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	<title>Thurbruch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Thurbruch Kückelsberg Richtung Zirchow.jpg|mini|300px|Blick vom Kückelsberg über das Thurbruch]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thurbruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Moor|Niedermoorgebiet]] im Osten der Insel [[Usedom]]. Der Name leitet sich von &amp;#039;&amp;#039;Thur&amp;#039;&amp;#039; (beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Ur&amp;#039;&amp;#039;), einer alten Bezeichnung für den [[Auerochse]]n, ab und bedeutet daher &amp;#039;&amp;#039;Auerochsensumpf&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thurbruch gehört mit einer Fläche von etwa 16 Quadratkilometern zu den größten Niedermooren im Norden Ostdeutschlands. Neben dem [[Gothensee]], dem größten Binnensee Usedoms, befindet sich noch der [[Kachliner See]] im Thurbruch. Das Gebiet ist von zahlreichen Entwässerungsgräben durchzogen, von denen die ältesten aus dem 18. Jahrhundert stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar am Thurbruch gelegen sind die Orte Alt Bansin, [[Gothen]], [[Korswandt]], [[Ulrichshorst]], [[Zirchow]], [[Kutzow]], [[Dargen#Gemeindestruktur|Görke, Kachlin, Katschow]], [[Labömitz]]  und [[Reetzow]]. Südlich des Gebietes verläuft die [[Bundesstraße 110]], an dessen Ostrand die Landesstraße 266. Nördlich des Gebietes befindet sich noch die Trasse der [[Usedomer Bäderbahn|UBB]], die zwischen Bansin und Heringsdorf-Neuhof auf einer Brücke über den [[Sackkanal]] verläuft. Zwischen Reetzow und Ulrichshorst durchquert die Kreisstraße 41 das Thurbruch. Vor allem südlich dieser Straße befinden sich für die Landwirtschaft angelegte Betonplattenwege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aussichtsturm auf dem Kückelsberg bei Reetzow ermöglicht einen Rundblick über das Thurbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Thurbruch Ulrichshorst Wassergraben.JPG|mini|Wassergraben bei Ulrichshorst]]&lt;br /&gt;
Während der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] entstand im Gebiet des heutigen Thurbruchs ein Gletscherzungenbecken, das später zu einer Bucht der [[Ostsee]] wurde. Durch [[Nehrung]] und Dünenbildung vom Meer weitgehend abgetrennt, verlandete es allmählich. Es bildete sich ein Niederungsmoor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thurbruch wurde erstmals 1421 als &amp;#039;&amp;#039;silva thura&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Auerochsenwald&amp;#039;&amp;#039;) urkundlich erwähnt. Der letzte Auerochse in diesem Gebiet war aber schon nachweislich 1360 durch Herzog Wartislaw V. von [[Pommern]] erlegt worden. Jahrhundertelang war das Thurbruch eine urwaldartige Seen- und Sumpflandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 18. Jahrhundert war die Aalbeeke (Aalbach) der einzige Abfluss. Er führte in die Ostsee. Auf Befehl König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] von Preußen wurde 1750 ein Entwässerungsgraben, der [[Knüppelgraben]], vom Kachliner See zum [[Wolgastsee]] angelegt, von wo das Wasser über den [[Zerninsee]] und den Torfkanal bei [[Kamminke]] ins [[Stettiner Haff]] geleitet wurde. Der Abfluss über die Aalbeeke wurde durch Wassermühlen behindert, die dort um 1700 errichtet worden waren. Nach 1770 wurden sie deshalb vom preußischen Staat aufgekauft und abgerissen. Ab 1772 wurde die [[Bäck (Thurbruch)|Bäck]], der zugewachsene natürliche Abfluss des Kachliner Sees in den Gothensee, beräumt und begradigt. Im Zuge der Landgewinnungsarbeiten wurden neue Siedlerkolonien gegründet. Das waren 1774 Ulrichshorst südlich von [[Korswandt]] und 1776 an der Aalbeeke der Ort Königlich-[[Ahlbeck (Heringsdorf)|Ahlbeck]]. Die Unterhaltung der Abflüsse erwies sich als aufwändig und wurde teilweise vernachlässigt, wodurch die Aalbeeke versandete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Windkraftschöpfrad im Thurbruch P9010131.JPG|mini|hochkant|[[Windschöpfwerk Kachlin]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thurbruch Pumpwerk bei Labömitz.JPG|mini|hochkant|Pumpwerk bei Labömitz]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfolgten weitere Entwässerungsarbeiten. Der Oberpräsident der [[Provinz Pommern]] [[Johann August Sack]], dem für die [[Melioration]] des Gebietes 5000 [[Reichstaler]] zur Verfügung standen ließ einen Graben vom Gothensee über den [[Schloonsee]] bei [[Bansin]] zur Ostsee ausheben. Dieser wurde nach ihm Sack-Kanal benannt und ist noch heute die einzige funktionierende Entwässerung des Thurbruchs. Zwischen 1860 und 1890 wurde der Gothensee zur Gewinnung von Weideland mit hohem Aufwand trockengelegt. Das kostspielige Unternehmen, bei dem [[Windpumpe|wind-]] und [[Dampfmaschine|dampfmaschinengetriebene]] Pumpwerke zum Einsatz kamen, rentierte sich auf Dauer nicht. Das aus dem Thurbruch über die Bäck abgeleitete Wasser wurde damals auf einem Damm quer über den Gothensee und an dessen Ostseite über einen weiteren Graben zum Sack-Kanal geführt. Die Reste des Dammes sind noch erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen Zeitraum von 160 Jahren wurde bis 1955 im Thurbruch [[Torf]] abgebaut. Zuletzt durch den „VEB Inseltorf“. Bei Bohrungen wurde eine durchschnittliche Mächtigkeit der Torfschicht von 8 Metern ermittelt. Von den etwa 200.000 Kubikmetern diente der überwiegende Teil als Brennstoff. Ein geringer Anteil wurde als Badetorf von Kureinrichtungen der Insel genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Entwässerung des Thurbruchs durch drei windgetriebene [[Schöpfwerk]]e unterstützt, von denen das [[Windschöpfwerk Kachlin]] noch als [[Technisches Denkmal]] erhalten ist. Seit 1968 wird der Wasserstand durch mehrere elektrisch betriebene Pumpwerke reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kollektivierung der Landwirtschaft in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde in der industriellen Tierproduktion immer mehr die [[Massentierhaltung]] in Großstallanlagen gegenüber der Weidehaltung bevorzugt. Um das auf den Wiesen des Thurbruchs gewonnene Grünfutter, unter anderem platzsparend und längerfristig lagern zu können, wurde 1970 in Labömitz eine Futtermitteltrocknungsanlage in Betrieb genommen. Dort wurde das Grünfutter mit hohem Energieeinsatz zu [[Pellets]] verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Entwässerung und der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung unter Einsatz von Düngemitteln blieb das ökologische System des Thurbruchs lange Zeit intakt. Der Übergang zur Großflächenwirtschaft und der komplexe Einsatz von [[Melioration]]smaßnahmen nach 1960 führten zu einer Zersetzung des Torfes und des Absinkens der Oberfläche um 80 bis 90 cm. Die Artenvielfalt in Flora und Fauna ging drastisch zurück. Das frühere Brutgebiet zahlreicher Vogelarten beschränkt sich heute auf die Uferzonen der beiden Seen, spielt aber noch als Rastgebiet für Zugvögel eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1967 wurden der [[Gothensee]] und das umliegende Gebiet des nördlichen Thurbruch wegen ihres Artenreichtum zum Naturschutzgebiet erklärt. Erhöhter Nährstoffeintrag durch Abwasserentsorgung führte jedoch Mitte der 1980er Jahre zu einem Zusammenbruch des Ökosystems im See. Nach der Verringerung der Abwassereinleitung ist eine allmähliche Verbesserung der Wasserqualität zu beobachten. Der Bereich südlich des Gothensees wurde von der erhöhten Nährstoffzufuhr kaum betroffen. Hier konnte sich der Hochmoorcharakter zusammen mit dem Vorkommen zahlreicher Insektenarten erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|271073063}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Dirk Weichbrodt |url=http://www.usedom-exclusiv.de/winter2004/thurbruch.htm |titel=Im Reich des Moorochsen: Das Thurbruch |werk=Usedom exclusiv |datum=2004 |archiv-url=https://archive.is/20071029184417/http://www.usedom-exclusiv.de/winter2004/thurbruch.htm |archiv-datum=2007-10-29 |zugriff=2007-08-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Landkreis Vorpommern-Greifswald}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/55/0.02787/N |EW=14/6/36.79871/E |type=waterbody |region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Usedom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1421]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1967]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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