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	<title>Thomas Boch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Miriquidus0980: /* Quellen */</title>
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		<updated>2020-10-20T19:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Quellen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thomas Boch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23.&amp;amp;nbsp;Oktober]] [[1810]] in [[Hanau]]; † [[20.&amp;amp;nbsp;August]] [[1878]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Klein nennt als Todesjahr 1875&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Witzenhausen]]) war ein [[Kurfürstentum Hessen|kurhessischer]], später [[Liste der Kreise in der Provinz Hessen-Nassau (1885)|preußischer]] [[Beamtentum|Verwaltungsbeamter]]. Er war [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] in den Kreisen [[Kreis Gelnhausen|Gelnhausen]] (1849–1851), [[Kreis Wolfhagen|Wolfhagen]] (1865–1868) und [[Kreis Witzenhausen|Witzenhausen]] (1868–1878).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Boch wurde als Sohn des Kaufmanns Johann Georg Boch in Hanau geboren. Am Ort seines ersten beruflichen Einsatzes heiratete er am 26. November 1843 im Alter von 33 Jahren Friederike Kreibaum in [[Eschwege]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1827 war er als Student der Rechte an der kurhessischen [[Philipps-Universität Marburg|Landes-Universität in Marburg]] [[Immatrikulation|immatrikuliert]] und nach dem Studium und dem Examen als Praktikant am Kreisamt (später Landratsamt) in Hanau und während seiner Referendarzeit bei der Provinzregierung und der Polizeidirektion in Hanau sowie bei den Kreisämtern Gelnhausen und Schlüchtern tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. November 1838 ernannte ihn das Ministerium in Kassel zum Kreissekretär in [[Kreis Eschwege|Eschwege]] und versetzte ihn 1843 nach [[Kreis Hofgeismar|Hofgeismar]]. Rund zehn Jahre später, am 5.&amp;amp;nbsp;August, im Revolutionsjahr 1848, übertrug man ihm kommissarisch das Amt des Landrats des Kreises Gelnhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den beiden Revolutionsjahren 1848/49 änderte sich auch die Verwaltungsgliederung so manchen deutschen Landes, in Kurhessen wurden die Regierungen der Provinzen, die Residenz- und Provinzial-Polizei-Direktionen und auch die [[Kreisämter]] aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;§ 3 der &amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 22.&amp;amp;nbsp;December 1848, die Umbildung der inneren Landesverwaltung betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Möller und Karl Fuchs (Hrsg.), Sammlung der im Kurfürstenthum Hessen noch geltenden gesetzlichen Bestimmungen von 1813 bis 1866, Marburg und Leipzig (Elwert) 1867, S.&amp;amp;nbsp;1230&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden für die früheren Provinzen Bezirke mit einem Bezirksvorstand gebildet und Verwaltungsämter als Bezirks-Unterbehörden.&amp;lt;ref&amp;gt;§§ 13 bis 27 und 29 bis 34 der &amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 22.&amp;amp;nbsp;December 1848, die Umbildung der inneren Landesverwaltung betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Möller und Karl Fuchs (Hrsg.), Sammlung der im Kurfürstenthum Hessen noch geltenden gesetzlichen Bestimmungen von 1813 bis 1866, Marburg und Leipzig (Elwert) 1867, S.&amp;amp;nbsp;1232&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Verwaltungsamt Gelnhausen wurde Boch am 18.&amp;amp;nbsp;Januar 1849 zum &amp;#039;&amp;#039;Ersten Verwaltungsbeamten&amp;#039;&amp;#039; ernannt. Ende 1849 war die [[Deutsche Revolution 1848/1849|deutsche Revolution]] mit der [[Frankfurter Nationalversammlung|Nationalversammlung]] in der [[Frankfurter Paulskirche]] und ihrer [[Paulskirchenverfassung|Verfassung]] zwar gescheitert, in Kurhessen bahnte sich jedoch ein neuer [[kurhessischer Verfassungskonflikt|Konflikt]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurhessischer Verfassungskonflikt ==&lt;br /&gt;
Es ging um Steuern: Die [[Kurhessische Ständeversammlung|Ständeversammlung]] des [[Kurfürstentum Hessen|Kurfürstentums Hessen]] forderte die kurfürstliche Regierung am 31.&amp;amp;nbsp;August 1850 auf, das Budget (den Staatshaushalt) vorzulegen, um die bereits erhobenen Steuern zu legitimieren, denn Abgaben durften nach der [[Kurhessische Verfassung von 1831|Verfassung]] nicht ohne die Zustimmung der Stände erhoben werden (§ 143 der [[Kurhessische Verfassung von 1831|Verfassungsurkunde]] vom 5.&amp;amp;nbsp;Januar 1831&amp;lt;ref&amp;gt;in: Wilhelm Möller und Karl Fuchs (Hrsg.), Sammlung der im Kurfürstenthum Hessen noch geltenden gesetzlichen Bestimmungen …, S. 818 ff., im Internet: [http://www.documentarchiv.de/nzjh/verfkurhessen.html für das Kurfürstentum Hessen 5.&amp;amp;nbsp;Januar 1831]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Daraufhin löste der Kurfürst die Ständeversammlung am 4.&amp;amp;nbsp;September 1850 auf und erließ die &amp;#039;&amp;#039;Verordnung, die Forterhebung der Steuern und Abgaben betreffend&amp;#039;&amp;#039;, die entgegen dem Wortlaut der Verfassung eine Ermächtigung enthielt, weiterhin Steuern zu erheben. Der Finanzminister trat zurück; zunächst die oberen Behörden in Kassel, dann auch die Beamten in den Bezirken und Verwaltungsämtern betrachteten die entsprechenden landesherrlichen Erlasse als verfassungswidrig und führten sie nicht durch. Die Gerichte (fünf Obergerichte und das oberste Gericht, das [[Appellationsgericht|Ober-Appellationsgericht]] in Kassel) erklärten die kurfürstliche Verordnung für verfassungswidrig&amp;lt;ref&amp;gt;Gotthilf Adam Heinrich Gräfe &amp;#039;&amp;#039;Der Verfassungskampf in Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1851, S.&amp;amp;nbsp;51&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Kurfürst verhängte am 7.&amp;amp;nbsp;September 1850 das Kriegsrecht und wollte die Armee einsetzen; seine Offiziere verweigerten die Ausführung der Befehle und beriefen sich auf ihren Eid, wonach sie versprochen hatten, die Verfassung zu achten; über 80 % beantragten ihre Entlassung aus dem Dienst. Der Kurfürst beantragte beim [[Bundestag (Deutscher Bund)|Bundestag]] des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] die [[Intervention (Politik)|Einmischung]] durch [[Bundesexekution#Deutscher Bund|Bundesexekution]], und ab dem 1.&amp;amp;nbsp;November 1850 rückten die [[Strafbayern]], die den Bundesbeschluss ausführten, zügig zuerst in die kurhessischen Kreise an der nordbayerischen Grenze ([[Landkreis Hanau|Hanau]], [[Kreis Gelnhausen|Gelnhausen]], [[Landkreis Schlüchtern|Schlüchtern]] und [[Kreis Fulda|Fulda]]) ein und besetzten das Gebiet sowie die Hauptstadt [[Kassel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Georg-W. Hanna: &amp;#039;&amp;#039;Straf-Bayern rücken ein&amp;#039;&amp;#039; in: Mitteilungsblatt der Heimatstelle Main-Kinzig, Gelnhausen, Jahrgang 1993 (Heft 3) S.&amp;amp;nbsp;226–234&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei der Mehrheit der im ganzen liberal gesinnten kurhessischen Beamtenschaft brachte Boch das Festhalten am geleisteten [[Amtseid|Verfassungseid]] 1850 in Konflikt mit den Anordnungen der Regierung und schließlich auch der Militärkommandanten der Exekutionsstreitkräfte. Da er während des verhängten [[Ausnahmezustand|Kriegszustandes]] Anordnungen des militärischen Befehlshabers nicht befolgt und Proklamationen unerledigt zurückgeschickt hatte, wurde er von dem [[Kriegsgericht]] der eingerückten [[Bundesintervention]]struppen in Kassel unter Vorsitz des bayerischen Oberstleutnants [[Moritz Ritter von Peßler]] am 28. März 1851 wegen „Ungehorsams gegen Verfügungen des Oberbefehlshabers“ zu einer sechswöchigen [[Festungshaft]] verurteilt, die er auf der [[Schloss Spangenberg|Festung Spangenberg]] verbüßte, da das kurhessische Kriegsministerium ein [[Begnadigung]]sgesuch am 6.&amp;amp;nbsp;Oktober 1851 abgelehnt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vorher de facto an der Ausübung seines Amts gehindert, wurde er mit der Wiederherstellung des vormaligen Landratsamts am 20.&amp;amp;nbsp;September 1851&amp;lt;ref&amp;gt;Wiederherstellung der bis zum 31.&amp;amp;nbsp;Januar 1849 geltenden Verwaltungsorganisation durch die &amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 7.&amp;amp;nbsp;Juli 1851, die Umbildung der inneren Landesverwaltung betreffend&amp;#039;&amp;#039;, in: Wilhelm Möller und Karl Fuchs (Hrsg.), Sammlung der im Kurfürstenthum Hessen noch geltenden gesetzlichen Bestimmungen …, S.&amp;amp;nbsp;1247 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Disposition gestellt (Landräte waren disponible, d.&amp;amp;nbsp;h. jederzeit, auch in den Ruhestand, versetzbare Beamte). Er lebte in den folgenden Jahren ohne jedes Einkommen bei der Familie seiner Frau in Eschwege und wurde nach zahlreichen vergeblichen Gesuchen um Wiedereinstellung erst ab 16.&amp;amp;nbsp;Dezember 1862 kommissarisch bei der Regierungskommission in [[Schmalkalden]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vom Kurfürsten am 28. April 1865 zum Landrat im [[Kreis Wolfhagen]] ernannt, wurde er in preußischer Zeit durch königliches [[Reskript]] (Erlass) vom 10.&amp;amp;nbsp;März 1868 nach [[Kreis Witzenhausen|Witzenhausen]] versetzt, wo er bis zu seinem Tode am 20.&amp;amp;nbsp;August 1878 als Landrat tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Boch war eines der am härtesten betroffenen Opfer der politischen Umwälzungen von 1850/51 im Verwaltungsdienst Kurhessens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eckhart G. Franz]] und Georg Rösch: &amp;#039;&amp;#039;Die Landräte in 150 Jahren im Kreis Gelnhausen: Thomas Boch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Kreis Gelnhausen – Heimat-Jahrbuch des Kreises Gelnhausen – Zwischen Vogelsberg und Spessart 1971.&amp;#039;&amp;#039; Gelnhausen 1970, S.&amp;amp;nbsp;38.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Klein (Historiker)|Thomas Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 70), Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3884431595, S. 99.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1111918937|titel=Boch, Thomas| datum=2020-01-31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Gelnhausen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Witzenhausen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1111918937|VIAF=4729147270650635700006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boch, Thomas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Gelnhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Witzenhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gelnhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Witzenhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boch, Thomas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Beamter, als 1848er Patriot Opfer der Reaktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1810&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hanau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. August 1878&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Witzenhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
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