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	<title>Tiegelofen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T21:59:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tiegelofen&amp;diff=810509&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW: /* Tiegel-Schachtofen (historisch) */</title>
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		<updated>2024-10-02T07:31:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tiegel-Schachtofen (historisch)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein moderner &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tiegelofen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Elektromagnetische Induktion|induktiv]] [[Elektrowärme|beheizter]] [[Ofen]], der in [[Gießerei]]en zum Einschmelzen von [[Stahl]] und [[Gusseisen]], aber auch von [[Nichteisenmetall]]en verwendet wird. Ursprünglich wurden Tiegelöfen mit festem Brennstoff wie [[Koks]] beheizt und stellten die erste Quelle für [[Flussstahl]] dar, der nach der Einführung des [[Bessemer-Verfahren]]s, des darauf aufbauenden [[Thomas-Verfahren]]s und des [[Siemens-Martin-Verfahren]]s  am Ende des 19. Jahrhunderts das [[Schweißeisen]] bzw. das im [[Puddelverfahren]] erzeugte [[Schmiedeeisen]] verdrängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
=== Induktionsschmelzofen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Induktionsofen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Induktionstiegelofen Schnitt.png|mini|Der Ofenaufbau:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1 – Schmelze&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
2 – Wassergekühlte Spule&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
3 – Blechpakete&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
4 – Tiegel]]&lt;br /&gt;
Der moderne Tiegelofen besteht im Wesentlichen aus dem Gehäuse mit Kippeinrichtung und Deckel, den senkrecht stehenden Blechpaketen um eine stromführende Spule, in deren Mitte sich der [[Tiegel (Gefäß)|Tiegel]] zur Aufnahme des zu schmelzenden Gutes befindet. Die elektrische Ausrüstung umfasst einen [[Transformator]], bei höheren Frequenzen als Netzfrequenz einen [[Frequenzumrichter]] sowie eine Kondensatorbatterie zur [[Blindleistungskompensation|Kompensation]] der Rückwirkungen auf das Netz. Der Strom in der Spule induziert in der Tiegelfüllung starke [[Wirbelstrom|Wirbelströme]], die den Inhalt aufschmelzen und durchmischen. Neben kleineren Ofeneinheiten (Ofeninhalt 60&amp;amp;nbsp;kg bis 6&amp;amp;nbsp;t) werden schon seit den 1960er Jahren auch Öfen mit bis zu 60&amp;amp;nbsp;t Inhalt gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster elektrischer Induktionsschmelzofen wurde 1899 in [[Gysinge]] nach einem Patent des schwedischen Chemikers [[Frederik Adolf Kjellin]] errichtet, das Patent erwarb [[Hermann Röchling]] im Jahr 1901 für die [[Völklinger Hütte]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vk-wandel.de/gebaeude-huette-1901-1910.php Chronik der Völklinger Hütte], abgerufen am 22. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiegel-Schachtofen (historisch) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Crucible Cast-Steel Melting Furnace Fig84 grennwood.jpg|mini|Tiegel-Schachtofen]]&lt;br /&gt;
Der britische Uhrmacher [[Benjamin Huntsman]] entwickelte den Tiegelstahl-Prozess (engl. &amp;#039;&amp;#039;crucible steel&amp;#039;&amp;#039;) um 1740 und sicherte England durch das gut gehütete Produktionsgeheimnis lange Zeit die Vorherrschaft bei hochwertigem Stahl. 1804 konnte in [[Wien]] der Industrielle [[Martin Miller (Fabrikant, 1769)|Martin Miller]] den ersten Tiegelstahlofen des Kaiserreichs in Betrieb nehmen. Ein Angebot [[Napoleon]]s, auch einen in [[Paris]] in Betrieb zu nehmen, lehnte er ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Martin_Miller|Martin Miller}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1823 gelang es [[Friedrich Krupp]], hochwertigen [[Flussstahl]] in einem Tiegelofen in Deutschland herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Tiegelöfen, die im [[18. Jahrhundert]] und [[19. Jahrhundert]] zur Erzeugung von [[Schmiedeeisen]] (also Stahl) benutzt wurden, wurde der Stahl aus [[Zementstahl]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;blister steel&amp;#039;&amp;#039;) in feuerfesten Tiegeln aus [[Tonminerale|Ton]] und [[Graphit]] erschmolzen. Ein solcher Tiegel ist rund 40&amp;amp;nbsp;cm hoch und 18&amp;amp;nbsp;cm breit und fasst rund 20&amp;amp;nbsp;kg. Jeweils zwei dieser Tiegel werden in einen Ofenschacht (A) gestellt, von denen mehrere nebeneinander reihenförmig angeordnet sind. Die Schächte sind feuerfest ausgekleidet und werden mit einem Deckel (K) verschlossen, der etwa auf dem Niveau des Hüttenflurs liegt und meist mit einem [[Kettenzug]] und Gegengewicht zum leichteren Bedienen ausgestattet ist. Die Tiegel werden von oben in den Ofenschacht gestellt und auch nach Abschluss des Schmelzprozesses von oben mit speziellen Zangen entnommen.&lt;br /&gt;
Die Tiegel stehen dabei im Schacht etwas erhöht auf einem „Käse“ genannten [[Schamotte]]-Stein, der auf einem Rost (B) liegt, das den Ofenschacht nach unten abschließt. Im Betrieb ist der Ofenschacht komplett mit Brennstoff (meist [[Koks]], aber auch [[Holzkohle]]) gefüllt. Die Asche fällt durch das Rost in den Aschenfall (C), der über den parallel zur Ofenreihe verlaufenden Kellergang (D) zu leeren ist – wobei der Kellergang gleichzeitig die Frischluft zuführt. Der Schamotte-Stein unter den Tiegeln verhindert also den direkten Kontakt der Tiegel mit der kalten Frischluft. Die Abgase der Öfen werden über einen [[Fuchs (Schornstein)|Fuchs]] (E) zur Esse (F) geleitet, der über den Aschenfall bei (M) zu reinigen ist. Meist befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Tiegelstahl-Öfen auch noch ein Trocknungs- bzw. Brennofen (Z), in dem die Tiegel getrocknet bzw. gebrannt werden und das Einsatzmetall vorgeheizt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese ursprünglichen Tiegel-Schachtöfen wurden weiterentwickelt, indem sie als Tiegel-Flammöfen eine Regenerativ-Feuerung bekamen oder der gesamte Tiegel mit Ofen drehbar auf einem Gestell angebracht wurde und das Schmelzgut ohne Entnahme des Tiegels entleert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* William Henry Greenwood: &amp;#039;&amp;#039;Steel and Iron: comprising the practice and theory of the several methods pursued in their manufacture and of their treatment in the rolling mills, the forge, and the foundry&amp;#039;&amp;#039;, Zweite Ausgabe, Cassell &amp;amp; Company, London 1884, S.&amp;amp;nbsp;417&amp;amp;nbsp;ff ([http://www.archive.org/details/comprissteeliron00greerich online bei archive.org])&lt;br /&gt;
* Hermann Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der allgemeinen mechanischen Technologie der Metalle&amp;#039;&amp;#039;, Verlagsbuchhandlung Max Jänecke, Hannover 1907, S.&amp;amp;nbsp;9&amp;amp;nbsp;f&lt;br /&gt;
* [[Adolf Ledebur]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verarbeitung der Metalle auf mechanischem Wege&amp;#039;&amp;#039;. Friedrich Vieweg und Sohn, Braunschweig 1877. Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Das Schmelzen der Metalle – Tiegelöfen&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;218&amp;amp;nbsp;ff ([http://www.archive.org/stream/dieverarbeitung01ledegoog#page/n241/mode/1up online bei archive.org], abgerufen am 19. April 2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4344070-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallurgischer Ofen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrowärmegerät]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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