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	<title>Thorner Religionsgespräch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:17:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thorner_Religionsgespr%C3%A4ch&amp;diff=1221369&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Furfur: /* Einleitung */ Stil</title>
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		<updated>2026-02-07T23:25:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Torun Hartknoch.jpg|mini|Thorn in einen Kupferstich von 1684]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thorner Religionsgespräch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Colloquium Charitativum Thoruniense&amp;#039;&amp;#039;) fand vom 28. August 1645 bis zum 21. November 1645 in [[Toruń|Thorn]], im polnischen [[Königlich Preußen]], statt. Es kam nicht zu einer Annäherung der Standpunkte, aber das Gespräch bildete ein wichtiges Ereignis im interkonfessionellen Dialog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlass und Zweck ==&lt;br /&gt;
In 1573 wurde [[Konföderation von Warschau]] abgeschlossen und wird als der Beginn der durch das Staatsrecht gesicherten Religionsfreiheit in Polen-Litauen betrachtet. In der Folge konnte die Konföderation nicht alle religiösen Konflikte und Spannungen im Staat verhindern, doch garantierte sie den konfessionellen Randgruppen, den sogenannten Dissidenten, die nicht der dominierenden katholischen Staatsreligion folgten, religiöse Toleranz, Bürgerrecht und politische Gleichstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Władysław IV. Wasa|Wladislaus IV. von Polen]] hoffte, auf dem Weg eines [[Religionsgespräch]]s die komplizierten konfessionellen Verhältnisse in seinem Lande klären und die kirchliche Einheit wiederherstellen zu können. Das wurde das Ansehen des Königs erhöhen und die Andersgläubige davon aufhalten, eine Hilfe ins Ausland zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Kirche beabsichtigte einer Anschluss der anderen Kirchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Henryk Gmiterek: &amp;quot;Obóz różnowierczy w Polsce wobec idei colloquium charitativum&lt;br /&gt;
za Władysława IV&amp;quot;, ANNALES UNIVERSITATIS MARIAE CURIE-SKŁODOWSKA LUBLIN—POLONIA, 1980/81, Seite 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Polnische Brüder]] akzeptierte diese Einladung und schickte ihre Delegation. Die [[Böhmische Brüder]] und die [[Calvinismus|Calvinisten]] kooperierten seit langer Zeit und schickte in 1645 gemeinsame Delegation. Die Lutheraner lehnte die Kooperation mit den Calvinisten und Böhmische Brüder ab (die Theologen aus [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] verweigerten offiziell solche Zustimmung).&amp;lt;ref&amp;gt;Henryk Gmiterek: &amp;quot;Obóz różnowierczy w Polsce wobec idei colloquium charitativum&lt;br /&gt;
za Władysława IV&amp;quot;, ANNALES UNIVERSITATIS MARIAE CURIE-SKŁODOWSKA LUBLIN—POLONIA, 1980/81, Seite 84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwierige konfessionelle Ausgangslage lässt sich beispielhaft an der Stadt Thorn und deren Umland veranschaulichen. Die überwiegend protestantische Stadt an der [[Weichsel]] lag in der Nähe des protestantischen [[Herzogtum Preußen|Herzogtums Preußen]], gehörte aber zum konfessionell gemischten [[Königliches Preußen|Königlichen Preußen]], das war seit [[Zweiter Frieden von Thorn|1466]] einer Teil von Königreich Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilnehmer und Verlauf ==&lt;br /&gt;
Auf Einladung des Königs begann am 28. August 1645 im Rathaus Thorn unter dem Vorsitz des Großkanzlers [[Georg Ossolinski]] das Thorner Religionsgespräch. Anwesend waren 26 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]], 28 [[Evangelisch-lutherisch|lutherische]] und 24 [[Reformierte Kirche|reformierte]] Theologen. Zu den Teilnehmern gehörten orthodoxe Lutheraner wie [[Johann Hülsemann]] (Geschäftsleiter der lutherischen Abteilung aus Wittenberg), [[Abraham Calov]] und der [[Irenik]]er [[Georg Calixt]] (als Berater der Königsberger Lutheraner), daneben auch [[Unitarismus (Religion)|Unitarier]] wie [[Stanislaus Lubienietzki]] als Vertreter der [[Polnische Brüder|Polnischen Brüder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm von Brandenburg]] hatte, in seiner Funktion als [[Herzog von Preußen]] und [[Vasall]] des polnischen Königs, drei lutherische Professoren der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] zum Religionsgespräch entsandt: [[Michael Behm (Theologe)|Michael Behm]], [[Christian Dreier]] und [[Levin Pouchern]]. Die Beratungen sollten in drei Phasen stattfinden: 1. Darlegung der Glaubensstandpunkte der Konfessionen; 2. Überprüfung dieser Standpunkte auf ihre Richtigkeit; 3. Klärung der Kontroversen. Schon bald zeigte sich jedoch, dass die [[Delegation (Abordnung)|Delegationen]] primär daran interessiert waren, die Standpunkte der anderen Seite als Irrlehre zu entlarven. Die Verhandlungen kamen wegen dieser Haltung der Beteiligten nie über die erste Phase hinaus und wurden nach 36 Sitzungen, davon vier öffentlichen, am 21. November ergebnislos abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Moldaenke: Art. &amp;#039;&amp;#039;Thorner Religionsgespräch&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Religion in Geschichte und Gegenwart|Die Religion in Geschichte und Gegenwart]], 1. Aufl., Bd. 5: &amp;#039;&amp;#039;Roh–Zypressen&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 1913, Sp. 1231–1232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen und Bedeutsamkeit ==&lt;br /&gt;
Infolge des Scheiterns des Thorner Religionsgesprächs wurden die politischen und konfessionellen Spannungen innerhalb Polens, zumal innerhalb der Stadt Thorn, nicht ausgeräumt. Jahrzehnte später entluden sie sich im [[Thorner Blutgericht|Thorner Tumult und Thorner Blutgericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl gilt das Thorner Religionsgespräch als der bedeutendste Versuch während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], einen Ausgleich zwischen den Konfessionen herbeizuführen. Polen war freilich nicht in den Krieg verwickelt, der im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] wütete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henryk Gmiterek: &amp;quot;Obóz różnowierczy w Polsce wobec idei colloquium charitativum&lt;br /&gt;
za Władysława IV&amp;quot;, ANNALES UNIVERSITATIS MARIAE CURIE-SKŁODOWSKA LUBLIN—POLONIA, 1980/81&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Müller: &amp;#039;&amp;#039;Irenik als Kommunikationsreform. Das Colloquium Charitativum in Thorn 1645&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-35860-1 (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Max-Planck-Institut für Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 208).&lt;br /&gt;
* [[Inge Mager]]: &amp;#039;&amp;#039;Brüderlichkeit und Einheit. Georg Calixt und das Thorner Religionsgespräch 1645.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernhart Jähnig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Thorn. Königin der Weichsel. 1231–1981.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1981, ISBN 3-525-85926-0 (&amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Westpreußens&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;7), S.&amp;amp;nbsp;209–238.&lt;br /&gt;
* Franz Jacobi: &amp;#039;&amp;#039;Das liebreiche Religionsgespräch zu Thorn 1645.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 15, 1895, {{ISSN|0044-2925}}, S.&amp;amp;nbsp;345–363, 485–560.&lt;br /&gt;
* Gerhard Müller, [[Horst Balz]], [[Gerhard Krause (Theologe)|Gerhard Krause]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;7. De Gruyter, Berlin 1981, ISBN 3-11-002218-4, S.&amp;amp;nbsp;556 ([https://books.google.de/books?id=unszemYxWQEC&amp;amp;pg=PA556&amp;amp;dq=%22Thorner+Religionsgespr%C3%A4ch%22&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;sig=LUWloptW6qZo-nB0aSraMhgJCXg&amp;amp;hl=de online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Religionsgespräch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion 1645]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Toruń)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Toruń]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Furfur</name></author>
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