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	<title>Thomas Reiter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thomas_Reiter&amp;diff=68174&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15485-96: /* Schule und Studium */</title>
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		<updated>2026-03-11T21:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schule und Studium&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Raumfahrer&lt;br /&gt;
| name                 = Thomas Reiter&lt;br /&gt;
| foto                 = Thomas Reiter STS-121.jpg&lt;br /&gt;
| land                 = Deutschland&lt;br /&gt;
| behörde              = [[Europäische Weltraumorganisation|ESA]]&lt;br /&gt;
| auswahl              = 15. Mai 1992&lt;br /&gt;
| anzahl_flüge         = 2&lt;br /&gt;
| erster_start         = 3. September 1995&lt;br /&gt;
| letzte_landung       = 22. Dezember 2006&lt;br /&gt;
| dauer                = 350&amp;amp;nbsp;d 4&amp;amp;nbsp;h 55&amp;amp;nbsp;min&lt;br /&gt;
| anzahl_eva           = 3&lt;br /&gt;
| dauer_eva            = 14 h 15 min&lt;br /&gt;
| 1.Mission            = Euromir 95&lt;br /&gt;
| 2.Mission            = Expedition-13 B&lt;br /&gt;
| ausgeschieden        = 30. September 2007&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thomas Arthur Reiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Mai]] [[1958]] in [[Frankfurt am Main]]) ist ein ehemaliger [[Deutschland|deutscher]] [[Raumfahrer]], [[Brigadegeneral]] außer Dienst der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmvg20090320&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYoxC8IwEEb_US7BoeBWEcFBpYs1bmkbwkHvUs5ru_jjTQa_B295H7yhwGHDFBQzhxle4Ec8DrsZaEuGkPGjUXAl6Ot3imbMHLVaIysWJwmaxSxZdK5lFSnF4ATeuvPJOvuf-zZde3v65uCu98sDFqL2B-Z0ce8!/ |titel=Weltraumspaziergänger wird General |hrsg=Bundesministerium der Verteidigung |datum=2009-03-20 |zugriff=2014-01-13| archiv-url=https://web.archive.org/web/20140114033518/http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYoxC8IwEEb_US7BoeBWEcFBpYs1bmkbwkHvUs5ru_jjTQa_B295H7yhwGHDFBQzhxle4Ec8DrsZaEuGkPGjUXAl6Ot3imbMHLVaIysWJwmaxSxZdK5lFSnF4ATeuvPJOvuf-zZde3v65uCu98sDFqL2B-Z0ce8!/| archiv-datum=2014-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Europäische Weltraumorganisation|ESA]]-Koordinator „internationale Agenturen“ sowie Berater des ESA-[[Generaldirektor]]s. Seit 1. Januar 2026 ist er Leiter der Abteilung Raumfahrt und Sicherheit im [[Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;dlf20251124&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/astronaut-thomas-reiter-geht-ins-forschungsministerium-104.html |titel=Raumfahrt – Astronaut Thomas Reiter geht ins Forschungsministerium |datum=2025-11-24 |zugriff=2026-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schule und Studium ==&lt;br /&gt;
Reiter verbrachte seine Kindheit und Jugend in [[Neu-Isenburg]] bei [[Frankfurt am Main]]. Beide Eltern waren begeisterte [[Segelfliegen|Segelflieger]], was bei Reiter frühzeitig das Interesse an der Fliegerei weckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Abitur 1977 an der [[Goetheschule Neu-Isenburg]] trat er als [[Offizieranwärter]] in die [[Bundeswehr]] ein und besuchte die [[Offizierschule der Luftwaffe]] in [[Fürstenfeldbruck]]. Reiter studierte an der [[Universität der Bundeswehr München]] [[Luft- und Raumfahrttechnik]] und schloss im Dezember 1982 als [[Diplom-Ingenieur]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pilotenlaufbahn ==&lt;br /&gt;
In den USA wurde Reiter auf der [[Sheppard Air Force Base]] in [[Texas]] zum Jetpiloten ausgebildet. Im Anschluss erfolgte seine Versetzung zum [[Jagdbombergeschwader 43]] auf dem Fliegerhorst [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]] in [[Niedersachsen]], wo er [[Alpha Jet]]s flog und später [[Kompaniechef|Staffelkapitän]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKI9zA3AsmB2e4-AfqRUFYIQtTLGSoKUhuUkqrv65Gfm6rvrR-gX5AbGlHu6KgIAOfiGb4!/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfSDcy?yw_contentURL=/01DB060000000001/W26R8F2J064INFODE/content.jsp |titel=Zur Person – Oberst Thomas Arthur Reiter |hrsg=www.luftwaffe.de |datum=2006-08-14 |zugriff=2009-06-04| archiv-url=https://web.archive.org/web/20090710024752/http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKI9zA3AsmB2e4-AfqRUFYIQtTLGSoKUhuUkqrv65Gfm6rvrR-gX5AbGlHu6KgIAOfiGb4!/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfSDcy?yw_contentURL=/01DB060000000001/W26R8F2J064INFODE/content.jsp| archiv-datum=2009-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1990 kehrte er nach [[Oberbayern]] zurück und wurde an der [[Wehrtechnische Dienststelle 61|Wehrtechnischen Dienststelle 61]] in [[Manching]] zum [[Testpilot]]en ausgebildet. Im Jahr darauf erfolgte seine Umschulung auf das Waffensystem [[Panavia Tornado]] (u.&amp;amp;nbsp;a. beim [[Jagdbombergeschwader 32]] in [[Klosterlechfeld]]). Anschließend besuchte er die britische Testpilotenschule ETPS (Empire Test Pilots School) in Boscombe Down ([[Wiltshire|Grafschaft Wiltshire]]), wo ihm im Dezember 1992 das Diplom Testpilot Erster Klasse verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumfahrertätigkeit ==&lt;br /&gt;
=== Auswahl und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Als die [[Europäische Weltraumorganisation]] (ESA) 1989 begann, Bewerber für ihre zweite Astronautengruppe zu suchen, meldete sich Reiter zusammen mit weiteren 22.000&amp;amp;nbsp;Europäern. Jedes ESA-Mitgliedsland war aufgerufen, zwischen drei und fünf Kandidaten vorzuschlagen. Insgesamt kamen 60 potentielle Bewerber zusammen, von denen schließlich Mitte Mai&amp;amp;nbsp;1992 sechs als neue Mitglieder des [[Europäisches Astronautenkorps|europäischen Astronautenkorps]] der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Zwei Wochen später, Anfang Juni, fanden sich fünf der sechs Anwärter – der Franzose [[Jean-François Clervoy|Clervoy]], der Spanier [[Pedro Francisco Duque|Duque]], [[Christer Fuglesang|Fuglesang]] aus Schweden, [[Maurizio Cheli|Cheli]] aus Italien und die einzige ausgewählte Frau, die Belgierin [[Marianne Merchez|Merchez]] – in Köln ein, um am [[Europäisches Astronautenzentrum|Europäischen Astronautenzentrum]] (EAC) ihre Ausbildung anzutreten. Reiter stieß erst Anfang&amp;amp;nbsp;1993 dazu, weil er zuvor noch seinen ETPS-Kurs in England beenden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flug zur Raumstation Mir ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1993 gab die ESA bekannt, dass vier ihrer Raumfahrer ausgewählt wurden, um sich für zwei in Kooperation mit [[Russland]] geplante Raumflüge zur [[Mir (Raumstation)|Raumstation Mir]] vorzubereiten. Drei Monate später reisten Fuglesang, Duque und die beiden Deutschen Reiter und [[Ulf Merbold|Merbold]] nach [[Moskau]] in das [[Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum]] und bereiteten sich auf die als „Euromir“ bezeichneten Missionen vor. Fuglesang und Reiter waren für das Unternehmen „Euromir&amp;amp;nbsp;95“ aufgestellt worden. Einer von beiden sollte zwei Jahre später zur Mir-Station fliegen und dort Experimente durchführen. Das Intensivtraining fand im [[Swjosdny Gorodok|„Sternenstädtchen“]] statt. Ein halbes Jahr vor dem Start fiel die Wahl auf Reiter – Fuglesang wurde zu seinem Reservekosmonauten ernannt und fungierte während des Fluges als [[Capsule Communicator|Verbindungssprecher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Bord von [[Sojus TM-22]] startete Reiter am 3.&amp;amp;nbsp;September 1995 zur russischen Raumstation. Zusammen mit den Kosmonauten [[Juri Pawlowitsch Gidsenko|Gidsenko]] und [[Sergei Wassiljewitsch Awdejew|Awdejew]] bildete er die 20. Mir-Langzeitbesatzung. Am 20. Oktober wurde Reiter der erste [[deutsche Raumfahrer]], der einen [[Extra-vehicular Activity|Weltraumausstieg]] unternahm, als er mit Bordingenieur Awdejew für fünf Stunden die Raumstation verließ. Anfang Februar 1996 stieg er ein zweites Mal aus, diesmal mit Kommandant Gidsenko für drei Stunden. Im November 1995 erhielt die Mannschaft Besuch, als die [[Space Shuttle|Space-Shuttle-Mission]] [[STS-74]] ankoppelte. Über fünf Tage arbeiteten acht Raumfahrer an Bord, bis die [[Atlantis (Raumfähre)|Atlantis]] wieder den Rückflug antrat. Reiter und seine zwei russischen Kollegen lebten insgesamt 176&amp;amp;nbsp;Tage, 20&amp;amp;nbsp;Stunden und 50&amp;amp;nbsp;Minuten an Bord der Mir. Erst am 29.&amp;amp;nbsp;Februar 1996 stiegen die drei in das [[Sojus (Raumschiff)|Sojus-Raumschiff]] und landeten nach 179&amp;amp;nbsp;Tagen im All wieder auf der Erde. Mit der Landung stellte Reiter eine weitere Bestleistung auf, denn Sojus&amp;amp;nbsp;TM-22 war der längste Flug eines nichtrussischen Raumfahrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein halbes Jahr nach seinem Jungfernflug nahm Reiter ab Oktober 1996 an einer Intensivausbildung für Sojus-Raumschiffe teil. Er erlernte Steuerung, [[Rendezvous (Raumfahrt)|Rendezvous]] und Andocken an eine Raumstation sowie die Rückkehr aus der Umlaufbahn. Zum Abschluss des Kurses am 24.&amp;amp;nbsp;Juli 1997 erhielt er das Zertifikat, das ihn berechtigt, ein Sojus-TM-Raumschiff mit drei Besatzungsmitgliedern als Kommandant für den Wiedereintritt zu leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen September 1997 und März 1999 diente Reiter wieder bei der Luftwaffe in Deutschland. Er war beim [[Jagdbombergeschwader 38]] auf dem [[Fliegerhorst Upjever]] in Niedersachsen als [[Kommandeur]] Fliegende Gruppe eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:151746main s121e05215-lg.jpeg|mini|Thomas Reiter am 5. Juli 2006, seinem ersten vollen Tag an Bord der [[Discovery (Raumfähre)|Discovery]] während der [[STS-116]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thomas Reiter during EVA.jpg|mini|Fast 6-stündige [[Extra-vehicular Activity]] am 3. August 2006 während der [[STS-116]] ([[ISS-Expedition 13]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expedition zur Raumstation ISS ===&lt;br /&gt;
Anfang April 1999 nahm Reiter seinen Dienst als ESA-Raumfahrer wieder auf und arbeitete am europäischen [[Automated Transfer Vehicle|ATV-Transportfahrzeug]]. Im Sommer kehrte er nach Moskau zurück und erlernte während eines neunmonatigen Lehrgangs den Umgang mit den russischen Segmenten der [[Internationale Raumstation|Internationalen Raumstation (ISS)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 2001 verstärkte Reiter zwei Jahre lang das Projektteam für das [[Columbus (Raumlabor)|Forschungslabor Columbus]], dem europäischen Beitrag zur ISS. Daneben bereitete er sich für einen Langzeitflug auf der Raumstation vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren russisch-amerikanischen Verhandlungen waren im März&amp;amp;nbsp;2005 alle Hürden für einen mehrmonatigen Flug Reiters zur ISS aus dem Weg geräumt. Diese Gespräche waren notwendig, weil der Deutsche mit einer US-Raumfähre starten sollte. Als die NASA zustimmte, konnte Reiters Flug nur ungefähr eingegrenzt werden: Er sollte ab Juli&amp;amp;nbsp;2005 drittes Mitglied der [[ISS-Expedition 11|elften ISS-Stammbesatzung]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[STS-121]], Reiters „Zubringer“ zur Internationalen Raumstation, sollte zwei Monate nachdem die Shuttle-Flotte mit [[STS-114]] nach einer über zweijährigen Zwangspause den Flugbetrieb wieder hätte aufnehmen sollen, starten. Diese Mission hatte sich durch das bei der Mission STS-114 aufgetretene Problem mit dem abfallenden Schaumstoff vom [[Space Shuttle External Tank|Außentank]] um ein Jahr verzögert. Am 4.&amp;amp;nbsp;Juli 2006 startete Reiter nach mehreren Verschiebungen und zwei [[Countdown]]-Abbrüchen mit STS-121 zur ISS. Zwei Tage später erreichte er die ISS und gehörte seitdem zur [[ISS-Expedition 13]]. Zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen [[Jeffrey Nels Williams|Jeffrey Williams]] verließ er vier Wochen nach seiner Ankunft für sechs Stunden die ISS und führte notwendige Reparaturen und Wartungsarbeiten durch. Er lebte und arbeitete 166&amp;amp;nbsp;Tage bis zum 19.&amp;amp;nbsp;Dezember 2006 an Bord der Raumstation und kehrte am 22.&amp;amp;nbsp;Dezember 2006 mit der Shuttle-Mission [[STS-116]] zur Erde zurück. Mit diesem Flug ist er der europäische Raumfahrer mit der zweitlängsten Aufenthaltsdauer im All. Lediglich [[Alexander Gerst]] hat einige Tage mehr im Weltraum verbracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|werk=Die Welt|titel=Alexander Gerst länger im All als Kollege Reiter: Rekord | datum=2018-12-07 |url=https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article185135984/Alexander-Gerst-laenger-im-All-als-Kollege-Reiter-Rekord.html |abruf=2018-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenfassung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nr&lt;br /&gt;
! Mission&lt;br /&gt;
! Funktion&lt;br /&gt;
! Flugdatum&lt;br /&gt;
! Flugdauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1 || [[Sojus TM-22]]|| Bordingenieur || 1995/1996 || 179d 01h 41m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2 || [[STS-121]]/[[STS-116]]|| Bordingenieur || 2006 || 171d 03h 54m&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere als Manager ===&lt;br /&gt;
Thomas Reiter wurde von der Bundeswehr beurlaubt und dennoch am 20.&amp;amp;nbsp;März 2009 zum [[Brigadegeneral]] befördert&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmvg20090320&amp;quot; /&amp;gt;, um vom 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 2007 bis März 2011 im Vorstand des [[Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt|Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt]] (DLR) tätig sein zu können. Dort war er zuständig für die Bereiche Raumfahrtforschung und -entwicklung. Im Juni 2021 trat er als Brigadegeneral in den Ruhestand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundeswehr.de/de/organisation/personal/personalveraenderungen-spitzenstellen-juni-2021-5095600 |titel=Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – Juni 2021 |hrsg=Bundeswehr |sprache=de |abruf=2021-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von April 2011 bis Dezember 2015 war er Leiter des ESA-Direktorats für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb mit Sitz im Europäischen Satellitenkontrollzentrum der [[ESA]] ([[ESOC]]) in Darmstadt. Er war für Europas Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS, die ESA-Aktivitäten im Bereich der bemannten Raumfahrt, den Betrieb bemannter und unbemannter Raumfahrzeuge und des Bodensegments verantwortlich. Mit Dienstsitz Darmstadt ist Thomas Reiter heute ESA-Koordinator für [[Raumfahrtagentur|internationale Agenturen]] und Berater des damaligen ESA-Generaldirektors [[Johann-Dietrich Wörner|Jan Wörner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Thomas Reiter erhielt am 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 2009 die [[Ehrendoktor]]würde der Universität der Bundeswehr München.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrenbürger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Personen- und Vorlesungsverzeichnis. Frühjahrstrimester 2001.&amp;#039;&amp;#039; Universität der Bundeswehr München, Neubiberg 2001, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1996 wurde er mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz Erster Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, 2007 mit der [[Niedersächsische Landesmedaille|Niedersächsischen Landesmedaille]] und dem Großen Bundesverdienstkreuz. 2008 erhielt er die [[Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa|Bayerische Europa-Medaille]] und der [[Asteroid]] [[(10973) Thomasreiter]] wurde nach ihm benannt. 2010 wurde er mit der [[Lucius D. Clay Medaille]] geehrt. Am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 2010 wurde ihm von Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Universität der Bundeswehr München der Ehrendoktortitel verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-sued/landkreis/reiters-direktanruf-weltall-zeigt-verbundesheit-822833.html |titel=Reiters Direktanruf aus dem Weltall zeigt Verbundesheit zur Uni |hrsg=merkur-online |datum=2010-06-29 |zugriff=2010-06-30 |zitat=Dem Astronauten Thomas Reiter ist von der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Bundeswehr-Universität in Neubiberg die Ehrendoktorwürde verliehen worden.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für 2016 wurde ihm der [[Aachener Ingenieurpreis]] zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IDW-online | ID=654635 | Titel=Astronaut Thomas Reiter erhält Aachener Ingenieurpreis | Autor=Sebastian Dreher | Institution=Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen | Datum=20. Juni 2016 |Zugriff=20. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiter ist Ehrenbürger der Stadt Neu-Isenburg. 1997 wurde er zum [[Kavalier der Lüfte]] ausgezeichnet. 2018 wurde eine Straße in einem Neu-Isenburger Neubaugebiet nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.op-online.de/region/neu-isenburg/neu-isenburg-feierlicher-enthuellung-strassenschilder-birkengewann-steht-thomas-reiter-fokus-9893606.html| titel=Feierliche Enthüllung der Straßenschilder im Birkengewann| werk=op-online.de| datum=2018-05-24| abruf=2019-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Reiter war Kommentator der kanadischen Fernsehreihe &amp;#039;&amp;#039;Aerospace – Das Luft- und Raumfahrtmagazin&amp;#039;&amp;#039;, die auf verschiedenen Sendern zu empfangen war. Das Magazin, das zwischen Ende der 1990er Jahre und Anfang dieses Jahrhunderts produziert wurde, lief im Rahmen der [[Bayerischer Rundfunk|BR]]-Sendung [[Spacenight]] und wird vom [[Discovery Channel]] ausgestrahlt. Weiterhin moderierte Reiter die Dokumentationsreihe &amp;#039;&amp;#039;Expedition Erde&amp;#039;&amp;#039; in fünf Folgen, einer Koproduktion der [[British Broadcasting Corporation|BBC]] und des [[ZDF]] aus dem Jahr 2008, ausgestrahlt in der Reihe [[Terra X]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Reiter ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in [[Rastede]]-[[Wahnbek]] ([[Landkreis Ammerland]]) nahe [[Oldenburg in Oldenburg|Oldenburg]]. Das Paar hat zwei Söhne. Reiter war auch im Besitz einer [[Amateurfunkzeugnis|Amateurfunklizenz]]. Sein eigenes [[Rufzeichen]] lautete DF4TR.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.afug-info.de/Prominente-Funkamateure/ |titel=Prominente Funkamateure |hrsg=www.Afug-Info.de |zugriff=2018-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seines Mir-Aufenthalts verwendete er das Rufzeichen R0MIR und auf der ISS das Stationsrufzeichen NA1SS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren hatte Reiter die Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2008 des [[Karlsruher Institut für Technologie]] (ehemals [[Universität Karlsruhe]]) inne, in deren Rahmen er in einigen Vorträgen von seinen Erfahrungen im All berichtete und auch ein Seminar zu dem Thema leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Raumfahrer]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Raumfahrer]]&lt;br /&gt;
* [[Liste bemannter Missionen zur Internationalen Raumstation]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Weltraumausstiege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119378981}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.phoenix.de/all_tag/81940.htm | wayback=20140413124409 | text=All-Tag: Die Thomas-Reiter-Mission}} – Themenseite zu Thomas Reiter von [[Phoenix (Fernsehsender)|Phoenix]]&lt;br /&gt;
* [http://www.planet-interview.de/interviews/thomas-reiter/34676/ „Unsere Probleme hier unten können wir nur gemeinsam lösen“]. Interview mit Thomas Reiter bei Planet Interview, 21. September 2008&lt;br /&gt;
* [https://astronaut-thomas-reiter.de/ Private Website von Thomas Reiter]&lt;br /&gt;
* ESA: [https://www.esa.int/Our_Activities/Human_and_Robotic_Exploration/Astronauts/Lebenslauf_von_Thomas_Reiter Lebenslauf von Thomas Reiter]&lt;br /&gt;
* {{Astrobio|spacefacts-i=reiter_thomas}}&lt;br /&gt;
* [https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-erlebte-geschichten/index.html WDR 5 (Westdeutscher Rundfunk) Erlebte Geschichten vom 27. Februar 2024: &amp;#039;&amp;#039;Thomas Reiter, Langzeitastronaut&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119378981|LCCN=no/2010/187069|VIAF=161130918}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reiter, Thomas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brigadegeneral (Luftwaffe der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärpilot (Luftwaffe der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Testpilot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäische Weltraumorganisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sojus-Besatzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mir-Besatzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Space-Shuttle-Besatzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ISS-Stammbesatzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Hessischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Freundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Niedersächsischen Landesmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Universität der Bundeswehr München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität der Bundeswehr München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Neu-Isenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reiter, Thomas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reiter, Thomas Arthur (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Astronaut&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Mai 1958&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
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