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	<title>Tiefe Operation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T10:16:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tiefe_Operation&amp;diff=1242906&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:C1:BF44:577D:FC00:9DEF:5BAF:FC4A: Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-05-17T21:02:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Theorie der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tiefen Operation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Теория глубокой операции|Teorija glubokoi operazii}}) war eine sowjetische [[Militärdoktrin]], die in den 1920er Jahren von [[Generalstab]]soffizieren der [[Rote Armee|Roten Armee]], u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Wladimir Kiriakowitsch Triandafillow|Wladimir Triandafillow]], konzipiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der Ansatz Triandafillows sah einen je nach Breite und Tiefe der feindlichen Verteidigung berechneten, exakt bestimmten Angriffsablauf vor, der es erlauben sollte, den Gegner in der ganzen Tiefe seiner Stellungszone gleichzeitig zu bekämpfen. Dabei sollten verschiedene Truppenverbände gleichzeitig in unterschiedlichen, koordinierten Angriffsoperationen geführt werden. Der Durchbruch sollte durch mobile, [[Mechanisiertes Korps (Rote Armee)|mechanisierte Korps]] mit Panzern und Flugzeugen erfolgen, die im feindlichen Hinterland den Gegner an einer Neuformierung seiner Kräfte hindern sollten. Hierbei sollte vor allem die im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] von der deutschen Armee eingeführte [[Stoßtrupp]]taktik zur Anwendung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Rote Armee verfügte während der 1920er Jahre über kein einheitliches Konzept zur [[Operation (Militär)|operativen]] Kriegsführung bzw. zur Operationsplanung. Daher entstand schon kurze Zeit nach der Gründung der sowjetischen Streitkräfte eine Kontroverse um die Grundpositionen der [[Ermattungsstrategie]] ({{RuS|strategija ismora}}) und der Vernichtungs- bzw. [[Niederwerfungsstrategie]] ({{RuS|strategija sokrusenija}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptvertreter der Ermattungsstrategie war der Lehrstuhlinhaber für Kriegsgeschichte an der [[Allgemeine Militärakademie der Russischen Streitkräfte|Militärakademie „M.W. Frunse“]] in Moskau, [[Alexander Andrejewitsch Swetschin|Alexander Swetschin]]. Die Strategie sollte den Gegner nicht durch schnelle Entscheidungsschlachten besiegen, sondern ihn durch eine Kette begrenzter militärischer Aktionen über einen langen Zeitraum schwächen und zu einer Einstellung der Kampfhandlung bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widersprachen die Vertreter der Vernichtungsstrategie unter Wortführung des Chefs des Generalstabes der Roten Armee, [[Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski|Michail Tuchatschewski]]. Sie verwiesen auf die damals modernen Möglichkeiten der Operationsführung mit Panzern, Flugzeugen, Giftgas und Langstreckenartillerie als eine bewegliche Gefechtsführung mit dem Ziel der Vernichtung der gegnerischen Streitkräfte. Die dazu im Jahre 1929 verfasste Doktrin des stellvertretenden Generalstabschefs, Wladimir Triandafillow: „Charakter der Operationen moderner Armeen“ ({{RuS|Характер операций современных армий}}) beinhaltete die Idee der &amp;#039;&amp;#039;Tiefen Operation&amp;#039;&amp;#039;. Ausgangspunkt waren die Erfahrungen der Endphase des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], in dem starre Fronten keinerlei operative Handlungsspielräume mehr boten. Die Lösung wurde in einem entsprechenden Durchbruch der Verteidigungslinien des Gegners mit anschließender Wiedererlangung der Operationsfreiheit in der Tiefe des gegnerischen Raumes gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde die Doktrin der tiefen Operation von der Roten Armee übernommen und während eines [[Manöver im Kiewer Militärbezirk 1935|großangelegten Manövers]] praktisch umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Selbstaussage besaß die Rote Armee keine entsprechend entwickelte Theorie der Verteidigung. So heißt es in dem offiziellen 12-bändigen Werk „Geschichte des Zweiten Weltkrieges 1939–1945“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die militärischen Führungsorgane ließen faktisch die strategische Verteidigung außer acht, weil sie die zukünftigen Operationen der Sowjetarmee und der Seekriegsflotte fast ausschließlich als Angriffshandlungen betrachteten. Wie General [[Iwan Wladimirowitsch Tjulenew|I.&amp;amp;nbsp;W.&amp;amp;nbsp;Tjulenew]] auf der Dezembertagung von 1940 feststellte, verfügte die sowjetische Kriegskunst damals über keine ausreichend begründete Verteidigungstheorie, die der Theorie und Praxis der tiefen Angriffsoperation der Armee adäquat gewesen wäre. Die Verteidigungshandlungen der Truppen in der Anfangsperiode eines Krieges wurden nur für Teile der strategischen Front und hinsichtlich der vor den Deckungsarmeen stehenden Aufgaben betrachtet.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrei Antonowitsch Gretschko|Andrei A. Gretschko]] (Vorsitzender der Hauptredaktion): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Zweiten Weltkrieges 1939–1945 in Zwölf Bänden&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1975, Band 3, S. 499.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] in der [[Sowjetunion]] der 1930er Jahre wurden bedeutende Vertreter der &amp;#039;&amp;#039;Tiefen Operation&amp;#039;&amp;#039; liquidiert, darunter auch der Vordenker Tuchatschewski. Infolgedessen wurde die Militärdoktrin zwischen 1936 und 1939 auch im Hinblick auf die Erfahrungen der [[Rote Armee|Roten Armee]] im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] und im finnisch-sowjetischen [[Winterkrieg]] vernachlässigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wehrmacht]] stellte während ihres [[Westfeldzug]]es 1940 die erfolgreiche Durchführbarkeit der Strategie unter Beweis, was mit dem Begriff des [[Blitzkrieg]]es in die Geschichte einging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1944 setzte die Rote Armee die &amp;#039;&amp;#039;Tiefe Operation&amp;#039;&amp;#039; erfolgreich im Rahmen der [[Operation Bagration]] ein, die den Zusammenbruch der [[Heeresgruppe Mitte]] zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung ==&lt;br /&gt;
[[Sally W. Stoecker]] schätzt die Bevorzugung der offensiv orientierten Vernichtungsstrategie, die auf den Theorien des &amp;#039;&amp;#039;Tiefen Gefechts&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Tiefen Operation&amp;#039;&amp;#039; basierte, als {{&amp;quot;|rätselhaft}} ein, angesichts der langen Traditionen bei strategischen Verteidigungsoperationen, der Geographie, der Einschätzung der Bedrohungslage und den Möglichkeiten der Roten Armee bei den Kampfeinheiten und im rückwärtigen Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sally W. Stoecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Stalinismus und Rote Armee&amp;#039;&amp;#039;. In: Bianka-Pietrow-Ennker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Präventivkrieg? Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 2000, S. 160 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stoßarmee]]&lt;br /&gt;
* [[Sowjetische Angriffsdoktrin (Kalter Krieg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Garthoff, Raymond L.: &amp;#039;&amp;#039;Soviet Military Doctrine&amp;#039;&amp;#039;, Santa Monica 1953.&lt;br /&gt;
* Habeck, Mary R.: &amp;#039;&amp;#039;Storm of Steel. The Development of Armor Doctrine in Germany and the Soviet Union 1919–1939&amp;#039;&amp;#039;, Cornell University Press, New York 2003, ISBN 978-0-8014-4074-8.&lt;br /&gt;
* Harrison, Richard W.: &amp;#039;&amp;#039;The Russian Way of War. Operational Art 1904–1940.&amp;#039;&amp;#039; Univ. Pr. of Kansas, Lawrence, Kansas 2001, ISBN 978-0-7006-1074-7.&lt;br /&gt;
* Simpkin, Richard E.: &amp;#039;&amp;#039;Deep Battle. The Brainchild of Marshal Tuchachevskii&amp;#039;&amp;#039;, Brassey’s Defence, London 1987, ISBN 0-08-031193-8.&lt;br /&gt;
* United States War Department: &amp;#039;&amp;#039;Handbook on U.S.S.R. Military Forces&amp;#039;&amp;#039;, War Department Technical Manual TM30-430, o.&amp;amp;nbsp;O. 1945.&lt;br /&gt;
* Zeidler, Manfred: &amp;#039;&amp;#039;Reichswehr und Rote Armee 1920-1933.&amp;#039;&amp;#039; Wege und Stationen einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit, München 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:C1:BF44:577D:FC00:9DEF:5BAF:FC4A</name></author>
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