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	<title>Thusnerdeutsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T04:31:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thusnerdeutsch&amp;diff=720646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut: /* Literatur */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2025-09-02T09:15:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Quelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--schweizbezogen!--&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thusnerdeutsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mundartl. &amp;#039;&amp;#039;Tusnertütsch&amp;#039;&amp;#039;) ist ein deutschsprachiger [[Kanton Graubünden|Bündner]] [[Dialekt]], der in [[Thusis]] gesprochen wird beziehungsweise wurde. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird Thusnerdeutsch nur noch von älteren Leuten in der herkömmlichen Form gesprochen; im Übrigen wird der Ortsdialekt heute grundsätzlich zum churerrheintalischen Sprachraum gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oscar Eckhardt |Titel=Alemannisch im Churer Rheintal: Von der lokalen Variante zum Regionaldialekt |Verlag=Franz Steiner Verlag |ISBN=978-3-515-11265-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Merkmale des Dialektes ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft dieses eigenartigen Dialektes ist bis heute ungeklärt. Noch bis ins 19. und 20. Jahrhundert wurde im Umland von Thusis, d.&amp;amp;nbsp;h. im Domleschg, am unteren Heinzenberg, im Albulatal und im Schams, ausschliesslich [[Bündnerromanisch|Rätoromanisch]] gesprochen, ausser in Thusis, wo – offenbar bereits seit Beginn des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, nachdem dort eine Gruppe von Zuzügern aus dem deutschen Sprachraum, die in einem Brückenrodel aus dieser Zeit (der Jura de Ponte Renasca) urkundlich erwähnte „Colonia Alamannorum ze Tusens“, ansiedelte – [[Deutsche Sprache|Deutsch]] gesprochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom romanischsprachigen Umland fast vollständig eingeschlossen, übernahmen diese kleine deutsche Kolonie und ihre Nachfahren in der Folge Elemente des romanischen Lautsystems sowie zahlreiche romanische Ausdrücke in ihren deutschen Dialekt: Ein langes helles &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039; (wie in deutsch Staat), ein ebenfalls langes &amp;#039;&amp;#039;ä,&amp;#039;&amp;#039; das näher dem &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039; als dem &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; steht, und vor allem das erhaltene auslautende &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; etwa in Wörtern und Wortformen wie &amp;#039;&amp;#039;aanfanga&amp;#039;&amp;#039; ‘anfangen’, &amp;#039;&amp;#039;aanlegga&amp;#039;&amp;#039; ‚Kleider anziehen‘, &amp;#039;&amp;#039;siin, gsin&amp;#039;&amp;#039; ‘sein, gewesen’. &amp;#039;&amp;#039;iin&amp;#039;&amp;#039; ‘hinein’ und &amp;#039;&amp;#039;durin&amp;#039;&amp;#039; ‘einwärts’. Auffällig sind auch das unverdumpfte lange &amp;#039;&amp;#039;aa&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;gaan&amp;#039;&amp;#039; ‘gehen’, &amp;#039;&amp;#039;staan&amp;#039;&amp;#039; ‘stehen’, &amp;#039;&amp;#039;laan&amp;#039;&amp;#039; ‘lassen’, wofür die Ostschweiz sonst meist ein offenes &amp;#039;&amp;#039;òò&amp;#039;&amp;#039; kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele ==&lt;br /&gt;
: gaan und staan und bliiba laan, wer das nit kann, darf nit ga Thusis gaan&lt;br /&gt;
: schwätz ungschiniert aaaa, säg müglichst breit äääää, dass jeda merkt, der kunnt vo Thusis här&lt;br /&gt;
: äpa (ungefähr, etwa)&lt;br /&gt;
: jucca (hüpfen)&lt;br /&gt;
: pucca (bücken)&lt;br /&gt;
: Puccaraia (Maikäfer)&lt;br /&gt;
: Furca (Heugabel)&lt;br /&gt;
: Tschiifara (auf dem Rücken getragener grosser Korb)&lt;br /&gt;
: Faschiina (Brennholzbündel mit dürren Ästen oder Holzscheitern, zusammengebunden mit Hanfschnüren, später mit Draht oder Blechbändern)&lt;br /&gt;
: Pälca (Fensterläden)&lt;br /&gt;
: Gälla (laute, meist jugendliche oder weibliche Stimme)&lt;br /&gt;
: Pitta (brotförmiges Süssgebäck)&lt;br /&gt;
: Faschöla (Bohnen)&lt;br /&gt;
: Paloga (Pflaume)&lt;br /&gt;
: Koga (z.&amp;amp;nbsp;B. schlechter oder gerissener Kerl)&lt;br /&gt;
: gschenta (schielen)&lt;br /&gt;
: arwenta (zurückgeben)&lt;br /&gt;
: Tätsch (Schläge für ungezogene Kinder)&lt;br /&gt;
: Schnarz (Schimpfe)&lt;br /&gt;
: Pomaranza (Orangen)&lt;br /&gt;
: Schcarnutz (Papiertüte)&lt;br /&gt;
: Schpusa (Braut)&lt;br /&gt;
: Gschtelaschi (Unordnung)&lt;br /&gt;
: paschga (balgen)&lt;br /&gt;
: curaschi (Mut)&lt;br /&gt;
: Spiina (Wasserhahn)&lt;br /&gt;
: Spälla (Haarnadel)&lt;br /&gt;
: fähla (fehlen)&lt;br /&gt;
: strähla (kämmen)&lt;br /&gt;
: Clutscha (Henne mit Jungen)&lt;br /&gt;
: Botsch (Mutschkopf)&lt;br /&gt;
: Totsch (Tollpatsch)&lt;br /&gt;
: Zicca (Geiss)&lt;br /&gt;
: Micca (Brötchen)&lt;br /&gt;
: Brütschi (Brotscheibe mit Butter und Konfitüre)&lt;br /&gt;
: Puschcatin ([[Weggli]])&lt;br /&gt;
: Fazzalet (Halstuch)&lt;br /&gt;
: Schtrucha (Schnupfen)&lt;br /&gt;
: Schnuddargälla (Schnudernase)&lt;br /&gt;
: Roscha Puttla (Schar Kinder)&lt;br /&gt;
: Schluanza (Schlampe)&lt;br /&gt;
: Nocc (störischer Mann)&lt;br /&gt;
: Nocca (störische Frau)&lt;br /&gt;
: nossa (einverstanden)&lt;br /&gt;
: Kinetta (Strassengraben)&lt;br /&gt;
: Caretta (Schubkarre)&lt;br /&gt;
: Schtuba (Wohnzimmer)&lt;br /&gt;
: Bäsma (Besen)&lt;br /&gt;
: Schwättara (Ohrfeige)&lt;br /&gt;
: kräppla (klettern)&lt;br /&gt;
: Wäsch henca (Wäsche aufhängen)&lt;br /&gt;
: klenca (langen)&lt;br /&gt;
: Schpensa (Vorratsraum)&lt;br /&gt;
: mora Morgat (morgen am Vormittag)&lt;br /&gt;
: Fugaschipitta (Schmalzgebäck)&lt;br /&gt;
: Guatali (Guezli, Plätzchen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorstehenden Sprachbeispiele stammen bis auf wenige Ausnahmen aus einem Mundartgedicht der verstorbenen thusner Mundartdichterin Alma Marguth – Gyger (1908–1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kurt Danuser: &amp;#039;&amp;#039;Thusnerdeutsch.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Thusis 1982.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Hotzenköcherle]] und andere: &amp;#039;&amp;#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]].&amp;#039;&amp;#039; Bände I–VIII. Francke, Bern bzw. Basel 1962–1997 (wo Thusis ein Ortspunkt ist).&lt;br /&gt;
* Ludwig Martin (1870–1942): Wörtersammlung in der Bibliothek des &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikons]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.idiotikon.ch/woerterbuch/woerterbuch-quellen |titel= Schweizerisches Idiotikon – Verzeichnis der Quellensiglen |werk=idiotikon.ch |sprache=de |abruf=2025-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag der leitenden Kommission des Phonogramm-Archivs der Universität Zürich bearbeitet von [[Otto Gröger]]. Wien 1914 (mit Aufnahme aus Thusis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerdeutsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsituation im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thusis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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