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	<title>Thymus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T21:03:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thymus&amp;diff=66276&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23582-00: Falscher Link, Entfernung</title>
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		<updated>2026-04-17T20:04:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Falscher Link, Entfernung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Illu thymus.jpg|mini|Lage und (grobes) Schema des Thymus.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thymus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|latinisiert]] von {{grcS|θυμός|[[Thymos]]|de=Lebenskraft, Erregung}}), oft auch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thymusdrüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bries&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Drüse]] des [[Lymphatisches System|lymphatischen Systems]] von [[Wirbeltiere]]n und somit Teil des [[Immunsystem]]s. Das Organ befindet sich bei [[Säugetiere]]n kopfwärts (kranial) des [[Herz]]ens im [[Mediastinum|Mittelfell]] hinter dem [[Brustbein]]. Bei einigen Säugetieren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Paarhufer]], [[Meerschweinchen]]) erstreckt es sich über den gesamten Hals, bei [[Vögel]]n ist es ausschließlich im Halsbereich ausgebildet. Mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife bildet sich das Organ physiologisch zurück ([[Involution (Medizin)|Involution]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Thymus ist ein lymphatisches Organ und vor allem während der Kindheit an der Ausbildung der spezifischen Immunabwehr maßgeblich beteiligt, insbesondere für die [[T-Lymphozyt]]en. Die volkstümliche Bezeichnung „Wachstumsdrüse“ ist dahingehend berechtigt, da das Organ nur in der Phase des heranwachsenden Organismus auftritt. Mit dem Körperwachstum an sich ist es jedoch nicht assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Thymus de.png|mini|Der Thymus am reifen menschlichen [[Fetus]] [[Situs|in situ]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thymus (Mensch).jpg|mini|Feinbau des menschlichen Thymus: Organkapsel (1), Thymusrinde (2), Thymusmark (3), [[Hassall-Körperchen]] (4), Bindegewebssepten (5).]]&lt;br /&gt;
Der Thymus des Menschen ist ein zweilappiges Organ, wobei bei Neugeborenen jeder Lappen ca. 6&amp;amp;nbsp;cm lang und 2&amp;amp;nbsp;cm breit ist. Im Kleinkindalter wächst der Thymus noch etwas, bis zur [[Pubertät]] behält er seine Größe, danach wird sein Gewebe mehr und mehr durch funktionsloses Fettgewebe ersetzt (→ [[#Involution|Involution]]). Bei den übrigen Säugetieren unterscheidet man einen paarigen Halslappen (&amp;#039;&amp;#039;Lobus cervicalis&amp;#039;&amp;#039;), einen Übergangsteil (&amp;#039;&amp;#039;Isthmus&amp;#039;&amp;#039;) und einen unpaarigen Brustlappen (&amp;#039;&amp;#039;Lobus thoracicus&amp;#039;&amp;#039;). Bei Vögeln sind beidseits entlang des Halses mehrere kleine Thymuslappen ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den übrigen lymphatischen Organen, die ausschließlich aus dem [[Mesoderm]] hervorgehen, entwickelt sich der Thymus aus dem [[Mesoderm|Meso-]], dem [[Entoderm|Ento-]] und dem [[Ektoderm]] und wird daher als [[lymphoepitheliales Organ]] bezeichnet. [[Histologie|Histologisch]] lassen sich im Thymus Läppchen (&amp;#039;&amp;#039;Lobuli thymici&amp;#039;&amp;#039;) mit &amp;#039;&amp;#039;Rinde&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mark&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden. Besonders im Thymusmark befinden sich beim Menschen und den meisten anderen Wirbeltieren die für das lymphatische Gewebe des Thymus typischen [[Hassall-Körperchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Thymus werden Thymozyten (Prä-T-[[Lymphozyt]]en) in [[T-Lymphozyt]]en (verkürzt auch T-Zellen genannt) umgewandelt. Die Vorläufer der T-Lymphozyten, multipotente [[Stammzelle]]n, wandern aus dem [[Knochenmark]] über die [[Blut]]bahn in die Läppchenrinde ein. Danach durchlaufen sie das Läppchen bis in die Markregion und machen dabei eine Reifung durch, die man &amp;#039;&amp;#039;Prägung&amp;#039;&amp;#039; nennt. Sie läuft in drei Schritten ab und endet mit dem Erreichen der [[Immunsystem|Immunkompetenz]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst entstehen durch zufällige [[Rekombination (Genetik)|Rekombination]] Lymphozyten gegen alle möglichen Zielmoleküle. Eine [[Blut-Thymus-Schranke]] verhindert den Kontakt zu körperfremden [[Antigen]]en. Diejenigen [[Klonen|Klone]] von Lymphozyten, die körpereigene [[Haupthistokompatibilitätskomplex|MHC-Moleküle]] erkennen können und damit funktionstüchtig sind, werden vermehrt. Alle anderen Klone werden in den [[Programmierter Zelltod|programmierten Zelltod]] geschickt (&amp;#039;&amp;#039;positive Selektion&amp;#039;&amp;#039;). Das Erkennen der körpereigenen MHC-Moleküle in Kombination mit körperfremden Antigenen löst später die spezifische Immunabwehr aus. In einem zweiten Schritt werden jene T-Lymphozyten, die gegen körpereigene Antigene gerichtet sind und deshalb körpereigene Zellen attackieren würden, ebenfalls durch programmierten Zelltod aussortiert (&amp;#039;&amp;#039;negative Selektion&amp;#039;&amp;#039;). Insgesamt werden über 90 Prozent der Lymphozyten während des Prägungsprozesses wieder eliminiert. Die übriggebliebenen T-Zellen verfügen nunmehr über eine zuverlässige Fähigkeit zum Unterscheiden zwischen „Selbst“, also körpereigenem Gewebe, und „Nicht-Selbst“, dies anhand der jeweiligen Oberflächenstrukturen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuela Mai |url=https://www.netdoktor.de/anatomie/thymus/ |titel=Thymus: Aufbau, Funktion, Lage und Thymuserkrankungen |werk=Netdoktor |datum=2016-07-12 |sprache=de |abruf=2022-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Fähigkeit nennt man [[Selbsttoleranz]]. Sie führt dazu, dass körpereigenes Gewebe nicht angegriffen wird. Vom Thymus wandern die nunmehr ausdifferenzierten T-Lymphozyten über das Blut in die sekundären [[Lymphatisches System#Lymphatische Organe|lymphatischen Organe]], wo sie sich bei Bedarf, das heißt, wenn ein entsprechendes Antigen in den Körper eingedrungen ist, vermehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Allergie]]n oder [[Autoimmunerkrankung]]en, bei denen dieses Freund-Feind-Erkennungssystem nicht zuverlässig funktioniert, sind regelmäßig ursächlich mit falsch funktionierenden T-Zellen verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefanie Eyerich |url=https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-immunologie/archiv/ausgaben-2018/heft-12018/aus-der-grundlagenforschung/lymphozytensubpopulationen-in-der-allergie.html |titel=Lymphozytensubpopulationen in der Allergie |werk=Trillium Immunologie |hrsg=Trillium GmbH Medizinischer Fachverlag |datum=2018 |abruf=2022-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Thymus der Primärentwicklung der T-Lymphozyten dient, wird er zusammen mit dem [[Bursa Fabricii#Bursaäquivalente Organe|Bursa-äquivalenten Organ]] als primäres oder zentrales lymphatisches Organ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Involution ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Corpus adiposus retrosternalis (Mensch).jpg|mini|Retrosternaler Fettkörper: Reste von Thymusgewebe, umgeben von Fettzellen (Mensch, HOPA-Färbung, Objektiv 56x)]]Nach der Ausbildung eines umfangreichen Reservoirs an gegen spezifische Antigene gerichteten T-Lymphozyten ist der Thymus nicht mehr notwendig. Nun erfolgt die Vermehrung der einzelnen T-Lymphozyten-Klone, falls entsprechende Antigene in den Körper gelangen, in den T-Lymphozyten-Regionen der sekundären lymphatischen Organe (z.&amp;amp;nbsp;B. Paracortex im [[Lymphknoten]], PALS der [[Milz]]). Mit Einsetzen der [[Pubertät]] bildet sich der Thymus zurück (&amp;#039;&amp;#039;Involution&amp;#039;&amp;#039;), so dass bei Erwachsenen nur noch ein &amp;#039;&amp;#039;Thymusrestkörper&amp;#039;&amp;#039; übrig bleibt, beim Menschen auch als &amp;#039;&amp;#039;retrosternaler Fettkörper&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, der hauptsächlich aus [[Fettgewebe]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständige Rückbildung des Thymus ist ein wesentlicher Faktor für die [[Immunoseneszenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3389/fimmu.2013.00316&amp;quot;&amp;gt;Donald B. Palmer: &amp;#039;&amp;#039;The Effect of Age on Thymic Function.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frontiers in Immunology.&amp;#039;&amp;#039; 4, 2013, [[doi:10.3389/fimmu.2013.00316]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fehlender Thymus ==&lt;br /&gt;
Bei der extrem seltenen [[Retikuläre Dysgenesie|retikulären Dysgenesie]] ist angeboren kein Thymusgewebe nachweisbar. Damit einher geht das Fehlen jeglicher Immunfunktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orpha&amp;quot;&amp;gt;{{Orphanet|ID=33355 |Name=Retikuläre Dysgenesie |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vergleiche auch [[Thymusaplastische Maus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thymektomie ==&lt;br /&gt;
Eine Entfernung des Thymus (&amp;#039;&amp;#039;Thymektomie&amp;#039;&amp;#039;) bei [[Fetus|Föten]] oder sehr jungen Tieren oder Menschen führt dazu, dass kein funktionierendes Immunsystem aufgebaut werden kann, denn T-Lymphozyten spielen darin eine zentrale Rolle. Indikationen für eine Thymektomie beim erwachsenen Patienten sind unter anderem ein [[Thymom]] sowie [[Myasthenia gravis pseudoparalytica|Myasthenia gravis]], bei der eine Entfernung des Thymus unter bestimmten Voraussetzungen den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 berichtete das [[The New England Journal of Medicine|New England Journal of Medicine]] (NEJM), dass Erwachsene nach Entfernung des Thymus (z.&amp;amp;nbsp;B. während Thoraxchirurge wie Herzoperationen oder Tumorresektionen) ein deutlich erhöhtes Sterberisiko hätten. Zu dem Bericht haben Forscher der [[Harvard University]] sowie des [[Massachusetts General Hospital]] beigetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kameron A. Kooshesh, Brody H. Foy, David B. Sykes, Karin Gustafsson, David T. Scadden |Titel=Health Consequences of Thymus Removal in Adults |Sammelwerk=New England Journal of Medicine |Band=389 |Nummer=5 |Datum=2023-08-03 |ISSN=0028-4793 |DOI=10.1056/NEJMoa2302892 |PMC=10557034 |PMID=37530823 |Seiten=406–417 |Online=http://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa2302892 |Abruf=2023-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thymuspeptide ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Thymus können verschiedene [[Peptid]]e isoliert werden wie Thymomodulin, Thymostimulin (TP-1), Thymopentin (TP-5), Thymus-Serum-Faktor (&amp;#039;&amp;#039;thymic humoral factor&amp;#039;&amp;#039;, THF) und [[Thymosine]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Thymosin α1, Thymosin β4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Peptide werden zurzeit als [[Wirkstoff]]e auf ihre Heilwirkung untersucht. Andere, wie beispielsweise das Thymosin α1, sind mittlerweile in vielen Ländern der Welt als [[Arzneimittelwirkstoff]] zugelassen und befinden sich in der therapeutischen Anwendung. Eine Metastudie zeigte, dass Tumortherapien mit Thymuspeptiden kaum positive Effekte auf den Krankheitsverlauf zeigen, lediglich für Thymosin α1 zeigten sich im Trend verlängerte Überlebensraten.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Wolf u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Thymic peptides for treatment of cancer patients.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cochrane Database Syst Rev.&amp;#039;&amp;#039; 2011 Feb 16;(2):CD003993. PMID 21328265&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thymus als Lebensmittel ==&lt;br /&gt;
Der Thymus des [[Kalb]]s und des [[Lamm]]s wird unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Kalbsbries]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Milken&amp;#039;&amp;#039; (schweizerisch) beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Lammbries]]&amp;#039;&amp;#039; als Spezialität angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Gille: &amp;#039;&amp;#039;Herz-Kreislauf- und Abwehrsystem, Angiologia.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz-Viktor Salomon]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Enke-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 404–463.&lt;br /&gt;
* D. D. Taub, D. L. Longo: &amp;#039;&amp;#039;Insights into thymic aging and regeneration.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Immunological Reviews]].&amp;#039;&amp;#039; Band 205, Juni 2005, S.&amp;amp;nbsp;72–93, {{ISSN|0105-2896}}. [[doi:10.1111/j.0105-2896.2005.00275.x]]. PMID 15882346. (Review).&lt;br /&gt;
* Klaus Hans Bayer: „Die Zelltherapie“, (unter besonderer Berücksichtigung des Thymus). 4. Auflage. Ultrus-Verlag, Freiburg im Breisgau 2011, ISBN 978-3-927059-82-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Thymus (organ)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lymphatisches System]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Histologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immunologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thymus| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-23582-00</name></author>
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