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	<title>Tioumliline - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:21:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tioumliline&amp;diff=2561202&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-06-25T08:38:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chapelle de Tioumliline.jpg|mini|Kapelle]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tioumliline&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Toumliline&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war von 1952 bis 1968 ein [[Benediktinerkloster]] im [[Mittlerer Atlas|Mittleren Atlas]] in der Nähe von [[Azrou]], [[Marokko]]. Es wurde 1952 von Dom Denis Martin als Ableger der [[Benediktinerabtei En-Calcat]] gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;encalcat&amp;quot;&amp;gt;Webpräsenz des Klosters d&amp;#039;En Calcat: [https://www.encalcat.com/les-fondations_36.php Histoire – Les fondations]; abgerufen am 26. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jaques Gadille: {{Webarchiv |url=http://www.abbaye-liguge.com/uploads/110.pdf |text=Dom Guéranger en son temps, 1805-18751 |wayback=20110907094259}} (PDF-Datei; 163&amp;amp;nbsp;kB); abgerufen am 26. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung des Klosters ==&lt;br /&gt;
Tioumliline liegt im [[Mittlerer Atlas|Mittleren Atlas]] auf einer Höhe von 1500 Metern, etwa 5 Kilometer südlich von [[Azrou]]. Das Kloster liegt inmitten eines von Eichen bestandenen Geländes. Im Hauptgebäude sind die [[Mönchszelle]]n untergebracht, die Küchenräume und das [[Refektorium]]. Ein weiteres Gebäude beherbergt Schlafsäle, ein Pensionat und die Bibliothek. Außerdem gehört eine Kapelle zum Gebäudekomplex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Klostergründung geht zurück bis auf das Jahr 1945, als sich der französische Arbeitgeberpräsident von [[Casablanca]], Jean Imberti, an Dom Marie de Floris, den Abt des Klosters d&amp;#039;En Calcat, wandte und ihn bat, eine Niederlassung in Marokko zu gründen. Aus verschiedenen Gründen – unter anderem, um nicht in Konkurrenz zu einem von marokkanischen Christen in Sefrou initiierten Projekt zu treten – zögerte die Abtei eine Entscheidung mehrere Jahre hinaus. Schließlich drängte der Erzbischof von Rabat, Monsignore Lefèvre, den Abt zu einem Treffen mit den religiösen Führern und Christen von Marokko. Im Oktober 1950 gab Dom Marie de Floris schließlich sein grundsätzliches Einverständnis und schickte im Januar 1951 zwei Benediktinermönche, die die Lage vor Ort erkunden sollten. Als Standort für das neue Kloster hatte das Erzbistum den Erwerb eines Kindergenesungsheimes mit zugehöriger Schule vorgeschlagen. Geleitet wurde dieses bischöfliche Anwesen von einem Diözesanpriester namens Père Gérard. Das Anwesen war jedoch mit sieben Millionen Francs verschuldet. Außerdem befanden sich die Gebäude in einem erbärmlichen Zustand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mbt&amp;quot;&amp;gt;[https://dafina.net/forums/read.php?52,292395 Monastère Bénédictin de Toumliline]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Situation kam dem Kloster 1951 die Witwe eines reichen Geschäftsmannes aus Marseille zu Hilfe, die die ausstehenden Schulden beglich und weitere finanzielle Hilfen in Aussicht stellte. Die Abtei beschloss daraufhin die Einrichtung eines provisorischen Klosters in Tioumliline. Nach fast zweijährigen Verhandlungen und Planungen zogen am 7. Oktober 1952 20 Mönche unter der Führung von Dom Denis Martin in die baufälligen Gebäude ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mbt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der stürmischen Zeit nach der Unabhängigkeit Marokkos war das Kloster ein wichtiger Treffpunkt marokkanischer Intellektueller und ein anerkanntes Zentrum der Begegnung von Christen, Muslimen und Juden. Auch der abstrakte Maler [[Jilali Gharbaoui]], der 1957 das Kloster erstmals besuchte, fand hier Zuflucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salam&amp;quot;&amp;gt;Naima Salam: [http://books.google.de/books?id=IaatYJrwZJYC&amp;amp;pg=PA130&amp;amp;lpg=PA130 Marokkanische und europäische Kunsttraditionen als Inspirationsquelle für die marokkanische Malerei der Gegenwart], LIT Verlag Münster, 2004, ISBN 978-3-8258-7361-5, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Azzouz Tnifass: [http://books.google.de/books?id=WA7sfiB2X-0C&amp;amp;pg=PA46 Jilali Gharbaoui – Collection regards obliques], Marsam Editions, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Protesten der muslimischen Bevölkerung von [[Azrou]] – man verdächtigte die Mönche des [[Proselytismus]] – musste Tioumliline 1968 auf Geheiß von König [[Hassan II.]] als Kloster aufgegeben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salam&amp;quot; /&amp;gt; Es diente noch bis in die 1980er Jahre als Berufsbildungszentrum, wurde dann aber endgültig geschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McGuiness&amp;quot;&amp;gt;Justin McGuiness: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=ldBtziUKLRIC&amp;amp;pg=PA243 FOOTPRINT MOROCCO HANDBOOK]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Ausgabe, Footprint Travel Guides, 2003, ISBN 978-1-903471-63-0, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordensgründungen ==&lt;br /&gt;
Von Tioumliline aus wurden die Ordensklöster in Koubri (Burkina Faso) und Bouaké (Elfenbeinküste) gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;encalcat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Sommerkurse ==&lt;br /&gt;
Von 1956 bis 1959 fanden in Tioumliline internationale Sommerkurse (&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Cours Internationaux d&amp;#039;été de Tioumliline&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;) statt, die durch die Teilnahme von Christen, Muslimen und Juden einen interkonfessionellen Gedankenaustausch darstellten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marie-Rose Mayeux: [https://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/assr_0003-9659_1960_num_9_1_2677 Cours Internationaux d&amp;#039;été de Toumliline 1956–1957-1958-1959]; Archives des sciences sociales des religions, 1960, vol. 9, n° 1, S. 81–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kloster erfuhr in dieser Zeit die Unterstützung des Königs von Marokko, [[Mohammed V. (Marokko)|Mohammed V.]], der sich für eine geistige Öffnung des Landes einsetzte:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Le Maroc nouveau n’entend nullement s’isoler et se refermer sur lui-même. Nous avons la ferme volonté de faire de ce pays une communauté ouverte entretenant des relations avec tous les pays sur la base de la coopération et de l’échange&lt;br /&gt;
 |Sprache=fr&lt;br /&gt;
 |Autor=Mohammed V&lt;br /&gt;
 |Quelle=Empfang der Kongressteilnehmer von Tioumliline, Königspalast Rabat, 29. August 1956&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Das neue Marokko hat nicht die Absicht, sich zu isolieren und sich einzuschließen. Wir haben den starken Wunsch, aus diesem Land eine offene Gemeinschaft zu machen, das Beziehungen mit allen Ländern auf der Basis von Zusammenarbeit und gegenseitigem Austausch pflegt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;«Réception par S.M. le Roi du Maroc des congressistes de Tioumliline», Palast von Rabat, 29. August 1956, in: Le Maroc à l’heure de l’indépendance, Sa Majesté Mohammed V, op. citée, p. 325; zitiert auf Historiographie des décolonisations&lt;br /&gt;
et des nationalismes du Maghreb: {{Webarchiv |url=http://www.hermes.jussieu.fr/rephisto.php?id=2 |text=Le Maroc et l’espace méditerranéen – 1956-1965 |wayback=20090210102532}}; abgerufen am 27. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cloître de Tioumliline.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
* Tioumliline wird in der Autobiographie &amp;quot;Gefangener Gottes&amp;quot; des ehemaligen Benediktinermönchs Michel Benoît erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michel Benoît: &amp;#039;&amp;#039;Prisonnier de dieu.&amp;#039;&amp;#039; 1992, Fixot, Paris; Deutsche Erstveröffentlichung unter dem Titel &amp;quot;Gefangener Gottes&amp;quot; 1993 bei Bastei-Lübbe, ISBN 3-404-61272-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das verlassene Kloster diente als Drehort für den 2010 veröffentlichten französischen Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Des hommes et des dieux&amp;#039;&amp;#039;, der unter dem Titel &amp;quot;[[Von Menschen und Göttern]]&amp;quot; in die deutschen Kinos kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Amis de Tioumliline (Azrou, Maroc). Tioumliline un monastère bénédictin au Maroc. [S.l.]: Les amis de Tioumliline, 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tioumliline|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://azrou.anciens.free.fr/benhlal.htm Un espace de liberté pour les collégiens: le monastère de Tioumliline] (französisch)&lt;br /&gt;
* [https://dafina.net/forums/read.php?52,292395 Monastère Bénédictin de Toumliline] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=33.419917|EW=-5.208856|type=landmark|region=MA-IFR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Benediktinerkloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fès-Meknès]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Marokko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Religion (Marokko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1968]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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