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	<title>Thrombolyse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T13:39:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thrombolyse&amp;diff=82885&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pessottino: clean up, replaced: Myokardinfarkt → Herzinfarkt (2) mit AWB</title>
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		<updated>2024-09-11T18:38:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;clean up, replaced: Myokardinfarkt → Herzinfarkt (2) mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thrombolyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (v. griech. &amp;#039;&amp;#039;[[thrombus]]&amp;#039;&amp;#039; „Blutpfropf“, &amp;#039;&amp;#039;lyse&amp;#039;&amp;#039; „Auflösung“) – im medizinischen Jargon &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lysetherapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt – ist eine [[medizin]]ische [[Therapie]], um neu durch [[Thrombus|Gerinnsel]] aufgetretene Verschlüsse von Blutgefäßen aufzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verfahren kann zur Behandlung des [[Herzinfarkt]]s (Myokardinfarkt), der [[Lungenembolie]], des [[Ischämischer Schlaganfall|ischämischen Schlaganfalls]] und auch schon bei einer festgestellten, diese potentiell verursachenden [[Thrombose]] eingesetzt werden. Die eingesetzten Stoffe werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thrombolytika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Einzahl: Thrombolytikum) bezeichnet und aktivieren [[Plasmin]], ein Enzym der körpereigenen Fibrinspaltung ([[Fibrinolyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Herzinfarkt, Lungenembolie und ischämischer Schlaganfall können durch Blutgerinnsel ([[Thrombus|Thromben]] oder [[Embolie]]n) ausgelöst werden, die die Blutgefäße der betroffenen Organe (Herz oder Gehirn) verschließen. Folge dieses Verschlusses ist, dass das von dem Gefäß versorgte Gebiet nicht mehr von Blut durchströmt werden kann und damit von einem [[Infarkt]] bedroht ist. Eine relevante Lungenembolie führt darüber hinaus aufgrund mangelnden Rückstroms von Blut zum Herzen zu einem akuten Herzversagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Zur Lyse eingesetzte Medikamente bestehen aus [[Enzym]]en, die diesen Thrombus bzw. Embolus abbauen können, oder aus Stoffen, die ein körpereigenes Abbauenzym ([[Plasminogen]]) aktivieren und somit die Blutbahn wieder frei halten. Es kann [[intravenös]] als systemische Lyse und in speziellen Fällen über einen [[Katheter]] [[intraarteriell]] als lokale Lyse verabreicht werden. Je früher lysiert wird, desto größer die Erfolgschancen. Bei kreislaufinstabilen Patienten mit Lungenembolien kann bereits der [[Notarzt]] mit der Thrombolyse beginnen. Dies ist ebenfalls bei [[Herzinfarkt]]en der Fall, falls ein [[Herzkatheteruntersuchung|Herzkatheterzentrum]] nicht zeitnah (binnen 90 bis 120 Minuten) erreichbar ist. Neue Studien verkürzen die Zeit noch weiter, die Fibrinolyse ist eine gute Alternative zur [[Angioplastie#Koronarangioplastie|perkutanen transluminalen koronaren Intervention]] (PCI), wenn die Symptome des Herzinfarktes (STEMI) vor maximal drei Stunden begonnen haben und der Transport in ein Krankenhaus länger als eine Stunde dauern würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1056/NEJMoa1301092&amp;quot;&amp;gt;Paul W. Armstrong, Anthony H. Gershlick, Patrick Goldstein, Robert Wilcox, Thierry Danays, Yves Lambert, Vitaly Sulimov, Fernando Rosell Ortiz, Miodrag Ostojic, Robert C. Welsh, Antonio C. Carvalho, John Nanas, Hans-Richard Arntz, Sigrun Halvorsen, Kurt Huber, Stefan Grajek, Claudio Fresco, Erich Bluhmki, Anne Regin, Katleen Vandenberghe, Kris Bogaerts, Frans Van de Werf: &amp;#039;&amp;#039;Fibrinolysis or Primary PCI in ST-Segment Elevation Myocardial Infarction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;New England Journal of Medicine.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S.&amp;amp;nbsp;130312110331000, [[doi:10.1056/NEJMoa1301092]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein bestimmter Zeitraum überschritten, überwiegen die Gefahren den Nutzen, da das Gewebe bereits [[Nekrose|nekrotisiert]] sein kann. Der Einsatz von rt-PA beim akuten ischämischen Schlaganfall ist bis 4,5 Stunden nach Symptombeginn zugelassen, unter bestimmten Voraussetzungen kann die Therapie bis zu 9 Stunden nach Erkrankungsbeginn zum Einsatz kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgn.org&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. |url=https://dgn.org/leitlinien/ll-030-046-akuttherapie-des-ischaemischen-schlaganfalls-2021/ |titel=Empfehlung 6.3.1.1. der Leitlinie 030 046 &amp;quot;Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls&amp;quot; |werk= |datum=2021-05-10 |sprache=de-DE |abruf=2023-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Patienten mit Herzinfarkt sind es sechs Stunden, nach deren Ablauf eine Thrombolyse meist keinen Nutzen mehr erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenwirkungen ==&lt;br /&gt;
Da mit der Therapie auch nützliche [[Blutgerinnung]]en aufgelöst bzw. verhindert werden, besteht für den Patienten die Gefahr von ernsten Komplikationen durch Blutungen. Als eine der schwersten Nebenwirkungen kann mit einer Häufigkeit von etwa 1 % eine Hirnblutung auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Herzinfarkt kann es auch nach einer erfolgreich durchgeführten Thrombolysetherapie zu Rhythmusstörungen kommen. Aus diesen Gründen muss ein Patient auch nach der Lysetherapie engmaschig überwacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eingesetzte Wirkstoffe – Fibrinolytika ==&lt;br /&gt;
Zur Anwendung gelangen entweder als sogenannte unspezifische Thrombolytika die (älteren) Enzyme [[Streptokinase]] oder [[Urokinase]] oder die gentechnologisch hergestellten sogenannten „modernen fibrinspezifischen Thrombolytika“ wie [[Alteplase]] (rt-PA), [[Reteplase]] (r-PA) oder [[Tenecteplase]] (TNK-tPA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontraindikationen ==&lt;br /&gt;
Die [[Kontraindikation]]en zur Lysetherapie müssen im Rahmen einer Nutzen-Risiko-Abwägung und im Hinblick auf alternative therapeutische Methoden (interventionelle Verfahren) betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell gelten eine akute [[Blutung]] oder Gerinnungsstörung mit [[Thrombozytopenie]] oder unter oraler Antikoagulation, eine größere Verletzung oder Operation in den letzten drei Monaten, [[Tumor]]en, dissezierende [[Aortenaneurysma|Aortenaneurysmen]] sowie frühere oder der Verdacht auf akute [[Hirnblutung]]en und Schlaganfälle sowie die Punktion einer großen Arterie oder Lumbalpunktion als Kontraindikationen. Bei Verdacht auf Schlaganfall soll deshalb sofort eine [[Computertomographie]] oder [[Magnetresonanztomographie|Kernspintomographie]] des Schädels durchgeführt werden, um eine Blutung auszuschließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgn.org&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karow, Lang-Roth: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Kardiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Angiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Notfallmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Tiermedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pessottino</name></author>
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