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	<title>Thusis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SBdav: + Politik</title>
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		<updated>2026-05-01T07:30:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Politik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Thusis&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Thusis 2021.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Thusis COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Thusis 2017.JPG&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Viamala&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = &lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Region Viamala&lt;br /&gt;
| BFS = 3668&lt;br /&gt;
| PLZ = 7430 Thusis&lt;br /&gt;
7431 Mutten&lt;br /&gt;
| UN/LOCODE = CH THS&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.699996&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9.433335&lt;br /&gt;
| HÖHE = 720&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 16.75&lt;br /&gt;
| AUSLÄNDER = 33 %&lt;br /&gt;
| ARBEITSLOSE = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| KREIS = &lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| STADTAMMANN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = Remi Crameri&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.thusis.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thusis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[thusnerdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Tusis&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈtʊsɪs}}],&amp;lt;ref name=&amp;quot;sds&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]],&amp;#039;&amp;#039; Band V 1b, siehe [https://sprachatlas.ch/material/58832 Originalmaterial].&amp;lt;/ref&amp;gt; {{rmS|Tusáun}}, {{itS|Tosana}}; Einwohnerbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Thusner, Thusnerin&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sds&amp;quot; /&amp;gt;) ist eine [[politische Gemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Graubünden]]. Sie gehört zur [[Region Viamala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Thusis liegt am nördlichen Eingang zur [[Viamala|Via-Mala-Schlucht]]. Die Gemeinde grenzt im Westen an den [[Heinzenberg (Graubünden)|Heinzenberg]] und im Osten an den [[Hinterrhein]] und an das rechtsrheinisch angrenzende [[Domleschg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Thusis fliesst die [[Nolla]], die an der Nordflanke des [[Piz Beverin]] entspringt und in Thusis in den [[Hinterrhein]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Thusis-LBS H1-010132.tif|mini|Historisches Luftbild von [[Werner Friedli (Fotograf)|Werner Friedli]] (1947)]]&lt;br /&gt;
Thusis wurde 1156 erstmals urkundlich erwähnt &amp;#039;&amp;#039;(curtim de Medezenu et Tosana)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Andres Kristol: &amp;#039;&amp;#039;Thusis GR (Hinterrhein).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire toponymique des communes suisses – [[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]] – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG).&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S.&amp;amp;nbsp;874.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verdankt sowohl seine Entstehung als auch seine spätere Entwicklung dem Transitverkehr zum [[San-Bernardino-Pass]] und zum [[Splügenpass]]. Die Gründung von Thusis hängt mit Bau und Sicherung der Rheinbrücke zusammen, der Entwicklungsschub mit der Verlegung der Durchgangsstrasse ans linke Rheinufer und dem Ausbau des Durchgangs durch die [[Via-Mala-Schlucht]] ab 1473, um der Konkurrenz anderer Alpenpässe entgegenzuwirken, da sich vor dem Hindernis der Schlucht der Verkehr staute. Durch den Bau von zwei Brücken 1738/39 und eine Verlegung gefährlicher Strassenteile sowie eine weitere Neuverlegung der Strecke 1821 bis 1823 wurde die Via Mala endgültig gezähmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit wurde das Etappenziel Thusis mit Stallungen für 400 Pferde, Gasthäusern und Einkaufsläden immer wichtiger. Die Bedeutung lässt sich daran messen, dass die Gelder zum Wiederaufbau nach dem grossen Brand von 1845 bis aus [[Zürich]], [[Lindau (Bodensee)|Lindau]], [[Ravensburg]], [[Hamburg]], [[Mailand]] und [[Venedig]] kamen. Als dann 1882 die [[Gotthardbahn]] ihren Betrieb aufnahm, verlor der Thusner Transitverkehr mit Karren und Pferden schnell seine Bedeutung. Im Bemühen, den Verkehr zurückzugewinnen, entstanden um 1900 Bahnprojekte für den San Bernardino- und den Splügenpass sowie 1927 nach Beginn des Siegeszuges des Automobils die Planung für einen Strassentunnel unter dem San Bernardino. Durch die Weltkriege und finanzielle Krisen dauerte es bis zum 1. Dezember 1967, bis der San-Bernardino-Tunnel als erster Alpen-Nationalstrassentunnel der Schweiz eröffnet wurde. Der dadurch erreichte Aufschwung ging nach der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels wiederum ein wenig zurück, hält aber bis heute an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Thusis fand 1618 zu Beginn der [[Bündner Wirren]] das [[Thusner Strafgericht]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2018 schloss sich die bis dahin selbständigen Gemeinde [[Mutten GR|Mutten]] der Gemeinde Thusis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
 |Wappenbild = CHE Thusis COA.svg&lt;br /&gt;
 |Größe = 70&lt;br /&gt;
 |Blasonierung = In Rot ein aufrechter goldener [[Löwe (Wappentier)|Löwe]] mit Doppelquaste, in der rechten Vorderpranke ein goldenes [[Zepter|Lilienzepter]] haltend&lt;br /&gt;
 |Zusatz = Das Wappen beruht auf dem [[Siegel|Gerichtssiegel]] des Heinzenbergs aus dem Jahr 1584.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Löwen existierte ein Wappen mit einer Person. Auf dem Brunnen vor dem Rathaus in der Altdorfstrasse ist dieser Löwe als Skulptur dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1475 verkauften die Werdenberger Thusis an den Bischof von Chur Ortlieb von Brandis. Die österreichische Linie der Brandis ([[Brandis (tirolisches Adelsgeschlecht)|Prandis]]) benutzten einen doppelschwänzigen Löwen (sic!) in ihrem Wappen. Ortlieb hatte den Titel Freiherr von seinem Vater. Das Buch von [[Jacob Köbel]] &amp;#039;Wapen. Des Heyligen Römischen Reichs Teutscher nation&amp;#039; von 1545 zeigt ein Bild eines Soldaten mit einem Reichsadler als Fahne (besonderes Privileg) unter dem Titel &amp;#039;Thusis&amp;#039;. Im Buch von [[Peter Jordan (Drucker)|Peter Jordan]] aus Mainz wird Thusis (Tusis) als Freiherrschaft (Baro de Dosis) erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;130&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wapen_1545_Thusis_(Freiherrn,_Zuordnung_unklar,_evtl._der_Schweizer_Ort_Thusis,_allerdings_sind_keine_Freiherrn_des_Namens_bekannt).jpg|Bild aus dem Buch von Jacob Köbel Thusis&lt;br /&gt;
Reformierter Friedhof Thusis Wappen.jpg|Wappen auf dem Reformierten Friedhof mit einem Wappen mit Freiherrenkrone (7 Zacken) umrandet von einem Löwen und einem Steinbock (Inhalt Brandis Fackel?) sowie Wappen der Rosenroll und Jecklin links&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;13&amp;quot;| Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFEC9B&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1629 || 1850 || 1900 || 1950 || 1980 || 1990 || 2000 || 2005 || 2010 || 2012 || 2018&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|1492|Autor=Jürg Simonett|Datum=2019-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 542 || 769 || 1281 || 1616 || 2525 || 2646 || 2717 || 2595 || 2791 || 2937 || 3217 || 3322&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner Zentrumsfunktion für die Gemeinden des Heinzenbergs blieb Thusis bis ins 19. Jahrhundert ein kleiner Ort mit knapp 700 Bewohnern (1850: 769 Einwohner). Zwischen 1850 und 1888 wuchs die Einwohnerzahl markant auf 1281 Personen an (1850–1888: +67 %). Danach kam es zu einer Jahrzehnte dauernden Stagnation (1888–1930). Von 1930 bis ins Jahr 2000 wuchs die Bevölkerung wieder stark, besonders zwischen 1941 und 1970 (1941–1970: +70 %). Grund dafür sind die Zuwanderung aus den umliegenden Dörfern und die Einwanderung aus dem Ausland. Zuerst kamen Italiener und Spanier, danach [[Tamilen]] aus [[Sri Lanka]] und nach 1985 Einwanderer aus [[Portugal]] und den Republiken des früheren [[Jugoslawien]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Thusis ist seit langem eine deutschsprachige Gemeinde. Das traditionelle [[Thusnerdeutsch]] ist am Aussterben; heute wird in Thusis ein churerrheintalischer Dialekt gesprochen, den man umgangssprachlich oft schlicht als [[Bündnerdeutsch]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oscar Eckhardt |Titel=Alemannisch im Churer Rheintal: Von der lokalen Variante zum Regionaldialekt |Verlag=Franz Steiner Verlag |ISBN=978-3-515-11265-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Bündnerromanisch]]e im Idiom [[Sutselvisch]] ist in Thusis wohl schon im 16. Jahrhundert dem Deutschen gewichen, wohingegen die Nachbargemeinden zum Teil erst im 19. Jahrhundert germanisiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#BFEFFF; text-align:center;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachen in Thusis GR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 1980&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 1990&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung 2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Deutsche Sprache|Deutsch]] || 1887 || 74,73 % || 1995 || 75,40 % || 2112 || 77,73 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Rätoromanische Sprachen|Rätoromanisch]] || 238 || 9,43 % || 136 || 5,14 % || 107 || 3,94 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Italienische Sprache|Italienisch]] || 230 || 9,11 % || 172 || 6,50 % || 129 || 4,75 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 2525 || 100 % || 2646 || 100 % || 2717 || 100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung 2000 gaben 78 % Deutsch, 5 % Serbisch und 5 % Italienisch als Hauptsprache an. Insgesamt 191 Personen (= 7 %) sprechen noch Romanisch – darunter 126 zusammen mit Deutsch, 38 zusammen mit Deutsch und Italienisch und dreizehn Personen alle Landessprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionen und Konfessionen ===&lt;br /&gt;
Bereits 1525 wurde in Thusis die [[Reformation]] eingeführt. Durch starke Zuwanderung aus anderen Gemeinden der Schweiz und dem Ausland ist die Einwohnerschaft heute konfessionell stark durchmischt. Bei der Volkszählung 2000 besassen die Protestanten mit 1142 (42 %) Personen nur noch die relative Mehrheit. Daneben finden sich 1085 (40 %) Katholiken (viele südeuropäischer Herkunft) und 134 Orthodoxe (5 %). Von den Anhängern nichtchristlicher Religionen waren die Mehrzahl Muslime (96 Personen; 3 %) und Hindus tamilischer Herkunft. Der Rest besteht aus 101 (4 %) Konfessionslosen und 95 Personen ohne Bekenntnisangabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Nationalität ===&lt;br /&gt;
Von den 2595 Bewohnern Ende 2005 waren 1991 (= 77 %) Schweizer Staatsangehörige. Bei der letzten Volkszählung wurden 2034 (= 75 %) Schweizer –&amp;amp;nbsp;darunter 107 Doppelbürger&amp;amp;nbsp;– und 683 Ausländer gezählt. Die grössten Zuwanderergruppen kommen aus Serbien, Italien, Portugal, Deutschland, Kroatien, Sri Lanka und Bosnien-Herzegowina. Ende 2014 lebten in Thusis über 3054 Menschen. Mit 1010 Personen hat über ein Drittel der Thusner keinen Schweizer Pass.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://domleschg24.ch/zuwanderungsmagnet-thusis/ |wayback=20150518072124 |text=domleschg24.ch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Neben Urnenabstimmungen tritt die stimmberechtigte Bevölkerung gewöhnlicherweise dreimal jährlich zur [[Gemeindeversammlung]] zusammen. Die Gemeindeversammlung genehmigt die Jahresrechnung und das Budget, legt den Steuerfuss fest oder entscheidet über den An- und Verkauf von Grundstücken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://thusis.ch/politik/gemeindeversammlung/ |titel=Gemeinde­versammlung |sprache=de |abruf=2026-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der siebenköpfige [[Gemeinderat]] fungiert als [[Regierung]]. Er wird jeweils für eine dreijährige Amtszeit gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://thusis.ch/behoerden/gemeinderat/ |titel=Gemeinde­rat |sprache=de |abruf=2026-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der amtierende [[Gemeindepräsident]] ist [[Remi Crameri]] ([[Die Mitte|Mitte]]). Er wurde im März 2026 bei einer [[Nachwahl|Ersatzwahl]] nach dem vorzeitigen Rücktritt seines Vorgängers gewählt und hat ein Mandat bis zum Ende der Legislatur am 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2027.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Patrick Kuoni |url=https://www.suedostschweiz.ch/graubuenden/ein-alter-bekannter-macht-das-rennen-nach-unerwartetem-doppelruecktritt-thusis-hat-einen-neuen-gemeindeammann |titel=Nach unerwartetem Doppelrücktritt: Thusis hat einen neuen Gemeindeammann {{!}} Südostschweiz |datum=2026-04-19 |sprache=de-CH |abruf=2026-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Thusis kommt Zentrumsfunktion für die ganze Talschaft samt [[Heinzenberg (Graubünden)|Heinzenberg]] und [[Domleschg]] sowie weiteren Einzugsgebieten, wie [[Schams]] und [[Albula (Fluss)|Albulatal]], zu. [[Handel]] und [[Gewerbe]] sind die Hauptpfeiler des Wohlstandes in der Gemeinde. Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe ist dagegen stark zurückgegangen. Jedoch hat die [[Landwirtschaft]] nach wie vor grosse Bedeutung für die Erhaltung und Pflege der Landschaft. Thusis ist auch Standort des für die genannte Zentrumsfunktion wichtigen Regionalspitals.&lt;br /&gt;
In Thusis befindet sich der Redaktionssitz der Regionalzeitung, des [[Pöschtli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren gewinnt Thusis dank seiner landschaftlich attraktiven Umgebung wie dem Domleschg, dem Heinzenberg, mit seinen ausgedehnten Bergwiesen und Bauernbetrieben, dem [[Piz Beverin]], dem [[Hohen Rätien]] sowie zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Weltrang in unmittelbarer Nähe (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Via-Mala-Schlucht]], die Deckenmalereien der [[Kirche St. Martin Zillis|St.-Martins-Kirche]] in Zillis, das karolingische [[Kirche St. Peter Mistail|Kirchlein Mistail]], die zum Weltkulturerbe gehörende Albulalinie der [[Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn]], deren Ausgangspunkt Thusis ist, sowie der historische Wanderweg [[Via Spluga]] von Thusis über den [[Splügenpass]] nach [[Chiavenna]] (Italien)) zunehmend an touristischer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Thusis endet der [[Burgenpfad Domleschg]], zugleich ist hier der Ausgangspunkt der [[Veia Traversina]], der [[Via Albula/Bernina]] sowie der Via Spluga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorerst ist Thusis allerdings fast nur Übernachtungsstation für Gruppenreisende und Passanten. Für eine Feriendestination wie etwa die von Thusis aus schnell zu erreichenden Orte [[Lenzerheide/Lai|Lenzerheide]], [[Savognin]] oder [[Davos]] fehlt es in Thusis jedoch an der nötigen touristischen Infrastruktur. Mit Ausnahme von zwei Hotels und einem Campingplatz gibt es in Thusis kaum Übernachtungsmöglichkeiten für Dauergäste. Ferienhäuser und -wohnungen gibt es in Thusis praktisch keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Thusis um 1900.jpg|Thusis um 1900&lt;br /&gt;
Thusis RhB 1990.png|Der Bahnhof von Thusis (1990). Abgebrochen 1992&lt;br /&gt;
Thusis 2020.jpg|Thusis 2020&lt;br /&gt;
Thusis Spital 1.jpg|Regionalspital Thusis (offiziell &amp;#039;&amp;#039;Spital Thusis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Transitroute Viamala 04.jpg|Thusis und die Einfahrt nach links unten zur Viamala&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Thusis Bahnhof.jpg|mini|Bahnhof Thusis]]&lt;br /&gt;
Thusis ist der Ausgangspunkt der [[Albulabahn|Albulalinie]] der [[Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn]] nach [[St. Moritz]]. Stündlich bestehen mehrere Bahnverbindungen nach Chur:&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|BEX|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{SBB-Linie|GEX|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{RhB-Linie|IR38|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{RhB-Linie|RE8|x|x|x}}&lt;br /&gt;
* {{RhB-Linie|S1|x|x|x}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bushof von [[Postauto#PostAuto AG|PostAuto]] beim Bahnhof aus erschliessen mehrere Linien die umliegenden Gemeinden am Heinzenberg und im Domleschg. Auch die PostAuto-Eilkurse von Chur nach Bellinzona via San Bernardino halten hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thusis ist an das [[Autobahn (Schweiz)|Autobahnnetz]] mit zwei [[Anschlussstelle (Autobahn)|Anschlussstellen]] der [[A13 (Schweiz)|A13]] angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur, Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Thusis}}&lt;br /&gt;
Sehenswert ist insbesondere das Neudorf (siehe Bild). Es wurde nach dem grossen Dorfbrand von 1845, dem weite Teile des heutigen Altdorfes zum Opfer fielen, neu erstellt. Das Neudorf wurde in gerader Linie entlang der von Norden nach Süden verlaufenden Hauptstrasse aufgebaut. Die in einem vornehmen, vom nahen Italien geprägten Stil erstellten Bauten zeugen vom Wohlstand und Selbstbewusstsein der damaligen Thusner Honorablen. Noch heute befinden sich in den grösstenteils schützenswerten Häusern Läden mit vielfältigem Angebot sowie Gasthäuser, die der Strasse ihr lebhaftes Erscheinungsbild geben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Thusis01.JPG|mini|hochkant|[[Reformierte Kirche Thusis|Evangelische Kirche von 1506]]]]&lt;br /&gt;
Sehenswert sind in Thusis auch die [[Gotik|spätgotische]] [[Reformierte Kirche Thusis|evangelische Kirche]] von 1506, das Haus &amp;#039;&amp;#039;Rosenroll&amp;#039;&amp;#039; aus dem 17. Jahrhundert, das [[barock]]e „Schlössli“ von 1727&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/schloessli.31715 |text=Kantonsbibliothek Graubünden. Schlössli (Foto) |wayback=20220402073630}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die Ruine der [[Burg Obertagstein]] hoch oberhalb von Thusis, ausserdem die Ruine [[Hohen Rätien]] auf dem Gebiet der Nachbargemeinde [[Sils im Domleschg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Viamala-Schlucht gibt es zwei architektonisch interessante Brücken aus neuerer Zeit:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/viamala.31716 |text=Kantonsbibliothek Graubünden. Viamala (Foto) |wayback=20220809074847}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Veia Traversina|Punt da Suransuns]], 1999,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/bruecken_in_der_viamala_punt_da_suransuns_1999.24412 |text=Kantonsbibliothek Graubünden. Brücken in der Viamala: Punt da Suransuns, 1999 (Foto) |wayback=20170115201522}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Traversinersteg|Zweiter Traversinersteg]], 2005,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/bruecken_in_der_viamala_zweiter_traversinersteg_2005.24413 |text=Kantonsbibliothek Graubünden. Brücken in der Viamala: Zweiter Traversinersteg, 2005 (Foto) |wayback=20170331030839}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Architekten: [[Jürg Conzett]], [[Gianfranco Bronzini]], [[Patrick Gartmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Ardüser]] (1557 – nach 1614), Bündner Wandermaler, Lehrer und Chronist&lt;br /&gt;
* Sylvester [[Rosenroll]], 1646–1721, Kommissar im Veltlin. Erbauer des Schlössli um 1670. Verheiratet mit Barbara Cleophe von Salis-Soglio&lt;br /&gt;
* [[Hans Mohler]] (1919–2021), Mittelschullehrer, Schriftsteller. Ehrenbürger von Thusis&lt;br /&gt;
* [[Annette Spiro]] (* 1957), Architektin&lt;br /&gt;
* [[Joachim B.&amp;amp;nbsp;Schmidt|Joachim Beat Schmidt]] (* 1981), schweizerisch-isländischer Journalist und Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erwin Poeschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Hrsg. von der [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]]. Bern 1940. {{DNB|760079625}}.&lt;br /&gt;
* {{HLS|1492|Autor=Jürg Simonett|Datum=2019-12-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.thusis.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Thusis]&lt;br /&gt;
* {{ethorama|OFI2sdeXoRzf5KMQBQgI}}&lt;br /&gt;
* [https://www.myswitzerland.com/de-ch/reiseziele/thusis/ Thusis Tourismus (Fotos)] auf myswitzerland.com&lt;br /&gt;
* [https://www.hohenraetien.ch/ Burganlage Hohen Rätien]&lt;br /&gt;
* [https://gisos.bak.admin.ch/?obid=2130 Bundesinventar ISOS: Obermutten (Thusis)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Region Viamala}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4136595-1|VIAF=239501314}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Domleschg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thusis| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Hinterrhein]]&lt;/div&gt;</summary>
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