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	<title>Thomas Goppel - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;SK Sturm Fan: + Kategorie:Person (Rotary International)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+ &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Person_(Rotary_International)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Person (Rotary International) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Person (Rotary International)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2012-07-18-Thomas-Goppel-3.jpg|mini|hochkant|Thomas Goppel (2012)|alt=Porträt von Thomas Goppel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thomas Goppel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. April]] [[1947]] in [[Aschaffenburg]]) ist ein deutscher [[Politiker]] der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] und war von 1974 bis 2018 Mitglied des [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtags]]. Der Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten [[Alfons Goppel]] war von 1986 bis 1998 und 2003 bis 2008 in verschiedenen Funktionen Mitglied der [[Bayerische Staatsregierung|Bayerischen Staatsregierung]]. Er ist ein Cousin des emeritierten Bischofs von Augsburg, [[Konrad Zdarsa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Thomas Goppel wurde 1953 eingeschult und wechselte 1957 an das [[Kronberg-Gymnasium]] seiner Heimatstadt Aschaffenburg. Nach dem Abitur 1966 studierte er zwischen 1967 und 1970 in [[Würzburg]], [[München]] und [[Salzburg]] für das Lehramt an Volksschulen. In Salzburg wurde er 1982 zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Vergleich der Lehrpläne an Pflichtschulen in Bayern und Österreich unter dem Gesichtspunkt des Erziehungsauftrages der Schule&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Von 1970 bis 1974 war Goppel im Schuldienst tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordnetenlaufbahn ===&lt;br /&gt;
1974 wurde Goppel erstmals in den [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] gewählt. Ab 1978 hatte er das [[Direktmandat]] des [[Stimmkreis Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West|Stimmkreises Landsberg/Fürstenfeldbruck-West]] ([[Wahlkreis Oberbayern]]) inne. 2013 machte er das Direktmandat für [[Alex Dorow]] frei, kandidierte nur noch auf der CSU-Liste für den Wahlkreis Oberbayern und zog erneut in den Landtag ein. Mit den Landtagswahlen 2018 verließ er den Bayerischen Landtag, als bis dahin dienstältester Landtagsabgeordneter Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Ämter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F086390-0007, Dr. Thomas Goppel.jpg|mini|Thomas Goppel (1990)]]&lt;br /&gt;
Nach der Landtagswahl 1986 kam Goppel als Staatssekretär für Wissenschaft und Kunst in das [[Kabinett Strauß III|letzte Kabinett]] von Ministerpräsident [[Franz Josef Strauß]]. 1990 wurde er Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und war [[Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund|Bevollmächtigter Bayerns beim Bund]] bis Februar 1994, als Goppel Nachfolger des zurückgetretenen [[Peter Gauweiler]] im Amt des Staatsministers für Landesentwicklung und Umweltfragen wurde. Es stand im Spannungsfeld zwischen Wirtschafts- und Umweltinteressen. Nach seinem Ausscheiden aus der Landesregierung im Herbst 1998 wurde er im Januar 1999 [[Generalsekretär]] der CSU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goppel vertrat im Verlauf seiner viereinhalbjährigen Amtszeit bayerische Interessen auf der Bundesebene. In der Parteizentrale konzentrierte er sich auf Organisationsstruktur und Kampagnefähigkeit der CSU. Bei Wahlen erreichte er folgende Ergebnisse: Europawahl 1999: 64,0 %; Bundestagswahl 2002: 58,6 %; Landtagswahl 2003: 60,7 %. Dieses Rekordergebnis brachte der CSU als erster Partei in der Geschichte der Bundesrepublik eine parlamentarische [[Zweidrittelmehrheit]] im Bayerischen Landtag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2005-10 Thomas Goppel 02-800.jpg|mini|Thomas Goppel in München (2005)]]&lt;br /&gt;
Nach der Landtagswahl 2003 wurde Goppel Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Bereits in den ersten Tagen seiner Amtszeit sah er sich mit heftigen Protesten von Studenten und Professoren gegen die Sparpläne der Landesregierung konfrontiert. Stark kritisiert wurde Goppel auch als einer der exponiertesten Befürworter von [[Studiengebühren in Deutschland|Studiengebühren]]. Bayern führte allgemeine Studiengebühren ab dem Sommersemester 2007 ein. Seine Zusage, dass die Studiengebühren bei den Hochschulen verblieben und so den Studenten zugutekämen, erwies sich angesichts paralleler Einsparungen als unwahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurde Goppel Vorsitzender der [[Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahlniederlage der CSU bei der [[Landtagswahl in Bayern 2008|Wahl zum Bayerischen Landtag 2008]] und dem Amtsverzicht von Ministerpräsident [[Günther Beckstein]] war Goppel einer der Kandidaten für die Nachfolge im [[Bayerischer Ministerpräsident|Ministerpräsidentenamt]]. Er zog seine Bewerbung jedoch zugunsten von [[Horst Seehofer]] zurück. Bei der anschließenden Kabinettsbildung wurde er nicht wieder berufen und schied im Oktober 2008 aus der Staatsregierung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Thomas Goppel 1519.jpg|mini|hochkant|Thomas Goppel auf dem Parteitag der CSU 2015 in München]]&lt;br /&gt;
Seit 1991 ist Thomas Goppel Mitglied im CSU-Parteivorstand. Von 1981 bis 2011 war er CSU-Kreisvorsitzender in [[Landkreis Landsberg am Lech|Landsberg am Lech]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Herz-und-Verstand-des-Kreisverbands-id15046311.html|title=Herz und Verstand des Kreisverbands|publisher=Augsburger Allgemeine|date=11. Mai 2011| accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1993 bis 2007 war er stellvertretender CSU-Bezirksvorsitzender in [[Oberbayern]]. Auf dem Parteitag des CSU-Bezirksverbands Oberbayern am 30. Juni 2007 verlor Goppel gegen [[Siegfried Schneider]] die Wahl um den Bezirksvorsitz. Vom 12. Oktober 2013 bis zur Wahl von [[Franz Meyer (Politiker, 1953)|Franz Meyer]] im Oktober 2021 war er Vorsitzender der [[Senioren-Union der CSU]]. Mit seinem Ausscheiden wurde Goppel zum Ehrenvorsitzenden ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Stangl: [https://www.pnp.de/lokales/stadt-und-landkreis-passau/passau-land/Altlandrat-Franz-Meyer-zum-Landesvorsitzenden-der-SEN-Union-gewaehlt-4142050.html &amp;#039;&amp;#039;Altlandrat Franz Meyer zum Landesvorsitzenden der SEN-Union gewählt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Passauer Neue Presse&amp;#039;&amp;#039;. 22. Oktober 2021, abgerufen am 3. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges Engagement ===&lt;br /&gt;
1972 war Goppel Mitbegründer des Aktionskreises &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Politik, Wissenschaft e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;, zu dessen Ehrenvorsitzenden er 2019 ernannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.akwpw.de/mitgliederversammlung2019.html |titel=Mitgliederversammlung 2019 |hrsg=Aktionskreis für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft |datum=2019-01-29 |abruf=2022-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1994 ist er [[Aufsichtsrat]]svorsitzender des [[Kolpingwerk|Kolping]]-[[Kolping-Bildungswerk|Bildungswerk]] Bayern und seit 1988 arbeitet er im Vorstand der Alfons-Goppel-Stiftung, die Entwicklungshilfe in Südamerika&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.alfons-goppel-stiftung.de/index.php/projekte |titel=Projekte |werk=www.alfons-goppel-stiftung.de |abruf=2016-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; leistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 ist Goppel Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der [[Augustinus]]-Forschung in Würzburg. Goppel ist seit 1994 Mitglied des Allgemeinen Rats der Katholischen Akademie in Bayern. Bis 2003 war er Präsident des Musikbunds von Ober- und Niederbayern (seit 1998) und des Bayerischen Blasmusikverbands (seit 1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 2008 bis November 2020 war er Präsident des [[Bayerischer Musikrat|Bayerischen Musikrates]]. Als Vertreter der Musik-Organisationen gehört er dem [[Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks]] an. Zudem ist Goppel Mitglied im Beirat der Vereinigung [[Gegen Vergessen – Für Demokratie]]. Seit Januar 2012 ist er auch Vorsitzender des [[Landesdenkmalrat (Bayern)|Landesdenkmalrats]] in Bayern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1269106 | wayback=20140429220204 | text=&amp;#039;&amp;#039;Bayern: Goppel leitet Landesdenkmalrat.&amp;#039;&amp;#039; Auf: sueddeutsche.de, 31. Januar 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und blieb dies auch nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Goppel ist Mitglied der katholischen [[Studentenverbindungen]] K.St.V. Normannia Würzburg und K.St.V. Erwinia München im [[Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine|KV]] sowie Ehrenphilister der K.St.V. Albertia München und der [[KSStV Alemannia München|K.S.St.V. Alemannia München]] im KV. Er ist seit 1980 Mitglied des [[Rotary International|Rotary Clubs]] [[Landsberg am Lech]].&amp;lt;ref&amp;gt;Club- und Mitgliederverzeichnis der Rotarier in der Bundesrepublik Deutschland 2002/2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ist er Mitglied in den Kuratorien der [[Philip Morris Forschungspreis|Philip-Morris Forschungsstiftung]] und der [[Eugen-Biser-Stiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goppel war Sprecher des [[Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU|Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU]] (AEK) und ist Gründer und Sprecher der &amp;#039;&amp;#039;ChristSozialen Katholiken&amp;#039;&amp;#039; (CSK).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stoerfeuer-in-der-union-fundi-katholiken-wollen-merkel-weiter-aergern-a-680566.html |titel=Fundi-Katholiken wollen Merkel weiter ärgern |hrsg=Spiegel Online |datum=2010-02-27 |abruf=2017-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
==== Verhältnis zum christlichen Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Nach den [[Anschläge in Norwegen 2011|Anschlägen in Norwegen 2011]] wurde der Attentäter von vielen Medien als [[christlicher Fundamentalismus|fundamentalistischer Christ]] bezeichnet. Goppel äußerte dazu: „Fundamentalistische Christen gibt es nicht, kann es nicht geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.kath.net/news/32472|title=Fundamentalistische Christen gibt es nicht|publisher=kath.net|date=26. Juli 2011|accessdate=22. Februar 2017|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Auffassung wurde er zum Teil heftig kritisiert. So äußerte sich René Hartmann, erster Vorsitzender des [[Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten|Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten]]: „Goppel zeichnet ein idealisiertes Bild des Christentums, das mit der globalen Realität wenig zu tun hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.ibka.org/presse11/leugnung-fundamentalismus|title=Atheisten kritisieren Leugnung des christlichen Fundamentalismus|publisher=IBKA|date=29. Juli 2011|accessdate=22. Februar 2017|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blasphemie und Pressefreiheit ====&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit [[Papst]]-Karikaturen des Satire-Magazins [[Titanic (Magazin)|Titanic]] äußerte Goppel im Juli 2012 scharfe Kritik an &amp;#039;&amp;#039;Titanic&amp;#039;&amp;#039;-Chefredakteur [[Leo Fischer (Publizist)|Leo Fischer]]. Er wurde mit den Worten zitiert, er würde Journalisten wie Fischer persönlich „die Lizenz zum Schreiben entziehen“, da dieser des Amts eines Chefredakteurs nicht würdig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Oliver Kühn |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/einstweilige-verfuegung-vatikan-gegen-titanic-1-0-11817273.html |titel=Einstweilige Verfügung: Vatikan gegen Titanic – 1:0 |werk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |datum=2012-07-12 |sprache=de |abruf=2025-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Eiermann |url=https://www.t-online.de/nachrichten/id_57888168/der-papst-die-titanic-und-die-csu-mia-san-papst.html |titel=Der Papst, die Titanic und die CSU: Mia san Papst |werk=T-Online |datum=2012-07-12 |sprache=de |abruf=2017-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Goppel unterstützte in Folge die Forderung von [[Erzbischof]] [[Ludwig Schick]], [[Gotteslästerung]] künftig unter Strafe zu stellen. Dieser hatte erklärt, es gebe zwar den [[Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen|Paragrafen 166 des Strafgesetzbuches]], doch sei dieser völlig in Vergessenheit geraten und werde kaum noch angewandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ_2012-08-02&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katja Auer, Sebastian Beck |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/debatte-um-blasphemie-verbot-laestern-verboten-1.1430232 |titel=Debatte um Blasphemie-Verbot: Lästern verboten |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2012-08-02 |sprache=de |abruf=2017-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen „heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen“ dürfe kein Spott und Hohn zugelassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.domradio.de/artikel/bamberger-erzbischof-fordert-schaerferes-blasphemie-verbot|title=Gegen die Verspottung religiöser Werte|publisher=domradio.de|date=1. August 2012|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Goppel unterstützte das Ansinnen mit den Worten: „Wer nicht so zu seinem Anstand findet, der braucht ein Gesetz.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ_2012-08-02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Junge Freiheit ===&lt;br /&gt;
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der konservativen Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; warb Thomas Goppel neben [[Ferdinand von Bismarck]], [[Johanna Gräfin von Westphalen]] (beide [[CDU]]) und dem liberalen Volkswirt [[Jörg Guido Hülsmann]] in Printanzeigen und auf Online-Bannern für die &amp;#039;&amp;#039;Junge Freiheit&amp;#039;&amp;#039;. Auf Nachfrage durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; lässt sich Goppel zitieren: „Ich schaue öfters hinein als in den Bayernkurier, weniger oft als in die Süddeutsche oder die [[Augsburger Allgemeine|Augsburger]]“, sagt er. Die Lektüre der rechten Wochenzeitschrift sei für ihn eine „Ergänzungsnotwendigkeit“. Um sich eine Meinung zu bilden, sollte man immer mehrere Positionen prüfen, sagt Goppel. Das sei viel fundierter, als wenn man nur eine Zeitung lese. In diesem Sinne wünscht er in seinem Gastbeitrag „Ad multos annos. Auf viele Jahre noch!“&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/umstrittener-gastbeitrag-herr-goppel-und-die-junge-freiheit-1.1120846|title=Thomas Goppel gratuliert ultrarechter Wochenzeitung zum Geburtstag|publisher=Süddeutsche Zeitung|date=15. Juli 2011|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bayerisches Hochschulgesetz vom 23. Mai 2006 ===&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 2006 ist unter Goppels Mitwirkung ein neues bayerisches Hochschulgesetz (BayHSchG vom 23.&amp;amp;nbsp;Mai 2006) in Kraft getreten, welches das Diplom durch die neuen Abschlüsse [[Bachelor]] und [[Master]] ersetzt. Das Gesetz führt auch Zielvereinbarungen zwischen Staat und Hochschulen ein, die die bisher vom Ministerium vorgegebenen Entwicklungspläne ersetzen. Das Gesetz bildet außerdem die rechtlichen Grundlagen für die Einführung von Studienbeiträgen. Neu ist auch die Einrichtung eines Hochschulrates als Aufsichtsgremium jeder Hochschule, der paritätisch mit hochschulexternen und -internen Mitgliedern besetzt wird. Interne Mitglieder sind die acht gewählten Mitglieder des Senats. Die acht externen Mitglieder werden von der Hochschulleitung vorgeschlagen. Der Senat beschließt über diesen Vorschlag, das Ministerium bestellt die externen Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studiengebühren ===&lt;br /&gt;
Thomas Goppel ist ein Befürworter von [[Studiengebühren]]. 2005 äußerte er sich dahingehend, Studenten müssten für 500 € Studiengebühren pro Semester lediglich „jeden Monat für hundert Euro auf etwas verzichten oder zwei [[Nachhilfe]]stunden geben“. Hierfür wurde er insbesondere von Studentenvertretern stark kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/urteil-ueber-studiengebuehren-csu-politiker-raet-studenten-zur-sparsamkeit-a-338746.html|title=CSU-Politiker rät Studenten zur Sparsamkeit|publisher=Spiegel Online|date=27. Januar 2005|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 protestierten Studenten der [[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt|Universität Eichstätt-Ingolstadt]] gegen Studiengebühren und empfingen Thomas Goppel bei einem Festakt der Hochschule mit minutenlangem Applaus. Der Minister bezichtigte die Studenten daraufhin der Verwendung von [[Nationalsozialismus|Nazi]]-Methoden. Das Verhalten sei ein „Hinweis auf die Intoleranz, die wir an denen beklagt haben, die uns damals in den Schlamassel gebracht haben“, wurde Goppel in der Presse zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/studentenproteste-goppel-sorgt-mit-nazi-vergleich-fuer-unmut-a-356056.html|title=Goppel sorgt mit Nazi-Vergleich für Unmut|publisher=Spiegel Online|date=13. Mai 2005|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Debatte um das [[Volksbegehren „Nein zu Studiengebühren in Bayern“]] äußerte er sich im Januar 2013, dass er auch weiterhin zu Studiengebühren stehe und sie „innerlich für absolut richtig und wichtig“ halte. Studenten kämen gerade deswegen nach Bayern, weil sie dort wegen der Beiträge qualitativ gute Universitäten vorfinden würden. Zudem würde wegen „500 Euro pro Semester […] keiner zum kostenlosen Studium nach Berlin“ auswandern. Er werde sich jedoch nicht widersetzen, wenn Ministerpräsident Seehofer die Abschaffung der Studiengebühren anstrebe, denn er habe in seiner „langen politischen Laufbahn gelernt, dass, wenn der Ministerpräsident etwas sagt, es auch getan wird“. Dies sei auch schon bei seinem [[Alfons Goppel|Vater]] so gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Goppel-zu-Studiengebuehren-Wegen-500-Euro-wandert-keiner-aus-id23775751.html|title=Goppel zu Studiengebühren: &amp;quot;Wegen 500 Euro wandert keiner aus&amp;quot;|publisher=Augsburger Allgemeine|date=2013-01-30|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elitenförderung ===&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender der [[Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung]] im Jahr 2005 erarbeitete Goppel mit der stellvertretenden Vorsitzenden Bundesministerin [[Edelgard Bulmahn]] einen Kompromiss zur [[Eliteförderung]] an deutschen Hochschulen: Am 23.&amp;amp;nbsp;Juni 2005 unterzeichneten Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Ministerpräsidenten der Länder die Vereinbarung über die [[Exzellenzinitiative]], die an deutschen Universitäten 1,9&amp;amp;nbsp;Mrd. Euro in den Jahren 2006–2011 für projektbezogene Spitzenforschung bündelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aygül Özkan ===&lt;br /&gt;
Goppels Äußerung, bei dem Heimatland der in Hamburg geborenen niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration [[Aygül Özkan]] handele es sich um die Türkei, wurde 2010 sowohl von der deutschen als auch von der türkischen Presse heftig kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.welt.de/aktuell/article7374589/Tuerkische-Presse-prangert-Doppelmoral-im-Fall-Oezkan-an.html|title=Türkische Presse prangert &amp;quot;Doppelmoral&amp;quot; im Fall Özkan an|publisher=Welt N24|date=28. April 2010|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.tagesspiegel.de/meinung/lieb-heimatland-wie-ayguel-oezkan-von-unionspolitikern-ausgegrenzt-wird/1810346.html|title=Wie Aygül Özkan von Unionspolitikern ausgegrenzt wird|publisher=Der Tagesspiegel|date=28. April 2010|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plagiatsaffäre Guttenberg ===&lt;br /&gt;
In der Diskussion um die [[Plagiatsaffäre Guttenberg]] hatte Goppel zunächst selbst über einen Rücktritt seines Parteifreundes spekuliert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.presseportal.de/pm/66749/1774465/koelner_stadt_anzeiger | titel=Vorabmeldung | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=Kölner Stadt-Anzeiger | seiten= | datum=1. März 2011 | zugriff=2011-03-05 | sprache= | format= | kommentar= | zitat=Er muss wissen, was er uns zumuten kann | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; um sich dann wenige Tage später über die mangelnde Solidarität innerhalb der Union zu empören.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.rp-online.de/politik/deutschland/CDU-Schmunzeln-treibt-CSU-um_aid_971870.html | titel=Der Fall Guttenberg – CDU-Schmunzeln treibt CSU um | titelerg= | autor=Gregor Mayntz und Reinhold Michels | hrsg= | werk=Rheinische Post | seiten= | datum=4. März 2011 | zugriff=2011-03-05 | sprache= | format= | kommentar= | zitat=Thomas Goppel […] sagte unserer Zeitung, Lammerts und Schavans Verhalten spotte jeder Beschreibung. | offline=ja | archiv-url=https://web.archive.org/web/20110306021542/http://www.rp-online.de/politik/deutschland/CDU-Schmunzeln-treibt-CSU-um_aid_971870.html | archiv-datum=2011-03-06 }} Zugehörige Pressemitteilung: [http://www.presseportal.de/pm/30621/2001759/rheinische_post &amp;#039;&amp;#039;CSU erbost über CDU-Kritik an Guttenberg.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
Als Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten befürwortete Goppel in Brüssel ein [[Europa der Regionen]] und in Bonn die [[Föderalismus|föderale]] Eigenständigkeit Bayerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== G8 ===&lt;br /&gt;
Zunächst auf Ablehnung stieß Goppels früh geäußerter Vorschlag, die [[Gymnasium|Gymnasialzeit]] in Bayern um ein Jahr zu verkürzen. Ab 2004 war das sogenannte [[Abitur nach zwölf Jahren|G8]] in Bayern Realität, 2011 verließ der erste Abiturjahrgang das Gymnasium nach acht Jahren. Die Umstrukturierung stieß seitdem seitens der Presse und vieler betroffener Eltern wiederholt auf scharfe Kritik. Ab dem Schuljahr September 2018 kehrte Bayern zum neunjährigen Gymnasium zurück&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Folgedrucksachen/0000013500/0000013705.pdf | titel=Beschluss des Bayerischen Landtags | hrsg=[[Bayerischer Landtag]] | datum=2017-12-07 | zugriff=2019-11-10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Gleichstellung ===&lt;br /&gt;
In der Diskussion über die rechtliche Gleichstellung [[Lebenspartnerschaftsgesetz|Eingetragener Lebenspartnerschaften]] nimmt Thomas Goppel einen ablehnenden Standpunkt ein. Schon zur Einführung der Lebenspartnerschaft sprach er sich dagegen aus, „alles Familie“ zu nennen, „wo Kinder drin sind“. Er hielt dem offen schwulen [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Bürgermeister Berlins]], [[Klaus Wowereit]] vor, „allabendlich der Biologie ein Schnippchen schlagen“ zu wollen. Im August 2012 sprach er auf [[Facebook]] von den „ganz natürlichen Grenzen“ bei der Gleichwertigkeit von Lebensgemeinschaften, die sich schon aus den „Qualitätsunterschieden bei der Bestandssicherung“ ergäben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.facebook.com/thomasgoppel/posts/436612483044749?_fb_noscript=1|title=Thomas Goppel|publisher=Facebook|date=25. August 2012|accessdate=22. Februar 2017|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bundesgeschäftsführer der [[Lesben und Schwule in der Union|Lesben und Schwulen in der Union (LSU)]], Ronny Pohle, schaltete daraufhin die Staatsanwaltschaft ein und bat sie, die strafrechtliche Relevanz dieses „geistigen Ausfalls“ zu überprüfen. Zudem schrieb er einen Protestbrief an Landtagspräsidentin [[Barbara Stamm]], ebenfalls CSU.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.queer.de/detail.php?article_id=17267|title=Goppel-Äußerung: LSU-Geschäftsführer schaltet Staatsanwaltschaft ein|publisher=Queer.de|date=29. August 2012|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/homo-ehe-lsu-beklagt-sich-ueber-csu-abgeordneten-goppel-a-853258.html|title=Schwulen-Union nennt CSU-Abgeordneten &amp;quot;geistigen Brandstifter&amp;quot;|publisher=Spiegel Online|date=31. August 2012|accessdate=22. Februar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung an Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Goppel bezeichnete im Februar 2016 in einer Ausschusssitzung des [[Bayrischer Landtag|Bayerischen Landtages]] den Nationalsozialismus als „üblen Unfug“. Er sagte während einer Debatte, ob Gebäude des Staates Bayern aus der Zeit des Nationalsozialismus als solche kenntlich gemacht werden sollten: „Es soll nicht die ganze deutsche Geschichte davon abhängen, dass wir zwölf Jahre üblen Unfug gemacht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.sueddeutsche.de/bayern/landtag-gruene-empoeren-sich-ueber-goppel-1.2879413|titel=Grüne empören sich über Goppel|datum=2016-02-24|zugriff=2017-06-28|werk=[[Süddeutsche Zeitung]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1989: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] am Bande&lt;br /&gt;
* 1990: [[Silvesterorden]]&lt;br /&gt;
* 1991: [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 2000: [[Bayerische Verfassungsmedaille]] in Gold&lt;br /&gt;
* 2009: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 2016: Goldener Ehrenring des Landkreises Landsberg am Lech&lt;br /&gt;
* 2024: [[Pro meritis scientiae et litterarum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Bayern|thomas-goppel}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121107051}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|121107051}}&lt;br /&gt;
* [http://www.thomas-goppel.de/ Thomas Goppel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Silvesterordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Träger des Silvesterordens (Ausprägung ungeklärt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturpolitiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kolpingwerk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rotary International)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goppel, Thomas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdL, bayerischer Wissenschaftsminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. April 1947&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aschaffenburg]], Bayern, Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SK Sturm Fan</name></author>
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