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	<title>Tigeriltis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tigeriltis&amp;diff=318674&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gert Voigt: /* Nahrung */</title>
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		<updated>2025-05-25T13:48:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nahrung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Tigeriltis&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Vormela peregusna&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Johann Anton Güldenstädt|Güldenstädt]], 1770)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Vormela&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Wilhelm Blasius|Blasius]], 1884&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Ictonychinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Marder&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Mustelidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Marderverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Musteloidea&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Tigeriltis.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tigeriltis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Raubtiere|Raubtierart]] aus der Familie der [[Marder]] (Mustelidae). Er lebt auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]], in [[Vorderasien|Vorder-]] und [[Zentralasien]] und ist nach seinem gemusterten Fell benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vormela peregusna 05 MWNH 206.JPG|mini|Schädel (Sammlung [[Museum Wiesbaden]])]]&lt;br /&gt;
Der Tigeriltis ähnelt von der Gestalt her sehr dem [[Europäischer Iltis|Wald-]] und dem [[Steppeniltis]], ist mit einer [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 29 bis 38 Zentimetern und einer Schwanzlänge von ungefähr 15 bis 22 Zentimetern aber etwas kleiner als diese. Ausgewachsene Tigeriltisse wiegen zwischen 370 und 730 Gramm. Im Gegensatz zu vielen anderen verwandten Arten sind Männchen und Weibchen annähernd gleich groß. In seinem Körperbau zeigt er mit dem lang gestreckten, schmalen Rumpf und den kurzen Beinen den üblichen Körperbau vieler [[Mustelinae]]. Die Oberseite hat eine dunkelbraune Grundfärbung, die mit gelben Flecken und Streifen bedeckt ist. Die Bauchseite ist schwarz. Tigeriltisse haben eine auffällige schwarz-weiße Gesichtsfärbung: Die Umgebung des Mundes und ein breites Stirnband zwischen den Augen und Ohren sind weiß, der Rest des Gesichtes ist schwarz. Die Ohren sind ungewöhnlich groß. Der Schwanz ist buschig und hat eine schwarze Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marbled Polecat area.png|mini|Verbreitungsgebiet des Tigeriltis]]&lt;br /&gt;
Die Tiere sind in [[Osteuropa]] und [[Asien]] verbreitet. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der [[Balkanhalbinsel]] und [[Vorderasien]] (ohne die [[Arabische Halbinsel]]) über das südliche [[Russland]] bis nach [[Pakistan]]. Isolierte Vorkommen gibt es zudem im russisch-[[Kasachstan|kasachischen]] Grenzgebiet sowie im [[China|chinesisch]]-[[Mongolei|mongolischen]] Grenzgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tigeriltisse bewohnen trockene, baumlose Gebiete wie Steppen, Halbwüsten und Wüsten, gelegentlich auch grasbewachsene Flächen in Vorgebirgen. Sehr selten wurden die Tiere auch in Gebirgen beobachtet, wo sie in bis zu 3000 Metern Höhe nachgewiesen wurden. Inzwischen leben manche Tiere auch in Parks, Weinbergen und sogar Wohnsiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Lebensweise der Tigeriltisse ähnelt sehr der des [[Steppeniltis]]. Sie sind vorrangig dämmerungs- oder nachtaktiv, gehen manchmal aber auch am Tag auf Nahrungssuche. Den Tag verbringen sie meist in einem Erdbau, den sie entweder selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen haben. Außerhalb der Paarungszeit leben sie einzelgängerisch. Die Reviere können sich überlappen, trotzdem gehen sich die Tiere meistens aus dem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bedrohungsfall richtet der Tigeriltis die Körperhaare auf und beugt den buschigen Schwanz nach vorn, die warnende Signalfärbung soll ähnlich wie bei den [[Skunks]] Fressfeinde abschrecken. Nützt dies nichts, kann er aus seiner [[Analdrüse]] ein übelriechendes Sekret versprühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrung ==&lt;br /&gt;
Tigeriltisse jagen sowohl auf der Erdoberfläche, wo sie sich manchmal aufrichten, um einen besseren Überblick zu haben, als auch auf Bäumen, die sie erklettern. Am häufigsten gehen sie jedoch in den unterirdischen Gängen und Bauen von verschiedenen Nagetieren auf Jagd; manchmal lassen sie sich auch direkt in den Bauen nieder. Zu ihrer Hauptnahrung zählen [[Rennmäuse]], [[Wühlmäuse]], [[Ziesel]] und andere [[Erdhörnchen]] oder [[Hamster]], daneben nehmen sie auch [[Vögel]] und andere [[Wirbeltiere]] sowie [[Insekten]] zu sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Die Paarung findet zwischen März und Juni statt. Die Tragzeit der Tigeriltisse dauert in der Regel 45 Tage. Sie kann sich aber auf bis zu elf Monate verlängern, was auf die [[Keimruhe]] und die damit verbundene verzögerte Einnistung zurückzuführen ist. Die Umweltbedingungen, vor allem die Temperatur, haben Einfluss auf die Tragzeit. Günstige Umweltbedingungen bedeuten eine kurze Tragzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro Wurf bringen die Weibchen ein bis acht (durchschnittlich vier oder fünf) Junge zur Welt. Diese sind klein und blind, wachsen aber schnell und beginnen schon nach einem Monat, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Weibchen werden bereits nach drei Monaten geschlechtsreif, bei Männchen dauert dies bis zu einem Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Lebenserwartung ist wenig bekannt. Ein Tier in menschlicher Obhut wurde knapp neun Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vormela peregusna Schreber.jpg|mini|Tigeriltis (Zeichnung von [[Johann Christian Daniel von Schreber]], 1780)]]&lt;br /&gt;
Sechs Unterarten werden unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna peregusna&amp;#039;&amp;#039;: Die [[Nominatform]] lebt im südlichen [[Russland]], in der südlichen [[Ukraine]] und im nördlichen [[Kaukasus]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna euxina&amp;#039;&amp;#039;: Die europäische Unterart ist von [[Kroatien]] über [[Bosnien-Herzegowina]] und [[Serbien]] bis [[Rumänien]] und [[Bulgarien]] verbreitet; außerdem in [[Moldawien]], in der südwestlichen Ukraine und im Nordwesten der [[Türkei]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna syriaca&amp;#039;&amp;#039;: [[Israel]], [[Libanon]], [[Jordanien]], [[Syrien]], östliche Türkei, südlicher Kaukasus, nördlicher [[Irak]], nordwestlicher [[Iran]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna alpherakyi&amp;#039;&amp;#039;: Westliches [[Kasachstan]], [[Usbekistan]], [[Turkmenistan]], nördlicher Iran, [[Afghanistan]], [[Pakistan]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna pallidor&amp;#039;&amp;#039;: Die erste der beiden isoliert lebenden Unterarten lebt in der [[Oblast Omsk]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna negans&amp;#039;&amp;#039;: Auch diese Unterart ist von den anderen isoliert und lebt im östlichen Teil des Grenzgebiets von [[Mongolei]] und [[Innere Mongolei|Innerer Mongolei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Sowohl Gattungs- als auch Artname sind dem Ursprung nach nicht lateinisch. Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Vormela&amp;#039;&amp;#039; ist gebildet aus dem deutschen &amp;#039;&amp;#039;Wormlein&amp;#039;&amp;#039; (alt für &amp;#039;&amp;#039;Würmchen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Srinivasulu&amp;quot;/&amp;gt; Der Artname &amp;#039;&amp;#039;peregusna&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von &amp;#039;&amp;#039;pereguznya&amp;#039;&amp;#039; ab, einem ukrainischen Namen des Tigeriltisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert sind die Bestände teilweise rapide zurückgegangen. Verantwortlich dafür ist weniger die Jagd auf ihr Fell, die im Vergleich zu anderen [[Marder]]n eine untergeordnete Rolle spielt (Fellbezeichnung: [[Perwitzky]]). Hauptbedrohung stellt vielmehr die Umwandlung ihres Lebensraums in landwirtschaftlich genutzte Gebiete dar. Weitere Todesfälle geschehen durch den Straßenverkehr, Vergiftungen durch [[Rodentizid|Rattengift]] oder weil sie in für andere Tiere bestimmte Fallen geraten. Aktuell wird die Art in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste gefährdeter Arten]] der [[Weltnaturschutzunion]] IUCN als gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet, nachdem sie 1996 noch als nicht gefährdet galt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2012 |ID=29680 |ScientificName=Vormela peregusna |YearAssessed=2008 |Assessor=A. Tikhonov u. a.|Download=25. März 2013.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis Mensch zu Tigeriltis ==&lt;br /&gt;
Wo Tigeriltisse in der Nähe des Menschen vorkommen, können sie in Hühnerställe eindringen oder sogar Nahrungsvorräte aus Hütten stehlen. Meistens gelten sie jedoch als nützlich, da ihre Hauptbeute Nagetiere darstellen. In Afghanistan werden sie manchmal halbzahm gehalten und zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tigeriltis verbindet sich eine alte russische Legende. Im Volksmund wird das Tier auch &amp;#039;&amp;#039;perewostschik&amp;#039;&amp;#039; („Fährmann“) genannt. Nach sibirischer Überlieferung trägt er [[Eurasisches Eichhörnchen|Eichhörnchen]] und [[Hermelin]]e als Fährmann auf seinem Rücken über die großen sibirischen Ströme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt Pelztiere&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Fritz Schmidt (Zoologe)|Fritz Schmidt]]: Das Buch von den Pelztieren und Pelzen, 1970, F. C. Mayer Verlag, München&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Srinivasulu&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Srinivasulu, Chelmala |Titel=South Asian Mammals |Verlag=CRC Press |Datum=2018 |ISBN= |Seiten=241 | Online=[https://books.google.de/books?id=djduDwAAQBAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;lpg=PT251&amp;amp;dq=mammalogie&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PT241#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Vormela&amp;#039;&amp;#039;] }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World&amp;#039;&amp;#039;. Johns Hopkins University Press, 1999, ISBN 0-8018-5789-9&lt;br /&gt;
* Wanda A. Gorsuch, Serge Larivière: &amp;#039;&amp;#039;Vormela peregusna&amp;#039;&amp;#039;. [[Mammalian Species]] Nr. 779, 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [[Iltisfell#Tigeriltis|Iltisfell]]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vormela peregusna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang IV)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gert Voigt</name></author>
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