss Sigmundsried]], [[Schloss Schneeberg]], [[Burg Lichtenwerth]], [[Schloss Friedberg (Volders)|Schloss Friedberg]], [[Schloss Matzen (Reith im Alpbachtal)|Schloss Matzen]] und [[Schloss Fügen]] untergebracht. Die geologischen und zoologischen Sammlungen verblieben im Museum. Bei einem Luftangriff am 10. April 1945 wurden das ganze Dach, alle Säle und Kabinette des zweiten Stocks östlich der Kuppel sowie Teile des ersten Stocks und des Erdgeschoßes zerstört. 1946 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, der 1949 abgeschlossen werden konnte. Bereits im Laufe des Jahres 1946 wurden alle ausgelagerten Bestände wieder rückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sammlungs und Forschungszentrum der Tiroler Landersmuseen in Hall in Tirol.jpg|mini|Sammlungs- und Forschungszentrum in Hall (2020)]]&lt;br /&gt;
Schon länger gab es Überlegungen, die naturkundlichen Sammlungen im [[Zeughaus (Innsbruck)|Zeughaus]] unterzubringen. 1959 wurde dieses vom Bund als bisherigem Besitzer dem Land übergeben und anschließend adaptiert. 1969 fand dort eine große Ausstellung über Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] statt, 1973 wurde es schließlich als Landeskundliches Museum eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der 175-Jahr-Feier 1998 wurde das Ferdinandeum erweitert und saniert. Es entstanden ein neuer zweigeschoßiger Tiefspeicher im Hofbereich, der 1999 in Betrieb genommen wurde, und ein Erweiterungsbau, der die Seitenflügel hofseitig mit einem Quertrakt verbindet und 2003 fertiggestellt wurde. Der Altbau wurde innen und außen renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2017 wurde das Sammlungs- und Forschungszentrum (SFZ) der Tiroler Landesmuseen in [[Hall in Tirol]] mit einer Grundfläche von 14.000 Quadratmetern eröffnet. Dieses dient seither als [[Depot (Museum)|Depot]] für Sammlungsobjekte sowie als Arbeitsplatz für Tischler- und Restaurierungstätigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Hrsg=Tiroler Tageszeitung Online | Titel=Monolith mit luftigem Innenleben | Datum=2017-09-09 | ISBN= | Online=https://www.tt.com/artikel/13413051/monolith-mit-luftigem-innenleben| Abruf=2020-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juli 2024 bis zum Jahr 2027 ist das Ferdinandeum umbaubedingt geschlossen. Der historische Teil des Ferdinandeums mit seiner denkmalgeschützten Fassade wird saniert. Der dahinter liegende Trakt wird abgetragen und durch neue Ausstellungsflächen und einen größeren Veranstaltungssaal ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tiroler-landesmuseen.at/ferdinandeum-baut-um/ |titel=Ferdinandeum baut um |werk=tiroler-landesmuseen.at |datum= |abruf=2024-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Michelangelo Unterberger on the Museum Ferdinandeum.jpg|mini|Fassadendetail mit Porträtkopf [[Michelangelo Unterberger]]s (2011)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ferdinandeum Innsbruck — 1. OG (Treppenhaus).jpg|mini|hochkant|Treppenhaus (2020)]]&lt;br /&gt;
Das 1842–1845 errichtete und 1882–1884 aufgestockte Gebäude ist ein monumentaler Bau im Stil der [[Neorenaissance]] mit einem flachen Mittel[[risalit]] mit Kuppel und einem dreiachsigen Portalvorbau. Die beiden [[Sphinx (ägyptisch)|Sphingen]] seitlich der Vorhalle stammen vom Bildhauer Franz Baumgartner (1903). Der dreigeschoßige Haupttrakt schließt mit den später errichteten Querflügeln einen rechteckigen Hof ein. Der mittlere Teil des Haupttraktes springt zum Hof halbrund vor und ist mit einer Kuppel gedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Tiroler Kunstkataster|id=15449|titel=Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Landesmuseum|zugriff=2015-12-16|autor=Felmayer, Wiesauer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassade weist eine stark plastische Fenstergliederung, horizontale Fries- und Gesimsbänder sowie ein Balustradengesims auf. Zwischen dem ersten und zweiten Geschoß verläuft ein [[Terrakotta]]fries mit Medaillons mit Porträtköpfen berühmter Tiroler Künstler ([[Paul Dax]], [[Gregor Löffler]], [[Alessandro Vittoria]], [[Alexander Colin]], [[Martin Knoller]], [[Joseph Schöpf]], [[Angelika Kauffmann]], [[Michelangelo Unterberger]], [[Franz Anton von Zauner|Franz Zauner]], [[Johann Baptist Lampi]], [[Joseph Anton Koch]]&amp;amp;nbsp;und [[Johann Dominik Mahlknecht|Dominikus Mahlknecht]]), die von [[Antonio Spagnoli]] geschaffen wurden. Die entsprechenden Medaillons an den Seitenfassaden blieben leer. An der Ostfassade wurde in einem davon 2011 eine von Johannes Schlögl und Markus Jestl geschaffene Büste [[Max Weiler (Maler)|Max Weilers]] aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tirv1.orf.at/stories/515440 |titel=Max Weiler am Ferdinandeum verewigt |werk=tirol.orf.at |datum=2012-04-11 |abruf=2024-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Fenstergiebeln des zweiten Obergeschoßes befinden sich die von Antonio Spagnoli in Marmor gemeißelten Porträtköpfe berühmter Tiroler Dichter und Wissenschaftler ([[Oswald von Wolkenstein]], [[Girolamo Tartarotti]], [[Joseph Resch (Historiker)|Joseph Resch]], [[Johann Anton Scopoli]], [[Peter Anich]], [[Jakob Philipp Fallmerayer]], [[Josef von Bergmann]], [[Antonio Rosmini]], [[Pius Zingerle]] und [[Hermann von Gilm]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sammellust.ferdinandeum.at/page/objekte/1884b |titel=Fassade des Ferdinandeums, 1884 |werk=sammellust.ferdinandeum.at |datum= |abruf=2023-01-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230123214953/https://sammellust.ferdinandeum.at/page/objekte/1884b |archiv-datum=2023-01-23 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassade wird von einer 3&amp;amp;nbsp;Meter hohen Statue der [[Tyrolia (Personifikation)|Tyrolia]] bekrönt, die von [[Minerva]] zur Linken und der Allegorie der Künste zur Rechten flankiert wird. Die Skulpturengruppe wurde von [[Joseph Gasser von Valhorn]] entworfen und von Antonio Spagnoli ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://tirol.orf.at/news/stories/2504664/ |wayback=20180808073439 |text=Ferdinandeum: „Tyrolia“ in neuem Glanz}} tirol.orf.at, 7. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das {{BDA Objekt Ref|39208|WD-Item=Q2436253|Innsbruck-Innsbruck/L–Z|text=denkmalgeschützte}} Gebäude ist ein typisches Beispiel für den repräsentativen Baustil der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gilt als einer der qualitätvollsten Museumsbauten in Österreich außerhalb Wiens.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bda.at/text/136/Denkmal-des-Monats/5083/Tiroler-Landesmuseum-Ferdinandeum_Museumstrasse-Nr-15-Innsbruck-Tirol Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum], Denkmal des Monats Mai 2003, Bundesdenkmalamt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St-Georg ob Tösens Reliquienschrein P6A4054.JPG|mini|Reliquienschrein aus [[St. Georg ob Tösens]] (2015)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronze statues by Johann Dominik Mahlknecht Museum Ferdinandeum 2012.jpg|mini|Skulpturen &amp;#039;&amp;#039;Terpsichore&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Venus&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Dominik Mahlknecht]] und Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Maria mit Jesus und Johannes dem Täufer&amp;#039;&amp;#039; von [[Anton Psenner]] (2012)]]&lt;br /&gt;
Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum umfasst sieben Sammlungen; neben dem eigentlichen Ferdinandeum in der Museumstraße gehören das Museum im Zeughaus (historische und technische Sammlungen zur Kulturgeschichte Tirols) und die Zweigstelle in der Feldstraße (naturwissenschaftliche Sammlungen) dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich bietet das Tiroler Landesmuseum vor allem:&lt;br /&gt;
* in den Vor- und Frühgeschichtlichen und Provinzialrömischen Sammlungen: einen Überblick von der Urgeschichte über die Römerzeit bis ins frühe Mittelalter in Tirol. Bedeutsam ist die [[Numismatik#Antike|antike Münzsammlung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Höck: &amp;#039;&amp;#039;Die antiken Münzen aus Südtirol und dem Trentino im Ferdinandeum&amp;#039;&amp;#039; (Monographien der Tiroler Landesmuseen 3). Athesia, Bozen 2021, ISBN 978-88-6839-583-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* in den Älteren Kunstgeschichtlichen Sammlungen: Kunst und Kunsthandwerk von der Romanik über die Gotik bis ins 19. Jahrhundert mit Werken von [[Michael Pacher]], [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach d.&amp;amp;nbsp;Ä.]], [[Rembrandt van Rijn]], [[Joseph Anton Koch]], [[Angelika Kauffmann]], [[Franz Defregger (Maler)|Franz Defregger]], [[Bernardo Strozzi]] oder [[Giovanni Battista Tiepolo|Giambattista Tiepolo]]. Besonders wertvoll ist die Niederländersammlung, aber auch italienische Werke sind umfangreich vertreten.&lt;br /&gt;
* in der Modernen Galerie: Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts mit ausgewählten Werken unter anderem von [[Albin Egger-Lienz]], [[Max Weiler (Maler)|Max Weiler]], [[Gustav Klimt]], [[Oskar Kokoschka]] und zeitgenössischen Tiroler Künstlern&lt;br /&gt;
* in der Grafischen Sammlung: Zeichnungen und Druckgrafik vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie zeitgenössische Fotografie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tiroler-landesmuseen.at/forschung/grafische-sammlung/ |titel=Grafische Sammlung. Handzeichnungen, Druckgrafik, Fotografien, Plakate &amp;amp; Video |werk=tiroler-landesmuseen.at |datum= |abruf=2024-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* in den Historischen Sammlungen: einen Überblick Tirols im Mittelalter bis zur Gegenwart, mit Schwerpunktthemen wie [[Andreas Hofer]], Schwazer Silberbergbau, Kartographie Tirols ([[Blasius Hueber]], [[Peter Anich]]) sowie Objekten aus der Alltagskultur&lt;br /&gt;
* in den Musiksammlungen: wertvolle Instrumente, [[Jakob Stainer|Jakob-Stainer]]-Geigen und kostbare historische Tasten- und Blasinstrumente und einen Hörraum mit Beispielen des reichen Tiroler Musikschaffens&lt;br /&gt;
* in der Bibliothek: eine ausgewählte [[Tirolensien]]sammlung (u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Oswald von Wolkenstein|Oswald-von-Wolkenstein]]-Handschrift&amp;amp;nbsp;c) oder die reichhaltige Privatbibliothek Andreas Alois Baron di Paulis von Treuheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ZdF III-16 1871.jpg|mini|hochkant|Zeitschrift des Ferdinandeums, 3. Folge, 1871]]&lt;br /&gt;
Die natur- und geisteswissenschaftliche Forschungstätigkeit des Hauses wird seit 2008 im &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlichen Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZOBODAT |pfad=publikation_series.php?id=7333 |titel=Wissenschaftliches Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es setzt die älteren Publikationsorgane des Museumsvereins fort:&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZOBODAT |pfad=publikation_series.php?id=7309 |titel=Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte, Statistik, Naturkunde und Kunst von Tirol und Vorarlberg.&amp;#039;&amp;#039; Bände 1 (1825) – 8 (1834)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg.&amp;#039;&amp;#039; Bände 1 (1835) – 12 (1846)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3/1 (1853) – 3/60 (1920)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Museum Ferdinandeum in Innsbruck.&amp;#039;&amp;#039; Bände 1 (1922) – 87 (2007; zuletzt unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1907 gegründete, im Ferdinandeum beheimatete Historische Kommission (&amp;#039;&amp;#039;Fachausschuss für Geschichte&amp;#039;&amp;#039;) ist federführender Herausgeber des [[Tiroler Urkundenbuch]]es, einer textkritischen [[Edition]] der ältesten urkundlichen Geschichtsquellen des historischen Tiroler Raums.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hannes Obermair]]: &amp;#039;&amp;#039;Edition und vormoderne Gesellschaft. Arbeitsbericht zum „Tiroler Urkundenbuch“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte und Region/Storia e regione]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1, Heft 2, 1992, {{ISSN|1121-0303}}, S. 109–119, hier: S. 112–113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Direktoren ==&lt;br /&gt;
Seit der Gründung des Museumsvereins 1823 leitete ein sogenannter [[Kurator (Museum)|Kustos]] die operativen Geschäfte des Museumsalltags. Das Anwachsen der Sammlungen bedingte die Bestellung einzelner Sammlungsverantwortlicher, die ebenfalls als Kustos bezeichnet werden. Die Gesamtgeschäfte leitet ein Direktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wesentliche Kustoden waren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik-Kabinett Niederländer 1.jpg|mini|221x221px|Das Grafik-Kabinett der Niederländer im 1. Obergeschoß des Ferdinandeums (2020)]]&lt;br /&gt;
* 1824–1833: [[Josef Heinrich von Glausen]]&lt;br /&gt;
* 1833–1837: [[Franz Karl Karpe]]&lt;br /&gt;
* 1837–1843: [[Alois Flir]]&lt;br /&gt;
* 1844–1850: Franz Wiedemann&lt;br /&gt;
* 1853–1884: Balthasar Hunold&lt;br /&gt;
* 1886–1912: [[Konrad Fischnaler]]&lt;br /&gt;
* 1912–1937: Kaspar Schwarz&lt;br /&gt;
* 1938–1955: [[Vinzenz Oberhammer]]&lt;br /&gt;
* 1955–1960: [[Erich Egg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorstände / Direktoren&lt;br /&gt;
* 1881–1887: [[Alfons Huber]]&lt;br /&gt;
* 1887–1919: [[Franz von Wieser]]&lt;br /&gt;
…&lt;br /&gt;
* 1946–1965: [[Ernst Durig]]&lt;br /&gt;
* 1960–1985: Erich Egg (ab 1960 Direktor, ab 1965 Präsident)&lt;br /&gt;
* 1985–2005: [[Gert Ammann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorstände / Direktoren der Tiroler Landesmuseen BetriebsgmbH (ab 2007)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Wolfgang Meighörner |Titel=Über die Jahre. Die Tiroler Landesmuseen 2007–2019 |Auflage=1 |Verlag=Tiroler Landesmuseen Betriebsgesellschaft mbH. |Ort=Innsbruck |Datum=2019 |ISBN=978-3-900083-84-7 |Seiten=184}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2007–2019: [[Wolfgang Meighörner]]&lt;br /&gt;
* 2019–2022: [[Peter Assmann]]&lt;br /&gt;
* 2022–2023: [[Karl C. Berger]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000140096126/tiroler-landesmuseen-geschaeftsfuehrer-assmann-tritt-ueberraschend-ab |titel=Tiroler Landesmuseen-Geschäftsführer Assmann tritt überraschend ab |werk=derstandard.at |datum=2022-10-18 |abruf=2023-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2023: [[Andreas Rudigier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{IllustrZ |Autor= |Wikisource= |Titel=Grundsteinlegung des Tyroler National-Museums zu Innsbruck |Nummer=38 |Datum=1844-03-16 |Seiten=184–185}}&lt;br /&gt;
* Ellen Hastaba: &amp;#039;&amp;#039;Programm mit Zufall und Abstrichen – gesamttirolisch ausgerichtet: Die Fassade des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.&amp;#039;&amp;#039; Band 83, 2003, S. 63–94 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/VeroeffFerd_83_0063-0094.pdf}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eröffnung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum an seinem 180. Geburtstag, am 13. Mai 2003.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.&amp;#039;&amp;#039; Band 83, 2003, S. 6–19 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/VeroeffFerd_83_0006-0019.pdf}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.tiroler-landesmuseen.at/haeuser/ferdinandeum/ Homepage]&lt;br /&gt;
* [https://www.ferdinandeum.at/ Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Museen in Innsbruck}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1007035-7|LCCN=n50079404|VIAF=139431033}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Innsbruck]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Innsbruck (Innsbruck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tirolensien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothek in Tirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1823]]&lt;/div&gt;</summary>
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