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	<title>Thyateira - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:46:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thyateira&amp;diff=377965&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marilyn.hanson: +griechisches grammatisches Geschlecht</title>
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		<updated>2025-12-05T21:36:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+griechisches grammatisches Geschlecht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Thyatira}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |article=/ |map=right |maptype=relief |NS=38/55/12/N |EW=27/50/11/E |type=city |region=TR-45}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thyateira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (teils auch als &amp;#039;&amp;#039;Thyatira&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; {{grcS|(τά) Θυάτειρα}} {{N.Pl.}}), das heutige [[Akhisar]] in der [[Türkei]], war in der [[Antike]] eine bedeutende Handels- und Industriestadt in der [[Kleinasien|kleinasiatischen]] Landschaft [[Lydien]]. Sie lag im Lykostal, an der Straße von [[Pergamon]] nach [[Sardes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name Thyateiras deutet darauf, dass es ursprünglich eine lydische Siedlung war. Während des [[Hellenismus]], nach 281 v.&amp;amp;nbsp;Chr., siedelte [[Seleukos I.]] dort Militärkolonisten an. Die Stadt blieb etwa hundert Jahre, bis 188 v.&amp;amp;nbsp;Chr., unter [[Seleukidenreich|seleukidischer]] Kontrolle und geriet dann in die Hand des [[Attaliden]] [[Eumenes II.]] von Pergamon. Mit dessen gesamtem Reich gelangte Thyateira nach dem [[Aristonikos]]aufstand 129 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an [[Römisches Reich|Rom]] und gehörte fortan zur [[Römische Provinz|Provinz]] [[Asia (Provinz)|Asia]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Münze aus Thyateira, ca.54-96 n. Chr., Vorderseite.jpg|mini|Münze aus Thyateira, ca. 54–96 n.&amp;amp;nbsp;Chr., Vorderseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Münze aus Thyateira, ca.54-96 n. Chr., Rückseite.jpg|mini|Münze aus Thyateira, ca. 54–96 n.&amp;amp;nbsp;Chr., Rückseite]]&lt;br /&gt;
Thyateira war für seine [[Textilindustrie]] und [[Purpurfärberei von der frühen Römischen Kaiserzeit bis zum Ende des Byzantinischen Reiches|Purpurfärberei]] bekannt, die mehrmals [[inschrift]]lich belegt ist. Kaiser [[Caracalla]] erhob die Stadt 215 zum Vorort eines eigenen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|[[conventus]] iuridicus}}&amp;#039;&amp;#039;, nachdem sie bisher zur Gerichtsregion von Pergamon gehört hatte. Seit 297 gehörte Thyateira zur Provinz Lydia, in byzantinischer Zeit zum [[Thema (byzantinische Verwaltung)|Thema]] von [[Thrakesion]]. In der [[Schlacht von Thyatira]] besiegte Kaiser [[Valens]] im Frühjahr 366 den [[Usurpation|Usurpator]] [[Procopius (Gegenkaiser)|Procopius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Christentum ==&lt;br /&gt;
Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] begegnet man Thyateira in der [[Apostelgeschichte des Lukas|Apostelgeschichte]] (Apg) 16,14 und der [[Offenbarung des Johannes|Offenbarung]] 1,11; 2,18.24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apg 16,14&amp;amp;nbsp;f. enthält einen singulären Verweis auf eine aus Thyateira stammende [[Purpur (Farbstoff)|Purpurhändlerin]] namens [[Lydia (Bibel)|Lydia]], die sich als erste in Europa von Paulus mit ihrem ganzen Haus taufen ließ. Dass diese Episode ursprünglich als Gründungslegende der christlichen Gemeinde in Thyateira zu lesen ist, ist wenig wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungleich gewichtiger ist die Erwähnung Thyateiras in der Offenbarung des Johannes. Die christliche Gemeinde ist die Empfängerin des vierten der [[sieben Sendschreiben]] an kleinasiatische Gemeinden (Offb 2,18-29). Neben dem Lob für die Gemeinde, in ihrem geistlichen Leben nicht ab-, sondern zugenommen zu haben (2,19), steht freilich auch hier der Tadel: Es gibt in der Gemeinde eine Gruppierung, gegen die die Gemeinde sich nur unzureichend abgrenzt (2,20). Diese Gruppe steht unter der Leitung einer selbsternannten Prophetin, die wegen ihrer verderblichen Wirkung mit dem Namen der alttestamentlichen Königin [[Isebel]] (vgl. 1. Kön 16-2. Kön 9) bezeichnet wird: Sie verführt Teile der Gemeinde zu „Hurerei“ und zum Verzehr von [[Opfer (Religion)|Götzenopferfleisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorwurf ist identisch mit dem an die Gemeinde in Pergamon (2,14) und wird dort auf „[[Nikolait]]en“ (2,15; vgl. 2,6) bezogen. Diese offenkundig [[Häresie|häretische]] Gruppierung ist nur aus der [[Apokalypse|Offenbarung]] bekannt und daher nur schwer näher zu beschreiben oder gar zu identifizieren. Jedenfalls scheint es sich um eine libertinistische Gruppe gehandelt zu haben, unter der Leitung einer prophetischen Frau, möglicherweise um eine Erscheinungsform der frühen [[Gnosis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die patristische Tradition führt die Bezeichnung „Nikolaiten“ auf den in der Apostelgeschichte erwähnten [[Nikolaus (Diakon)|Nikolaos von Antiochien]] (6,5) zurück, einen der Jerusalemer Sieben. Möglicherweise enthält diese Erinnerung einen historischen Kern, sicher erweisbar ist auch dies nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühen Kirchengeschichte spielt Thyateira eine wichtige Rolle als ein Zentrum des [[Montanismus]] ([[Epiphanios von Salamis|Epiphanios]], &amp;#039;&amp;#039;Haereses&amp;#039;&amp;#039; 51,33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name besteht als orthodoxes Titularbistum fort. Als Metropolit von Thyateira wird der für die Britischen Inseln zuständige griechisch-orthodoxe Bischof mit Sitz in London bezeichnet. Auch die katholische Kirche hat ein [[Titularbistum Thyatira|Titularbistum]] dieses Namens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabungsgelände ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ThyatiraBasilika.jpg|mini|Basilika]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ThyatiraArkaden.jpg|mini|Arkaden]]&lt;br /&gt;
In Thyateira sind 1974–1975 umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt worden. Das Grabungsgelände liegt in einem umzäunten Rechteck im Zentrum der Stadt Akhisar. Zu sehen sind Ruinen einer Basilika aus dem 5. oder 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an der Stelle der früheren Agora sowie Reste von Säulenstraßen und Arkaden aus dem 4. Jahrhundert. Von den zahlreichen gefundenen Inschriften ist ein Teil ins Museum von [[Manisa]] verbracht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|VI A,1|657|659|Thyateira|[[Josef Keil]]||}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Otto F. A. Meinardus&lt;br /&gt;
   |Titel=The Greeks of Thyatira&lt;br /&gt;
   |Ort=Athen&lt;br /&gt;
   |Datum=1974}}&lt;br /&gt;
* {{PECS|thyateira|Thyateira W Anatolia|[[Ümit Serdaroğlu]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Peter Herrmann (Epigraphiker)|Peter Herrmann]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Tituli Asiae Minoris&lt;br /&gt;
   |Band=Bd. 5: &amp;#039;&amp;#039;Tituli Lydiae linguis Graeca et Latina conscripti&amp;#039;&amp;#039; Fasc. 2: &amp;#039;&amp;#039;Regio septentrionalis ad occidentem vergens&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaft&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien [u.&amp;amp;nbsp;a.]&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7001-1516-4&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Griechische und lateinische Inschriften aus Thyateira, teilweise nach Aufzeichnungen [[Josef Keil]]s herausgegeben}}&lt;br /&gt;
* {{DNP|12/1|518||Thyateira|[[Hans Kaletsch]]|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Thyatira|Thyatira|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Thyatira |Autoren=Stephan Witetschek}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wildwinds.com/coins/greece/lydia/thyateira/i.html Münzen von Thyateira]&lt;br /&gt;
* [http://www.sacred-destinations.com/turkey/thyatira-akisar.htm Sacred Destinations]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akhisar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike lydische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Neuen Testament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Manisa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marilyn.hanson</name></author>
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