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	<title>Thomas Luckmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thomas_Luckmann&amp;diff=269551&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Leben */ WL</title>
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		<updated>2025-05-08T10:28:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; WL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thomas Luckmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Oktober]] [[1927]] in [[Jesenice|Aßling]], [[Königreich Jugoslawien]]; † [[10. Mai]] [[2016]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url = http://www.soziologie.de/de/nc/aktuell/meldungen-archiv/aktuelles-singleview/archive/2016/05/11/article/prof-dr-em-thomas-luckmann-verstorben.html|titel = DGS - Deutsche Gesellschaft für Soziologie: Prof. Dr. em. Thomas Luckmann verstorben|werk = www.soziologie.de|zugriff = 2016-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Kärnten]], [[Österreich]]) war ein österreichisch-amerikanischer [[Soziologie|Soziologe]], der hauptsächlich in Deutschland lehrte. Er war Gründungsmitglied im [[P.E.N.-Club Liechtenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Luckmanns Vater Karl war [[Königreich Jugoslawien|jugoslawischer]] Staatsbürger, wenngleich noch in der [[Habsburgermonarchie]] geboren, seine Mutter Virina gebürtige Slowenin. Nach der [[Balkanfeldzug (1941)|deutschen Besetzung Jugoslawiens]] war Luckmann formal deutscher Staatsangehöriger und meldete sich 1944 in [[Wien]] zur [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Luckmann: &amp;#039;&amp;#039;„Teilweise zufällig, teilweise, weil es doch Spaß macht“.&amp;#039;&amp;#039; In: Monika Wohlrab-Sahr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kultursoziologie: Paradigmen – Methoden – Fragestellungen&amp;#039;&amp;#039;. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde als [[Flakhelfer]] eingesetzt und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach Kriegsende lebte er in Wien, wo er die [[Matura]] nachholte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luckmann studierte ab 1947 Sprachwissenschaften und Philosophie an der [[Universität Wien]] und ging 1948 in die [[Besetztes Nachkriegsösterreich|französische Besatzungszone in Österreich]], wo er an der [[Universität Innsbruck]] außerdem Psychologie, Kirchenslawisch, Ägyptologie, französische Philologie sowie Geschichte und Germanistik studierte. 1950 ging er mit seiner Frau [[Benita Luckmann|Benita]] in die [[Vereinigte Staaten|USA]] und setzte sein Studium an der [[The New School|New School for Social Research]] in [[New York City|New York]] fort, unter anderem bei [[Alfred Schütz]]. 1953 erhielt er die [[Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten|amerikanische Staatsbürgerschaft]]. Nach einem [[Master of Arts]] in Philosophie mit einer Arbeit über [[Albert Camus]] im Jahr 1953 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Luckmann 1956 in Soziologie und lehrte zunächst als „Teaching Assistant“ am [[Hobart College]] in [[Geneva (New York)]]. 1960 wurde er Assistant, später Associate Professor an der New School for Social Research. 1965 erhielt er einen [[Berufung (Amt)|Ruf]] an die [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uni-konstanz.de/soziologie/archiv2/autoren.html |wayback=20070613021742 |text=Biographische Notizen zu Thomas und Benita Luckmann im soziologischen Archiv der Universität Konstanz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1970 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1994 war er Professor für Soziologie an der [[Universität Konstanz]]; dort wurden Manuskripte seiner Arbeiten archiviert; Sein Originalnachlass befindet sich im [[Sozialwissenschaftliches Archiv Konstanz|Sozialwissenschaftlichen Archiv Konstanz]]. Luckmann war seit 1950 mit [[Benita Luckmann]] (1925–1987) verheiratet. Nach ihrem Tod war er, bis er verstarb, in einer jahrzehntelangen Partnerschaft mit [[Renate Lachmann]], Inhaberin des Lehrstuhls für Allgemeine Literaturwissenschaft und Slawische Literaturen an der Universität Konstanz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.soziopolis.de/diesseits-wie-jenseits-aller-grenzen-der-sozialwelt.html |titel=Diesseits wie jenseits aller Grenzen der Sozialwelt |abruf=2024-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luckmanns bekannteste Werke sind &amp;#039;&amp;#039;[[Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit]]&amp;#039;&amp;#039; (1966, zusammen mit [[Peter L. Berger]]), &amp;#039;&amp;#039;The Invisible Religion&amp;#039;&amp;#039; (1967; 1991 in deutscher Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Religion&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Strukturen der Lebenswelt&amp;#039;&amp;#039; (1982, Bearbeitung aus dem Nachlass von [[Alfred Schütz]]). In seinen Forschungen beschäftigte sich Luckmann mit [[Sozialkonstruktivismus]], [[Phänomenologische Soziologie|phänomenologischer Soziologie]], [[Wissenssoziologie]], [[Religionssoziologie]], [[Kommunikationssoziologie]] sowie Wissensphilosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Luckmann hatte u. a. großen Einfluss auf die Religionssoziologie. An [[Émile Durkheim|Durkheim]] anknüpfend, dessen Gedanken zu einem funktionalistischen Religionsbegriff er für bahnbrechend hielt, leitete Luckmann mit seiner These von der Privatisierung der [[Religion]] bzw. von der „unsichtbaren Religion“ eine grundlegende Wende in der Religionssoziologie ein. [[Religiosität]] wurde nun nicht mehr verstanden als die Praxis, sich einem transzendenten Heiligen zuzuwenden, auch wurde sie bei Luckmann nicht mehr an ihrer institutionalisierten Form („Kirchlichkeit“) festgemacht, vielmehr fragt er nach der individuellen Religiosität, nach Funktion und Bedeutung der Religion für das Individuum in der modernen Gesellschaft. Als „religiös“ bezeichnet Luckmann bereits den Akt, in dem ein menschlicher Organismus seine Natur überschreitet und zu einem gesellschaftlichen Wesen wird. Diese Veränderung des Blickwinkels führte im Anschluss an Luckmann auch zu verstärkten Bemühungen, individuelle Religiosität mit Hilfe qualitativer Methoden empirisch zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luckmanns Werke wurden und werden in der Fachwelt äußerst breit und kontrovers rezipiert. Kritikern ist sein Religionsbegriff zu breit gefasst; viele Bereiche des menschlichen Lebens (z. B. Sportarten wie Fußball) erfüllen die Kriterien des Luckmann’schen Religionsbegriffs und müssten demnach als Religionen bezeichnet werden. Seine genannte Anbindung des Religionsbegriffs an die Gesellschaftlichkeit des Menschen führt gar dazu, dass jegliche menschliche Existenz „religiös“ ist. Dies entkräftet den Religionsbegriff, der nun nicht mehr für die spezifischen Religionen (wie Judentum, Christentum, Islam) verwendet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zeitgenössische Weiterentwicklung gelten die Arbeiten zur „populären Religion“ von [[Hubert Knoblauch]], der zudem das bahnbrechende Buch Luckmanns &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Religion&amp;#039;&amp;#039; fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Erscheinen ins Deutsche übersetzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Religion in der modernen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (1963).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit]]&amp;#039;&amp;#039; (1966, mit [[Peter L. Berger]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Invisible Religion&amp;#039;&amp;#039; (1967).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Religion&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Vorwort von [[Hubert Knoblauch]] (suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Band 947), Frankfurt am Main 1991.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der Sprache&amp;#039;&amp;#039; (1975).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strukturen der Lebenswelt&amp;#039;&amp;#039; (1982, aus dem Nachlass von [[Alfred Schütz]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebenswelt und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (1980).&lt;br /&gt;
* Aufsatzsammlung: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswelt, Wissenschaft und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2007, ISBN 978-3-89669-675-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundärliteratur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernt Schnettler]]: &amp;#039;&amp;#039;Thomas Luckmann&amp;#039;&amp;#039;. Reihe Klassiker der Wissenssoziologie, UVK, Konstanz 2006.&lt;br /&gt;
* Bernt Schnettler: [http://www.soz.uni-bayreuth.de/_pdfs/Schnettler-2006-Luckmann-in_Moebius.pdf &amp;#039;&amp;#039;Thomas Luckmann. Kultur zwischen Konstitution, Konstruktion und Kommunikation.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Stephan Moebius]] &amp;amp; Dirk Quadflieg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kultur. Theorien der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; VS – Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14519-3, S. 170–184.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Knoblauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verflüchtigung der Religion ins Religiöse. Thomas Luckmanns Unsichtbare Religion&amp;#039;&amp;#039;, in: Thomas Luckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Religion&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1991, S. 7–41.&lt;br /&gt;
* Hubert Knoblauch: &amp;#039;&amp;#039;Thomas Luckmann&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dirk Kaesler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Theorien der Soziologie. Von Shmuel N. Eisenstadt bis zur Postmoderne&amp;#039;&amp;#039;, München 2005, S. 127–146.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11874738X}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Soziologische Klassiker/ Luckmann, Thomas|Thomas Luckmann}}&lt;br /&gt;
* [http://sozialwissenschaftliches-archiv.de Originalnachlass von Thomas Luckmann im Sozialwissenschaftlichen Archiv Konstanz]&lt;br /&gt;
* [https://www.kim.uni-konstanz.de/soz-archiv/aktuelles/nachruf-peter-l-berger-and-thomas-luckmann/nachruf-thomas-luckmann/ Nachruf: Zur Erinnerung an Thomas Luckmann (1927-2016)]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=ObEsOZxslfE Interview mit Thomas Luckmann: 50th Anniversary Social Construction]&lt;br /&gt;
* [http://www.iep.utm.edu/schutz/ Schutz, Alfred: Thomas Luckmann, in Internet Encyclopedia of Philosophy (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11874738X|LCCN=n80046250|NDL=00448169|VIAF=108189543}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Luckmann, Thomas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Konstanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Luckmann, Thomas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-amerikanischer Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Oktober 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Aßling (heute: [[Jesenice]], [[Slowenien]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Mai 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kärnten]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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