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	<title>Tibetfuchs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T15:05:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tibetfuchs&amp;diff=633473&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Patrick Fischer: Foto</title>
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		<updated>2026-01-11T19:09:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Foto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Tibetfuchs&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Vulpes ferrilata&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Brian Houghton Hodgson|Hodgson]], 1842.&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Vulpes&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Echte Füchse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Vulpini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Hunde&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Canidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Raubtiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Carnivora&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Tibetan Fox (Vulpes ferrilata).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung =Tibetfuchs (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes ferrilata&amp;#039;&amp;#039;) in China&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tibetfuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes ferrilata&amp;#039;&amp;#039;), gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tibetischer Sandfuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Art der [[Echte Füchse|Echten Füchse]] (&amp;#039;&amp;#039;Vulpini&amp;#039;&amp;#039;), die in den [[Steppe]]n- und [[Halbwüste]]ngebieten im [[Hochland von Tibet]] in Höhen von 2500 bis 5200 Metern verbreitet ist. Die Art hat ein dichtes Fell, das oberseits blass gräulich, [[agouti]]- oder sandfarben ist, die Körperseiten sind eisengrau. Er ernährt sich vor allem von [[Pfeifhasen]] und anderen Kleinsäugern. Tibetfüchse sind [[Monogamie|monogam]], die Weibchen bringen meist zwei bis fünf Jungtiere in einem Erdbau zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesicherte Angaben zur Bestandsgröße oder zur Bestandsentwicklung gibt es nicht. Der Tibetfuchs wird in seinem gesamten Verbreitungsgebiet in geringem Umfang wegen seines Pelzes bejagt. Aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und der derzeit fehlenden ernsthaften Gefährdungen stuft die [[IUCN|International Union for Conservation of Nature and Natural Resources]] (IUCN) ihn als „nicht gefährdet“ (Least concern) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Angaben zu Körpermaßen und -gewichten des Tibetfuchses in der Literatur sind nicht einheitlich. Nach Schaller &amp;amp; Ginsberg (2004) hatten 7 Männchen eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 56 bis 65&amp;amp;nbsp;cm, im Mittel 58,7&amp;amp;nbsp;cm, eine Schwanzlänge von 26 bis 29&amp;amp;nbsp;cm, im Mittel 27,9&amp;amp;nbsp;cm und ein Gewicht von 3,8 bis 4,6&amp;amp;nbsp;kg, im Mittel 4,1&amp;amp;nbsp;kg. Die entsprechenden Werte von 8 Weibchen waren: Kopf-Rumpf-Länge 49–61&amp;amp;nbsp;cm, im Mittel 55,4&amp;amp;nbsp;cm, Schwanzlänge 22–26&amp;amp;nbsp;cm, im Mittel 23,9&amp;amp;nbsp;cm und Gewicht 3,0–4,1&amp;amp;nbsp;kg, im Mittel 3,5&amp;amp;nbsp;kg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller &amp;amp; Ginsberg 2004&amp;quot; /&amp;gt; In den chinesischen Provinzen [[Qinghai]] und [[Sichuan]] in den Jahren 2003 bis 2007 gefangene Tiere waren jedoch 12–25 % größer und schwerer; 13 Männchen erreichten im Mittel 67,3&amp;amp;nbsp;cm Kopf-Rumpf-Länge und 6 dieser Männchen ein Gewicht von im Mittel 4,9&amp;amp;nbsp;kg, 6 Weibchen hatten eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 62,8&amp;amp;nbsp;cm und wogen im Mittel 3,9&amp;amp;nbsp;kg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris&amp;quot; /&amp;gt; Die Schwanzlänge entspricht etwa 50 % der Körperlänge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt; Ein auf ein Alter von einem Jahr geschätztes Weibchen maß 57,5&amp;amp;nbsp;cm und hatte ein Gewicht von 3,5&amp;amp;nbsp;kg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris&amp;quot; /&amp;gt; Beide Untersuchungen zeigen jedoch, dass Männchen im Mittel deutlich größer und schwerer sind als Weibchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art ist größer als der Steppenfuchs, dessen Verbreitungsgebiet sich in Teilen mit dem des Tibetfuchses überschneidet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; der Steppenfuchs hat zudem im Vergleich längere Beine und größere Ohren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt; Besonders charakteristisch ist das Gesicht, das vor allem durch eine lange, schmale Schnauze gekennzeichnet ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tibet Fox.jpg|mini|Tibetfuchs (Illustration von 1890)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dichte, buschige Fell ist oberseits von der Schnauze über den Kopf, Nacken und Rücken blass gräulich, [[agouti]]- oder sandfarben, mit einem gelbbraunen Längsstreifen auf dem Rücken. Die Wangen und die Körperseiten einschließlich der Beckenregion sind gräulich. Die Unterseite ist heller bis weiß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt; Die Vorderbeine sind rotbraun bis gelblich gefärbt, zwischen den Vorderbeinen und der Kehle befinden sich senkrechte graue bis schwarze Streifen. Der buschige Schwanz ist grau mit rötlich-gelbem Unterfell und einem dunklen Streifen auf der Oberseite, die Schwanzspitze ist weiß. Die [[Violdrüse]] ist wie bei den meisten anderen Hundearten durch einen dunklen Längsstreifen auf dem Schwanzfell gekennzeichnet. Die Ohren haben eine Länge von 46 bis 70 Millimetern, sie sind innen weiß und an der Außenseite entsprechend der Farbe des Kopfes gefärbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere an kalte Regionen angepasste Füchse, etwa der Steppenfuchs und der [[Polarfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;Alopex lagopus&amp;#039;&amp;#039;), ist der Tibetfuchs durch die spezifischen Eigenschaften der Haut und des Felles an die Kälte angepasst. Die Hautporen haben einen maximalen Durchmesser von zwei Mikrometern und die Pelzhaare sind durch Lufteinlagerungen besonders gut [[Wärmedämmung|wärmedämmend]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schädel- und Skelettmerkmale ===&lt;br /&gt;
Der Schädel des Tibetfuchses ist langgezogen, Ober- (Maxillare) und Unterkiefer sind sehr schmal. Er hat eine Gesamtlänge von 149,0 bis 157,8 Millimetern mit einer Schnauzenlänge von 70,5 bis 80,7 Millimetern und einer oberen Zahnreihe von 63,5 bis 50,3 Millimeter Länge. Der Abstand vom [[Zwischenkieferbein]] (Praemaxillare) an der Schnauzenspitze bis zu den hintersten Punkten der [[Hinterhauptshöcker]] ([[Condylobasallänge]]) beträgt 132,5 bis 149,0 Millimeter. Im Bereich der [[Jochbogen|Jochbögen]] hat der Schädel eine Breite von 65 bis 85,9, im Bereich der hinteren Backenzähne von 37,9 bis 39,9 Millimetern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|3|1|4|2|M=3|Gesamt=42|Titel=Zahnformel des Tibetfuchses|Position=right}}&lt;br /&gt;
Die Art besitzt drei [[Schneidezahn|Schneidezähne]] (Incisivi), einen [[Eckzahn]] (Caninus), vier [[Prämolar|Vorbackenzähne]] (Praemolares) und zwei [[Backenzahn|Backenzähne]] (Molares) in einer Oberkieferhälfte und drei Schneidezähne, einen Eckzahn, vier Vorbackenzähne und drei Backenzähne in einer Unterkieferhälfte. Insgesamt besitzen die Tiere 42 Zähne. Die [[Backenzahn|Backenzähne]] sind gut ausgebildet und haben aufgrund der langen Schnauze relativ große Abstände voneinander. Die [[Eckzahn|Eckzähne]] sind im Vergleich zu denen anderer Füchse sehr lang und zugespitzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Hunde besitzt auch der Tibetfuchs einen [[Penisknochen]] (Baculum); dieser ist 42,2 bis 48,7 Millimeter lang und mit Ausnahme des zur Penisspitze gerichteten Kopfendes längs eingekerbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetik ===&lt;br /&gt;
Der Tibetfuchs hat einen einfachen Chromosomensatz (n) von 18 und einen [[Diploidie|diploiden]] [[Chromosomensatz]] von 2n = 36, er besitzt also insgesamt 36 Chromosomen in jeder Zelle. Dabei sind die Chromosomen 1 bis 15 [[Metazentrisches Chromosom#Aufbau und Struktur der Chromosomen|metazentrisch]] und die Chromosomen 16 bis 18 [[Metazentrisches Chromosom#Aufbau und Struktur der Chromosomen|submetazentrisch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; 2022 wurde ein fast vollständiges [[Genom]] der Art auf Chromosomenebene mit einer Gesamtgröße von 2,38 Gb erstellt. Dabei wurden 157 [[Contig]]s zu 18 Chromosomen mit einer Sequenzlänge von 2.378,42 Mb zusammengesetzt, was 99,95 % der Gesamtlänge entspricht. Insgesamt wurden 21.715 proteinkodierende Gene vorhergesagt, von denen 86,47 % funktionell zugeordnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lyu et al. 2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vulpes ferrilata distribution map.svg|mini|Verbreitungsgebiet des Tibetfuchses laut IUCN.]]&lt;br /&gt;
Der Tibetfuchs lebt in den [[Steppe]]n- und [[Halbwüste]]ngebieten im [[Hochland von Tibet]]. Sein Verbreitungsgebiet reicht von der Nordgrenze der [[Indien|indischen]] Provinz [[Ladakh]] und dem nördlichen [[Nepal]] über das gesamte [[Autonomes Gebiet Tibet|Autonome Gebiet Tibet]] sowie Teile der angrenzenden [[Volksrepublik China|chinesischen]] Provinzen [[Xinjiang]], [[Qinghai]], [[Gansu]], [[Sichuan]] und [[Yunnan]]. Wahrscheinlich ist die Art auch im nördlichen [[Bhutan]] anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lebensraum der Tibetfüchse liegt in Höhen von 2500 bis 5200 Metern, in China in der Regel oberhalb 3500 Meter. Sie leben in halbtrockenen bis trockenen Steppen- und Halbwüstengebieten, die sich vor allem durch felsige und steinige Berghang- und Graslandflächen auszeichnen. Die Temperaturen in den Lebensräumen reichen von etwa 30&amp;amp;nbsp;°C im Sommer bis −40&amp;amp;nbsp;°C im Winter, wobei die Hauptniederschlagsmenge im Sommer fällt, bei einer jährlichen Niederschlagsmenge von 100 bis 500 Millimetern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Tibetfüchse leben und jagen allein oder in Paaren. Sie sind tagaktiv, da ihre Beutetiere ebenfalls am Tag aus ihren Bauen kommen. Die Häufigkeit ihres Vorkommens hängt vor allem von der Verfügbarkeit von Beutetieren ab. Bei Zählungen wurden in der beutetierarmen Region Nordwest-Tibet bei einer Fahrtstrecke von 1848 Kilometern nur fünf Tibetfüchse gesichtet, während in [[Qinghai]] auf 367 Kilometern 15 und in [[Sêrxü]] auf einer Strecke von 11 Kilometern sogar 8 Füchse beobachtet werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Füchse bilden oder verteidigen keine Reviere, häufig leben mehrere Paare direkt beieinander und nutzen die gleichen Jagdgebiete. Die [[Kommunikation]] erfolgt vor allem durch kurzes Bellen über kurze Distanzen, eine Kommunikation über längere Distanzen ist unbekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; Die Fuchsbaue liegen meistens unterhalb von Felsen oder Baumreihen im Grasland mit moderater Steigung, allerdings nicht in stark sonnenexponierter Südhanglage. Zudem spielt die Vorkommensdichte der Beutetiere und die Nähe von Wasserstellen eine Rolle bei der Wahl des Ortes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang et al. 2004&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt; Die Baue haben meist einen Eingang, können jedoch auch mehrere Eingänge haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang &amp;amp; Wang 2006&amp;quot; /&amp;gt; Bei Vermessungen von etwa 90 Fuchsbauen wurde festgestellt, dass der Eingangsbereich eine Weite von durchschnittlich 17 Zentimeter und eine Höhe von durchschnittlich 24,9 Zentimeter hat, der erste Tunnel ist durchschnittlich etwa 170 Zentimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang &amp;amp; Wang 2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Himalayan Marmot at Tshophu Lake Bhutan 091007 b.jpg|mini|Das [[Himalaya-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota himalayana&amp;#039;&amp;#039;) gehört zu den Beutetieren des Tibetfuchses.]]&lt;br /&gt;
Hauptbeutetier des Tibetfuchses ist der [[Schwarzlippiger Pfeifhase|Schwarzlippige Pfeifhase]] (&amp;#039;&amp;#039;Ochotona curzoniae&amp;#039;&amp;#039;), der regional bis 95 % der Beute ausmachen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt; Der Pfeifhase stellt eine Schlüsselart im Ökosystem dar und ist die Hauptbeute fast aller kleineren Raubtiere des Plateaus wie des Tibetfuchses, des [[Rotfuchs]]es (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes vulpes&amp;#039;&amp;#039;), des [[Altaiwiesel]]s (&amp;#039;&amp;#039;Mustela altaica&amp;#039;&amp;#039;) und des [[Manul]] (&amp;#039;&amp;#039;Otocolobus manul&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 1999&amp;quot; /&amp;gt; Studien zur Verbreitung und Bestandszahl von Tibetfüchsen in Abhängigkeit zu den Beständen der Pfeifhasen deuten darauf hin, dass der Tibetfuchs abhängig von der Präsenz der Pfeifhasen als Nahrungsquelle ist und in Gegenden, in denen dieser fehlt auch der Tibetfuchs nicht anzutreffen ist. In dieser Untersuchung enthielt etwa 99 % des untersuchten Fuchskots DNA der Pfeifhasen, davon 97 % hauptsächlich und 73 % ausschließlich Pfeifhasen-DNA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris et al. 2014&amp;quot; /&amp;gt; Regional als Beute bedeutend können zudem der [[Chinesischer Blindmull|Chinesische Blindmull]] (&amp;#039;&amp;#039;Myospalax fontanierii&amp;#039;&amp;#039;), das [[Himalaya-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota himalayana&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Tibetanischer Wollhase|Tibetanische Wollhase]] (&amp;#039;&amp;#039;Lepus oiostolus&amp;#039;&amp;#039;) sowie weitere kleine [[Nagetiere]] der Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Gebirgswühlmäuse|Alticola]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Graue Zwerghamster|Cricetulus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Pitymys]]&amp;#039;&amp;#039; sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; In Qinghai konnten Tibetfüchse beobachtet werden, die [[Braunbär]]en (&amp;#039;&amp;#039;Ursus arctos&amp;#039;&amp;#039;) bei ihrer Jagd nach Pfeifhasen begleiteten und Individuen fingen, die den Bären beim Ausgraben entwischten. Dabei hielten sie einen Abstand von mindestens 30 Metern, solang der Bär nicht zu graben begonnen hatte, näherten sich jedoch bis auf zwei Meter, wenn er nach den Pfeifhasen grub.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem erbeutet der Tibetfuchs eine Reihe kleinerer Vögel wie die [[Ohrenlerche]] (&amp;#039;&amp;#039;Eremophila alpestris&amp;#039;&amp;#039;), den [[Adams-Schneesperling]] (&amp;#039;&amp;#039;Montifringilla adamsi&amp;#039;&amp;#039;), das [[Tibetrebhuhn]] (&amp;#039;&amp;#039;Perdix hodgsoniae&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Höhlenmeise]] (&amp;#039;&amp;#039;Pseudopodoces humilis&amp;#039;&amp;#039;) sowie Echsen, beispielsweise&amp;#039;&amp;#039; [[Phrynocephalus theobaldi]]&amp;#039;&amp;#039;, und Insekten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; Der Tibetfuchs ernährt sich außerdem zu geringen Anteilen als [[Aasfresser]] von den Beuteresten von [[Wolf|Wölfen]] und Bären sowie von pflanzlicher Nahrung wie Gräsern und Beeren. Als Aas sind vor allem der [[Tschiru]] (&amp;#039;&amp;#039;Pantholops hodgsonii&amp;#039;&amp;#039;), das [[Blauschaf]] (&amp;#039;&amp;#039;Pseudois nayaur&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Himalaya-Moschustier]] (&amp;#039;&amp;#039;Moschus leucogaster&amp;#039;&amp;#039;) bedeutend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse der räumlichen Überlappung zwischen den als Nahrungs[[Konkurrenz (Ökologie)|konkurrenten]] zu betrachtenden und [[Sympatrie|sympatrisch]] vorkommenden Arten Manul und Rotfuchs konnte nachgewiesen werden, dass es zur Konkurrenzvermeidung sowohl räumliche wie auch zeitliche Unterschiede in der Raumnutzung zwischen den drei Raubtieren gibt. Die Ergebnisse des täglichen Aktivitätsrhythmus zeigten unter anderem, dass der Manul und der Tibetfuchs tagaktive Verhaltensmuster aufweisen, während Rotfüchse hauptsächlich nachtaktiv sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang et al. 2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Gemeinhin wird die Paarungszeit der [[Monogamie|monogamen]] Tibetfüchse im späten Februar bis März angenommen. Die zwei bis fünf [[Welpe]]n kommen demnach nach einer Tragzeit von 50 bis 60 Tagen im Mai in Erdbauen zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; Bei einer Untersuchung in der Provinz Qinghai wurden jedoch Würfe im späten Januar bis frühen Februar beobachtet, die Paarung würde in diesem Fall im Dezember stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; Die Jungtiere wiegen bei der Geburt 60 bis 120 Gramm und sind [[Nestling]]e. Sie verlassen die Baue erst nach einigen Wochen, der Zeitpunkt der [[Absetzen (Tierzucht)|Entwöhnung]] ist unbekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der benannten Untersuchung in Qinghai konnte beobachtet werden, dass die Jungtiere von einem männlichen Fuchs begleitet bereits Anfang Februar den Bau verließen und dieser für die Jungtiere Pfeifhasen tötete. Die Jungtiere hatten bis zum Mai bereits 3/4 der Körpergröße der Eltern erreicht und nach Anfang Juni den Bau der Eltern verlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fressfeinde und Parasiten ===&lt;br /&gt;
Vor allem streunende und verwilderte [[Haushund]]e sowie [[Wolf|Wölfe]] und verschiedene [[Greifvögel]] gehören zu den Fressfeinden des Tibetfuchses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Parasitismus|Parasiten]] treten vor allem der [[Fuchsbandwurm]] (&amp;#039;&amp;#039;Echinococcus multilocularis&amp;#039;&amp;#039;) sowie der nahe verwandte &amp;#039;&amp;#039;[[Echinococcus shiquicus]]&amp;#039;&amp;#039; auf, wobei der Anteil der mit &amp;#039;&amp;#039;Echinococcus&amp;#039;&amp;#039; parasitierten Füchse beispielsweise in Sichuan etwa 59 % ausmacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt; Die Larvenstadien der &amp;#039;&amp;#039;Echinococcus&amp;#039;&amp;#039;-Arten stammen dabei aus den Beutetieren, vor allem den Pfeifhasen, wobei &amp;#039;&amp;#039;Echinococcus shiquicus&amp;#039;&amp;#039; erst 2005/2006 als neue Art aus dem Schwarzlippigen Pfeifhasen und dem Tibetfuchs erstbeschrieben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xiao et al. 2005&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xiao et al. 2006&amp;quot; /&amp;gt; Durch Kotproben wurden zudem mehrere parasitische Fadenwürmer beim Tibetfuchs identifiziert, vor allem &amp;#039;&amp;#039;[[Uncinaria stenocephala]]&amp;#039;&amp;#039; sowie eine noch nicht identifizierte &amp;#039;&amp;#039;[[Toxascaris]]&amp;#039;&amp;#039;-Art.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen et al. 2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Parasitismus|Ektoparasiten]] trägt der Tibetfuchs vor allem die beiden [[Zecken]]arten &amp;#039;&amp;#039;[[Callopsylla dolabris]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Oropsylla silantiewi]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=Phylogenetische Systematik der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Vulpes&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binninda-Emonds et al. 1999&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
    |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Vulpes&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
    |1={{Klade&lt;br /&gt;
           |1={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1=&amp;amp;nbsp;[[Kapfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. chama&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                  |2=&amp;amp;nbsp;[[Bengalfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. bengalensis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                  |3=&amp;amp;nbsp;[[Blassfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. pallida&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
              }}&lt;br /&gt;
           |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1={{Klade&lt;br /&gt;
                         |1=&amp;amp;nbsp;[[Afghanfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. cana&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                         |2=&amp;amp;nbsp;[[Fennek]] (&amp;#039;&amp;#039;V. zerda&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  |2={{Klade&lt;br /&gt;
                         |1={{Klade&lt;br /&gt;
                                |1=&amp;amp;nbsp;[[Kitfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. macrotis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                |2=&amp;amp;nbsp;[[Polarfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. lagopus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                            }}&lt;br /&gt;
                         |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                |1={{Klade&lt;br /&gt;
                                       |1=&amp;amp;nbsp;[[Steppenfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. corsac&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                       |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tibetfuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;V. ferrilata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                   }}&lt;br /&gt;
                                |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                       |1=&amp;amp;nbsp;[[Rotfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. vulpes&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                       |2=&amp;amp;nbsp;[[Rüppellfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. rueppelli&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                   }}&lt;br /&gt;
                            }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
              }}&lt;br /&gt;
       }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung|wissenschaftliche Erstbeschreibung]] des Tibetfuchses anhand eines Exemplars aus [[Lhasa]] in [[Tibet]] stammt von [[Brian Houghton Hodgson]] aus dem Jahr 1842. Er beschrieb die Art als &amp;#039;&amp;#039;Vulpes ferrilatus&amp;#039;&amp;#039;, ordnete sie also bereits mit der Erstbeschreibung in die heutige Gattung &amp;#039;&amp;#039;Vulpes&amp;#039;&amp;#039; ein. Der [[Epitheton#Biologie|Artname]] &amp;#039;&amp;#039;ferrilatus&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von den [[Latein|lateinischen]] Worten &amp;#039;&amp;#039;ferrum&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Eisen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;latum&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;weit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;breit&amp;#039;&amp;#039; ab und bezieht sich auf die eisengrauen Körperseiten. 1937 wurde die Geschlechtsform von [[Reginald Innes Pocock]] auf &amp;#039;&amp;#039;V. ferrilata&amp;#039;&amp;#039; korrigiert. 1884 beschrieb [[Nikolai Michailowitsch Prschewalski]] einen Fuchs aus dem nördlichen Tibet als &amp;#039;&amp;#039;Canis eckloni&amp;#039;&amp;#039;, diese Benennung wurde jedoch als [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] zu &amp;#039;&amp;#039;Vulpes ferrilata&amp;#039;&amp;#039; erkannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tibetfuchs wird heute gemeinsam mit neun weiteren Arten in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Vulpes]]&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet. Auf der Basis von morphologischen und molekularbiologischen Daten wurde er von Binninda-Emonds et al. 1999 als [[Schwestergruppe|Schwesterart]] des Steppenfuchses (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes corsac&amp;#039;&amp;#039;) erkannt, beide gemeinsam bilden die Schwestergruppe eines [[Taxon]]s aus dem [[Rotfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. vulpes&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Rüppellfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. rueppelli&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binninda-Emonds et al. 1999&amp;quot; /&amp;gt; Durch die Untersuchungen von Zrzavý &amp;amp; Řičánková 2004 wurde diese Position nicht bestätigt, demnach wurde der Tibetfuchs basal in der Gattung eingeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zrzavý &amp;amp; Řičánková&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tibetfuchs ist monotypisch, es werden also keine Unterarten unterschieden.&lt;br /&gt;
Fossilfunde der Art sind unbekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Der Tibetfuchs wird in seinem gesamten Verbreitungsgebiet wie andere Füchse wegen seines Pelzes bejagt, jedoch in geringem Umfang. Die Jagd erfolgt hauptsächlich mit Fallen, die in der Nähe der Baue gestellt werden. Auf diese Weise wurden etwa in [[Sêrxü]] im Jahr mehr als 900 Füchse getötet. Die Felle werden hauptsächlich zur Herstellung von Pelzmützen verwendet, wobei jedoch das hochwertigere Fell des Rotfuchses den Fellen von Tibet- und Steppenfuchs vorgezogen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt; Zu den Hauptbedrohungen gehören Regierungsprogramme zur Reduzierung der Pfeifhasenpopulation durch Gift in einem großen Teil des Verbreitungsgebietes. Die Vergiftung der Füchse scheint nicht oft vorzukommen. Die Reduzierung oder Ausrottung der Hauptnahrungsquelle würde hingegen eine tatsächliche Bedrohung für den Bestand des Tibetfuchses darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris et al. 2014&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anhängen der [[Washingtoner Artenschutzübereinkommen|Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora]] (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) ist der Tibetfuchs nicht verzeichnet. In China gibt es mehrere Schutzgebiete, in denen der Fuchs lebt und geschützt ist, wobei der Schutz dort aber nur unzureichend durchgesetzt wird. Zu diesen Schutzgebieten gehören [[Altun|Arjin Shan]] (45.000&amp;amp;nbsp;km²), [[Xianza]] (40.000&amp;amp;nbsp;km²), [[Changthang]] (ca. 334.000&amp;amp;nbsp;km²), [[Hoh Xil]] (ca. 45.000&amp;amp;nbsp;km²) und das [[Sanjiangyuan-Naturschutzgebiet]] (ca. 152.000&amp;amp;nbsp;km²). Außerhalb der Schutzgebiete ist die Art ungeschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesicherte Angaben zur Bestandsgröße oder zur Bestandsentwicklung gibt es nicht, eine als sehr grob und unsicher eingestufte Schätzung im Jahr 1989 ergab einen Weltbestand von etwa 37.000 Tieren. Aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und derzeit fehlenden ernsthaften Gefährdungen stuft die [[IUCN|International Union for Conservation of Nature and Natural Resources]] (IUCN) die Art als „nicht gefährdet“ (Least concern) ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Binninda-Emonds et al. 1999&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
O.R.P. Binninda-Emonds, J.L. Gittleman, A. Purvis: &amp;#039;&amp;#039;Building large trees by combining phylogenetic information: a complete phylogeny of the extant carnovora (Mammalia).&amp;#039;&amp;#039; Biological Reviews of the Cambridge Philosophical Society 74, 1999; S. 143–175.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark et al.&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Howard O. Clark, Darren P. Newman, James D. Murdoch, Jack Tseng, Zsenghuan H. Wang, Richard B. Harris |Titel=Vulpes ferrilata (Carnivora: Canidae) |Sammelwerk=[[Mammalian Species]] |Band=821 |Datum=2008 |Seiten=1–6 |Sprache=en |Online=[http://www.science.smith.edu/departments/Biology/VHAYSSEN/msi/pdf/i1545-1410-821-1-1.pdf Volltext] |Format=PDF |KBytes=536}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=R.B. Harris, Z.H. Wang, J.K. Zhou, Q.X. Liu |Titel=Notes on biology of the Tibetan fox (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes ferrilata&amp;#039;&amp;#039;) |Sammelwerk=Canid News |Band=Vol. 11 |Datum=2008 |Seiten=1–7 |Sprache=en |Online=http://www.canids.org/canidnews/11/Biology_of_Tibetan_fox.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harris et al. 2014&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Richard B. Harris, Zhou Jiake, Ji Yinqiu, Zhang Kai, Yang Chunyan, Douglas W. Yu: &amp;#039;&amp;#039;Evidence that the Tibetan fox is an obligate predator of the plateau pika: conservation implications.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Mammalogy 95(6), 2014; S. 1207–1221. [[doi:10.1644/14-MAMM-A-021]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{IUCN|Year=2023|ID=23061|AssessmentID=46179412|ScientificName=Vulpes ferrilata|YearAssessed=2014|Assessor=R. Harris|Download=13. Dezember 2023}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sillero-Zubiri et al.&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald (IUCN/SSC Canid Specialist Group): &amp;#039;&amp;#039;Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs Status Survey and Conservation Action Plan.&amp;#039;&amp;#039; IUCN – The World Conservation Union, 2004; S. 148–151. ({{Webarchiv |url=http://www.canids.org/cap/index.htm |text=Volltext |wayback=20111006222952}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller &amp;amp; Ginsberg 2004&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
G. B. Schaller &amp;amp; J. R. Ginsberg 2004: &amp;#039;&amp;#039;Tibetan Fox – Vulpes ferrilata (Hodgson, 1842)&amp;#039;&amp;#039;. In: Sillero-Zubiri, Claudio; Hoffman, Michael; MacDonald, David W. (2004): &amp;#039;&amp;#039;Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs – 2004 Status Survey and Conservation Action Plan.&amp;#039;&amp;#039; IUCN/SSC Canid Specialist Group, ISBN 2-8317-0786-2: S. 148–151 {{Webarchiv |url=http://www.canids.org/species/Tibetan_fox.pdf |text=Online |wayback=20060708071516}} (PDF; 308&amp;amp;nbsp;kB). (Die von Clark et al. 2008 in Mammalian Species. 821 mit Verweis auf diese Quelle angegebenen Werte sind falsch.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 1999&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Andrew T. Smith]], J. Marc Foggin: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.snowleopardnetwork.org/bibliography/Smith_1998.pdf The plateau pika (Ochotona curzoniae) is a keystone species for biodiversity on the Tibetan plateau.] (PDF; 61&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; Animal Conservation 2, 1999; S. 235–240.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tibetan Fox.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andrew T. Smith]], Yan Xie: &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Mammals of China.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, 2008; S. 421. ISBN 978-0-691-09984-2.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang et al. 2004&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zheng-Huan Wang, Xiao-Ming Wang, A. Aleksei Chmura: &amp;#039;&amp;#039;[http://zoolstud.sinica.edu.tw/Journals/47.4/445.pdf Den Habitat Characteristics of Tibetan Foxes (Vulpes ferrilata) in Shiqu County, Sichuan Province, China.] (PDF; 399&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; Zoological Studies 47(4), 2008: S. 445–454.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang &amp;amp; Wang 2006&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zheng-Huan Wang, Xiao-Ming Wang: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zoores.ac.cn/EN/article/downloadArticleFile.do?attachType=PDF&amp;amp;id=2531 Ecological Characteristics of Tibetan Fox Dens in Shiqu County Sichuan Province, China.]&amp;#039;&amp;#039; Zoological Research 2006: S. 18–22. (chines. Text, Abstract engl.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xiao et al. 2005&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ning Xiao, Jiamin Qiu, Minoru Nakao, Tiaoying Li, Wen Yang, Xingwang Chen, Peter M. Schantz, Philip S. Craig, Akira Ito: &amp;#039;&amp;#039;Echinococcus shiquicus n. sp., a taeniid cestode from Tibetan fox and plateau pika in China.&amp;#039;&amp;#039; International Journal for Parasitology 35 (6), 2005; S. 693–701. ([http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0020751905000342 Abstract]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xiao et al. 2006&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ning Xiao, Jiamin Qiu, Minoru Nakao, Tiaoying Li, Wen Yang, Xingwang Chen, Peter M. Schantz, Philip S. Craig, Akira Ito: &amp;#039;&amp;#039;Echinococcus shiquicus, a new species from the Qinghai–Tibet plateau region of China: Discovery and epidemiological implications.&amp;#039;&amp;#039; Parasitology International 55 (Supplement), 2006; S. S233–S236. ([http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1383576905001418 Abstract]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zrzavý &amp;amp; Řičánková&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jan Zrzavý, Věra Řičánková: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny of Recent Canidae (Mammalia, Carnivora): Relative Reliability and Utility of Morphological and Molecular Datasets.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zoologica Scripta&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Nr. 4, Juli 2004, S. 311–333, [[doi:10.1111/j.0300-3256.2004.00152.x]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lyu et al. 2022&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tian-Shu Lyu, Qin-Guo Wei, Li-Dong Wang, Sheng-Yang Zhou, Lu-Peng Shi, Yue-Huan Dong, Hua-Shan Dou, Wei-Lai Sha, Ta Ga, Hong-Hai Zhang: &amp;#039;&amp;#039;High-quality chromosome-level genome assembly of Tibetan fox (Vulpes ferrilata).&amp;#039;&amp;#039; Zooligal Research 43(3), 18. Mai 2022; S. 362–366. {{DOI|10.24272/j.issn.2095-8137.2021.399}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang et al. 2022&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dong Wang, Qinggaowa Sai, Zihan Wang, Hongxiu Zhao, Xinming Lian: &amp;#039;&amp;#039;Spatiotemporal overlap among sympatric Pallas’s cat (Otocolobus manul), Tibetan fox (Vulpes ferrilata) and red fox (V. vulpes) in the source region of the Yangtze River.&amp;#039;&amp;#039; Biodiversity Science 30(9), 2022; 21365. {{DOI|10.17520/biods.2021365}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen et al. 2023&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Qilu Chen, Xu Wang, Chunyang Li, Weiping Wu, Kaige Zhang, Xueying Deng, Yi Xie, Yayi Guan: &amp;#039;&amp;#039;Investigation of Parasitic Nematodes Detected in the Feces of Wild Carnivores in the Eastern Qinghai-Tibet Plateau, China.&amp;#039;&amp;#039; Pathogens 11(12), 2022; 1520. {{DOI|10.3390/pathogens11121520}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World. Volume 1: Carnivores.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2009. ISBN 978-84-96553-49-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Howard O. Clark, Darren P. Newman, James D. Murdoch, Jack Tseng, Zsenghuan H. Wang, Richard B. Harris |Titel=Vulpes ferrilata (Carnivora: Canidae) |Sammelwerk=[[Mammalian Species]] |Band=821 |Datum=2008 |Seiten=1–6 |Online=[http://www.science.smith.edu/departments/Biology/VHAYSSEN/msi/pdf/i1545-1410-821-1-1.pdf Volltext] |Format=PDF |KBytes=536}}&lt;br /&gt;
* Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald (IUCN/SSC Canid Specialist Group): &amp;#039;&amp;#039;Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs Status Survey and Conservation Action Plan.&amp;#039;&amp;#039; IUCN – The World Conservation Union, 2004; S. 148–151 ({{Webarchiv |url=http://www.canids.org/cap/index.htm |text=Volltext |wayback=20111006222952}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vulpes ferrilata|Tibetfuchs (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes ferrilata&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2023|ID=23061|AssessmentID=46179412|ScientificName=Vulpes ferrilata|YearAssessed=2014|Assessor=R. Harris|Download=13. Dezember 2023}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|23. Januar 2012|98661604}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Patrick Fischer</name></author>
	</entry>
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