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	<title>Tiefpflügen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T06:09:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tiefpfl%C3%BCgen&amp;diff=677986&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-04-19T19:05:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|rigolen|In Großschreibung ist das auch die Pluralform von [[Rigole]], einer Regenwasserversickerungsanlage.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R74645, Deutscher Riesenpflug vorgestellt.jpg|mini|Von Lokomobilen gezogener Seilpflug bei der Moorkultivierung, 1948]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiefpflug-Ekerner-Moor.jpg|mini|Von drei Raupenschleppern im unmittelbaren Zug gezogener Tiefpflug mit eigenem Raupenfahrwerk bei der Moorkultivierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tiefpflügen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;rigolen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/nutzgarten/rigolen-statt-umgraben-105863 |titel=Rigolen statt Umgraben |abruf=2013-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (von {{frS|rigole}} = ‚Rinne‘ bzw. {{frS|rigoler}} = ‚umgraben‘ bzw. ‚tief pflügen‘&amp;lt;!-- vgl. [[wikt:rigolen]]--&amp;gt;) oder früher als &amp;#039;&amp;#039;Rajolen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rejolen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1837 |Lemma=Rajolen |Band=3 |Seite=622 |zenoID=20000857521}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine landwirtschaftliche Maßnahme zur [[Melioration]] oder zur [[Moorkultivierung]]. Hierbei wird der [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] mit einem [[Pflug#Pflug-Sonderformen|Tiefpflug]] (auch Rigolpflug, Rajolpflug oder Tiefgangpflug genannt) tiefgründig, d.&amp;amp;nbsp;h. nach DIN&amp;amp;nbsp;1185 mehr als 60&amp;amp;nbsp;cm tief, maximal bis circa 2,5&amp;amp;nbsp;Meter tief, [[Pflug#Pflügen|umgebrochen]].&lt;br /&gt;
Ziel des Tiefpflügens ist das Überkippen des [[Oberboden]]s und [[Unterboden]]s, so dass sich im [[Bodenprofil]] eine schräge Wechselschichtung aus drainierenden Unterbodenschichten und wasserspeicherndem humosen Oberboden ergibt, und/oder das Aufbrechen wasserundurchlässiger [[Ortstein|Ortsteinschichten]] im Unterboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlass und Verfahren ==&lt;br /&gt;
Bei der Kultivierung von [[Heide (Landschaft)|Heidelandschaften]] ist der Ausgangsboden meist ein [[Podsol]]. Durch das Tiefpflügen kann der verfestigte [[Ortstein]] im Unterboden aufgebrochen werden, der sonst die [[Durchwurzelung]] verhindert und zur Bildung von [[Staunässe]] führt. Außerdem wird der ausgelaugte [[Oberboden]] mit der [[Rohhumus]]auflage vermischt, so dass nach [[Düngung|Stickstoffdüngung]] und [[Kalkung]] zur Hebung des meist zu niedrigen [[pH-Wert]]es ein landwirtschaftlich nutzbarer Boden entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Melioration von [[Parabraunerde]]-, [[Pseudogley]]böden wird durch Tiefpflügen der Tonanreicherungshorizont im Unterboden aufgebrochen, um die Bildung von Staunässe zu verhindern und den Boden tiefgründig zu lockern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Moorkultivierung]] wird das [[Anmoor]], ein geringmächtiges Moor oder der Rest eines ausgetorften [[Moor]]es mit dem darunterliegenden [[Bodenhorizont#Mineralische Bodenhorizonte|Mineralboden]] überkippt. Das Hochbringen des Mineralbodens verbessert die [[Permeabilität (Geowissenschaften)|Durchlässigkeit]], [[Wasserkapazität]] und Durchwurzelbarkeit des Bodens, so dass er landwirtschaftlich nutzbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch einen einmaligen Tiefenumbruch entstandenen Böden zeigen eine typische Streifenabfolge der miteinander verpflügten Horizonte und werden als [[Treposol]]e bezeichnet. Bei mehrmaligen Umbrüchen entsteht ein tiefgründig homogener Bereich. Der so entstehende Boden ist ein [[Rigosol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1938 und 1978 wurden in Nordwestdeutschland ([[Niedersachsen]], [[Schleswig-Holstein]] und [[Nordrhein-Westfalen]]) rund 180.000&amp;amp;nbsp;ha Land durch Tiefpflügen urbar gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Technik ==&lt;br /&gt;
Das Tiefpflügen ist erst seit dem späten [[19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] möglich, seitdem mit dem [[Dampfpflug]] Antriebsmaschinen zur Verfügung standen, mit der die bei tierischer Zugkraft möglichen Pflugtiefen um rund 200 % überschritten werden konnten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Emsland Moormuseum 1.jpg|mini|Museal aufgestellter, seilgezogener Kipppflug zur Moorkultivierung. Man beachte das Raupenfahrwerk auf der sogenannten Landseite des Pfluges, also das auf dem wenig tragfähigen Moorboden fahrende Teil des Pfluges.]]&lt;br /&gt;
Zuvor wurde bei der [[Moorkultivierung#Fehnkultur|holländischen Fehnkultur]] mit dem [[Spaten]] von Hand rigolt. Für einen Hektar Hochmoorfläche war (bei einem Meter Arbeitstiefe) so ein Arbeitskräftebedarf von 8500 Arbeitskräftestunden (Akh) erforderlich. Mit dem Dampfpflug verringerte sich dieser bei gleicher Arbeitstiefe auf 60 Akh/ha, im motorischen Zug mit Raupenschleppern auf rund 20 Akh/ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Tiefpflügen mit dem Dampfpflug wurde der Pflug mittels Seilen zwischen zwei (oder teilweise auch zwei Paaren von) [[Lokomobile]]n, die sich gegenüberstehend an den Rändern des Feldes aufgestellt waren und nach jedem Durchgang ein Stück weit bewegt wurden, hin und her gezogen. Betrug die Leistung der Dampflokomobilen bei geringerer Arbeitstiefe anfänglich je rund 100&amp;amp;nbsp;PS, so wurden, aufgrund des mit zunehmender Arbeitstiefe überproportional steigenden Kraftbedarfes, zuletzt gegebenenfalls vier Dampflokomobile mit je 500&amp;amp;nbsp;PS Leistung eingesetzt. Für einen Tiefpflugsatz mit vier Lokomobilen waren elf Arbeitskräfte erforderlich, die maximale Tagesleistung betrug ca. 2&amp;amp;nbsp;ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Rad- und Raupenschlepper ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die von Dampflokomobilen gezogenen Seilpflüge durch auf dem zu pflügenden Land fahrende Traktoren ersetzt, allerdings ist auch bei diesen zum Teil Mehrfachtraktion nötig. Der Arbeitskräftebedarf beträgt auch bei Mehrfachtraktion nur noch drei bis fünf Personen. Neben Pflügen mit eigenem Fahrwerk finden auch Anbaupflüge Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei manchen Böden besteht die Gefahr, dass eine bestehende Humusschicht zerstört wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Annie Francé-Harrar]]: &amp;#039;&amp;#039;Die letzte Chance – für eine Zukunft ohne Not&amp;#039;&amp;#039;. Neuauflage. 2007, S. 564.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mammutpflug]]&lt;br /&gt;
* [[Ottomeyer (Unternehmen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. Eggelsmann&amp;lt;!-- : &amp;#039;&amp;#039;Aufsatztitel&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Kulturtechnik und Flurbereinigung 20&amp;#039;&amp;#039;. Paul Parey, Berlin / Hamburg 1979, S. 99–112.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Deep ploughing|Tiefpflügen|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|rigolen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=tnMBtLrvHdA&amp;amp;feature=related Video vom Tiefpflügen im Flevopolder.] [[Youtube]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tiefpflugen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik (Feldwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moorwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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