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	<title>Thunfische - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thunfische&amp;diff=50767&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Haplochromis: Änderung 265994445 von ~2026-21740-59 rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-04-08T14:21:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265994445&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265994445&quot;&gt;265994445&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-21740-59&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-21740-59&quot;&gt;~2026-21740-59&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Thunfische&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Thunnus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[John Flint South|South]], 1845&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Makrelen und Thunfische&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Scombridae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Scombriformes&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Barschverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Percomorphaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Stachelflosser&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Acanthopterygii&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_LinkName  = Acanthomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Acanthomorphata&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Thunnus obesus (bigeye tuna).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Großaugen-Thun]], &amp;#039;&amp;#039;Thunnus obesus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thunfische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus&amp;#039;&amp;#039; von {{grcS|θύννος|thýnnos}} „Thunfisch“, abgeleitet von {{lang|grc|θύνω|thýnō}} „ich eile“, „ich rase“, „ich schieße entlang“ wegen der schnellen Bewegung der Fische,&amp;lt;ref&amp;gt;W. Pape, &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-Deutsches Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1, S. 1225, Vieweg, Braunschweig 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt;) sind eine Gattung großer Raubfische, die in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren vorkommt. Sie gehören zu den wichtigsten [[Speisefisch]]en und sind von großer [[fischerei]]wirtschaftlicher Bedeutung. Einige der acht Arten sind inzwischen durch [[Überfischung]] gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Thunfische haben einen langgestreckten, spindelförmigen, seitlich nur wenig abgeflachten Körper, dessen Schwerpunkt im vorderen Teil des Rumpfs liegt. Sie erreichen Körperlängen von etwa 1&amp;amp;nbsp;m bis 4,5&amp;amp;nbsp;m und können zwischen 20&amp;amp;nbsp;kg und 700&amp;amp;nbsp;kg schwer werden. Der Körper ist mit sehr kleinen Schuppen bedeckt, den Vorderkörper umgibt ein Korsett größerer Schuppen. Der Kopf ist spitzkegelig. Das Maul ist endständig, tief gespalten und nicht vorstülpbar. Die kleinen, konischen Zähne sitzen in jedem Kiefer in einer Reihe. Auf dem ersten Kiemenbogen findet man 19&amp;amp;nbsp;bis 43&amp;amp;nbsp;[[Kiemenrechen]]. Die beiden relativ kleinen Rückenflossen stehen eng zusammen. Die längere erste wird von 11&amp;amp;nbsp;bis 14&amp;amp;nbsp;Flossenstacheln gestützt, die kürzere zweite von 12&amp;amp;nbsp;bis 16&amp;amp;nbsp;Weichstrahlen. Bei der ersten Rückenflosse sind die ersten Flossenstacheln sehr viel höher als die letzten, so dass der Oberrand der Flosse konkav ist, die zweite sichelförmig und ebenso hoch wie die erste oder höher. Zwischen der zweiten Rückenflosse und der Schwanzflosse stehen 7&amp;amp;nbsp;bis 10&amp;amp;nbsp;Flössel. Die [[Flosse#Afterflosse|Afterflosse]] steht der zweiten Rückenflosse beinahe symmetrisch gegenüber und hat die gleiche Form wie diese. Sie wird von 11&amp;amp;nbsp;bis 16&amp;amp;nbsp;Flossenstrahlen gestützt. Auf die Afterflosse folgen 7&amp;amp;nbsp;bis 10&amp;amp;nbsp;Flössel. Die Arten variieren in der Länge der Brustflossen. Mit 30 bis 36 Flossenstrahlen in den Brustflossen besitzen sie mehr als alle anderen Gattungen der Scombridae. In den Bauchflossen findet sich ein zweiteiliger Interpelvic-Auswuchs. Der Schwanzstiel ist schlank und hat an jeder Seite zur Stabilisierung einen kräftigen, knöchernen Seitenkiel zwischen zwei kleineren Kielen. Die Schwanzflosse der Thunfische ist sichelförmig. Die erste Rückenflosse, die Bauchflossen und die Afterflosse können beim schnellen Schwimmen in rinnenförmige Vertiefungen gelegt werden. Die meisten Arten besitzen eine [[Schwimmblase]], deren Volumen stark verändert werden kann und bei Jungfischen noch sehr klein ist. Die Anzahl der Wirbel liegt bei 39. Thunfische sind im Allgemeinen bläulich gefärbt, am Bauch auch grau oder silbrig und zeigen an den Körperseiten keine dunkle Fleckung. Der Rücken ist dunkelblau und ohne die bei vielen anderen [[Makrelen und Thunfische|Scombriden]] typischen Streifenmuster. Die Flössel hinter Rücken- und Afterflosse sind meist gelb und haben bei einigen Arten schwarze Ränder.&amp;lt;ref&amp;gt;B. B. Collette, C. E. Nauen: &amp;#039;&amp;#039;Scombrids of the world.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 21 und 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Fische.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 389.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thunfische haben eine sehr hohe [[Stoffwechselrate]] und gehören neben dem [[Schwertfisch]] (&amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039;) und den [[Gotteslachse]]n (untersucht an &amp;#039;&amp;#039;Lampris guttatus&amp;#039;&amp;#039;) zu den wenigen bekannten [[Knochenfische]]n mit einem zumindest partiell [[Endothermes Tier|endothermen]] Stoffwechsel. Ein mit der Rumpfmuskulatur verbundenes, im Gegenstromprinzip arbeitendes Blutgefäßsystem ([[Rete mirabile]]) leitet die durch die Aktivität der großen Muskelmasse erzeugte Wärme in das Körperinnere ab, so dass die Körperinnentemperatur und die Temperatur von Gehirn und Augen ([[Netzhaut]] und [[Sehnerv]]) 9 bis 12&amp;amp;nbsp;°C über der Temperatur des Wassers liegen kann. Der für den hohen Stoffwechsel unverzichtbare intensive Gasaustausch über die Kiemen wird durch das Dauerschwimmen und die schnelle Schwimmweise der Thune erreicht. Die Fähigkeit, die Körpertemperatur zu erhöhen, nimmt mit der Größe zu und ist beim [[Weißer Thun|Weißen Thun]], beim [[Gelbflossen-Thun]] und beim [[Großaugen-Thun]] sehr gut und beim [[Roter Thun|Roten Thun]] am weitesten entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collette &amp;amp; Nauen, S. 80&amp;quot;&amp;gt;B. B. Collette, C. E. Nauen: &amp;#039;&amp;#039;Scombrids of the world.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Yellowfin tuna diving.jpg|mini|Springender Gelbflossen-Thun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Wanderung, Ernährung ===&lt;br /&gt;
Thunfische kommen in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren meist in [[Bathymetrie|Tiefen]] bis 500 Metern vor, fehlen dagegen in den Polarmeeren. Sie leben in Schulen oder Schwärmen, unternehmen weite Wanderungen über den offenen Ozean, auch tagesperiodische Vertikalwanderungen, und können über längere Zeiträume große Geschwindigkeiten beibehalten. Sie wandern vornehmlich ihren Beutetieren hinterher, die ihrerseits Regionen mit hoher [[Plankton]]dichte zustreben. Die Gruppen bestehen immer aus Individuen gleicher Größe, kleine Thunfische bilden größere Schwärme als Gruppen großer Tiere. Sehr große Exemplare können auch als Einzelgänger leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thunfische ernähren sich von kleineren Fischen, darunter auch die mit ihnen selbst verwandten [[Makrelen und Thunfische|Makrelen]]. Andere Beutetiere sind [[Heringe]], [[Kalmare]] und [[Pelagial|pelagische]] [[Krebstiere]]. Für einige Thunfischarten wurde ein Tieftauchen nachgewiesen ([[Großaugen-Thun]] bis zu 1839 Meter [2,5&amp;amp;nbsp;°C] und Roter Thun bis zu 1000 Meter [3&amp;amp;nbsp;°C]), wo sie tagsüber in größere Tiefen abtauchende Beutetiere (Fische, Kopffüßer und Krebstiere) jagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graham &amp;amp; Dickson, S. 4018&amp;quot;&amp;gt;J. B. Graham, K. A. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;Tuna comparative physiology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Experimental Biology.&amp;#039;&amp;#039; 207, 2004, S. 4015–4024, hier S. 4018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen ihrer Größe haben sie nur wenig Fressfeinde, vor allem [[Schwertfischartige]], [[Haie]] und [[Zahnwale]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collette &amp;amp; Nauen, S. 80&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewegung, Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Thunfische bewegen beim Schwimmen kaum ihren Rumpf, sondern setzen zum Vortrieb ausschließlich die schnell schwingende, sehr steife, halbmondförmige Schwanzflosse ein, auf die die Rumpfmuskeln ihre Kraft mittels Sehnenplatten übertragen. Diese thunniforme, wahrscheinlich mit der teilweisen Endothermie entwickelte Schwimmweise ist unter Knochenfischen fast einzigartig und findet sich eventuell nur noch beim Schwertfisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graham &amp;amp; Dickson, S. 4018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tropische Thunfische laichen das ganze Jahr über, die in gemäßigten, futterreicheren Regionen lebenden Arten ziehen in der Laichzeit in wärmere Regionen. Eier und Larven sind [[pelagisch]]. Große Weibchen können Millionen Eier abgeben (bis zu 10 Millionen beim Roten Thun).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
Thunfische gehören zur [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Makrelen und Thunfische]] (Scombridae). Das folgende [[Kladogramm]], berechnet nach der [[Maximum-Likelihood-Methode]], zeigt eine mögliche systematische Stellung der Thunfische innerhalb der Scombridae:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xinru Zeng&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Katsuwonus pelamis Java.jpg|mini|[[Echter Bonito]] (&amp;#039;&amp;#039;Katsuwonus pelamis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klade|style=font-size:85%&lt;br /&gt;
   |label1=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scombridae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |1={{Klade&lt;br /&gt;
      |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Grammatorcynus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Rastrelliger]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Scomber]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      |3={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Scomberomorus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Gasterochisma]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Acanthocybium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Gymnosarda]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            |3={{Klade&lt;br /&gt;
               |1={{Klade&lt;br /&gt;
                  |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Sarda (Gattung)|Sarda]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  |1={{Klade&lt;br /&gt;
                     |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Cybiosarda]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                     |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Allothunnus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  }} }}&lt;br /&gt;
               |label2=endothermische Klade&lt;br /&gt;
               |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1={{Klade&lt;br /&gt;
                     |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Auxis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                     |2={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Katsuwonus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Euthynnus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                     }} }}  &lt;br /&gt;
                  |2=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thunfische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
   }} }} }} }} }} }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
Es gibt acht Thunfischarten. Der im Lebensmittelbereich oft als Thunfisch deklarierte [[Echter Bonito|echte Bonito]] (&amp;#039;&amp;#039;Katsuwonus pelamis&amp;#039;&amp;#039;), zählt zwar ebenfalls zur [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Makrelen und Thunfische]], gehört jedoch der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Katsuwonus&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&amp;amp;id=127018 &amp;#039;&amp;#039;WoRMS name details. Katsuwonus pelamis (Linnaeus, 1758)&amp;#039;&amp;#039;] [[World Register of Marine Species]], abgerufen am 24. September 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background-color:powderblue&amp;quot; colspan=&amp;quot;7&amp;quot;|Gattung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thunnus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[John Flint South|{{Person|South}}]], 1845&amp;lt;.&amp;lt;ref name =WOR&amp;gt;[https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&amp;amp;id=126065 &amp;#039;&amp;#039;WoRMS taxon details. Thunnus South, 1845&amp;#039;&amp;#039;] [[World Register of Marine Species]], abgerufen am 24. September 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:15%;&amp;quot;|Deutscher Name&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|Wissenschaftlicher Name&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:35%;&amp;quot;|Verbreitung&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:20%;&amp;quot;|Gefährdungsstufe&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[[Rote Liste gefährdeter Arten|Rote Liste]] der [[IUCN]]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iucnredlist.org/es/search?taxonomies=125699&amp;amp;searchType=species &amp;#039;&amp;#039;Thunnus - Genus&amp;#039;&amp;#039;] [[IUCN]], abgerufen am 24. September 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:10%;&amp;quot;|Maximallänge und Maximalgewicht&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:10%;&amp;quot;|Bild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weißer Thunfisch]] oder Langflossenthun&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus alalunga&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Pierre Joseph Bonnaterre|{{Person|Bonnaterre}}]], 1788)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=alalunga|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus alalunga&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| In allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren, incl. des Mittelmeeres.&lt;br /&gt;
| [[Datei:LC IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039; – ungefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=21856|ScientificName=Thunnus alalunga|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1,40 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;60,3&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Thunnus alalunga.jpg|120px|Weißer Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus alalunga&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelbflossen-Thunfisch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus albacares&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Pierre Joseph Bonnaterre|{{Person|Bonnaterre}}]], 1788)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=albacares|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus albacares&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| In allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren, aber nicht im Mittelmeer.&lt;br /&gt;
| [[Datei:LC IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039; – ungefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=21857|ScientificName=Thunnus albacares|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 2,40 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;200&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Thunnus albacares.png|120px|Gelbflossen-Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus albacares&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schwarzflossen-Thunfisch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus atlanticus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[René Primevère Lesson|{{Person|Lesson}}]], 1831)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=atlanticus|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus atlanticus&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Im tropischen und subtropischen westlichen Atlantik.&lt;br /&gt;
| [[Datei:LC IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039; – ungefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=155276|ScientificName=Thunnus atlanticus|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1,08 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;20,6&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Blackfin tuna, Duane Raver Jr.jpg|120px|Schwarzflossen-Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus atlanticus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Südlicher Blauflossen-Thunfisch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus maccoyii&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[François Louis Nompar de Caumont de La Force|{{Person|Castelnau}}]], 1872)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=maccoyii|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus maccoyii&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| In allen Meeren der südlichen Hemisphäre in gemäßigten und kühlen Bereichen.&lt;br /&gt;
| [[Datei:EN IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Endangered&amp;#039;&amp;#039; – stark gefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=21858|ScientificName=Thunnus maccoyii|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 2,45 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;260&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Thmac u0.gif|120px|Südlicher Blauflossen-Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus maccoyii&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Großaugen-Thunfisch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus obesus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Richard Thomas Lowe|{{Person|Lowe}}]], 1839)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=obesus|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus obesus&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| In allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren, aber nicht im Mittelmeer.&lt;br /&gt;
| [[Datei:VU IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Vulnerable&amp;#039;&amp;#039; – gefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=21859|ScientificName=Thunnus obesus|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 2,50 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;210&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Thunnus obesus.png|120px|Großaugen-Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus obesus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus orientalis&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Coenraad Jacob Temminck|{{Person|Temminck}}]] &amp;amp; [[Hermann Schlegel|{{Person|Schlegel}}]], 1844)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=orientalis|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus orientalis&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Vor allem im nördlichen Pazifik, aber auch südlich bis Neuseeland.&lt;br /&gt;
| [[Datei:NT IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Near Threatened&amp;#039;&amp;#039; – potenziell gefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=170341|ScientificName=Thunnus orientalis|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 3,00 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;450&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Pacific bluefin tuna.jpg|120px|Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus orientalis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Roter Thun]], auch Großer Thun, Nordatlantischer Thun oder Blauflossen-Thunfisch&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus thynnus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Carl von Linné|{{Person|Linnaeus}}]], 1758)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=thynnus|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus thynnus&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Im tropischen, subtropischen und gemäßigten Atlantik und im Mittelmeer.&lt;br /&gt;
| [[Datei:LC IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039; – ungefährdet)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2021 |ID=21860|ScientificName=Thunnus thynnus|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 4,50 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;684&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Bluefin-big.jpg|120px|Roter Thun (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus thynnus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Langschwanz-Thunfisch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Thunnus tonggol&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;([[Pieter Bleeker|{{Person|Bleeker}}]], 1851)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fishbase|g=Thunnus|s=tonggol|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus tonggol&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Tropischer [[Indopazifik]] und [[Rotes Meer]].&lt;br /&gt;
| [[Datei:DD IUCN 3 1.svg|35px]] (&amp;#039;&amp;#039;Data Deficient&amp;#039;&amp;#039; – keine ausreichenden Daten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2022 |ID=170351|ScientificName=Thunnus tonggol|YearAssessed=2021 |Assessor=Collette et al.|Download=10. Dezember 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1,45 Meter,&amp;lt;br /&amp;gt;35,9&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
| [[Datei:Thton u0.gif|120px|Langschwanz-Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus tonggol&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilüberlieferung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Thunnus spec 01.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Thunnus&amp;#039;&amp;#039; spec. aus der Tongrube Unterfeld ([[Oligozän]]) bei [[Frauenweiler]] im [[Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe|Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe]]]]&lt;br /&gt;
Die Thunfische trennten sich wahrscheinlich von den anderen Gattungen der Thunnini im [[Paläozän]]. Die ersten Thunfische lebten in der [[Tethys (Ozean)|Tethys]].&amp;lt;ref&amp;gt;J. B. Graham, K. A. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;Tuna comparative physiology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Experimental Biology.&amp;#039;&amp;#039; 207, 2004, S. 4015–4024, hier S. 4015–4016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Früheste [[Fossil]]ien von Thunfischen stammen aus dem [[Eozän]]. Funde gibt es aus Nordamerika, Afrika und Europa, z.&amp;amp;nbsp;B. aus dem italienischen [[Monte Bolca]] (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus lanceolatus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Albert Frickhinger: &amp;#039;&amp;#039;Fossilien-Atlas Fische.&amp;#039;&amp;#039; Mergus – Verlag für Natur- und Heimtierkunde Baensch, Melle 1991, ISBN 3-88244-018-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fischerei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fisheries global capture of Thunnus species from 1950.png|mini|Weltweiter Fang von Thunfischen in Tonnen nach Angaben der [[FAO]]]]&lt;br /&gt;
Thunfische gehören wegen ihres roten fetten Fleisches zu den wichtigsten [[Speisefisch]]en und sind von großer [[fischerei]]wirtschaftlicher Bedeutung. Der Fang nahm nach Angaben der [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen|FAO]] von etwa 400.000 Tonnen im Jahr 1955 auf jährlich über 2&amp;amp;nbsp;Millionen Tonnen seit 1997 zu. Zu den größten Fängernationen gehören [[Japan]], die [[Vereinigte Staaten|USA]] und [[Südkorea]]. Rohes Thunfischfleisch wird überwiegend in der japanischen Küche für [[Sushi]] und [[Sashimi]] genutzt. Thunfische werden mit [[Langleinenfischerei|Langleinen]], [[Ringwadenfischerei|Ringwaden]] und [[Treibnetzfischerei|Treibnetzen]] gefangen. Letzteres ist in den Gewässern der [[Europäische Union|EU]] und vielen anderen Gebieten illegal, da es dabei in erheblichem Umfang zu unerwünschtem [[Beifang (Fischerei)|Beifang]] von [[Delfine]]n und Haien kommt. Im Mittelmeer fängt man Thunfische mit sehr großen verankerten [[Reuse|Schwimmreusen]], die Tonnaras genannt werden. Bereits im 18. Jahrhundert wurde in Italien zubereiteter gesalzener Thunfisch (&amp;#039;&amp;#039;Tonina&amp;#039;&amp;#039;) von Tiroler Händlern („Zitronenmännern“) zusammen mit anderen mediterranen Fischspezialitäten auf Märkten auch nördlich der Alpen angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Peter Baum]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Südwarenangebot auf dem Würzburger Markt im Jahre 1725.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 445–447, hier: S. 445 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Thunfischfleisch wird als Frischfisch oder gefroren vermarktet. Das in [[Konservendose|Thunfischdosen]] konservierte Fleisch stammt vor allem von [[Echter Bonito|Bonitos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Formen des Thunfischfangs sind die [[Almadraba]] bzw. die [[Mattanza]]. Auch in der oberen Adria wurden jahrhundertelang auf ähnliche Art die großen Thunfischschwärme gefangen, nachdem sie von Aussichtspunkten im Karst gesichtet wurden. Mit zunehmender Befischung wurden die Schwärme immer kleiner. Der letzte große Thunfischfang war dort 1954 im Raum Triest durch die Fischer von Santa Croce und [[Barcola]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Di Matteo &amp;quot;Santa Croce, 1954: ultima grande pescata di tonni&amp;quot;, Il Piccolo, 23. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Ländern, z.&amp;amp;nbsp;B. Malta, werden Thunfische, die zuvor als Jungtiere gefangen wurden, in Fischkäfigen im Meer gemästet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url= https://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/thunfisch-rettet-den-konig-der-meere|title= Thunfisch – Rettet den König der Meere! |publisher=Greenpeace|date=2012-09-29|accessdate=2017-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Management der weltweiten Thunfischbestände liegt in den Händen von internationalen und regionalen Fischereikommissionen: im Atlantik und im Mittelmeer die Internationale Kommission für den Schutz des Thunfischs (International Commission for the Conservation of Atlantic Tuna, ICCAT) sowie die Inter-American Tropical Tuna Commission (IATTC) für die Bestände im Ostpazifik. Eine weitere Zertifizierung erfolgt über den [[Marine Stewardship Council]] (MSC).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.msc.org/de/fisch-nachhaltigkeit/fragen-und-antworten-zu-thunfisch |titel=Fragen und Antworten zu: Thunfisch |hrsg=Marine Stewardship Council |abruf=2019-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großteil des Exports der im Mittelmeer gefangenen Thunfische geht nach Japan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Natalie Kämmerer |url=https://www.prowildlife.de/aktuelles/hintergrund/thunfisch-und-delfin-im-netz/ |titel=Thunfisch – Delfine als Beifang der Fischerei • Pro Wildlife |datum=2022-01-12 |sprache=de-DE |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2019/05/4faada7b-4faada7b-2006_fs_thunfischmittelmeer.pdf |titel=Thunfische im Mittelmeer |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Miriam |url=https://northstarchronicles.de/fisch-am-morgen-der-tsukiji-markt-in-tokyo/ |titel=Fisch am Morgen – der Tsukiji-Markt in Tokyo {{!}} North Star Chronicles |datum=2016-09-18 |sprache=de-DE |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schadstoffbelastung &amp;amp; Gesundheit ==&lt;br /&gt;
Thunfisch enthält, wie andere große Raubfische, erhebliche Mengen [[Quecksilber]] in Form des besonders gesundheitsschädlichen [[Methylquecksilber]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[EU-Kommission]] hat im Mai 2004 die Mitgliedsstaaten offiziell darüber informiert, dass Frauen, die schwanger sind oder werden können, sowie stillende Frauen und kleine Kinder nicht mehr als zwei Portionen zu je 100&amp;amp;nbsp;g Thunfisch pro Woche verzehren sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/food/food/chemicalsafety/contaminants/information_note_mercury-fish_12-05-04.pdf EU-Kommission: Methylquecksilber in Fisch und Fischereiprodukten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Bundesinstitut für Risikobewertung]] teilt diese Einschätzung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bfr.bund.de/cm/208/quecksilber_und_methylquecksilber_in_fischen_und_fischprodukten___bewertung_durch_die_efsa.pdf Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Quecksilber und Methylquecksilber in Fischen und Fischprodukten – Bewertung durch die EFSA]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der EU gilt für große Raubfische ein Grenzwert von insgesamt 1&amp;amp;nbsp;mg/kg Quecksilber. Bei anderen Fischen ist der Grenzwert auf 0,5&amp;amp;nbsp;mg/kg reduziert. Dieser Wert wird bei Grenz- und Marktkontrollen öfter überschritten und die Funde als [[Rapid Alert System for Food and Feed|RASFF-Meldungen]] EU-weit den Behörden mitgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Thunfischfleisch möglichst lange frisch aussieht und gut verkauft werden kann, wird illegalerweise oft mit [[Kohlenstoffmonoxid]] und [[Nitrite]]n nachgeholfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt |url=https://www.gd.bs.ch/nm/2019-illegales-faerben-von-thunfischfleisch-gd.html |titel=Illegales Färben von Thunfischfleisch |werk=[[Kanton Basel-Stadt|gd.bs.ch]] |datum=2019-05-28 |abruf=2019-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Untersuchung zum Gehalt von [[Oxysterol]] wies Dosenthunfisch relativ hohe Werte auf (bis 120&amp;amp;nbsp;µg/g, teils sogar deutlich darüber;&amp;lt;ref name=&amp;quot;zunin_et_al_2010&amp;quot;&amp;gt;Paola Zunin, Raffaella Boggia, Filippo Evangelisti: &amp;#039;&amp;#039;Identification and quantification of cholesterol oxidation products in canned tuna.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Oil Chemists’ Society.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;78, Nr. 10, 2001, S.&amp;amp;nbsp;1037-1040, [[doi:10.1007/s11746-001-0384-y]] (freier Volltextzugriff: [https://www.researchgate.net/publication/225153955 ResearchGate])&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Vergleich: Fleischprodukte haben weniger als 20&amp;amp;nbsp;µg/g&amp;lt;ref name=&amp;quot;otaegui_et_al_2010&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Otaegui-Arrazola, M. Menéndez-Carreño, D. Ansorena, I. Astiasarán |Titel=Oxysterols: A world to explore |Sammelwerk=Food and Chemical Toxicology |Band=48 |Nummer=12 |Datum=2010 |Seiten=3289–3303 |Online=[https://dadun.unav.edu/bitstream/10171/22994/1/Review%20ane.pdf frei zugängliche ungelayoutete Autorenversion] |DOI=10.1016/j.fct.2010.09.023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Proben mit besonders hohen bis extrem hohen Oxysterolwerten (1 mal 1600 µg/g) waren jedoch intensiv bzw. nicht-schonend verarbeitet, und das darin verarbeitete Thunfischfleisch war von geringer Qualität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zunin_et_al_2010&amp;quot; /&amp;gt; Oxysterole entstehen in Fleisch- und Fischprodukten bei der Oxidation von Cholesterin. Sie haben toxische und entzündungsfördernde Eigenschaften und werden mit arteriosklerotischen und neurodegenerativen Erkrankungen assoziiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;otaegui_et_al_2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Thunnus|Thunfische (&amp;#039;&amp;#039;Thunnus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Thunfisch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|Gattung=Thunnus|Name=&amp;#039;&amp;#039;Thunnus&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/thunfisch-ist-von-zerstoererischen-fangmethoden-stark-betroffen &amp;#039;&amp;#039;Überfischte Meere – Thunfisch ist von zerstörerischen Fangmethoden stark betroffen.&amp;#039;&amp;#039;] [[Schweizer Radio und Fernsehen|Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)]], 30. März 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bruce B. Collette, Cornelia E. Nauen: &amp;#039;&amp;#039;Scombrids of the world. An annotated and illustrated catalogue of tunas, mackerels, bonitos and related species known to date&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;FAO Species Catalogue.&amp;#039;&amp;#039; Band 2 = &amp;#039;&amp;#039;FAO Fisheries Synopsis.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 125, Band 2). United Nations Development Programme u. a., Rom 1983, ISBN 92-5-101381-0.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Fiedler (Zoologe)|Kurt Fiedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Fische&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Speziellen Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Wirbeltiere.&amp;#039;&amp;#039; Tl. 2). Gustav Fischer, Jena 1991, ISBN 3-334-00338-8.&lt;br /&gt;
* Jeffrey B. Graham, Kathryn A. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;Tuna comparative physiology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Experimental Biology|The Journal of Experimental Biology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 207, 2004, S. 4015–4024, [[doi:10.1242/jeb.01267]].&lt;br /&gt;
* Bent J. Muus, Jørgen G. Nielsen: &amp;#039;&amp;#039;Die Meeresfische Europas in Nordsee, Ostsee und Atlantik.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07804-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xinru Zeng&amp;quot;&amp;gt;Xinru Zeng, Mengyao Cui, Haoyu Yu, Xiaoyuan Pan, Pingzhong Zheng, Fen Wei: &amp;#039;&amp;#039;Phylogenetic relationships analysis of the family Scombridae (Actinopterygii, Scombriformes).&amp;#039;&amp;#039; Israeli Journal of Aquaculture - Bamidgeh. 2024;76(2). [[doi:10.46989/001c.94824]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;{{Normdaten|TYP=s|GND=4278208-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makrelen und Thunfische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisefisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Haplochromis</name></author>
	</entry>
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