<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tic</id>
	<title>Tic - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tic"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tic&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T15:21:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tic&amp;diff=505446&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Digital olm: Ergänzungen, Aktualisierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tic&amp;diff=505446&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-12T09:46:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen, Aktualisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die psychische Störung. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[TIC]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = F95&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Ticstörungen&lt;br /&gt;
| 02-CODE = F95.0&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = vorübergehende Ticstörung&lt;br /&gt;
| 03-CODE = F95.1&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = chronische motorische oder vokale Tics&lt;br /&gt;
| 04-CODE = F95.2&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = kombinierte vokale und multiple motorische Tics (Tourette-Syndrom)&lt;br /&gt;
| 05-CODE = F95.8&lt;br /&gt;
| 05-BEZEICHNUNG = Sonstige Ticstörungen&lt;br /&gt;
| 06-CODE = F95.9&lt;br /&gt;
| 06-BEZEICHNUNG = Ticstörung, nicht näher bezeichnet Tic o.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;A.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 8A05 | Data-01 = Ticstörungen&lt;br /&gt;
| Code-02 = 8A05.0 | Data-02 = Primäre Tics oder Ticstörungen&lt;br /&gt;
| Code-03 = 8A05.00 | Data-03 = Tourette-Syndrom&lt;br /&gt;
| Code-04 = 8A05.01 | Data-04 = Chronisch-motorische Ticstörung&lt;br /&gt;
| Code-05 = 8A05.02 | Data-05 = Chronisch-phonische Ticstörung&lt;br /&gt;
| Code-06 = 8A05.03 | Data-06 = Vorübergehende motorische Tics&lt;br /&gt;
| Code-07 = 8A05.10 | Data-07 = Infektiöse oder postinfektiöse Tics&lt;br /&gt;
| Code-08 = 8A05.11 | Data-08 = Tics im Zusammenhang mit Entwicklungsstörungen&lt;br /&gt;
| Code-09 = 8A05.0Y | Data-09 = Sonstige näher bezeichnete primäre Tics&lt;br /&gt;
| Code-10 = 8A05.0Z | Data-10 = Primäre Tics oder Ticstörungen, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
| Code-11 = 8A05.1 | Data-11 = Sekundäre Tics&lt;br /&gt;
| Code-12 = 8A05.Y | Data-12 = Sonstige näher bezeichnete Ticstörungen&lt;br /&gt;
| Code-13 = 8A05.Z | Data-13 = Ticstörungen nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tic&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|tic}} ‚[nervöses] Zucken‘)&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraps&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Harrap’s Universal Dictionnaire Français-Allemand/Allemand-Français.&amp;#039;&amp;#039; 1999, ISBN 0-245-50401-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tick&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Krankheitssymptom. Es beschreibt eine kurze und unwillkürliche, regelmäßig oder unregelmäßig wiederkehrende und teilweise komplexe [[Motorik|motorische]] Kontraktion einzelner Muskeln oder Muskelgruppen. Sie werden zu den [[Extrapyramidale Hyperkinesie|extrapyramidalen Hyperkinesien]] gerechnet. Im sozialen Kontakt auffällig werden Tics meist erst, wenn sie sich als heftige körperliche Bewegungen oder Lautäußerungen zeigen. Tics kommen im Rahmen verschiedener [[Neurologie|neurologischer]] und [[Neuropsychiatrie|neuropsychiatrischer]] Erkrankungen vor – sie sind jedoch vor allem als [[Leitsymptom]] des [[Tourette-Syndrom]]s bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet die &amp;#039;&amp;#039;primäre&amp;#039;&amp;#039;, [[Idiopathie|idiopathische]] Ticstörung (wie z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Tourette-Syndrom]]) von der &amp;#039;&amp;#039;sekundären&amp;#039;&amp;#039; Ticstörung (z.&amp;amp;nbsp;B. Tics als eines der Symptome einer sonstigen Grunderkrankung).&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Bewermeyer: &amp;#039;&amp;#039;Neurologische Differenzialdiagnostik: Evidenzbasierte Entscheidungsprozesse und diagnostische Pfade&amp;#039;&amp;#039;. Schattauer Verlag, 2011, S. 418ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je nach Ausprägungs- und Schweregrad werden vier Subgruppen von Tics, die besonders im Kopf- und Schulterbereich auftreten, unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einfache motorische Tics&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. Stirnrunzeln, Augenblinzeln, ruckartiges Kopfbewegen, Hochziehen der Augenbrauen, [[Schulterzucken]], [[Grimassieren]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einfache vokale Tics&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Räuspern]], mit der Zunge schnalzen, Hüsteln, Schmatzen, Grunzen, Schniefen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Komplexe motorische Tics&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Springen]], Berühren anderer Leute oder Gegenstände, Körperverdrehungen, [[Kopropraxie]] (Ausführung obszöner Gesten), [[selbstverletzendes Verhalten]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Komplexe vokale Tics&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. das Herausschleudern von zusammenhanglosen Wörtern und kurzen Sätzen, [[Koprolalie]] (das Ausstoßen obszöner Worte), [[Echolalie]] (Wiederholung von gehörten Lauten und Wortfetzen), [[Palilalie]] (Wiederholung von gerade selbst gesprochenen Worten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vokale Tics unterscheiden sich von motorischen Tics dadurch, dass dabei Muskelgruppen beteiligt sind, die zur Vokalisation beitragen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Zwerchfell]], [[Zunge]], [[Rachen]]muskeln usw.). Während einfache motorische und vokale Tics meistens schnell ablaufen und unbeabsichtigt wirken, können komplexe Tics durch ihren teils langsameren, strukturierteren Ablauf oft willkürlich erscheinen. Man kann zwar einen Tic über einen kurzen Zeitraum hinweg unterdrücken, ihn sich aber nicht abgewöhnen. Der Tic-Patient kann sowohl den Zeitpunkt des Auftretens als auch den des Verschwindens eines Tics nicht kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose nach ICD-10 ==&lt;br /&gt;
Im [[ICD-10]] werden Ticstörungen unter den &amp;#039;&amp;#039;Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit oder Jugend&amp;#039;&amp;#039; (F9) klassifiziert. D.&amp;amp;nbsp;h., für die Diagnose einer Ticstörung muss der Beginn vor dem 18. Lebensjahr liegen. Es werden drei Hauptformen von Tic-Störungen unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorübergehende Ticstörung (F95.0)&amp;#039;&amp;#039;: Einzelne oder multiple motorische oder sprachliche Tics treten viele Male am Tag auf, an den meisten Tagen; dies über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen und höchstens zwölf Monaten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronische motorische oder vokale Tics (F95.1)&amp;#039;&amp;#039;: Motorische oder vokale Tics (aber nicht beides) treten viele Male am Tag auf, an den meisten Tagen; dies über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten. Im gegebenen Jahr gibt es keine [[Remission (Medizin)|Remission]] die länger als zwei Monate andauert.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kombinierte vokale und multiple motorische Tics ([[Tourette-Syndrom]]; F95.2)&amp;#039;&amp;#039;: Während der Störung bestehen eine Zeit lang multiple motorische Tics und ein oder mehrere vokale Tics, aber nicht notwendigerweise gleichzeitig. Die Tics treten viele Male am Tag auf, fast jeden Tag; dies länger als ein Jahr. Im gegebenen Jahr gibt es keine Remission die länger als zwei Monate andauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Differentialdiagnose ===&lt;br /&gt;
Diagnostisch sind die auftretenden Tics abzugrenzen gegen:&lt;br /&gt;
* Neurologisch bedingte Bewegungsstörungen ([[Dyskinesie]]n), die in Verbindung mit medizinischen Grunderkrankungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Chorea Huntington]], [[Pediatric Acute-onset Neuropsychiatric Syndrome|PANS/PANDAS]], [[Enzephalitis|postvirale Enzephalitis]], Hirnverletzungen) oder infolge von Medikamenteinnahme (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Neuroleptika]], [[Stimulanzien]]) auftreten;&lt;br /&gt;
* Stereotype Bewegungen (z.&amp;amp;nbsp;B. wiegende Körperbewegungen, Gegenstände in den Mund nehmen, sich selbst beißen), die bei einer [[Stereotypie (Medizin)|stereotypen Bewegungsstörung]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kirsten R. Müller-Vahl: &amp;#039;&amp;#039;Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2024, ISBN 978-3-95466-793-2, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder einer [[Tiefgreifende Entwicklungsstörung|tiefgreifenden Entwicklungsstörung]] beobachtet werden&lt;br /&gt;
* [[Zwangshandlung]]en, die typischerweise komplexer sind, meist als Reaktionen auf Zwangsgedanken auftreten und nach strikten Regeln ablaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;d2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kirsten R. Müller-Vahl: &amp;#039;&amp;#039;Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2024, ISBN 978-3-95466-793-2, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie, Verbreitung und Altersrelevanz ==&lt;br /&gt;
Tics treten v.&amp;amp;nbsp;a. im Kindesalter auf (bei ca. 4–12 % aller Kinder). Häufig sind sie in diesem Alter jedoch vorübergehender Natur, d.&amp;amp;nbsp;h., sie verschwinden innerhalb von sechs Monaten wieder. Tics treten bei Jungen ca. dreimal so häufig auf wie bei Mädchen. Die familiäre Häufung von Tics ist nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;d2001&amp;quot;&amp;gt;[[Manfred Döpfner]]: &amp;#039;&amp;#039;Tic-Störungen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard W. Lauth]], [[Udo B. Brack]], Friedrich Linderkamp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen.&amp;#039;&amp;#039; 2001, ISBN 3-621-27447-2, S. 339–346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei leichteren Verlaufsformen hören die Tics in der Regel zu Beginn des Erwachsenenalters auf. Bei schwereren Verlaufsformen bleiben die [[Symptom]]e auch im Erwachsenenalter bestehen, oft jedoch in abgeschwächter Form. Die schwerste und deshalb eindrücklichste Verlaufsform wird auch nach dem Erstbeschreiber, dem französischen Neurologen [[Georges Gilles de la Tourette]] als sogenanntes [[Tourette-Syndrom]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patienten mit chronischen multiplen Tics oder mit Tourette-Störung weisen etwa in der Hälfte der Fälle zusätzlich eine [[hyperkinetische Störung]] (ADHS) auf. Bei Patienten mit Tourette-Syndrom werden häufig auch [[Zwangsstörung|Zwangssymptome]] oder [[Selbstverletzendes Verhalten|selbstverletzende Verhaltensweisen]] beobachtet. Fast immer entwickeln sich komplexe Tics nach einfachen Tics.&amp;lt;ref name=&amp;quot;d2001&amp;quot; /&amp;gt; Auch im Rahmen einer Zwangsstörung können begleitend Tic-Symptome auftreten, ohne dass dabei das Vollbild eines Tourette-Syndroms erreicht werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Scamvougeras: [http://ww1.cpa-apc.org:8080/publications/archives/bulletin/2002/february/specialfeaturescamvougeras.asp &amp;#039;&amp;#039;Challenging Phenomenology in Tourette Syndrome and Obsessive-Compulsive Disorder: The Benefits of Reductionism.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Canadian Psychiatric Association.&amp;#039;&amp;#039; (Februar 2002). Abgerufen am 5. Juni 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Die genaue Ursache der Entstehung der häufigsten, primären Ticstörung ist bis heute nicht bekannt, eine genetische Grundlage gilt jedoch als sicher. In einer breit angelegten, paneuropäischen Studienreihe (&amp;#039;&amp;#039;EMTICS&amp;#039;&amp;#039;) wurde erforscht, welche genaue Rolle die Genetik im Rahmen von Ticstörungen hat und welche weiteren Einflussfaktoren (z.&amp;amp;nbsp;B. Infektionen und autoimmune Faktoren) von Bedeutung sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=https://www.emtics.eu/ | wayback=20190226064749 | text=EMTICS European Multicentre Tics in Children Studies}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird eine [[hereditär]]e Störung in den [[Basalganglien]] angenommen. Seltener sind organische Tics als Folge einer generellen Hirnschädigung (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Enzephalitis]]) oder einer [[Läsion]] der Basalganglien (des [[Striatum|striato]]-[[Pallidum|pallidären]] Systems). Zunehmend wird die [[striatofrontale Dysfunktion]] für die Entstehung von Tics verantwortlich gemacht, was erklären würde, dass die Tic-Störung eine häufige [[Komorbidität]] von [[ADHS]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderform ==&lt;br /&gt;
Als Sonderformen mit anderer Ursache gilt der &amp;#039;&amp;#039;Tic douloureux&amp;#039;&amp;#039; (franz. &amp;#039;&amp;#039;der schmerzhafte Tic&amp;#039;&amp;#039;): ein kurzer, heftiger und sich oft wiederholender Schmerzanfall mit Gesichtszuckungen („Gesichtskrampf“) bei [[Trigeminusneuralgie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Neben einer umfassenden Aufklärung und Beratung der Bezugspersonen (bei betroffenen Kindern v.&amp;amp;nbsp;a. Eltern und Lehrpersonal) können bei milden Verläufen durch [[Psychoedukation]] und [[Verhaltenstherapie|verhaltenstherapeutisches]] [[Habit-Reversal-Training]] mäßige Behandlungserfolge erzielt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea G. Ludolph, Veit Roessner, Alexander Münchau, Kirsten Müller-Vahl: &amp;#039;&amp;#039;Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl Int.&amp;#039;&amp;#039; Band 109, Nr. 48, 2012, S. 821–828; [[doi:10.3238/arztebl.2012.0821]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S1-Leitlinie Tics der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. In: AWMF online (Stand 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. M. Robertson: &amp;#039;&amp;#039;Gilles de la Tourette syndrome: the complexities of phenotype and treatment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Br J Hosp Med (Lond).&amp;#039;&amp;#039; Band 72, Nr. 2, Feb 2011, S. 100–107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;B. S. Peterson, D. J. Cohen: &amp;#039;&amp;#039;The treatment of Tourette’s Syndrome: multimodal, developmental intervention.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Clin Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; 1998;59 Suppl 1, S. 62–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je nach Schweregrad der Tic-Störung stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung. Tiefenpsychologische Psychotherapie ebenso wie [[Psychoanalyse]] gelten als ungeeignet in der Therapie von Tics, da die Ursache von Tics organisch und nicht psychogen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirsten R. Müller-Vahl: Behandlung des Tourette-Syndroms. Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie Medizinische Hochschule Hannover. 2005, S. 16ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere verhaltenstherapeutische Ansätze als das Habit-Reversal-Training werden hinsichtlich ihres Effektes kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirsten R. Müller-Vahl: {{Webarchiv |url=http://www.tourette-gesellschaft.de/download/bts_behandlungts_muevahl.pdf#page13 |text=&amp;#039;&amp;#039;Behandlung des Tourette-Syndroms.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131110192520 |archiv-bot=2019-05-18 13:57:25 InternetArchiveBot}} (PDF) Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie Medizinische Hochschule Hannover. 2005, S. 16ff. Abgerufen am 10. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl es sich um eine neurobiologische (medizinische) Erkrankung handelt,&amp;lt;ref&amp;gt;B. Michael, M. S. Himle: &amp;#039;&amp;#039;Brief Review of Habit Reversal Training for Tourette Syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Child Neurol.&amp;#039;&amp;#039; August 2006 vol. 21 no. 8, S. 719–725.&amp;lt;/ref&amp;gt; kann eine Verbesserung der Selbstwahrnehmungsfähigkeit des Patienten in Bezug auf die Tics (z.&amp;amp;nbsp;B. durch Protokolle und genaue Beschreibung) in manchen Fällen eine Linderung der Symptomatik erbringen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. C. Du, T. F. Chiu, K. M. Lee u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Tourette syndrome in children: an updated review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pediatr Neonatol.&amp;#039;&amp;#039; Band 51, Nr. 5, Oct 2010, S. 255–264.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wird mit [[Entspannungsverfahren]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Progressive Muskelentspannung]]) und positiver [[Verstärkung (Psychologie)|Verstärkung]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Token-System]]) gearbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;d2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In schweren, komplexen und chronischen Fällen und im Falle von schweren [[Komorbidität]]en ist eine pharmakologische Behandlung notwendig. Dies gilt auch im Falle vokaler Tics, beim Auftreten weiterer Begleiterkrankungen und beim Vollbild des [[Tourette-Syndrom|Gilles-de-la-Tourette-Syndroms]]&amp;lt;ref&amp;gt;E. C. Miguel, M. C. do Rosario-Campos, R. G. Shavitt u. a.: &amp;#039;&amp;#039;The tic-related obsessive–compulsive disorder phenotype and treatment implications.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Adv Neurol.&amp;#039;&amp;#039; 2001;85&amp;lt;/ref&amp;gt;, und, wenn Verhaltenstherapie nicht verfügbar oder ergebnislos ist. Eingesetzt werden [[Neuroleptika]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Tiaprid]], [[Pimozid]], [[Haloperidol]], [[Risperidon]], [[Sulpirid]]). Wenngleich nur Haloperidol als einziges Medikament in Deutschland zur Behandlung zugelassen ist, kann es wegen seiner Nebenwirkungen nicht mehr empfohlen werden. Diese Mittel gelten somit als Reservemedikamente (Medikamente der zweiten Wahl). Die Wirkung von [[Clonidin]] wird geringer als die von Neuroleptika beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mittel der Wahl (an erster Stelle einzusetzendes Mittel) gilt das neuere [[Aripiprazol]], das besser verträglich ist&amp;lt;ref&amp;gt;Kirsten Müller-Vahl et al.: . In: Ulrich Vorderholzer (Hrsg.): . 20. Auflage. Elsevier, München 2025, ISBN 978-3-437-21224-6, S. 581.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Juan Carlos Baldermann et al. |Titel=Update Tic-Störungen und Tourette-Syndrom |Sammelwerk=Der Nervenarzt |Nummer=7 |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=2025 |Seiten=720}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses ist in den USA für die Behandlung des Tourette-Syndroms zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei entsprechender Begleitsymptomatik werden [[Antidepressiva]] (v.&amp;amp;nbsp;a. selektive [[Serotonin-Wiederaufnahmehemmer]]) eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinhausen&amp;quot;&amp;gt;Steinhausen: &amp;#039;&amp;#039;Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Psychoedukation]] und [[Sozialpsychiatrie|sozialpsychiatrische Begleitung]] können eine medikamentöse Therapie bei Bedarf unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Roessner, K. J. Plessen, A. Rothenberger, A. Ludolph, R. Rizzo, L. Skov, G. Strand, J. Stern, C. Termine, P. J. Hoekstra, the ESSTS Guidelines Group: &amp;#039;&amp;#039;European clinical guidelines for Tourette syndrome and other tic disorders. Part II: pharmacological treatment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur Child Adolesc Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; Band 20, Nr. 4, 2011, S. 173–196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Behandlung mit [[Hanf als Arzneimittel|Cannabis]] kann mildernden Einfluss auf die Beschwerden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kirsten R. Müller-Vahl, Udo Schneider, Heidrun Prevedel, Karen Theloe, Hans Kolbe, Thomas Daldrup, Hinderk M. Emrich |Titel=Delta 9-tetrahydrocannabinol (THC) is effective in the treatment of tics in Tourette syndrome: a 6-week randomized trial |Sammelwerk=The Journal of Clinical Psychiatry |Band=64 |Nummer=4 |Datum=2003-04 |ISSN=0160-6689 |Seiten=459–465 |PMID=12716250}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kirsten R. Müller-Vahl |Titel=Treatment of Tourette syndrome with cannabinoids |Sammelwerk=Behavioural Neurology |Band=27 |Nummer=1 |Datum=2013-01 |ISSN=1875-8584 |Seiten=119–124 |DOI=10.3233/BEN-120276 |PMID=23187140}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei schwerer Symptomatik und Therapieresistenz kann [[Tiefe Hirnstimulation|Tiefenhirnstimulation]] in Betracht gezogen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Wenn die Tics auf bestimmte Muskeln beschränkt sind, kann eine Behandlung mit Botulinustoxin erwogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gleichzeitig bestehendem ADHS stellt sich die Fragen nach einer Behandlung mit ADHS-Mitteln und deren Einfluss auf die Tic-Symptomatik. Metaanalysen zeigen, dass eine solche sich im Schnitt positiv auf den Gesundheitszustand und die Tic-Symptomatik auswirkt, auch wenn im Einzelfall eine Tic-Zunahme nicht ausgeschlossen werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Döpfner]]: &amp;#039;&amp;#039;Tic-Störungen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard W. Lauth]], [[Udo B. Brack]], Friedrich Linderkamp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen&amp;#039;&amp;#039;. Beltz, Weinheim 2001, ISBN 3-621-27447-2, S. 339–346.&lt;br /&gt;
* Kirsten Müller-Vahl et al.: . In: Ulrich Vorderholzer (Hrsg.): . 20. Auflage. Elsevier, München 2025, ISBN 978-3-437-21224-6, S. 581.&lt;br /&gt;
* S1-Leitlinie [https://dgn.org/leitlinien/ll-12-tics/ Tics] der [[Deutsche Gesellschaft für Neurologie|Deutschen Gesellschaft für Neurologie]]. 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://iv-ts.de/ Interessen-Verband Tic &amp;amp; Tourette Syndrom e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Digital olm</name></author>
	</entry>
</feed>