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	<title>Timing-Strategie (Finanzwirtschaft) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T03:27:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Timing-Strategie_(Finanzwirtschaft)&amp;diff=994714&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ilumeo: /* Analysemethoden */ gemäß LD</title>
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		<updated>2025-07-06T17:02:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Analysemethoden: &lt;/span&gt; gemäß LD&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Timing-Strategie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder auch {{enS|Market Timing}}; von {{enS|timing}}, „Wahl des richtigen Zeitpunkts“) ist im [[Finanzwesen]] der [[Anglizismus]] für eine [[Anlagestrategie|Anlage-]] oder [[Handelsstrategie]], die auf den richtigen [[Zeitpunkt]] für eine [[Kaufentscheidung|Kauf-]] und/oder [[Verkaufsentscheidung]] abstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
„Timing“ ist die optimale Auswahl des Zeitpunkts, zu welchem [[Handeln|Aktivitäten]] stattfinden sollen, um ein gewünschtes [[Ziel]] zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Marketing_Lexikon_Marketing_Dictionary/h6FsDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=timing+lexikon&amp;amp;pg=PA1027&amp;amp;printsec=frontcover Gerd W. Goede, &amp;#039;&amp;#039;Marketing-Lexikon/Marketing Dictionary&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 1027]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Wirtschaft]] ist das Timing von besonderer Bedeutung, weil insbesondere auf allen [[Markt|Märkten]] die [[Marktdaten]] ([[Güterpreis]]e, [[Marktpreis]]e, [[Marktzins]]en, [[Börsenkurs]]e, [[Devisenkurs]]e) einer mehr oder weniger starken [[Volatilität]] unterliegen. Um ihre Ziele ([[Güterangebot|Anbieter]]: [[Unternehmensziel]]e, [[Nachfrage]]r: [[persönliches Ziel|persönliche Ziele]]) der [[Gewinnmaximierung]] bzw. [[Nutzenmaximierung]] zu erfüllen, müssen daher die [[Marktteilnehmer]] ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen. Dies betrifft den [[Gütermarkt]] ([[Warenhandel]], [[Dienstleistungsmarketing|Dienstleistungsmarkt]]) und insbesondere die [[Finanzmarkt|Finanzmärkte]] ([[Devisenmarkt|Devisen-]], [[Edelmetalle#Edelmetallhandel|Edelmetall-]], [[Geldmarkt|Geld-]], [[Kapitalmarkt|Kapital-]] und [[Kreditmarkt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Finanzmärkten bedeutet „Timing“ die zeitliche [[Koordinierung]] des richtigen Zeitpunkts für den Kauf und Verkauf von [[Handelsobjekt]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_Terminhandel/KwWBBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=timing+lexikon&amp;amp;pg=PA607&amp;amp;printsec=frontcover Ulrich Becker, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Terminhandel&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 607]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Volatilität von Börsenkursen – insbesondere auf dem [[Aktienmarkt]] – verlangt vom [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] ([[Arbitrage]]ur, [[Effektenhändler]], [[Spekulant]], [[Trader]]) eine geschickte Wahl des Zeitpunkts beim Kauf und Verkauf von Handelsobjekten ([[Devisen]], [[Edelmetalle]], [[Geld]], [[Kapital]], [[Wertpapier]]e), um das Anlageziel der Gewinnmaximierung zu erfüllen; diesen Versuch bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Market-Timing&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Finanzirrt%C3%BCmer/B-4aAwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=timing+lexikon&amp;amp;pg=PT64&amp;amp;printsec=frontcover Werner Bareis/Niels Nauhauser, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Finanzirrtümer&amp;#039;&amp;#039;, 2008, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Market Timing ist die Wahl des ([[ex ante]] erhofften) richtigen Zeitpunkts zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren als entscheidendem Faktor zur Erreichung des Anlageziels. Gutes Timing ist für den [[langfristig]] orientierten [[Investor]] von geringerer Bedeutung als für den [[kurzfristig]] handelnden Trader.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/B%C3%B6rsenwissen_f%C3%BCr_erfolgreiche_Investme/n4KHnDZtN8IC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Timing-Strategie+b%C3%B6rse&amp;amp;pg=PA232&amp;amp;printsec=frontcover Werner Schwanfelder, &amp;#039;&amp;#039;Börsenwissen für erfolgreiche Investments&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 232]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Grundlagen ==&lt;br /&gt;
[[Benjamin Graham]] interessierte sich 1951 nicht so sehr für den Zeitpunkt, an dem gekauft oder verkauft wird, sondern für den Kurs, mit dem dies geschieht.&amp;lt;ref&amp;gt;Benjamin Graham, &amp;#039;&amp;#039;Security Analysis: Priciples and Techinque&amp;#039;&amp;#039;, 1951, S.&amp;amp;nbsp;55&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Eugene Fama]] untersuchte 1977 als einer der ersten Autoren die Prognostizierbarkeit erwarteter [[Rendite]]n ([[Aktienrendite]], [[Anleihe#Berechnung der Rendite (Effektivverzinsung, Endfälligkeitsrendite, yield to maturity)|Anleiherendite]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Eugene Fama/G William Schwert, &amp;#039;&amp;#039;Asset returns and inflation&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Journal of Financial Economics]] 5 (2), 1977, S. 115–146&amp;lt;/ref&amp;gt; Hieraus entwickelten sich verschiedene Markt-Timing-Strategien, die als Ausgangspunkt für das [[Portfoliomanagement]] dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Dynamische_Steuerung_von_Portfoliorisike/5qihXdbgsUgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Timing-Strategie&amp;amp;pg=PA63&amp;amp;printsec=frontcover Timo Reinschmidt, &amp;#039;&amp;#039;Dynamische Steuerung von Portfoliorisiken&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 57 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Markteffizienzhypothese]] geht davon aus, dass bei einem gut [[Risikodiversifizierung|risikodiversifizierten]] [[Portfolio]] ([[Fondsvermögen]], [[Wertpapierdepot]]) die [[Buy and hold|Buy-and-hold]]-Strategie überlegen ist, weil der Anleger nicht besser sein kann als die [[Marktentwicklung]]. Eine Auswertung historischer Zeitreihen kann nach der Markteffizienzhypothese nicht zu Selektion und Market Timing führen. Allerdings besagt die Markteffizienzhypothese nicht, dass [[technische Analyse]] falsch sei. Gute technische Analyse kann zu Selektion und Timing führen, das bei Markteffizienz genauso gut ist wie Buy and hold&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Finanzanalyse/Ix7nBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Markteffizienz+timing&amp;amp;pg=PA22&amp;amp;printsec=frontcover Klaus Spremann/Patrick Scheurle, &amp;#039;&amp;#039;Finanzanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 22]&amp;lt;/ref&amp;gt; – aber eben nicht besser. Ein optimales Timing ist ex ante wegen den [[Unsicherheit]]en von Kursprognosen und [[Marktpotenzial]]en nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Market Timing-Theorie&amp;#039;&amp;#039; sieht in der temporäreren Ausnutzung von [[Overperformer|Über-]] oder [[Underperformer|Unterbewertungen]] am Aktienmarkt eine Form des Timings beim Kauf von unterbewerteten und Verkauf von überbewerteten [[Aktie]]n. Unternehmen werden demnach in Phasen der Überbewertung tendenziell [[Aktienemission]]en tätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Determinanten_der_Kapitalstruktur/K6b0cYdhBAMC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=market+timing+unterbewertete&amp;amp;pg=PA48&amp;amp;printsec=frontcover Hilmar Schneider, &amp;#039;&amp;#039;Determinanten der Kapitalstruktur&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 48 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Baker/Wurgler vertraten 2002 die Ansicht, dass sich deshalb die beobachteten [[Verschuldungsgrad]]e durch frühere Market-Timing-Aktivitäten erklären lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Malcolm Baker/Jeffrey Wurgler, &amp;#039;&amp;#039;Market Timing and Capital Structure&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Journal of Finance]] 57 (1), 2002, S. 28 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analysemethoden ==&lt;br /&gt;
Um das Anlageziel zu erreichen, werden Analysemethoden eingesetzt. Hierzu gehören vor allem die [[Fundamentalanalyse]] und [[Technische Analyse]] ([[Chartanalyse]]), die beide versuchen, die den Börsenkurs beeinflussenden Faktoren in einer Aussage zusammenzufassen. Fundamentalanalysen bedienen sich der [[Unternehmensdaten]], Chartanalysen bauen auf [[Zeitreihenanalyse]]n der vergangenen Börsenkurse und [[Börsenumsatz|Börsenumsätze]] auf und verdichten diese zu [[Trend (Statistik)|Trends]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_besten_B%C3%B6rsenstrategien/AL9RAwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Timing-Strategie+b%C3%B6rse&amp;amp;pg=PA114&amp;amp;printsec=frontcover Tobias Aigner/Markus Bilger, &amp;#039;&amp;#039;Die besten Börsenstrategien&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 118]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beiden ist dabei gemeinsam, dass sie &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitsdaten&amp;#039;&amp;#039; – so genannte [[Erfahrungswert]]e – verwenden, die sich nur sehr begrenzt für [[Prognose]]n eignen. Aus ihnen können durch die [[Trendextrapolation]] (verfeinert durch die [[exponentielle Glättung]]) &amp;#039;&amp;#039;Prognosedaten&amp;#039;&amp;#039; ([[Erwartungswert]]e) gewonnen werden, etwa mit Hilfe von [[Ichimoku]], [[MACD]] oder dem [[Point- und Figure-Chart]]. Sie entwickeln [[Tendenz]]en, die für künftige Anlageentscheidungen herangezogen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Fundamentalanalyse [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]]en liefert und deshalb der Anleger diese für seine Kauf- oder Verkaufsentscheidung selbst [[Beurteilung|beurteilen]] muss, wird bei der technischen Analyse das Timing durch Kauf- und Verkaufssignale vorgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Bereits 1984 gab es durch [[Stewart C. Myers]] erste Ansätze einer Market Timing-Theorie, wonach [[Kapitalerhöhung]]en stets bei einem hohen [[Kursniveau]] durchgeführt würden ({{enS|timing of security issues}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Stewart C. Myers, &amp;#039;&amp;#039;The Capital Structure Puzzle&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance 39 (3), 1984, S. 586&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuere Erweiterungen der Market Timing-Theorie beziehen [[Wirtschaftswachstum]], die Performance der [[Börsenindex|Börsenindices]] sowie [[Credit Spread]]s zwischen staatlichen und kommerziellen [[Geldmarktpapier]]en ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Korajczyk/Amnon Levy, &amp;#039;&amp;#039;Capital structure choice: Macroeconomic conditions and financial constraints&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Financial Economics 68 (1), 2003, S. 106&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timing-Strategien sind erforderlich, um bei jeder [[Hausse]] von Kurssteigerungen und [[Gewinnchance]]n profitieren zu können und bei jeder [[Bullen- und Bärenmarkt|Baisse]] [[im Geld]] zu sein. [[William F. Sharpe]] geht davon aus, dass mindestens 75 % der Prognosen richtig sein müssen, damit ein Anlageerfolg erzielt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Aigner/Markus Bilger, &amp;#039;&amp;#039;Die besten Börsenstrategien&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 114&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Entscheidung]], ein Portfolio [[Untergewichten (Börse)|unter-]] oder [[Übergewichten (Börse)|überzugewichten]] bedarf des Market Timings, was einen herausragenden Einfluss auf die [[Performance (Risikomanagement)|Performance]] eines Portfolios ausübt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Individuelle_Verm%C3%B6gensverwaltung_f%C3%BCr_P/mfXvBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=market+timing+unterbewertete&amp;amp;pg=PA197&amp;amp;printsec=frontcover  Jan Martin Wicke, &amp;#039;&amp;#039;Individuelle Vermögensverwaltung für Privatkunden&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 197]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.nzz.ch/articleEYYJA-1.141831 NZZ vom 12. April 2007, &amp;#039;&amp;#039;Mit «Timing» starke Kursverluste vermeiden&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jeremy J. Siegel, &amp;#039;&amp;#039;Stocks for the long run&amp;#039;&amp;#039;, McGraw-Hill, New-York, 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschafts- und Sozialstatistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitreihenanalyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ilumeo</name></author>
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