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	<title>Thomas Flierl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-17T13:55:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Thomas Flierl - 2015.jpg|mini|Thomas Flierl, 2015]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thomas Flierl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juli]] [[1957]] in [[Ost-Berlin]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Die Linke]]) und [[Architekturgeschichte|Architekturhistoriker]]. Er war von 2002 bis 2006 Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Von 1995 bis 1998 und erneut von 2002 bis 2011 war er Mitglied des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Berliner Abgeordnetenhauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Thomas Flierl ist der Sohn des DDR-Architekturhistorikers [[Bruno Flierl]]. Seine Mutter starb bei der Geburt, er wuchs in [[Berlin-Pankow|Pankow]] bei der Großmutter und dem Vater auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flierl trat 1976 in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Marina Achenbach: [https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/plotzlich-ist-er-da &amp;#039;&amp;#039;Plötzlich ist er da&amp;#039;&amp;#039;]. Freitag 04/2002 vom 18.&amp;amp;nbsp;Januar 2002, S.&amp;amp;nbsp;4&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem [[Philosophie]]studium an der Sektion Ästhetik/Kunstwissenschaften an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] Berlin von 1976 bis 1981 wurde er wissenschaftlicher Assistent an dieser Hochschule, im Jahr 1985 musste er diese Tätigkeit wegen öffentlicher Kritik am Abriss der denkmalgeschützten [[Gasbehälter|Gasometer]] in [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] abbrechen. Im selben Jahr erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. im Fachbereich Ästhetik der Humboldt-Universität mit der Arbeit „Ästhetik der Aneignung – Studie zu weltanschaulich-methodologischen Grundproblemen der marxistisch-leninistischen Ästhetik“. In der Folge war Flierl ein Protagonist des SED-Reformdiskurses&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rla-texte.de/texte/9%20andere%20Texte/Reformdiskurs%201980er%20Jahre/Bericht%20SED-Reformdiskurs.pdf Der SED-Reformdiskurs der achtziger Jahre S. 4] (PDF; 592&amp;amp;nbsp;kB) Abschlussbericht zum DFG-Projekt CR 93/1-1 der GSFP&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von 1987 bis 1990 war er Mitarbeiter im [[Ministerium für Kultur (DDR)|DDR-Kulturministerium]], Regionalausschuss Kultur Berlin, von 1990 bis 1996 Leiter des Kulturamtes Prenzlauer Berg, 1995 bis 1998 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die Fraktion der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]], danach Bezirksstadtrat für ökologische Stadtentwicklung im Berliner [[Bezirk Mitte]]. Seit 1998 ist er wieder Mitglied der PDS (seit 2007 [[Die Linke]]), nachdem er 1991 seinen Austritt erklärt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.thomas-flierl.de/zur_person/ |wayback=20081224042541 |text=Biografie   }} der offiziellen Website Thomas Flierls&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.&amp;amp;nbsp;Januar 2002 wurde Flierl zum [[Senat von Berlin|Berliner Senator]] für Wissenschaft, Forschung und Kultur gewählt. In seine Amtszeit fällt die Gründung der [[Stiftung Oper in Berlin]]. Flierl wurde 2001 und 2006 per Direktmandat in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Nach der [[Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2006|Wahl am 17. September 2006]] wurde er bei der Benennung der Senatoren durch den [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Regierenden Bürgermeister]] [[Klaus Wowereit]] nicht mehr berücksichtigt, weil in den Koalitionsverhandlungen sein Ressort nicht mehr an die PDS gefallen war. Seitdem führte bis 2016 der Regierende Bürgermeister das [[Kultur]]ressort in [[Personalunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seinem Ausscheiden aus der Politik hat sich Flierl, wie sein Vater [[Bruno Flierl]], der [[Geschichte der Architektur]] verschrieben, mit besonderem Fokus auf sowjetischer und [[Architektur in der Deutschen Demokratischen Republik|ostdeutscher Architektur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stasi-Eklat 2006 ===&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte Flierls Verhalten bei einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen|Gedenkstätte Hohenschönhausen]] im März 2006, als er in seiner Funktion als Kultursenator und Stiftungsratsvorsitzender der Gedenkstätte Beschimpfungen und Verhöhnungen von Opfern der Stasi als „Kriminelle“ und „subversive Elemente“ durch 200 anwesende frühere [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]]-Mitarbeiter unbeantwortet ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars-Broder Kreil: [https://www.welt.de/print-welt/article208569/Infame-Hetze.html &amp;#039;&amp;#039;Infame Hetze&amp;#039;&amp;#039;]. Die Welt vom 4. April 2006, S.&amp;amp;nbsp;4&amp;lt;br /&amp;gt;Edith Siepmann: [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/stasi-debatte-alles-verlogen-flierl-muss-weg-a-409920.html &amp;#039;&amp;#039;Stasi-Debatte: „Alles verlogen, Flierl muss weg!“&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel Online, 5. April 2006 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-212732&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.welt.de/print-welt/article212732/Letzte-Bastion.html | titel=Letzte Bastion | autor=Berthold Seewald | werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] | datum=2006-04-25 |zugriff=2018-10-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Flierl wurden massive Rücktrittsforderungen laut. Flierl forderte auf dieser Veranstaltung laut CDU Stasi-Opfer auf, „den [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Terror zu beweisen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article204872/CDU-ruegt-Stasi-Kampagne-gegen-Opfer.html &amp;#039;&amp;#039;CDU rügt „Stasi-Kampagne gegen Opfer“&amp;#039;&amp;#039;;] Die Welt, 18. März 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Freie Demokratische Partei|FDP]]-Fraktionschef [[Martin Lindner]] sagte, Flierl hätte den „Folterknechten“ widersprechen müssen. „Wenn Sie den Unsinn der Folterknechte übernehmen, dann machen Sie sich gemein mit ihnen“, sagte Lindner. Die Fraktionsvorsitzende der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]], [[Sibyll-Anka Klotz|Sibyll Klotz]], forderte Flierl auf, den Vorsitz des Stiftungsrats der Gedenkstätte Hohenschönhausen niederzulegen, und warf ihm vor, solange zu differenzieren, „dass von Terror, Folter und Menschenrechtsverletzungen nicht mehr übrigbleibt“. Die Grüne Jugend Berlin verurteilte „die Verhöhnung der Opfer der sozialistischen Gewaltherrschaft“, und erklärte: „Ein solcher Versuch der Geschichtsklitterung sei für einen Berliner Senator unwürdig“. Die CDU sprach vom „vorläufigen Höhepunkt einer üblen Kampagne gegen die Erinnerung an die SED-Diktatur und deren Opfer“. Flierl erklärte: „Natürlich können die Zeitzeugen, können auch Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur Teil der Perspektive sein.“&amp;lt;ref name = &amp;quot;Die Welt.de 21. März 2006&amp;quot;&amp;gt;Gilbert Schomaker: [https://www.welt.de/print-welt/article205299/Flierl-raeumt-Fehler-bei-Stasi-Eklat-ein.html &amp;#039;&amp;#039;Flierl räumt Fehler bei Stasi-Eklat ein&amp;#039;&amp;#039;]. Die Welt vom 21.&amp;amp;nbsp;März 2006, S.&amp;amp;nbsp;35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückgabe der „Berliner Straßenszene“ von Ernst Ludwig Kirchner 2006 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Causa Kirchner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2006 gab Thomas Flierl bekannt, das Land Berlin werde [[Ernst-Ludwig Kirchner]]s Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Berliner Straßenszene&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1913, das als eines der wichtigsten Gemälde des deutschen [[Expressionismus]] gilt, den in den [[Vereinigte Staaten|USA]] lebenden Erben des jüdischen Kunstsammlers Alfred Hess zurückgeben. Diese Entscheidung war umstritten, weil unklar war, ob das Bild im Jahre 1936 überhaupt unter Druck der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] verkauft worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückgabe wurde das Gemälde schließlich am 8. November 2006 bei [[Christie’s]] in [[New York City|New York]] für fast 30&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;Euro an den Kosmetik-Erben [[Ronald Lauder]] verkauft. Es sollte dann in Lauders New Yorker [[Neue Galerie (New York)|Neuer Galerie]] für deutsche und [[österreich]]ische Kunst des frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu sehen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
* 2012: als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Standardstädte. [[Ernst May]] in der [[Sowjetunion]] 1930 bis 1933&amp;#039;&amp;#039; Texte und Dokumente. Edition Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-12643-1&lt;br /&gt;
* 2018 als Herausgeber mit [[Philipp Oswalt]], &amp;#039;&amp;#039;Im Streit der Deutungen: Conflicting Interpretation&amp;#039;&amp;#039; Hannes Meyer Bauhaus, Leipzig 2018, ISBN 978-3-95905-150-7&lt;br /&gt;
* 2018 als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Der Architekt, die Macht und die Baukunst: [[Hermann Henselmann]] in seiner Berliner Zeit 1949–1995&amp;#039;&amp;#039;, Edition Gegenstand und Raum,  Berlin 2018, ISBN 978-3-95749-116-9&lt;br /&gt;
* 2021 als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Schütte]], [[Margarete Schütte-Lihotzky]] – Mach den Weg um Prinkipo, meine Gedanken werden Dich dabei begleiten! Der Gefängnis-Briefwechsel 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Lukas Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-86732-306-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=thomas-flierl|lemma=Flierl, Thomas|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=844}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschlandfunk.de/musik-und-fragen-zur-person-der-kulturwissenschaftler.1782.de.html?dram:article_id=439341 Deutschlandfunk &amp;#039;&amp;#039;Zwischentöne. Musik und Fragen zur Person&amp;#039;&amp;#039; vom 17. Februar 2019]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|110859111}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Berliner Wissenschaftssenatoren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=110859111|LCCN=n/96/96980|VIAF=10455969}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Flierl, Thomas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultursenator (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftssenator (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirksstadtrat (Bezirk Mitte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PDS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die-Linke-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Restitution von NS-Raubgut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Flierl, Thomas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Die Linke), Berliner Senator, MdA&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juli 1957&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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