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	<title>Thule (Mythos) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: /* Ursprung: Bericht des Pytheas */</title>
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		<updated>2026-04-13T10:48:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursprung: Bericht des Pytheas&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Thule carta marina Olaus Magnus.jpg|mini|Die Insel „Thule“ als „Tile“ in der [[Carta Marina]] aus dem Jahre 1539. Erstellt von [[Olaus Magnus]] (1490–1557).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das antike &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Θούλη|Thoúlē}}, auch &amp;#039;&amp;#039;Tuli&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tile&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tyle&amp;#039;&amp;#039;) ist eine von dem antiken [[Griechen|griechischen]] Entdecker [[Pytheas]] aus Massilia ([[Marseille]]) im 4. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. beschriebene Insel, die später eine quasi-[[Mythos|mythische]] Bedeutung erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung: Bericht des Pytheas ==&lt;br /&gt;
Um 325 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bereiste [[Pytheas]] Nordwesteuropa. Von ihm überlieferte konkrete Angaben beginnen mit den Mündungsgebieten von Garonne und Loire an der Westküste Galliens. Die meisten Informationen erhob er in [[Britannien]]. [[Strabon]] zufolge hat Pytheas angegeben, Thule liege sechs Tagesfahrten nördlich von Britannien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strabon-1&amp;quot;&amp;gt;Strabon, &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; [https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Strabo/1D*.html#4.2 1,4,2] (englische Übersetzung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pytheas‘ Werk &amp;#039;&amp;#039;Über das Weltmeer&amp;#039;&amp;#039; ist nur noch durch Zitate in den Werken anderer Autoren (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Strabon]], [[Eratosthenes]] oder [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]]) bekannt. Dabei ist bemerkenswert, dass diese Autoren sich gegenseitig kritisieren, einander Fehler vorwerfen und die Entfernungsangaben bezweifeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon, &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; [https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Strabo/2D*.html#4.1 2,4,1f.] (englische Übersetzung).&amp;lt;/ref&amp;gt; Strabon wirft ihm sogar vor, er sei ein „Fälscher“, weil andere Reiseberichte über Britannien und Irland die Insel Thule nicht erwähnen, sondern stattdessen über viele kleine Inseln berichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strabon-1&amp;quot; /&amp;gt; Pytheas und die ihm folgenden Autoren verorteten Thule im hohen Norden, da einer seiner Notizen zufolge das „geronnene Meer“ (also wohl das [[Arktischer Ozean|Eismeer]]) eine Tagesfahrt von Thule entfernt beginnt. Daher stand der Name Thule seit der [[Antike]] sprichwörtlich für den äußersten Nordrand der Welt ({{laS|ultima Thule}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demzufolge wurde von verschiedenen Seiten angenommen, dass es sich um die [[Shetlandinseln]], [[Island]] oder die [[Färöer]] gehandelt haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KlP|5|799||Thule|[[François Lasserre]]|[https://archive.org/details/DerKleinePaulyLexikonDerAntike/page/n3596/mode/1up Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine neuere Untersuchung von [[Geodät]]en und [[Wissenschaftsgeschichte|Wissenschaftshistorikern]] deutete Thule als die Insel [[Smøla]] vor der norwegischen Küste nahe [[Trondheim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Germania&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thule in römischer Zeit ==&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Tacitus]] berichtete in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Agricola (Tacitus)|Agricola]]&amp;#039;&amp;#039;, dass zur Zeit des Statthalters [[Gnaeus Iulius Agricola]] eine römische Flotte die britischen Inseln umsegelte und dabei die Inselgestalt Britanniens bewiesen habe. Während der Fahrt seien die &amp;#039;&amp;#039;orcades&amp;#039;&amp;#039; ([[Orkney-Inseln]]) entdeckt und „bezwungen“ worden. Dann folgt der Satz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Dispecta est et Thule, quia hactenus iussum, et hiems adpetebat. |Sprache=la |Übersetzung=Nur in Sicht kam Thule, weil der Auftrag nur so weit reichte und überdies der Winter nahte. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Agricola&amp;#039;&amp;#039; 10,4.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer verstanden unter „Thule“ also etwas, das jenseits der „&amp;#039;&amp;#039;orcades&amp;#039;&amp;#039;“ lag. Ob damit die [[Shetland-Inseln]] gemeint sind, ist fraglich, da angenommen wird, dass diese bereits von [[Pomponius Mela]] (43 n. Chr.) und Plinius dem Älteren (77 n. Chr.) als &amp;#039;&amp;#039;Haemodae&amp;#039;&amp;#039;, bzw. &amp;#039;&amp;#039;Acmodae&amp;#039;&amp;#039;, genannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischer Zeit schuf auch [[Claudius Ptolemäus]] (s.&amp;amp;nbsp;u.) um die Mitte des 2. Jahrhunderts seine georeferenzierte Karte [[Geographia|Geōgraphikē Hyphēgēsis]]. Er kannte ‚Thule‘ als den Namen der nördlichsten Insel. Seine Koordinaten passen, bezogen auf unterschiedliche Vergleichsorte, zu unterschiedlichen Bereichen der norwegischen Westküste, seine Ausdehnung der Insel zu mehreren der Halbinseln, in die diese Küste durch die [[Fjord]]e gegliedert wird. Die ausgedehnte Landmasse Skandinaviens war ihm anscheinend nicht bewusst, im Unterschied zu [[Plinius der Ältere|Plinius]], dem zufolge die Einwohner der Insel &amp;#039;&amp;#039;Scatinavia&amp;#039;&amp;#039; ihr Land als zweiten [[Orbis Terrarum]] betrachteten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Pliny_the_Elder/home.html Plinius Maior: Historia naturalis]&amp;lt;/ref&amp;gt; also vergleichbar mit den Landmassen der Kontinente um das [[Mittelmeer]]. Ptolemäus lokalisierte seine Insel &amp;#039;&amp;#039;Skandia&amp;#039;&amp;#039; nordöstlich der Swine- und nördlich der Weichselmündung, östlich des heutigen Südschweden und weit südöstlich seines Thule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thule im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
„Thule“ wurde in spätantiken und mittelalterlichen Schriften dann in den verschiedensten Zusammenhängen erwähnt. So berichtete etwa der spätantike Historiker [[Prokopios von Caesarea|Prokop]] (500–562) in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Der Gotenkrieg&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Als die [[Heruler]] von den [[Langobarden]] geschlagen waren und ihre alten Wohnsitze aufgaben, ließ sich ein Teil derselben […] in Illyrien nieder, der andere wollte nicht die Donau überschreiten, sondern gründete Wohnsitze am äußersten Ende der bewohnten Welt: Unter Führung vieler Mitglieder der königlichen Familien zogen sie zuerst durch alle Länder der [[Slawen]], dann durch die Wüste, bis sie zu den [[Warnen]] kamen. Dann wanderten sie durch das Land der Danen. Und alle diese wilden Völker taten ihnen nichts. Am Ozean angelangt, gelangten sie zu Schiff und fuhren nach Thule, wo sie blieben. Thule ist eine sehr große Insel, über zehnmal größer als Britannien; es liegt von dort aus noch weiter im Norden.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Prokopios von Caesarea]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; VI.15.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Beda Venerabilis|Beda]] (672–735) beschrieb die Insel Thule als vier Tage Seereise nördlich von Britannien am [[Wendekreis (Breitenkreis)|Wendekreis des Krebses]] gelegen; dort gebe es im Sommer keine Nacht und im Winter keinen Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nabkal.de/beda/beda_31.html Beda: &amp;#039;&amp;#039;Caput XXXI: De dispari longitudine dierum et vario statu umbrarum&amp;#039;&amp;#039; („Über Unterschiede in der Länge der Tage und der Schatten“)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Beschreibung trifft einigermaßen für Island zu. [[Adam von Bremen]] († 1081 oder 1085) verwendete den Namen &amp;#039;&amp;#039;Thule&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung mit Lebensbedingungen, die für [[Island]] zutreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/zoom/3404566 Natascha Mehler: &amp;#039;&amp;#039;Island und Grönland zur Zeit des Adam von Bremen - eine archäologische Spurensuche&amp;#039;&amp;#039;. in Denkmalpflege in Bremen Heft 16]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich ist, dass die durch die antiken Schriften bekannte Bezeichnung auf die verschiedensten Orte im Norden Europas übertragen wurde, ohne dass ein Zusammenhang bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das mythische Thule ==&lt;br /&gt;
Die Bruchstückhaftigkeit der antiken Überlieferung bedingt auch, dass Thule schon in römischer Zeit und im Mittelalter eine [[Mythos|mythische]] Bedeutung erhielt, die eher an [[Avalon (Mythologie)|Avalon]], [[Atlantis]] oder [[Camelot]] als an die nüchterne pytheische Geografie erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Tradition wurde „Thule“ als fiktive Örtlichkeit in Kunstwerken verarbeitet. In Goethes &amp;#039;&amp;#039;[[Faust I|Faust]]&amp;#039;&amp;#039; findet sich das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Der König in Thule]]&amp;#039;&amp;#039;. Von Vladimir Nabokovs Romanfragment &amp;#039;&amp;#039;[[Solus Rex]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein dort situiertes Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Ultima Thule&amp;#039;&amp;#039; erhalten. Die Comic-Figur [[Prinz Eisenherz]] wird als Sohn des Königs von Thule beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermutete geografische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:3 x Thule.png|mini|hochkant=1.2|Mögliche Orte von Thule: Insel Smøla, Halbinsel Fosen, Westnorwegen um Bergen]]&lt;br /&gt;
Ein Forscherteam des Instituts für [[Geodäsie]] und Geoinformationstechnik der [[Technische Universität Berlin|TU Berlin]] versuchte im Rahmen der Erforschung des Kartenwerks [[Ptolemäus]]’ die tatsächliche geografische Lage Thules nachzuweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Axel Bojanowski]] |url=https://www.sueddeutsche.de/wissen/ptolemaeus-korrigiert-eine-neue-vermessung-der-alten-welt-1.826706 |titel=Eine neue Vermessung der alten Welt |werk=[[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]] |datum=2010-05-17 |abruf=2023-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Thule entspreche wahrscheinlich der vor [[Trondheim]] befindlichen [[Norwegen|norwegischen]] Insel [[Smøla]] (63,39° N, 8,00° O) entspreche, die Pytheas als erster Grieche betreten habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Germania&amp;quot;&amp;gt;Andreas Kleineberg, Christian Marx, [[Eberhard Knobloch]], [[Dieter Lelgemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Germania und die Insel Thule. Die Entschlüsselung von Ptolemaios’ Atlas der Oikumene.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2010, ISBN 978-3-534-23757-9, S. 104–114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Archäologen [[Malcolm Todd]] war Thule dagegen weniger eine geographische Lokalisierung als ein „Konzept“ bzw. ein [[Literatur|literarischer]] Terminus. Die Unklarheit darüber, wo es denn lag und was es war, halte seit der Antike an: „Alles, was man sich von Th[ule] erzählte, wußte man nur vom Hörensagen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DNP|12/1|512||Thule|[[Malcolm Todd]]|[https://archive.org/details/der-neue-pauly-addition/DNP%201996-2008/DNP%2012.1%20%282002%29%20Tam-Vel/page/n133/mode/1up Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Althistoriker [[Martin Zimmermann (Althistoriker)|Martin Zimmermann]] bezweifelt, dass die vagen und unklaren Angaben, die in Pytheas nur fragmentarisch überlieferten Angaben gemacht werden, eine sichere und überzeugende Lokalisierung zulassen: „Kein moderner Lokalisieungsvorschlag kann alle Beschreibungen des Pytheas widerspruchslos miteinander verbinden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Die seltsamsten Orte der Antike. Gespensterhäuser, hängende Gärten und die Enden der Welt&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-72704-7, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Bezugnahmen ==&lt;br /&gt;
=== Ultima Thule ===&lt;br /&gt;
Als „Ultima Thule“ wird von [[Geologie|Geologen]] der nördlichste Landpunkt der Erde benannt. Dabei handelt es sich um eine Insel vor der Nordküste [[Grönland]]s. Dabei ist umstritten, ob dies [[Kaffeklubben Ø]] ist oder eine der zahlreichen regelmäßig durch das [[Treibeis]] entstehenden und wieder zerfallenden Kiesbänke etwas weiter nördlich, die im Artikel [[Nördlichste Insel der Erde]] behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astronomische Objekte ===&lt;br /&gt;
Der 1888 entdeckte [[Asteroid]] [[(279) Thule]] erhielt diesen Namen, da seine [[Umlaufbahn]] die nach damaliger Kenntnis am weitesten von der Sonne entfernte war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Transneptunisches Objekt|transneptunische Objekt]] [[(486958) Arrokoth]] erhielt als das bis dahin erdfernste Objekt, das Anfang 2019 von einer [[Raumsonde]] aus der Nähe untersucht wurde, den inoffiziellen, vorläufigen Namen &amp;#039;&amp;#039;„Ultima Thule“&amp;#039;&amp;#039;, vor seiner Benennung Ende 2019 als Arrokoth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thule-Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
Im August 1918 ging aus dem deutschen [[Antisemitismus|antisemitischen]] [[Germanenorden]] in [[München]] die [[Thule-Gesellschaft]] hervor, die die geheimen Aktivitäten des Ordens im öffentlichen Bereich ergänzen sollte. Die Bezeichnung „Thule“ wurde gewählt, um die Verbindung zu der [[Geheimgesellschaft]] zu kaschieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nicholas Goodrick-Clarke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Marix Verlag, Wiesbaden &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;2004, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Thule-Gesellschaft war neben ihrer antisemitischen Propaganda-Tätigkeit auch aktiv an der Bekämpfung des im Rahmen der [[Novemberrevolution]] durch [[Kurt Eisner]] ausgerufenen &amp;#039;&amp;#039;Freien Volksstaates Bayern&amp;#039;&amp;#039; und der nachfolgenden [[Münchner Räterepublik]] beteiligt. Danach löste sie sich bald auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wilhelm Landig ===&lt;br /&gt;
Der ehemalige [[SS-Mann]] [[Wilhelm Landig]] (1909–1997) veröffentlichte die [[Trivialroman]]e &amp;#039;&amp;#039;Götzen gegen Thule&amp;#039;&amp;#039; (1971), &amp;#039;&amp;#039;Wolfszeit um Thule&amp;#039;&amp;#039; (1980) und &amp;#039;&amp;#039;Rebellen für Thule&amp;#039;&amp;#039; (1991). Die [[Trilogie]] – ein „[[Standardwerk]] des [[Rechtsextremismus und Esoterik|esoterischen Neonazismus]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Strube: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung des esoterischen Nationalsozialismus im Zeichen der Schwarzen Sonne&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift Für Religionswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 20, Heft 2(2012), S. 223–268, hier S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; – greift Ideen des [[Metaphysik|metaphysischen]] [[Rassentheorie|Rassentheoretikers]] [[Julius Evola]] auf und schildert den Kampf einer Gruppe von SS-Leuten, die von Thule, einer geheimen Basis in der [[Arktis]], aus in [[Reichsflugscheibe]]n [[Freimaurerei|Freimaurer]] und die „[[Zionismus#Missbräuchliche Verwendung der Begriffe Zionismus und Zionist|Hilfstruppen des Berges Zion]]“ bekämpfen, weil diese eine [[Weltregierung]] errichten möchten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dana Schlegelmilch, Jan Raabe: Die Wewelsburg und die „Schwarze Sonne“. In: [[Martin Langebach]], Michael Sturm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungsorte der extremen Rechten&amp;#039;&amp;#039;. Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-00131-5, S. 79–100, hier S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thule-Seminar ===&lt;br /&gt;
Des Weiteren findet sich „Thule“ im Namen des [[Neuheidentum|neuheidnisch]] geprägten [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] [[Thule-Seminar]]s, das 1980 in [[Kassel]] gegründet wurde. Die Gruppierung nimmt mit dem Namen Bezug auf die Thule-Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Martina Kirfel, Walter Oswalt: &amp;#039;&amp;#039;Die Rückkehr der Führer&amp;#039;&amp;#039;. Europaverlag 1991, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Element Thulium ===&lt;br /&gt;
Das 1879 in Schweden entdeckte chemische Element [[Thulium]] wurde nach Thule benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Final Fantasy XIV ===&lt;br /&gt;
In der Erweiterung „Endwalker“ des [[MMORPG]] [[Final Fantasy XIV]] ist Ultima Thule eine Region am Rand des Universums, die Spieler bereisen müssen, um den drohenden Untergang ihrer Heimatwelt zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gustav Moritz Redslob: &amp;#039;&amp;#039;Thule. Die phönicischen Handelswege nach dem Norden, insbesondere nach dem Bernsteinlande sowie die Reise des Pytheas von Massilien.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1855.&lt;br /&gt;
* [[Richard Francis Burton]]: &amp;#039;&amp;#039;Ultima Thule; or, A summer in Iceland.&amp;#039;&amp;#039; W. P. Nimmo, London/Edinburgh 1875, S. 1–34 ([http://www.archive.org/details/ultimathuleoras00burtgoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Barry Cunliffe, Marie-Geneviève l’Her: &amp;#039;&amp;#039;Pythéas le grec découvre l’Europe du Nord.&amp;#039;&amp;#039; Autrement, Paris 2003, ISBN 2-7467-0361-0.&lt;br /&gt;
* Monique Mund-Dopchie: &amp;#039;&amp;#039;Ultima Thulé: historie d’un lieu et genèse d’un mythe.&amp;#039;&amp;#039; Droz, Genf 2008, ISBN 978-2-600-01234-8.&lt;br /&gt;
* Thibaud Guyon, Jeanine Rey, Philippe Brochard: &amp;#039;&amp;#039;Pythéas l’explorateur. De Massalia au cercle polaire.&amp;#039;&amp;#039; École des loisirs, Paris 2001, ISBN 2-211-06251-2.&lt;br /&gt;
* Hugues Journès, Yvon Georgelin, Jean-Marie Gassend: &amp;#039;&amp;#039;Pythéas, explorateur et astronome.&amp;#039;&amp;#039; ed. de la Nerthe, Ollioules 2000, ISBN 2-913483-10-0.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Kleineberg, Christian Marx, [[Eberhard Knobloch]] und [[Dieter Lelgemann]] |Titel=Germania und die Insel Thule. Die Entschlüsselung von Ptolemaios’ „Atlas der Oikumene“ |Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft |Ort=Darmstadt |Datum=2010 |ISBN=978-3-534-23757-9 |Kommentar=Buch. 131 Seiten mit teils farbigen Karten}}&lt;br /&gt;
* Jean Mabire: &amp;#039;&amp;#039;Thulé, le Soleil retrouvé des hyperboréens.&amp;#039;&amp;#039; Pardès, Paris 1975, Lafont, Paris 1978, Éd. du Trident, Paris 1986, ISBN 2-86714-287-3.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Lallemand: &amp;#039;&amp;#039;Journal de bord de Pytheas.&amp;#039;&amp;#039; éditions de Paris, Paris 1956, éditions France-Empire, Paris 1974, J.-M. Garçon, Marseille 1989, ISBN 2-9502847-6-0.&lt;br /&gt;
* Dimitri Michalopoulos, &amp;#039;&amp;#039;Ultima Thule ou Dieu a de l’humour.&amp;#039;&amp;#039; ([https://ceshe.fr/actualites/11_ultima-thule-ou-dieu-a-de-l-humour.html online]).&lt;br /&gt;
* Samivel (d. i. Paul Gayet-Tancrède): &amp;#039;&amp;#039;L’or de l’Islande.&amp;#039;&amp;#039; Arthaud, Paris 1963. Deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Island. Kleinod im Nordmeer.&amp;#039;&amp;#039; Rascher, Zürich/Stuttgart 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologische Insel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Schauplatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für ein chemisches Element]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für einen Asteroiden (Mythologie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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