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	<title>Tippu Tip - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:03:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jordi: /* Weblinks */ lf</title>
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		<updated>2026-02-25T20:27:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tippu Tip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, westlich vom Kongo &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mutschi-Pula&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt (auch &amp;#039;&amp;#039;Tippo Tip&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tupa-Tupa&amp;#039;&amp;#039;, * 1837 oder 1838; †&amp;amp;nbsp;[[13. Juni]] [[1905]] in [[Stone Town]], [[Sansibar]]), mit richtigem Namen &amp;#039;&amp;#039;Hamed bin Juma bin Rajab bin Mohammed bin Said el-Murjebi&amp;#039;&amp;#039;, war ein ostafrikanischer [[Sklaverei|Sklaven]]- und [[Elfenbein]]händler. Er unterstützte zahlreiche europäische Forschungsreisende, arbeitete zeitweise für das [[Belgien|belgische]] Königshaus und das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] und war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten [[Ostafrika]]s seiner Zeit.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tippu_Tip_1889.jpg|mini|Tippu Tip, 1889]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Beginn der Tätigkeit als Händler ==&lt;br /&gt;
Tippu Tip war der Sohn eines [[oman]]ischen Händlers und einer Ostafrikanerin, der Tochter des Herrschers von [[Unyanyembe]] (Unjanjembe), Ifundikira. Er begann seine Karriere als Händler bereits mit siebzehn Jahren. Im Laufe seines Lebens führte er mehrere umfangreiche Expeditionen nach [[Ostafrika|Ost]]- und [[Zentralafrika]] durch. Teils mit Waffengewalt, teils durch Allianzen mit afrikanischen Herrschern errichtete er in den 1860er Jahren westlich des [[Tanganjikasee]]s ein Handelsimperium. Die 1860 von Arabern gegründete Handelsdepotstadt [[Nyangwe]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wisnicki&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://livingstoneonline.org/spectral-imaging/livingstone-in-1871 |titel=Livingstone in 1871 {{!}} Livingstone Online |abruf=2025-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; baute er ab 1874 zu seiner Residenz und zum größten [[Sklavenhandel|Sklavenumschlagplatz]] Zentralafrikas aus. Seine bewaffnete Gefolgschaft soll zeitweise aus mehr als 10.000 Leuten bestanden haben. Ihr gehörten Sklaven aus allen Teilen Ost- und Zentralafrikas sowie Händler von der ostafrikanischen Küste an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte mit Europäern ==&lt;br /&gt;
Bekannt und später berühmt wurde er in Europa durch seine Kontakte mit europäischen Forschungsreisenden und leitenden Kolonialbeamten, unter anderem [[Henry Morton Stanley]], [[Eduard Schnitzer]], [[David Livingstone]], [[Veney Cameron]], [[Hermann von Wissmann]] und [[Wilhelm Junker]], denen er bei ihren Forschungsreisen Unterstützung gewährte. Er war in [[Ujiji]] 1871 Augenzeuge des historischen Zusammentreffens von Stanley und Livingstone (&amp;#039;&amp;#039;„Dr. Livingstone, I presume?“&amp;#039;&amp;#039;). Alle Europäer beschrieben ihn als äußerst zuvorkommend, gebildet, freundlich und charismatisch. Er unterhielt in [[Sansibar (Stadt)|Sansibar]] gute Kontakte mit allen dort akkreditierten Diplomaten. Stanley bezeichnete ihn als &amp;#039;&amp;#039;schwarzen Gentleman&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gouverneur im Auftrag der belgischen Krone ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Msiri&amp;#039;s kingdom in 1880 760x460 lo-res.jpg|mini|Der Einflussbereich Tippu Tips im östlichen [[Kongobecken]] (um 1880)]]&lt;br /&gt;
Nachdem das unabhängige [[Sansibar]], in dessen Sultans Auftrag er unterwegs war, 1886 seinen Einfluss auf dem von Europäern als [[Tanganjika]] bezeichneten Festland zugunsten der [[Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft|Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft]] verlor, schloss er 1887 mit [[Leopold II. (Belgien)|Leopold&amp;amp;nbsp;II.]] eine Vereinbarung, die ihn zum Gouverneur der Region um die [[Boyomafälle|Stanley-Wasserfälle]] des [[Kongo-Freistaat]]s machte. Damit einher ging das Verbot des Sklavenhandels, das durchzusetzen er sich verpflichten musste. Diese Vereinbarung, eingeleitet durch [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|britische]] Diplomaten und mit der Einwilligung des Sultans, stieß auf den Widerstand anderer einflussreicher Händler, die dem stärker werdenden Einfluss des Kongo-Freistaates militärisch Widerstand leisten und auf den Sklavenhandel nicht verzichten wollten. An diesem Widerstand zerbrach auch die Vereinbarung Tippu Tips mit dem Freistaat nach dem Tod Sultan [[Barghasch ibn Said|Bargaschs]] von Sansibar. Nach 1891 zog sich Tippu Tip nach Sansibar zurück. Die zurückbleibenden Araber, darunter auch Tippu Tips Sohn [[Sefu bin Hamid]] zogen in den Krieg gegen den der belgischen Krone unterstehenden Kongo-Freistaat. Innerhalb von fünf Jahren wurden sie in der Folge von Leopolds Truppen vernichtend geschlagen. Das Handelsimperium zerfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit mit Deutsch-Ostafrika ==&lt;br /&gt;
Eine gewisse Rolle spielte Tippu Tip in der Geschichte der Kolonie [[Deutsch-Ostafrika]]. Er belieferte die [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika|deutsche Schutztruppe]] mit Gefolgsleuten; viele von ihnen waren ehemalige Sklaven. Die ihm von den deutschen Kolonialbehörden angebotene Tätigkeit als Gouverneur einer Provinz im Westen Tanganjikas lehnte er ab. Seine enge Zusammenarbeit mit Wissmann, der die deutsche Kolonialherrschaft mit der Bekämpfung des Sklavenhandels zu rechtfertigen pflegte, wurde in Deutschland erst später bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Winfried Speitkamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 2005, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autor ==&lt;br /&gt;
Tippu Tip verfasste bzw. diktierte im Ruhestand auf Sansibar seine Biographie auf [[Swahili (Sprache)|Swahili]].&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Downing: &amp;#039;&amp;#039;The autobiography of Hamed bin Muhamed el Murjebi, ’Tippu Tip‘&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Barcelona English Language and Literature Studies&amp;#039;&amp;#039;, 1989, Band 1, S. 61–70, hier S. 62; [http://www.raco.cat/index.php/Bells/article/view/98174/148929  raco.cat] (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist das erste Beispiel dieses Typs von autobiografischer Literatur in der ostafrikanischen Sprache.&lt;br /&gt;
* Tippu Tip, W. H. Whitely (Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Maisha ya Hamed bin Mohammed el Murjebi yaani Tippu Tip. Kwa maneno yake mwenyewe&amp;#039;&amp;#039;. (Sprachen: Swahili – Englisch). Johari za Kiswahili, Band 8, {{ZDB|411361-5}}. (Nachdruck) East Africa Literature Bureau, Kampala (u.&amp;amp;nbsp;a.) 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung durch [[Heinrich Brode]], der Tippu Tip auf Sansibar kennen gelernt hatte und das Original erstmals übersetzte:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Autobiographie des Arabers Schech Hamed bin Muhammed el Murjebi, genannt Tippu Tip&amp;#039;&amp;#039;. Transscribirt und übersetzt von Dr. H. Brode. In: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen des Seminars für Orientalische Sprachen zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Dritte Abtheilung, V, 1902, Afrikanische Studien 1902, Erster Teil S. 175; {{archive.org|bub_gb_tVspAAAAYAAJ|Blatt=n676}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Autobiographie des Arabers Schech Hamed bin Muhammed el Murjebi, genannt Tippu Tip&amp;#039;&amp;#039; (Schluss). Transscribirt und übersetzt von Dr. H. Brode. In: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen des Seminars für Orientalische Sprachen zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Dritte Abtheilung, VI, 1903, Afrikanische Studien, Zweiter Teil, S. 1; {{archive.org|bub_gb_UA_gAAAAMAAJ|Blatt=n560}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod in Sansibar ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ZanzibarTipputip.jpg|mini|Tippu Tips Wohnhaus in der Altstadt von Sansibar]]&lt;br /&gt;
1905 starb Tippu Tip in seinem Haus in der Altstadt von Sansibar an [[Malaria]]. Sein ehemaliges Wohnhaus steht dort seit 1968 unter Denkmalschutz; die Innenräume können nicht besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felix Brahm: &amp;#039;&amp;#039;Merchandise of Power. Der Waffenhandel zwischen Europa und Ostafrika (1850–1919).&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 2022, ISBN 978-3-593-51505-2, S.&amp;amp;nbsp;145–167.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Brode]]: &amp;#039;&amp;#039;Tippu Tip. Lebensbild eines zentralafrikanischen Despoten&amp;#039;&amp;#039;. Baensch, Berlin 1905; {{archive.org|tipputiplebensb00brodgoog|Blatt=n7}}.&lt;br /&gt;
** –, H. Havelock (Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Tippoo Tib. The Story of his Career in Central Africa&amp;#039;&amp;#039;. (Vorwort: [[Charles Eliot (Diplomat)|Charles Eliot]]). (englisch). Arnold, London 1907; {{archive.org|cu31924028752644|Blatt=n9}}.&lt;br /&gt;
* Iris Hahner-Herzog: &amp;#039;&amp;#039;Tippu Tip und der Elfenbeinhandel in Ost- und Zentralafrika im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Tuduv-Verlagsgesellschaft mbH, München 1990, ISBN 3-88073-363-5.&lt;br /&gt;
* Stuart Laing: &amp;#039;&amp;#039;Tippu Tip. Ivory, Slavery and Discovery in the Scramble for Africa&amp;#039;&amp;#039;. Medina Publishing Ltd., Surbiton 2017, ISBN 978-1-911487-05-0. &lt;br /&gt;
* Leda Farrant: &amp;#039;&amp;#039;Tippu Tip and the East African Slave Trade&amp;#039;&amp;#039;. Hamish Hamilton, London 1975, ISBN 978-0-241891-56-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tippu Tip}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118909223}}&lt;br /&gt;
* [[Dominic Johnson (Journalist)|Dominic Johnson]]: [https://taz.de/Die-blutige-Spur-des-Tippu-Tip/!595391/ &amp;#039;&amp;#039;Die blutige Spur des Tippu Tip.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. Juni 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118909223|LCCN=n50018892|VIAF=50024311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgische Kolonialgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsch-Ostafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kongo-Freistaat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklavenhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elfenbeinhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swahilikultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Araber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tippu Tip&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hamed bin Juma bin Rajab bin Mohammed bin Said el-Murgebi&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=arabischer Sklaven- und Elfenbeinhändler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1837 oder 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juni 1905&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stone Town]], Sansibar&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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