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	<title>Timor - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;InkoBot: Bot: Syntaxumstellung Klappboxen (Klappleiste)</title>
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		<updated>2025-08-05T16:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Syntaxumstellung Klappboxen (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Klappleiste&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Klappleiste (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Klappleiste&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=&lt;br /&gt;
|BILD1=Timor island2.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Foto aus dem Weltall&lt;br /&gt;
|BILD2=&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=[[Bandasee]], [[Sawusee]], [[Timorsee]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE=[[Timorarchipel]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=9/13/33/S&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=124/56/13/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=TL/ID&lt;br /&gt;
|KARTE=ID - Timor.PNG&lt;br /&gt;
|POSKARTE=&lt;br /&gt;
|LAENGE=476&lt;br /&gt;
|BREITE=102&lt;br /&gt;
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|ERHEBUNG=[[Tatamailau]]&lt;br /&gt;
|HOEHE=2963&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=[[Dili]] ([[Osttimor]])&amp;lt;br/&amp;gt;[[Kupang]] ([[Indonesien]])&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-PREFIX=etwa&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=3300000&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-ART=&lt;br /&gt;
|ZENSUS=2020&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Timor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit 33.850&amp;amp;nbsp;km² die größte der [[Kleine Sundainseln|Kleinen Sundainseln]]. Der [[Timorarchipel]] einschließlich [[Roti (Insel)|Roti]] ist der größte Archipel der östlichen Kleinen Sundainseln im Osten des [[Malaiischer Archipel|Malaiischen Archipels]].  Die Insel teilt sich in das [[Indonesien|indonesische]] [[Westtimor]] und den Staat [[Osttimor]] mit seiner [[Exklave]] [[Oe-Cusse Ambeno]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Übersicht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:East Timor map mhn.jpg|mini|links|Übersichtskarte Timors]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel Timor (etwa 125° Ost und 9° Süd) ist 476&amp;amp;nbsp;km lang und bis zu 102&amp;amp;nbsp;km breit und erstreckt sich in west-östlicher Richtung, wobei die Westspitze 216&amp;amp;nbsp;km südlicher liegt als die Ostspitze. Timor ist die östlichste der Kleinen Sundainseln ([[Bahasa Indonesia|indon.]] &amp;#039;&amp;#039;timur&amp;#039;&amp;#039;, Osten). [[Flores (Indonesien)|Flores]] liegt einige hundert Kilometer in Westnordwest jenseits der [[Sawusee]]. Nördlich liegen das [[Alor]]archipel, jenseits der [[Straße von Ombai]], und [[Wetar]], jenseits der [[Straße von Wetar]]. 1100 Kilometer östlich von Timor liegt [[Neuguinea]], jenseits der [[Bandasee]]. Südlich befindet sich jenseits der [[Timorsee]] [[Australien]]. Vorgelagerte Inseln sind [[Semau]], [[Roti (Insel)|Roti]], [[Fatu Sinai]], [[Atauro]] und [[Jaco (Osttimor)|Jaco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel ist politisch zweigeteilt. Das indonesische Westtimor (Timor Barat), das zu der indonesischen Provinz [[Nusa Tenggara Timur]] (östliche kleine Sundainseln) gehört, nimmt 16.861,25 km² ein und wird von 1.854.767 Menschen bewohnt. Hauptstadt ist [[Kupang]], die größte Stadt der Insel. Die Demokratische Republik [[Osttimor]] (offiziell &amp;#039;&amp;#039;Timor-Leste&amp;#039;&amp;#039;), zu der auch die an der Nordwestküste von Westtimor liegende Exklave Oe-Cusse Ambeno und die kleineren Inseln [[Atauro]] und [[Jaco (Osttimor)|Jaco]] gehören, hat 14.919&amp;amp;nbsp;km² und 1.066.582 Einwohner. Hauptstadt Osttimors ist [[Dili]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweiteilung der Insel betrifft auch die Uhrzeit. In Osttimor und seiner Exklave Oe-Cusse Ambeno gilt [[UTC+9]], im indonesischen Timor [[UTC+8]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maubisse, East Timor (312652859).jpg|mini|Landschaft bei [[Maubisse]]/Osttimor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor ist im zentralen Teil gebirgig und von [[Savanne]] bedeckt. Der ursprünglich vorhandene [[Monsunwald]] ist vor allem im Westen fast vollständig verschwunden. [[Primärwald]] findet sich vor allem an der Ostspitze in [[Lautém (Gemeinde)|Lautém]]. Größere Waldflächen gibt es auch im osttimoresischen [[Ermera (Gemeinde)|Ermera]]. Früher war die Insel für ihre großen [[Sandelholzbaum|Sandelholzbestände]] berühmt. Als Handelsware gelangte es bis nach [[China]], [[Indien]] und [[Arabische Halbinsel|Arabien]]. Heute sind die Bestände stark dezimiert. Staatliche Wiederaufforstungsbemühungen in West- und Osttimor stehen noch ganz am Anfang. Der trockene Charakter der Savannenlandschaft und die Unzuverlässigkeit der [[Monsun]]niederschläge erlauben keinen ausgedehnten [[Reis|Nassreisanbau]]. Lediglich in den Mündungsgebieten der größeren Flüsse, die eine künstliche Bewässerung zulassen, findet man größere Flächen mit Reisanbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptnahrungsmittel in den trockeneren Bergregionen ist der von den [[Portugal|Portugiesen]] eingeführte [[Mais]]. Er wird im [[Wanderfeldbau|Brandrodungsfeldbau]] in den Hausgärten der Siedlungen angebaut. [[Trockenreis]], der in der Vergangenheit ein bedeutenderes Grundnahrungsmittel gewesen sein muss, verschwindet heute aufgrund der knapper gewordenen Wasserressourcen. Verschiedene Quellen sprechen davon, dass [[Hirse]] für die [[Kultur]]en der Insel einst eine große [[Ritual|rituelle]] Bedeutung hatte. [[Maniok]] und verschiedene Gemüse- und Obstsorten und Kleintierhaltung, vor allem [[Geflügel]], ergänzen die Nahrungsproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum erheben sich mehrere Bergketten. Höchste Erhebung Timors ist der [[Tatamailau]] in Osttimor ({{Höhe|2963}}). Sie beeinflussen das lokale Klima und die Möglichkeiten der Landwirtschaft. So fallen die Flüsse im Norden außerhalb der [[Regenzeit]] trocken, wenn sie nicht aus dem Süden gespeist werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Timor liegt auf dem äußeren Rand des sogenannten [[Bandabogen#Der Äußere Bandabogen|Äußeren Bandabogens]]. Anders als der [[Bandabogen#Der Innere Bandabogen|Innere Bandabogen]] sind die Inseln dieser Kette nicht vulkanischen Ursprungs, sondern durch Auffaltung des Meeresbodens entstanden. In einer ozeanischen [[Subduktionszone]] schiebt sich hier die Nordwestecke der [[Australische Platte|Australischen Platte]] unter die [[Eurasische Platte]]. Dies führt unter anderem zur noch heute andauernden Heraushebung der Bergkette auf Timor, die als zentrales Bergland die gesamte Insel von Südwesten nach Nordosten durchzieht. In Osttimor heben sich einige Gebiete zwischen 1 und 1,6&amp;amp;nbsp;mm pro Jahr. Geologisch gesehen ist Timor noch sehr jung, da die Insel erst in den letzten etwa vier Millionen Jahren aus dem Meer gehoben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roosmawati&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theorien von 2004 vermuten, dass es nach der Subduktion zu einer [[Gebirgsbildung#Kollision von Kontinentalblöcken|Kollision]] der Platten kam, die Timor aus dem Meer hob und ihre Gebirge bildete. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Aileu]]-Formation&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Metamorphose (Geologie)|metamorpher]] Komplex, entlang der Nordküste Timors [[Australien (Kontinent)|australischen]] Ursprungs. Praktisch ist sie daher der nördlichste Punkt Australiens. Die &amp;#039;&amp;#039;Aileu-Formation&amp;#039;&amp;#039; wird  durch die mehr als {{Höhe|3000}} tiefe Meerenge zwischen Atauro und Timor begrenzt. Atauro ist Teil des inneren Bandabogens und vulkanischen Ursprungs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keep&amp;quot;&amp;gt;Myra Keep: [https://www.researchgate.net/publication/248353128_Deformation_of_the_Cablac_Mountain_Range_East_Timor_An_overthrust_stack_derived_from_an_Australian_continental_terrace &amp;#039;&amp;#039;Deformation of the Cablac Mountain Range, East Timor: An overthrust stack derived from an Australian continental terrace&amp;#039;&amp;#039;], Juni 2009, Journal of Asian Earth Sciences 35(2):150-166.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Klimadiagramm-metrisch-deutsch-Dili.Osttimor.png|mini|Klimadiagramm Dili]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lokale [[Klima]] ist [[Tropen|tropisch]], im Allgemeinen heiß und schwül und ist von einer ausgeprägten Regen- und [[Trockenzeit]] charakterisiert. Während des [[Nordaustralischer Monsun|Ostmonsuns]] zwischen Mai und November herrscht oft anhaltende Dürre, die Nordküste erreicht dann praktisch kein Regen und die braune Landschaft ist ausgedörrt. Die kühleren Gebirgsregionen im Zentrum der Insel und die Südküste bekommen in der Trockenzeit gelegentlich Regen, daher bleibt hier die Landschaft grün. Die Regenzeit dauert von Ende November bis April. In dieser Zeit werden die Felder wieder bewirtschaftet. Mit dem Regen kommen oft Überschwemmungen, die trockenen Flussbetten können sich in kürzester Zeit füllen und zu großen Strömen heranschwellen, die Erde und Geröll mit sich reißen und Straßen unterbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Temperatur in der Trockenzeit beträgt um die 30 bis 35&amp;amp;nbsp;°C im Flachland (nachts 20&amp;amp;nbsp;°C). Teile der Nordküste erreichen am Ende der Trockenzeit Temperaturen bis über 35&amp;amp;nbsp;°C, allerdings bei geringer Luftfeuchtigkeit und fast keinen Niederschlägen. In den Bergen ist es tagsüber ebenfalls warm bis heiß, nachts kann die Temperatur aber auf unter 15&amp;amp;nbsp;°C absinken, in höheren Lagen deutlich tiefer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Anfang|TITEL=Klimatabelle der Hauptstadt Dili}}&lt;br /&gt;
{{Osttimor (Klima)}}&lt;br /&gt;
{{Klappleiste/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna und Flora ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fauna Timors|Flora Timors}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Timor and Wetar Endemic Bird Area.png|mini|300px|[[Timor and Wetar Endemic Bird Area]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor gehört zum Gebiet von [[Wallace-Linie|Wallacea]]. Somit ist die [[Fauna]] und [[Flora]] Timors Teil der [[Biogeographie|biogeographischen]] Übergangszone zwischen der asiatischen und der australischen Flora und Fauna, weshalb sich die Fauna und Flora der Insel sowohl aus Arten der asiatischen Region als auch aus Arten der australischen Region zusammensetzt. Die meisten Landtiere rekrutieren sich jedoch aus asiatischen Tiergruppen, während aus Australien nur relativ wenige stammen. Da viele Vogelarten nur in dieser Region vorkommen, wurde Timor zusammen mit Wetar und einigen kleineren, vorgelagerten Inseln zur [[Timor and Wetar Endemic Bird Area]] erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://datazone.birdlife.org/country/timor-leste/ibas Important Bird Areas in Timor-Leste] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte Osttimors|Westtimor#Geschichte|titel2=Geschichte Westtimors}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Old map timor by pigafetta.JPG|mini|Karte Timors von [[Antonio Pigafetta]] (1522)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Timor warrior.jpg|mini|Timoresischer Krieger bei [[Kupang]] (1875)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Geschichte Timors vor dem 16. Jahrhundert ist kaum etwas bekannt. Die Insel war früher in viele kleine Königreiche gegliedert, die in benachbarte &amp;#039;&amp;#039;Suco&amp;#039;&amp;#039;-Einheiten ([[Bahasa Indonesia]]: &amp;#039;&amp;#039;suku&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Volksgruppe&amp;#039;&amp;#039;) unterteilt waren. Die traditionellen Herrscher wurden [[Liurai]]s genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise war Timor ab dem 14. Jahrhundert Vasall des [[Majapahit]]reiches. Im [[Nagarakertagama]], dem Heldenepos der damaligen Zeit, wird auch eine lange Liste von tributpflichtigen Vasallenstaaten Majapahits aufgeführt. Darunter findet sich auch Timor. Allerdings vermerkt der portugiesische Schreiber &amp;#039;&amp;#039;Tomé Pires&amp;#039;&amp;#039; im 16. Jahrhundert, dass alle Inseln östlich von [[Java (Insel)|Java]] &amp;#039;&amp;#039;Timor&amp;#039;&amp;#039; genannt werden, da die Landessprache mit dem Wort „Timor“ den Osten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der portugiesische Seefahrer [[António de Abreu]] sichtete Timor 1512 als erster Europäer auf der Suche nach den [[Molukken|Gewürzinseln]], betrat sie aber wahrscheinlich nicht. Erst spätere Expeditionen landeten an. Dies geschah spätestens 1515 beim späteren [[Lifau]]. Aufgrund des Sandelholzbestandes der Insel gründeten die Portugiesen, die damals die Vormachtstellung in der Region hatten, in der Westhälfte in Lifau ein Fort, nahe dem heutigen [[Pante Macassar]]. Über hundert Jahre später landeten die [[Niederlande|Niederländer]] in [[Kupang]] und verdrängten nach und nach die Portugiesen vom Großteil des westlichen Timors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[William Bligh]] erreichte mit seinen Getreuen 1789 Kupang, nachdem er bei der [[Bounty|Meuterei auf der Bounty]] auf See ausgesetzt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die langwierigen Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft auf Timor zwischen den Niederländern im Westen und den Portugiesen im Osten konnte auch ein Grenzvertrag 1859 nicht schlichten. Erst 1916 wurde die heute noch bestehende Grenze festgelegt. Im Westteil der Insel verblieb die Exklave [[Oe-Cusse Ambeno]] an der Nordwestküste bei Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die gesamte Insel von den [[Kaiserlich Japanische Armee|Japanern]] besetzt. Es kam zur [[Schlacht um Timor]], in der [[Australien|australische]] Einheiten in [[Guerillataktik]] gegen die japanischen Besatzer kämpften. Auf beiden Seiten waren auch Timoresen an den Kämpfen beteiligt. Nach dem Krieg wurde Westtimor 1949 ein Teil Indonesiens, Osttimor blieb portugiesisch, bis sich die Kolonie 1975 für unabhängig erklärte. Indonesien besetzte es neun Tage nach der Unabhängigkeitserklärung. Osttimor wurde erst 2002 (nach 24 Jahren Krieg und drei Jahren Verwaltung durch die [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]]) unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Sprachen und Ethnien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Timor languages according to Edwards (2020).pdf|mini|300px|Sprachkarte Timors]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atoin Meto.jpg|mini|Atoin Meto beim Marktbesuch 1991]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mambai Maubisse.jpg|mini|Mambai nahe [[Maubisse]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Klein-g20-V1 Ermera.jpg|mini|Traditionelle Kleidung bei einem Fest in [[Ermera (Gemeinde)|Ermera]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timor hatte 2020 insgesamt 3,3&amp;amp;nbsp;Millionen Einwohner, davon 2 Millionen in Westtimor&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://ntt.bps.go.id/quickMap.html|titel=Indikator Strategis Nusa Tenggara Timur|hrsg=BPS|abruf=2022-10-11|sprache=id}} (Daten zu Westtimor)&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1,3 Millionen in Osttimor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.TOTL |titel=Population, total |werk=World Economic Outlook Database |hrsg= [[Weltbank]]|datum=2021 |abruf=2022-10-11 |sprache=en}} (Daten zu Osttimor)&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des 20. Jahrhunderts waren es nur etwa eine Million Einwohner auf der gesamten Insel.&amp;lt;ref&amp;gt;Bertelsmann Lexikon, 1963.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Westtimor von den [[Atoin Meto]] dominiert wird, teilt sich die Bevölkerung im Zentrum und im Osten in zahlreiche [[Ethnolinguistik|ethnolinguistische]] Gruppen. Hier sind die Siedlungsgebiete von [[Tetum]], [[Mambai]], [[Bunak]], [[Kemak]], [[Tokodede]], [[Fataluku]], [[Makasae]], [[Naueti]], [[Galoli]], [[Idaté]], [[Kairui]], [[Midiki]] und [[Waimaha]]. Im Westen bilden [[Helong (Timor)|Helong]] und [[Rotinesen]] kleine Minderheiten, wobei bei den Atoin Meto diskutiert wird, ob tatsächlich alle Gruppen und ihre Dialekte des [[Uab Meto]] zusammengefasst werden können. Außerdem gibt es alteingesessene Minderheiten von [[Geschichte der Chinesen auf Timor|Chinesen]], [[Geschichte der Araber in Osttimor|Arabern]] und einer europäisch-asiatischen Mischbevölkerung, die [[Mestizen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im indonesischen Teil Timors ist [[Bahasa Indonesia]] die Amtssprache, in Osttimor sind es das [[Austronesische Sprachen|austronesische]] [[Tetum (Sprache)|Tetum]] und [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]]. Nach Artikel 159 der [[Verfassung Osttimors von 2002|Verfassung Osttimors]] sind Bahasa Indonesia und [[Englische Sprache|Englisch]] Arbeitssprachen. Daneben gibt es in Osttimor 15 von der Verfassung anerkannte Nationalsprachen. Dies sind die austronesischen Sprachen [[Wetar (Sprache)|Atauru]] (ein Dialekt des [[Wetar (Sprache)|Wetar]]), [[Uab Meto|Baikeno]] (ein Dialekt des &amp;#039;&amp;#039;Uab Meto&amp;#039;&amp;#039; in der Exklave Oe-Cusse Ambeno), [[Bekais]], [[Galoli (Sprache)|Galoli]], [[Habun]], [[Idalaka]], [[Kawaimina]], [[Makuva]], [[Mambai (Sprache)|Mambai]], [[Kemak (Sprache)|Kemak]] und [[Tokodede (Sprache)|Tokodede]] und die [[Papua-Sprachen]] [[Bunak (Sprache)|Bunak]], [[Fataluku (Sprache)|Fataluku]], [[Makalero (Sprache)|Makalero]] und [[Makasae]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Sprachen Osttimors}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;belu&amp;#039;&amp;#039; (Freund) der Atoin Meto charakterisiert dieses Konglomerat von Ethnien und Sprachen auf der östlichen Seite der ehemaligen niederländisch-portugiesischen Grenze und verweist, im Kontrast zu den Atoin Meto, auf die vielen gemeinsamen kulturellen Merkmale der [[Osttimor]]-Ethnien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Westtimor dominiert die Sprache der Atoin Meto, das [[Uab Meto]], dessen Dialekt Baikeno auch im osttimoresischen Oe-Cusse Ambeno gesprochen wird. Tetum, Bekais und Bunak (&amp;#039;&amp;#039;Bunaq&amp;#039;&amp;#039;) findet man auch im Grenzgebiet zu Osttimor. Außerdem werden die mit dem Uab Meto verwandten Sprachen [[Helong (Timor)|Helong]] und [[Rotinesisch]] gesprochen. Helong war die ursprüngliche Sprache in [[Kupang]], ist aber weitgehend durch [[Bahasa Indonesia]] verdrängt worden und wird nur noch in wenigen Dörfern südlich der Stadt entlang der Ostküste und auf der Insel [[Semau]] gesprochen. Rotinesisch, das von der [[Roti (Insel)|Insel Roti]] stammt, ist in viele Dialekte aufgesplittert. 123.000 Rotinesisch-Sprecher findet man in vielen Distrikten von Westtimor aufgrund des Umsiedlungsprogramms, das die Niederländer im 19. Jahrhundert durchgeführt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atoin Meto repräsentieren wahrscheinlich die ursprüngliche Bevölkerung Timors. Durch Einwanderer aus Westindonesien und Malaysia ([[Malakka]]), die von Larantuka ([[Flores (Indonesien)|Flores]]) aus Timor erreichten, wurden sie aus ihren Siedlungsgebieten in Zentraltimor verdrängt. Die letzten Migranten waren die Vorfahren der Tetum (Belu), die im 14. Jahrhundert die Benainebene im modernen Regierungsbezirk [[Wehale]] (&amp;#039;&amp;#039;auch Waihale oder Wehali&amp;#039;&amp;#039;), Timors fruchtbarste Landschaft, einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Landnahme der Einwanderer wurden die Atoin Meto immer weiter nach Westen abgedrängt, das Reich von Wehale dominierte die östlichen Reiche in Form einer rituell-politischen [[Konföderation]], bis zur Ankunft der [[Europa|Europäer]], für mehrere Jahrhunderte. Dem Modell Wehales folgend entstand in Westtimor das Reich von [[Sonba’i]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur und Religion ===&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Kulturen Timors hängen ökonomisch von Nahrungsmitteln wie Mais, Reis und Süßkartoffeln ab. In den Hochlandregionen, welche beispielsweise die Makasae im Osten Osttimors besiedeln, dominiert Mais- den Reisanbau, bei den Tetum, die die Ebenen bewohnen, ist es umgekehrt. Dasselbe gilt für die domestizierten Tiere: während [[Wasserbüffel]] und Schwein auf Timor überall gezüchtet werden, besitzt der Büffel zum Beispiel für die Makasae größere Bedeutung als das Schwein. In anderen Regionen, bei den Ost-Tetum beispielsweise, sind die Büffel von sekundärer wirtschaftlicher Bedeutung im Gegensatz zum Schwein. Andere Haustiere sind Hühner, Ziegen und Pferde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kulturellen Traditionen der Timoresen zeichnen sich durch unterschiedliche soziale Institutionen aus. Die sozialen Organisationen der einzelnen Timor-Gesellschaften können [[matrilinear]] / [[uxorilokal]] oder [[patrilinear]] / [[patrilokal]] strukturiert sein; einzelne Gruppen schwanken zwischen diesen Möglichkeiten verwandtschaftlicher Organisation. Während die soziale Organisation der [[Atoin Meto]] und wahrscheinlich auch der [[Atoin Meto|Baikeno]] Osttimors durch eine symmetrische Allianz charakterisiert ist, findet sich die asymmetrische Allianz beispielsweise bei den [[Makasae]], [[Naueti]] und [[Fataluku]]. Bei den Tetum herrschen bilaterale beziehungsweise kognate Abstammungsregeln vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiraten und wirtschaftlich-rituelle Allianzen, die sich entlang dieser Organisationsstrukturen bilden, werden über die soziale Institution des sogenannten [[Barlake]] gesteuert, bei dem bei Hochzeiten Güter zwischen den sozialen Gruppen zirkulieren, immer in eine bestimmte Richtung fließen. Patrilineare und patrilokale Organisationen zeichnen sich gegenüber matrilinearen und uxorilokalen durch eindrucksvolle Gütertransaktionen aus. In den meisten Kulturen Timors bestimmt die Vollständigkeit der übergebenen Werte die Residenz des Ehepaares. Wird kein oder nur ein unzureichender Preis gezahlt, wohnt der Ehemann in der Frauengeberlineage; die Kinder verbleiben ganz in dieser Lineage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Bekehrungseifers der Missionare seit dem 16. Jahrhundert setzte sich die Christianisierung erst seit den 1970er-Jahren durch. So betrug der Anteil der [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]] in Osttimor am Ende der portugiesischen Kolonialzeit 1975 nur 30 %. Da aber der katholische Glauben als Klammer der verschiedenen Volksgruppen im Kampf gegen die indonesische Besatzung fungierte, stieg ihr Anteil auf 98 % (Christen insgesamt fast 100 %). In keinem anderen Land der Erde hat die katholische Kirche einen derart großen Zuwachs erreicht.  Die [[Traditionelle Religion Timors|traditionellen Glaubensvorstellungen]] werden entweder verdrängt oder vermischen sich mit dem christlichen Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Atoin Meto#Religion|Osttimor#Bevölkerung|titel1=Religion der Atoin Meto|titel2=Bevölkerung Osttimors}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Das gute Krokodil]], Schöpfungsmythos Timors&lt;br /&gt;
* [[Groß-Timor]]&lt;br /&gt;
* [[Liste geteilter Inseln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.asianlang.mq.edu.au/INL/langs.html | wayback=20080119191225 | text=The Languages of East Timor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roosmawati&amp;quot;&amp;gt;Nova Roosmawati und Ron Harris: &amp;#039;&amp;#039;Surface uplift history of the incipient Banda arc-continent collision: Geology and synorogenic foraminifera of Rote and Savu Islands, Indonesia.&amp;#039;&amp;#039; Tectonophysics, 479: 95–110, 2009 {{doi|10.1016/j.tecto.2009.04.009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4060188-2|NDL=00628771|VIAF=260846794}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Timor| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Asien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Indonesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Timorsee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Sawusee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Bandasee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Osttimor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Kleine Sundainseln)]]&lt;/div&gt;</summary>
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