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	<title>Tiefenort - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-23796-90: /* Sport */</title>
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		<updated>2026-04-18T14:55:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sport&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur von 1938 bis 1946 amtlich als Tiefenort bezeichneten Gemeinde in Ostpreußen, heute Oblast Kaliningrad (Russland), siehe [[Rutscheiki (Kaliningrad)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Tiefenort&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Bad Salzungen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Tiefenort.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/50/20/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/09/58/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 240&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2560&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca           = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;EZ2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/thuringen/ |titel=Bad Salzunden-Tiefenort |titelerg=(Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für &amp;quot;Ortslagen&amp;quot; berechnet) |werk=www.citypopulation.de - Population Statistics |hrsg=Online-Dienst für Statistiken |abruf=2025-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2018-07-06&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 36469&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = 36460 &amp;lt;small&amp;gt;(Dönges, Weißendiez)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03695&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = 036963 (Dönges)&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Bad Salzungen Ortsteile.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Tiefenort zentral im Stadtgebiet&lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tiefenort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Bad Salzungen]] im [[Wartburgkreis]] in [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt an der [[Werra]] zwischen den nördlichen Ausläufern der [[Rhön]] und dem westlichen Teil des [[Thüringer Wald]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berge ===&lt;br /&gt;
Die markanteste Erhebung in der Gemarkung von Tiefenort ist der [[Krayenberg]]. Weitere Erhebungen sind der [[Seebigsrain]], der Aussichtspunkt [[Schau ins Land (Tiefenort)|Schau ins Land]], der Sperlingsberg und der [[Lichtberg (Tiefenort)|Lichtberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Thüringer Landesvermessungsamt |Titel=Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Wartburgkreis, LK Gotha, Kreisfreie Stadt Eisenach |Sammelwerk=CD-ROM Reihe Top10 |Band=CD&amp;amp;nbsp;2 |Ort=Erfurt |Datum=1999}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemalige Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiefenort Gemeindegliederung.png|mini|300px|Ehemalige Gemeindegliederung]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde bestand seit 1994&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verwaltung&amp;quot;&amp;gt;Thüringer Verordnung über die Auflösung und Zusammenlegung der Gemeinden Tiefenort, Dönges und Oberrohn vom 18. Februar 1994 (GVBl S. 243)&amp;lt;/ref&amp;gt; aus sechs Ortsteilen, diese waren:&lt;br /&gt;
* Tiefenort (als Hauptort)&lt;br /&gt;
* [[Dönges (Bad Salzungen)|Dönges]]&lt;br /&gt;
* [[Hämbach]]&lt;br /&gt;
* [[Oberrohn]] mit den Siedlungen [[Hüttenhof (Bad Salzungen)|Hüttenhof]] und [[Röhrigshof (Bad Salzungen)|Röhrigshof]]&lt;br /&gt;
* [[Unterrohn]] ({{Coordinate|text=Lage|type=city|region=DE-TH |name=Unterrohn&lt;br /&gt;
|NS=50.82970|EW=10.19291}})&lt;br /&gt;
* [[Weißendiez]] ({{Coordinate|text=Lage|type=city|region=DE-TH |name=Weißendiez&lt;br /&gt;
|NS=50.86530|EW=10.18441}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Zur [[Verwaltungsgemeinschaft und erfüllende Gemeinde (Thüringen)#Erfüllende Gemeinde|erfüllenden Gemeinde]] Tiefenort gehörte die Gemeinde [[Frauensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemaliger Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat aus Tiefenort setzte sich zuletzt aus 16 [[Ratsherr|Ratsleuten]] zusammen.&lt;br /&gt;
* [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] 7 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wählergruppe|Freie Wähler Tiefenort]] 3 Sitze&lt;br /&gt;
* Bürger pro Tiefenort 6 Sitze&lt;br /&gt;
(Stand: [[Kommunalwahlen in Thüringen 2014|Kommunalwahl am 25. Mai 2014]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2014&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=063&amp;amp;gemnr=63084 |titel=Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen - vorläufiges Ergebnis |hrsg=Der Landeswahlleiter |abruf=2014-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Als hauptamtlicher Bürgermeister amtierte Hans-Georg Hüther von 1990 bis 2012 über mehrere Amtsperioden. Bei den [[Kommunalwahlen in Thüringen 2012]] wurde Ralf Rubisch von den „Bürgern pro Tiefenort“ in der Stichwahl mit 1191 Stimmen (53,3 %) zum neuen Bürgermeister gewählt und setzte sich damit gegen Christine Thiel (CDU) durch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=2012&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=063&amp;amp;gemnr=63075 |titel=Bürgermeisterwahl Tiefenort 2012 |abruf=2019-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei den Kommunalwahlen in Thüringen 2019 traten Christine Thiel (CDU), Annett Schlotzhauer und Karsten Dietrich (DIE LINKE) für das Amt des Ortsteilbürgermeisters an. Thiel setzte sich in der Stichwahl gegen Schlotzhauer mit 516 Stimmen (51,2 %) durch und wurde somit neue Ortsteilbürgermeisterin von Tiefenort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=OM&amp;amp;wJahr=2019&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=063&amp;amp;gemnr=63003&amp;amp;gemteil=012 |titel=Wahlen im Freistaat Thüringen |abruf=2019-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnerschaften ===&lt;br /&gt;
Partnerschaften pflegte die Gemeinde seit dem 3. Oktober 1990 mit [[Rheinböllen]] in [[Rheinland-Pfalz]], [[Mühlheim am Main]] und [[Schenklengsfeld]] in [[Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Tiefenorter Gebiet im Werratal und am Nordrand der Rhön wurde schon früh als Siedlungsraum erschlossen, was auch durch Grabungen und Bodenfunde bestätigt wurde (Gräberfeld bei Leimbach, Wallburg &amp;#039;&amp;#039;Schlösschen&amp;#039;&amp;#039;). Beim Bau der [[Feldabahn]] war man schon 1885 auf die ersten Reste von Urnen mit Leichenbrand, andernorts auch Gebrauchsgeschirr und Töpfe sowie Steinsetzungen gestoßen. Ein aus [[Feuerstein]] gefertigter Dolch wurde am &amp;#039;&amp;#039;Tröpfchensborn&amp;#039;&amp;#039; aus dem Boden gehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ersterwähnung ===&lt;br /&gt;
Die Ersterwähnung von Tiefenort erfolgte in der Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Dieffeshart&amp;#039;&amp;#039; in einer [[Grafschaft Henneberg|hennebergischen]] Urkunde vom 13. September 1137.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBDO Thr1&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hennebergisches Urkundenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Teil I. Herausgegeben von Karl Schöppach. Meiningen 1842.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bedeutung des Ortsnamens ergibt sich aus dem Grundwort [[Hardt (Toponym)|Hardt]], das besonders auch in Mittelhessen Orte auf bewaldeten Abhängen am Rande von Flussauen bezeichnete, das mittelhochdeutsche Bestimmungswort tief (&amp;#039;&amp;#039;Tyfenhardt&amp;#039;&amp;#039;, 1280 im Urkundenbuch des Klosters Frauensee), bedeutet, dass der Ort besonders weit unten am Abhang lag. Dazu passt, dass der Ort 1330 eine Brücke bezeichnete (&amp;#039;&amp;#039;Item villam Vockinrode cum omnibus suis attininencys et prata usque ad pontem Tyffinhart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UBDO Thr1&amp;quot; /&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;sinngemäß: der Hof Vockinrode mit all seinen Nebenanlagen und Wiesen bis zur Tyffinhartbrücke&amp;#039;&amp;#039;)&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die auf dem markanten &amp;#039;&amp;#039;Krayenberg&amp;#039;&amp;#039; erbaute Burganlage der [[Krayenburg]], heute nur noch als Ruine zu besichtigen, gehörte ursprünglich dem [[Kloster Hersfeld]] und wurde von einem im Werratal beheimateten Grafengeschlecht, den [[Frankenstein (fränkisches Adelsgeschlecht)|Herren von Frankenstein]] bewohnt und verwaltet. Bemerkenswert sind die hohe Qualität der Mauerstrukturen am [[Palas]]rest. Sogar in der Reichsgeschichte fand diese Burg Erwähnung, als [[Asyl]]ort stand sie unter besonderem Schutz. Der Sage nach weilte hier auch [[Margaretha von Staufen]], die vor ihrem Gemahl, dem [[Geschichte Thüringens#Die ludowingische Landgrafschaft Thüringen|Thüringer Landgrafen]] 1270 von der [[Wartburg]] floh, einige Tage in der Festung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Rothe]] Thüringer Chronik&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Krayenburg und die zugehörigen Dörfer des [[Amt Krayenberg|Amtes Krayenberg]], zu denen auch Tiefenort gehörte, gelangten am 13. Januar 1407 an die inzwischen von den [[Wettiner]]n gestellten Thüringer Landgrafen, die bereits als Schutzvögte des Klosters Hersfeld die weltliche Macht in Händen hielten. Die Burg war zu dieser Zeit bereits militärisch weitgehend bedeutungslos geworden und wurde nun in rascher Folge verpfändet. Eine große kulturelle Bedeutung hatte zu dieser Zeit bereits das nur 5&amp;amp;nbsp;km entfernte Kloster Frauensee erworben. Bis in das 14. Jahrhundert waren in der Umgebung des [[Zisterzienser]]-Nonnenklosters zahlreiche Siedlungsplätze angelegt worden, auch war zu dieser Zeit mit der Trockenlegung des östlich angrenzenden [[Moorgrund]]es begonnen worden, die Höfe und Siedlungen Hüttenhof, Oberrohn, Weissendiez, Dönges, Albertshof und andere entstanden in dieser Zeit als Ausbausiedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Während des ersten Viertels des 16. Jahrhunderts hatte die Notlage der bäuerlichen Bevölkerung auch im Amtsgebiet der Krayenburg zur Teilnahme am [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] von 1525 geführt. Hierbei wurde das Kloster Frauensee und andere Orte um Tiefenort von den im Werratal operierenden Bauernhaufen angegriffen und geplündert. Zu Ostern 1525 zog man sogar vor die Stadttore von [[Bad Salzungen|Salzungen]] ohne jedoch in die Salzsiederstadt eindringen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Bauernkrieg führte die [[Reformation]] zum Übertritt der Tiefenorter Bevölkerung zum [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherischen Glauben]]. In der Krayenburg hatte zu dieser Zeit der letzte Graf von Beichlingen seinen Wohnsitz bezogen, er verstarb 1567 in Tiefenort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Verwüstungen und unbeschreibliches Leid brachte der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]]. In Tiefenort verzeichnet die Chronik einen starken Bevölkerungsrückgang als Folge von Krieg und Pest, 1648 lebten im Ort nur noch 68 Familien und 20 ledige Witwen. Der Neuaufbau des Ortes ging einher mit der Aufgabe und schrittweisen Zerstörung der Krayenburg, zahlreiche Gebäude im historischen Ortskern sind aus den Resten der Burg entstanden. Tiefenort blieb bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein bäuerlich geprägtes Dorf. 1782 besuchte [[Johann Wolfgang von Goethe]] den Ort und fertigte auch eine Zeichnung der Burgruine an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 wurden, basierend auf der [[Volkszählung]] von 1875 statistische Angaben zum Ort, inzwischen zum Großherzogtum [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] gehörend, publiziert. Tiefenort hatte in diesem Jahr 253 Wohnhäuser mit 1367 Einwohnern. Die Größe der Flur betrug 1624,7 ha davon Höfe und Gärten 19 ha, Wiesen 353,4 ha, Ackerfläche 806,4 ha. Wald 314,4 ha, Teiche, Bäche und Flüsse 44,4 ha, auf Wege, Triften, Ödland und Obstbauplantagen entfielen 87,05 ha. Das Dorf hatte einen Viehbestand von 63 Pferden, 600 Rindern, 1807 Schafen, 38 Ziegen und 298 Schweinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kronfeld&amp;quot;&amp;gt;C. Kronfeld: &amp;#039;&amp;#039;Landeskunde des Großherzogthumes Sachsen-Weimar-Eisenach.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Teil. Weimar 1879. S. 101 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Seit etwa 2002 steht der Ort unter besonderer Beobachtung der Bergaufsichtsbehörde. Da ein am Ortsrand aufgebrochener [[Erdfall]]  {{Coordinate|NS=50.841304|EW=10.168637|type=landmark|dim=1000|region=DE-TH|text=(Lage)|name=Erdfall}} die Sicherheit der dort lebenden Einwohner dauerhaft bedroht, musste im Februar 2010 die weitere Nutzung einiger Wohnhäuser aus Sicherheitsgründen untersagt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.insuedthueringen.de/inhalt.thueringen-land-verspricht-tiefenorter-erdfall-opfern-schnelle-hilfe.d35f2b13-543b-487e-a2ff-a2eb926bd8e9.html |titel=Land verspricht Tiefenorter Erdfall-Opfern schnelle Hilfe |werk=ehemals Freies Wort, jetzt InSüdThüringen, Onlineausgabe |datum=2010-02-16 |sprache=de |offline= |abruf=2025-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli 2018 wurde Tiefenort in die Stadt Bad Salzungen eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/67667/gesetz_und_verordnungsblatt_nr_07_2018.pdf Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018], aufgerufen am 6. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung Gemeinde Tiefenort ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl als eigenständige Gemeinde:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1994: 4232&lt;br /&gt;
* 1995: 4238&lt;br /&gt;
* 1996: 4260&lt;br /&gt;
* 1997: 4299&lt;br /&gt;
* 1998: 4321&lt;br /&gt;
* 1999: 4342&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2000: 4353&lt;br /&gt;
* 2001: 4336&lt;br /&gt;
* 2002: 4310&lt;br /&gt;
* 2003: 4290&lt;br /&gt;
* 2004: 4272&lt;br /&gt;
* 2005: 4230&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2006: 4194&lt;br /&gt;
* 2007: 4178&lt;br /&gt;
* 2008: 4161&lt;br /&gt;
* 2009: 4144&lt;br /&gt;
* 2010: 4111&lt;br /&gt;
* 2011: 4052&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2012: 4026&lt;br /&gt;
* 2013: 3960&lt;br /&gt;
* 2014: 3969&lt;br /&gt;
* 2015: 3902&lt;br /&gt;
* 2016: 3869&lt;br /&gt;
* 2017: 3825&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &amp;lt;small&amp;gt; Datenquelle: von 1994 bis 2017 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Krayenburg ===&lt;br /&gt;
Die [[Krayenburg]] wurde 1155 erstmals als „castrum“ des [[Kloster Hersfeld|Klosters Hersfeld]] erwähnt. Die Besitzer der Burg waren die &amp;#039;&amp;#039;Herren von Frankenstein&amp;#039;&amp;#039;, welche die Burg als Lehen innehatte und sie weiter ausbauten. Die Burganlage wurde zu einer der bedeutendsten romanischen Festungsanlagen im mittleren Werratal ausgebaut, davon zeugen noch die beachtlichen Reste der Befestigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchen ===&lt;br /&gt;
Das erste, als [[St.-Peters-Kirche (Tiefenort)|Peterskirche]] bezeichnete Gotteshaus in Tiefenort soll um 1521 im gotischen Stil erbaut worden sein, zuvor soll von den Gläubigen eine Kapelle auf oder bei der Krayenburg genutzt worden sein. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche zerstört und rasch ein Ersatzbau an gleicher Stelle errichtet. Die Kirchenchronik nennt für 1776 weitere Umbauten im Innern und bericht von einem letzten Umbau im Jahr 1891.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenkstätten ===&lt;br /&gt;
* Auf dem &amp;#039;&amp;#039;Ortsfriedhof&amp;#039;&amp;#039; erinnert ein Gräberfeld mit Denkmal an 25 [[Sowjetunion|sowjetische]] und sechs [[Polen (Ethnie)|polnische]] [[Zwangsarbeiter]](innen) sowie deren beide Kinder, die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden. Außerdem ruhen dort sieben Soldaten der [[Rote Armee|Roten Armee]].&lt;br /&gt;
* Der [[Zeppelinstein]] in der Flur &amp;#039;&amp;#039;auf der Wacht&amp;#039;&amp;#039; bei Tiefenort erinnert an die Notlandung und das Ende des Marine-Luftschiffs L&amp;amp;nbsp;55 am 20. Oktober 1917.&lt;br /&gt;
* Das Erbbegräbnis der Gutsbesitzerfamilie von Oberrohn liegt durch jahrzehntelangen Verfall in Trümmern.&lt;br /&gt;
* Am alten Fahrweg nach Weißendiez trifft man auf die &amp;#039;&amp;#039;Gerichts-Eiche&amp;#039;&amp;#039; und das von der Gemeinde betreute Grab einer Zigeunerfamilie. Der Standort der Eiche wurde erstmals 1137 als [[Thing]]- und Richtstätte erwähnt. Die jetzt dort vorhandene [[Stieleiche]] ist etwa 500 Jahre alt und wurde 1957 als [[Naturdenkmal]] ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Biedermann: Naturdenkmale im Wartburgkreis; Landratsamt Wartburgkreis, 2014, Seite 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Die wichtigste regelmäßige Veranstaltung im Ort ist die alljährlich im Oktober stattfindende [[Kirchweih|Kirmes]].&lt;br /&gt;
* Für die westthüringische [[Country-Musik]]-Szene ist der &amp;#039;&amp;#039;Steinbruch&amp;#039;&amp;#039; am Weg nach Weißendiez ein wichtiger Treffpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
* Dicke Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 6,65 m (2016).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Monumentale Eichen|Link=th%C3%BCringen/2-kategorie/tiefenort/|Abruf=2017-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
Der Ortsteil ist Heimat des [[BSG Kali Werra Tiefenort]], welcher seiner Heimspiele im Waldstadion im Kaffeetälchen austrägt. In der DDR spielte man 21 Spielzeiten in der zweitklassigen [[DDR-Liga]] vor teilweise über 8.000 Zuschauern. Heute ist die Anlage ein beliebtes Ziel von [[Groundhopping|Groundhoppern]] die teilweise aus dem Ausland kommen und die Bekanntheit des Ortes erhöhten. Die Zeitschrift 11 Freunde listet das Waldstadion auf Platz 12 der 50 schönsten Stadien der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=11FREUNDE |url=https://www.11freunde.de/fussballkultur/ranking-die-schoensten-stadien-der-welt-dortmund-nur-auf-platz-6-a-1a061635-6c95-430b-af84-a0215b254ef2 |titel=Ranking: Die schönsten Stadien der Welt (Dortmund nur auf Platz 6) – Best of 2025 |datum=2025-12-27 |sprache=de |abruf=2026-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die Kaliindustrie ist seit der Jahrhundertwende der wichtigste Arbeitgeber, obertägig erhalten blieben Teile der Bergwerks- und Fördertechnik der Schachtanlage von Merkers sowie eine markante Abraumhalde am &amp;#039;&amp;#039;Hämbacher Kreuz&amp;#039;&amp;#039;. Das &amp;#039;&amp;#039;Kalk- und Zementwerk Oberrohn&amp;#039;&amp;#039; war ein bedeutender Baustoffproduzent in der DDR-Zeit. Heute besitzt das Gewerbegebiet &amp;#039;&amp;#039;Am Hämbacher Kreuz&amp;#039;&amp;#039; mit seinen Großmärkten eine wichtige Versorgungsaufgabe für den Wirtschaftsraum Bad Salzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbegebiete ===&lt;br /&gt;
Das Gewerbegebiet &amp;#039;&amp;#039;Am Hämbacher Kreuz&amp;#039;&amp;#039; befindet sich am nördlichen Ortsrand von Hämbach. Es verfügt über eine Gesamtfläche von 8,2&amp;amp;nbsp;ha (Stand 2009).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wartburgkreis.de/wak/cmswak.nsf/Dokintern/DA.20010926.120130.760692?OpenDocument |titel=Gewerbegebiete in der Wartburgregion |werk=Wartburgkreis-Online |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110515141608/http://www.wartburgkreis.de/wak/cmswak.nsf/Dokintern/DA.20010926.120130.760692?OpenDocument |archiv-datum=2011-05-15 |abruf=2010-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Durch Hämbach verläuft die stark frequentierte [[Bundesstraße 62]] im Abschnitt Bad Salzungen–Dorndorf–Vacha.&lt;br /&gt;
Tiefenort liegt an der teilweise stillgelegten [[Bahnstrecke Bad Salzungen–Vacha]]. Die Ortsteile Ober- und Unterrohn liegen an der [[Werrabahn|Bahnstrecke Eisenach-Bad Salzungen-Meiningen]] mit einem Haltepunkt der [[Süd-Thüringen-Bahn]] in Oberrohn.&lt;br /&gt;
Buslinien des [[Verkehrsunternehmen Wartburgmobil]] verbinden den Ort mit [[Eisenach]], [[Geisa]], [[Vacha]] und [[Bad Salzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Melchior Molter]] (1696–1765), Komponist und Kapellmeister&lt;br /&gt;
* [[Edgar Most]] (1940–2015), letzter Vizepräsident der Staatsbank der DDR und Mitarbeiter des Beraterkreises der Bundesregierung für den Aufbau Ost&lt;br /&gt;
* [[Julius Mugler]] (1872–1933), kaiserlicher Marine-Oberbaurat und Maschinenbau-Betriebsdirektor&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Christian Theodor Reussing]] (1767–1846), Mediziner&lt;br /&gt;
*[[Hermann Storch]] (1908–1988), Ehrenbürger von Tiefenort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Peter Drescher (Schriftsteller)|Peter Drescher]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Tiefenort an der Werra von damals bis heute&lt;br /&gt;
   |Verlag=Geiger Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Horb am Neckar&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89570-549-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=156}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G. Kühn&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Georg Voss&lt;br /&gt;
   |Titel=Tiefenort, Krayenburg&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens. Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach. Amtsgerichtsbezirk Vacha&lt;br /&gt;
   |Band=Heft XXXVII&lt;br /&gt;
   |Verlag=Gustav Fischer Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Jena&lt;br /&gt;
   |Datum=1911&lt;br /&gt;
   |Seiten=47–55, 61–69}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hermann Helmbold&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Georg Voss&lt;br /&gt;
   |Titel=Dönges, Weißendiez&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens. Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach. Amtsgerichtsbezirk Eisenach. Die Landorte&lt;br /&gt;
   |Band=Heft XL&lt;br /&gt;
   |Verlag=Gustav Fischer Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Jena&lt;br /&gt;
   |Datum=1915&lt;br /&gt;
   |Seiten=46, 209}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ludwig Hertel&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Georg Voss&lt;br /&gt;
   |Titel=Oberrohn, Unterrohn&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens. Herzogthum Sachsen-Meiningen, Kreis Meiningen. Amtsgerichtsbezirk Salzungen&lt;br /&gt;
   |Band=Heft XXXV&lt;br /&gt;
   |Verlag=Gustav Fischer Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Jena&lt;br /&gt;
   |Datum=1911&lt;br /&gt;
   |Seiten=102 ff.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.badsalzungen.de/de/ortsteile/ortsteil-tiefenort.html Tiefenort auf der offiziellen Homepage Bad Salzungens]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Bad Salzungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4454729-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Salzungen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wartburgkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Werra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1137]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wartburgkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2018]]&lt;/div&gt;</summary>
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